Posted tagged ‘Gazastreifen’

Die New York Times gibt die Kontrolle über die Medien durch die Hamas zu

31. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

In ihrem Bericht über die gezielte Tötung des offiziellen Hamas-Finanzverwalters und Terrorunterstützers Mohammed al-Ghoul findet sich in der New York Times ein kleines, aber wichtiges Zugeständnis zur die Kontrolle der Hamas über das, was die Medien berichten können.

„Die Zeugen, die den Ort einige Minuten nach dem Luftangriff erreichten, berichteten, dass Sicherheitsleute in Zivilkleidung Fotografen daran hinderten Bilder zu machen, Umherstehende wegschickten, das Geld einsammelten und die Überreste des Autos nach weiterem Geld durchsuchten. Der Zeuge wollte aus Angst vor Vergeltung anonym bleiben.“

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die „Sicherheitsleute in Zivil“ Hamasmitglieder sind. Da sie wie Zivilisten gekleidet sind, stellt sich die Frage, wie viele Terroristen als Zivilisten klassifiziert werden, einfach deshalb, weil sie keine Militär-Uniformen tragen.

Dass Fotografen und Zuschauer davon abgehalten wurden, das Geschehene zu dokumentieren und ein Zeuge Vergeltung fürchten muss, spricht Bände über die tatsächliche Kontrolle der Hamas über Gaza und warum große Teile des Geschehens nicht in die internationalen Medien gelangen.

Es ist sicher nicht verwunderlich, dass die Leiterin des Jerusalemer Büros der NY Times diesen Artikel nicht geschrieben hat. Schließlich tat sie die Verurteilung der Einschüchterungen durch die Hamas durch die Foreign Press Association als „Blödsinn“ ab.

Ist das große Rauschen in den Medien zu Gaza ein Freifahrtschein für die Massaker im Kongo?

29. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 29. November 2012

Abbildung rechts: Vava Tampa

Bedeutet das lausige Rauschen der Massenmedien aus dem Gazastreifen einen Freifahrtschein für Grausamkeiten anderswo auf der Welt?

Der kongolesische Aktivist Vava Tampa wundert sich darüber, dass tagtäglich stattfindende Massaker in seinem Heimatland nicht das gleiche mediale Interesse auf sich ziehen wie die Krise im Gazastreifen. Tampa schreibt bei CNN:

Hier stellt sich nicht die Frage, ob das menschliche Leid im Kongo mehr Medienberichterstattung verdient, weil es größer ist als das in Syrien oder Gaza, sondern vielmehr, warum berichten die Medien so ausführlich über die Krisen in Syrien oder Gaza  und nicht über die Raub- und Mordindustrie im Kongo?

Ich bezweifle, dass dies so wäre wegen eines Mangels an Bildern aus den kongolesischen Killing Fields, oder weil es nicht genug Augenzeugenberichte von Überlebenden gibt oder mangelnden humanitär motivierten Berichten oder Bewertungen der Situation vor Ort.

Liegt es an der geographischen oder kulturellen Distanz zwischen Washington oder London zum Kongo? Oder verhalten sich die westlichen Medien nur deshalb so zögerlich, wenn nicht sogar uninteressiert, darüber zu berichten, weil keine westlichen Interessen oder Verbündeten dadurch gefährdet sind?

Ian Birrill vom Observer sprach einen ähnlichen Aspekt an, der in mir zynischerweise anfänglich die Reaktion aufkommen ließ, dass sich niemand um den Kongo scheren würde, solange es keinen israelischen Bezug zu dieser Tragödie gäbe.

Problematisch ist nicht nur die umfangreiche Berichterstattung aus Gaza, sondern die überproportionale Berichterstattung von dort.

Hier ein Beispiel: Washington Post-Reporter Scott Wilson hält es für eine lesenswerte Geschichte, dass gegenüber Gaza ausgesprochene Vorwarnungen [durch die IDF; bd] die Zivilbevölkerung nicht schützen würden. Man könnte angesichts dieser Schlagzeile annehmen, dass es ein unverzeihlicher Fehler beim Vorgehen der IDF sei, die Bewohner zum Verlassen jener Gebäude aufzufordern, die getroffen werden sollen. Stattdessen aber schreibt Wilson:

Familienangehörige gaben an, sie hätten nicht gewusst, dass die Azzams, eine andere Familie in der Nachbarschaft, ein Mitglied des Islamic Jihad aufgenommen hatten. Mohammed Qutati, Student der Ingenieurwissenschaften an der al-Azhar-Universität, dessen Onkel Ahad bei den Luftangriffen getötet worden war, sagte: “Wenn wir das gewusst hätten, wären wir aus dem Gebäude gegangen.”

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass die Washington Post einige Kurzmeldungen aus dem Kongo aufgegriffen hatte. Aber Artikel von Korrespondenten des eigenen Blattes haben mehr Gewicht und erzeugen mehr Aufmerksamkeit.

Kann Tampas Frustration über die Nachrichtenindustrie also noch überraschen?

(Foto via YouTube/SavetheCongoChannel)

Gazaner geben Babys die Namen iranischer Raketen

26. November 2012

Pesach Benson, HonestReporting.com, 26. November 2012

YNet schrieb, die neueste Modewelle im Gazastreifen bestehe darin, Babys die Namen Fajr und Ahmed Jabari zu geben.

Es sagt nicht viel über die Chancen für Frieden aus, wenn man seine Kinder nach Raketen und Terrorkommandeuren benennt.

Wir werden wissen, dass wir über den Berg sind, wenn die Palästinenser anfangen, ihren Kindern Namen wie Menschlicher Schutzschild, Kanonenfutter und Gehirngewaschen zu geben.

Operation Säule der Verteidigung: Was Sie wissen sollten

15. November 2012

Simon Plosker, HonestReporting.com, 15. November 2012

Israel ist nicht daran interessiert, die Flammen zu schüren, aber seit fünf Tagen hat es ständiges Raketenfeuer auf Israel gegeben und Mütter und Kinder können nachts nicht schlafen… Es gibt eine Grenze dessen, was Israel ertragen kann.
Präsident Shimon Peres zu Präsident Barack Obama, 14. November 2012

Einmal mehr muss Israel sich mit einer Militäroperation zur Beendigung des Raketenfeuers aus dem Gazastreifen beschäftigen. Der vorhersehbare Medienwahn hat begonnen. In diesem Leitfaden werden wir Ihnen den Hintergrund und die Informationen geben, die Sie brauchen, um auf die Medieneinseitigkeit gegen Israel zu reagieren.

Hintergrund

Zum dritten Mal innerhalb eines Monats befinden sich die Zivilisten des südlichen Israel unter ständigem Raketenfeuer aus dem Gazastreifen.

Die derzeitigen Angriffe begannen Samstagabend (10. November), als palästinensische Terroristen eine Antipanzer-Rakete auf einen Armee-Jeep schossen, der auf der israelischen Seite des Grenzzaunes unterwegs war. Vier IDF-Soldaten wurden verletzt. Seitdem sind mehr als 120 Raketen auf israelische Zivilisten geschossen worden.

Das Leben von 1 Million israelischer Bürger ist bedroht und das Alltagsleben im südlichen Israel ist vollkommen zum Erliegen gebracht worden.

Die Einwohner der Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens leiden ständig unter Angriffen mit Raketen und Mörsergranaten. Diese Angriffe finden auf fast regelmäßiger Basis statt, ebenso Eskalationen anderer Art von Terroraktivitäten, die von der Hamas und den übrigen Terrororganisationen ausgeführt werden, die unter dem Schutz der Hamas agieren.

Die Pausen zwischen den Wellen der Raketenangriffe werden immer kürzer. Im vergangenen Monat ist Israel drei getrennten Perioden der Eskalation ausgesetzt worden. Seit Jahresbeginn sind mehr als 800 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen worden, eine Rekordzahl seit dem Ende der Operation Gegossenes Blei (Januar 2009). Dieser Höchststand gleicht dem der Angriffe, die 2007/2008 erfolgten.

Wie antwortet man Israels Kritikern?

Behauptung: „Israel ist eher verantwortlich für diesen jüngsten Ausbruch der Gewalt als die Hamas.“

Antwort: Die Medien haben ein sehr kurzes Gedächtnis. Raketenangriffe sind für die Israelis im Süden seit vielen Jahren ein Teil des Alltagslebens gewesen, trotz der fehlenden Berichterstattung in den internationalen Medien. Israel hat mit enormer Zurückhaltung agiert, doch es gibt eine Grenze dessen, was ein Land zu tolerieren man erwarten kann.

Es sind die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen, die sich entschieden haben, die Gewalt in den letzten Tagen zu eskalieren, angefangen mit dem Anschlag auf den Jeep und ganz zu schweigen von den vielen Vorfällen des vergangenen Monats, die von den Mainstream-Medien praktisch ignoriert wurden.

Unten folgt eine Zeitschienen-Zusammfassung der Vorfälle des vergangenen Monats, dank der  Jerusalem Post:

23. Oktober:
Ein IDF-Offizier wird durch einen Sprengsatz schwer verletzt, der sich auf Patrouille am Grenzzaun zum Gazastreifen befindet. Die PFLP reklamiert die Verantwortung.

6. November:
Eine Explosion entlang des Gaza-Grenzzauns verletzt drei Soldaten. Die Palästinenser feuern später eine Qassam-Rakete ins südliche Israel. Am selben Tag sprengen Palästinenser einen massiven Tunnel an der Grenze, was keine Verletzungen verursacht, aber einen IDF-Jeep umkippt.

8. November:
Bei einem Feuergefecht mit Palästinenser tötet offenbar IDF-Feuer einen 13-jährigen palästinensischen Jungen. Palästinensische Mörsergranaten verletzen später am Tag einen IDF-Soldaten an der Grenze.

9. November:
Palästinenser schießen eine Antipanzer-Rakete auf einen IDF-Jeep auf Patrouille entlang der Grenze zum Gazastreifen. Sie verletzen vier Soldaten. Unmittelbar danach schießen israelische Panzer zurück in den Gazastreifen, töten fünf Palästinenser und verwunden mindestens 25. Später feuern die Palästinenser eine Reihe Qassam-Raketen ins südliche Israel.

10.-12. November:
Palästinensische Terrorgruppen feuern mehr als 100 Raketen und Mörsergranaten ins südliche Israel. Der Islamische Jihad und eine Salafistengruppe reklamieren die Verantwortung für die Mehrheit der Raketen. Mindestens acht Israelis werden bei den Angriffen verletzt.

13. November:
Ein vermeintlicher Waffenstillstand wird zwischen Israel und der Hamas vermittelt, bei dem beide Seiten ihre Ruhe davon abhängig machen, dass die andere Seite die Angriffe einstellt. Premierminister Benjamin Netanyahu warnt vor zukünftigen Angriffen: „Ich bin verantwortlich dafür, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um den höchstmöglichen Preis abzuverlangen – und so wird es kommen.“

14. November:
Vier Raketen treffen am Morgen das südliche Israel; die IDF sagt, sie untersucht die Möglichkeit, dass die Raketen aus dem Sinai verschossen wurden.

Später am Mittwoch tötet im zentralen Gazastreifen die IDF Ahmed Jabari, den Chef des bewaffneten Arms der Hamas, den Izzedien al-Qassam-Brigaden. Die IDF trifft weitere 20 Ziele im gesamten Gazastreifen an, zumeist beschoss sie Lagerorte für Langstrecken-Raketen; auch ein regionaler Hamas-Kommandeur soll getötet worden sein.

Behauptung: „Israels Reaktion ist der Bedrohung nicht angemessen“

Antwort: Palästinensische Raketen sind keine „selbst gebauten“ Projektile – sie sind tödlich und bedrohen eine große Zahl israelischer Bevölkerungszentren. Der Status des Gazastreifens als Terrorbasis ist auch als Ergebnis der Quantität eingeschmuggelter Waffen aus dem Sudan, Libyen und dem Iran verstärkt worden, die eine noch größere Bedrohung der israelischen Zivilbevölkerung darstellt.

Behauptung: „Wird nicht die Eiserne Kuppel die einfliegenden Raketen abschießen, was sie ziemlich harmlos macht? Hat es nicht als Ergebnis der Gaza-Raketen relativ wenig israelische Opfer gegeben?“

Anwort: Das Raketenabwehrsytem Eiserne Kuppel hat sich als bemerkenswert effektiv erwiesen. Doch kein Raketenschild dieser Art bietet 100% Schutz. Es gibt außerdem eine begrenzte Zahl von Batterien, die die gesamte Region abdecken. Die israelischen Opferzahlen sind zwar im Verhältnis zur Zahl der geschossenen Raketen niedrig gewesen, was aber nicht an fehlender Motivation der palästinensischen Terroristen liegt, die versuchen so viele Tote und Verletzte wie möglich zu verursachen. Zur Zeit sind drei Israelis durch einen Raketenangriff auf die Stadt Kiryat Malachi im Süden getötet worden.

Behauptung: „Das ist kein fairer Kampf – es sterben mehr Palästinenser als Israelis“

Antwort: Die Opferzahlen allein erzählen keine genaue Geschichte. Israel schießt nicht absichtlich auf Zivilisten. Die IDF unternimmt außergewöhnliche Maßnahmen, um zivile palästinensische Tote zu vermeiden. In scharfem Gegensatz dazu beschießen die palästinensischen Terrororganisationen bewusst israelische Zivilisten und nutzen die Bevölkerung des Gazastreifens als menschliche Schutzschilde, lagern und schießen Raketen aus stark bevölkerten Gebieten heraus. Das ist ein zweifaches Kriegsverbrechen. Der einzige Grund, dass nicht mehr Israelis sterben, besteht in den verstärkten Schutzräumen, Bunkern, der Eisernen Kuppel und Frühwarnsystemen, auf die die Israelis sich zu ihrem Schutz verlassen.

Um das Risiko für die Zivilisten im Gazastreifen zu verringern, hat die IDF dort sogar Flugblätter abgeworfen, mit denen die Einwohner gewarnt werden sich von den Akteuren der Hamas und der anderen Terrororganisationen und ihren Einrichtungen fernzuhalten, die für sie ein Sicherheitsrisiko darstellen.

warnendes IDF-Flugblatt

Der Inhalt des Flugblatts:

Wichtige Ankündigung für die Einwohner des Gazatsreifens:

Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigene Sicherheit und vermeiden Sie es, sich im Umfeld der Hamas-Akteure und -Einrichtungen und der anderen Terrororganisationen aufzuhalten, die ein Risiko für Ihre Sicherheit darstellen.

Die Hamas zieht die Region wieder einmal in Gewalt und Blutvergießen. Die IDF ist entschlossen die Einwohner des Staates Israel zu verteidigen. Diese Ankündigung gilt, bis die Ruhe in der Region wieder hergestellt ist. Kommando der Israelischen Verteidigungskräfte.

Behauptung: „Israels hat die Absicht eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu schaffen.“

Antwort: Israels Ziele innerhalb des Gazastreifens sind militärisch und nicht zivil. Zusätzlich bleiben die Grenzübergänge offen, was die Routine-Einfuhr humanitärer Güter erlaubt.

Behauptung: „Israel hat ein Kriegsverbrechen begangen, indem es den Hamas-Militärkommandeur Ahmed Jabari gezielt tötete.“

Antwort: Der Einsatz gezielter Tötungen ist ein letztes Mittel, wenn es nicht möglich ist einen Terroristen zu fangen und ihn vor Gericht zu stellen, wie es im Gazastreifen der Fall ist. Die IDF hat es für notwendig befunden die Möglichkeit der Hamas zu operieren zu zerschlagen und hat den Kopf der Schnecke abgeschlagen; dazu hat sie Zielgenauigkeit genutzt, um das Risiko von Kollateralschäden zu reduzieren.

Ahmed Jabari hat persönlich zahlreiche tödliche Terroranschläge auf israelische Zivilisten geführt und war für die Entführung des Soldaten Gilad Shalit wie auch die gewaltsame Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas verantwortlich.

Rafah: Das Gesetz der ungewollten Folgen beißt Ägypten

31. Mai 2011

Pesach Benson, HonestReporting Media Backspin, 31. Mai 2011

Nach der Wiederöffnung von Rafah wird Ägpyten vom Gesetz der ungewollten Folgen gebissen. Das Wall Street Journal (ein Klick via Google News) schreibt:

Eine volle Öffnung der ägyptischen Grenze in Rafah, sagen Analysten, könnte Israel erlauben, sich eindeutiger vom Gazastreifen zu trennen und die humanitäre und Sicherheits-Verantwortung für die Enklave auf Ägypten abzuwälzen…

Die Grenze für Handel und Waren geschlossen zu halten, hat Kairo davor bewahrt, stillschweigend die Verantwortung für die Ernährung der 1,5 Millionen Menschen der Enklave zu übernehmen und Lieferungen an Waffen und so genannten Dual Use-Gegenständen zu überwachen, die für Angriffe auf Israel genutzt werden könnten.

Die ägyptische Straße ist voll und ganz dafür, die Grenze völlig öffnen, aber nach Angaben des WSJ sind die herrschenden Militärführer nicht allzu begierig darauf,  so weit zu gehen. Wie es aussieht, befinden sich im Moment rund 400 Al-Qaida-Mitglieder im Sinai. Einige Vertreter Israels sagten gegenüber dem Magazin Time, die neue Wirklichkeit von Rafah habe einen Silberstreif am Horizont.

… zur Reaktion in offiziellen Kreisen Israels gehört mit Sicherheit „stille Genugtuung“. Denn in Jerusalem hat man das Gefühl: Wenn die Ägypter Verantwortung für die 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen übernehmen wollen, dann nur zu. Kairo hatte die Küstenenklave immerhin ab 1948 kontrolliert, bis 1967, als der Gazastreifen zu den riesigen Territorien gehörte, die Israel im Sechstagekrieg eroberte.

Was denken Sie zum Problem der Sicherheitsrisiken vs. politischen Möglichkeiten, die die Öffnung von Rafah für Israel darstellt?

Drei Gründe, warum Gaddafis neuestes Geschwätz so drollig ist

8. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 8. März 2011

Sie wissen, die Hölle gefriert, wenn Gaddafi sich mit Israel vergleicht:

Selbst die Israelis gingen in den Gazastreifen mit Panzern rein, um die Extremisten zu bekämpfen. Genauso ist es hier! Wir haben es hier mit kleinen bewaffnete Gruppen zu tun, die wir bekämpfen. Von Anfang an haben wir keine Gewalt ausgeübt. […]…Bewaffnete Einheiten der libyschen Armee mussten gegen kleine bewaffnete Al-Qaida-Banden kämpfen. Darum geht’s.”

Hier drei Gründe, die Gaddafis Geschwätz so surrealistisch erscheinen lassen.

1. Gaddafi gibt zu, dass Israel sich zu Recht gegen palästinensischen Terror verteidigt.

2. Gaddafi bezeichnet die Hamas als Terrororganisation. Wow!

3. Gaddafi stellt den Goldstone-Report in Frage. Übrigens befand sich Libyen an vorderster Front, als es darum ging, den Report über die UNO durchzuboxen.

Schön, wenn Gaddafi noch die Gelegenheit bekäme, HonestReportings Analyse zum Gaza-Krieg und die Zusammenfassung des Goldstone-Reports zu lesen.

Wahrscheinlicher ist aber, dass er schlicht und einfach nur einen an der Waffel hat.

Kinder feiern Massaker

1. September 2010

HonestReporting Media Backspin, 1. September 2010

Lob, wem Lob gebührt. AP und Reuters bekamen Fotos von palästinensischen Kindern, die den Terroranschlag an der Landstraße morbide feierten, bei dem Talya und Yitzhak Imes, Kochava Even-Haim und Avishai Shendler getötet wurden.

Palästinensische Kinder schwenkten die grüne islamische Flagge und zeigten das Victory-Zeichen, als sie an einer Kundgebung teilnahmen, um im Flüchtlingslager Jebaliya im Gazastreifen einen militanten Anschlag in der südlichen Westbank zu feiern. Dienstag, 31. August 2010. Ein palästinensischer Bewaffneter eröffnete das Feuer auf ein israelisches Fahrzeug, das Dienstag in der Westbank fuhr, sagten Behörden; er tötete vier Passagiere bei dem tödlichen Angriff, der einen langen Schatten über die Nahost-Friedensgespräche wird, die diese Woche beginnen sollen. (AP Photo/Hatem Moussa)

Ein palästinensischer Junge hält ein Spielzeuggewehr; er wird von seinem Vater getragen, als sie im Flüchtlingslager Jebaliya im nördlichen Gazastreifen den Schusswaffenanschlag in der Westbank feiern. 31. August 2010 Vier israelische Siedler wurden Dienstag, am Vorabend des von den USA protegierten Nahost-Friedensgipfels in Washington, in ihrem Auto in der besetzten Westbank im Vorbeifahren erschossen. Der bewaffnete Arm der islamistischen Hamas-Bewegung, der Islamistengruppe, die den Gazastreifen kontrolliert und gegen Friedensgespräche ist, beanspruchte in einer Erklärung die Verantwortung für die Schüsse. (REUTERS/Mohammed Salem)

Diese Bilder, plus Fotos wie diese, sind weit wichtiger für die Story als die erbärmlichen Bilder, die die AP-Fotoredakteure gestern Abend verschickten.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 377 Followern an