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Ist das große Rauschen in den Medien zu Gaza ein Freifahrtschein für die Massaker im Kongo?

29. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 29. November 2012

Abbildung rechts: Vava Tampa

Bedeutet das lausige Rauschen der Massenmedien aus dem Gazastreifen einen Freifahrtschein für Grausamkeiten anderswo auf der Welt?

Der kongolesische Aktivist Vava Tampa wundert sich darüber, dass tagtäglich stattfindende Massaker in seinem Heimatland nicht das gleiche mediale Interesse auf sich ziehen wie die Krise im Gazastreifen. Tampa schreibt bei CNN:

Hier stellt sich nicht die Frage, ob das menschliche Leid im Kongo mehr Medienberichterstattung verdient, weil es größer ist als das in Syrien oder Gaza, sondern vielmehr, warum berichten die Medien so ausführlich über die Krisen in Syrien oder Gaza  und nicht über die Raub- und Mordindustrie im Kongo?

Ich bezweifle, dass dies so wäre wegen eines Mangels an Bildern aus den kongolesischen Killing Fields, oder weil es nicht genug Augenzeugenberichte von Überlebenden gibt oder mangelnden humanitär motivierten Berichten oder Bewertungen der Situation vor Ort.

Liegt es an der geographischen oder kulturellen Distanz zwischen Washington oder London zum Kongo? Oder verhalten sich die westlichen Medien nur deshalb so zögerlich, wenn nicht sogar uninteressiert, darüber zu berichten, weil keine westlichen Interessen oder Verbündeten dadurch gefährdet sind?

Ian Birrill vom Observer sprach einen ähnlichen Aspekt an, der in mir zynischerweise anfänglich die Reaktion aufkommen ließ, dass sich niemand um den Kongo scheren würde, solange es keinen israelischen Bezug zu dieser Tragödie gäbe.

Problematisch ist nicht nur die umfangreiche Berichterstattung aus Gaza, sondern die überproportionale Berichterstattung von dort.

Hier ein Beispiel: Washington Post-Reporter Scott Wilson hält es für eine lesenswerte Geschichte, dass gegenüber Gaza ausgesprochene Vorwarnungen [durch die IDF; bd] die Zivilbevölkerung nicht schützen würden. Man könnte angesichts dieser Schlagzeile annehmen, dass es ein unverzeihlicher Fehler beim Vorgehen der IDF sei, die Bewohner zum Verlassen jener Gebäude aufzufordern, die getroffen werden sollen. Stattdessen aber schreibt Wilson:

Familienangehörige gaben an, sie hätten nicht gewusst, dass die Azzams, eine andere Familie in der Nachbarschaft, ein Mitglied des Islamic Jihad aufgenommen hatten. Mohammed Qutati, Student der Ingenieurwissenschaften an der al-Azhar-Universität, dessen Onkel Ahad bei den Luftangriffen getötet worden war, sagte: “Wenn wir das gewusst hätten, wären wir aus dem Gebäude gegangen.”

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass die Washington Post einige Kurzmeldungen aus dem Kongo aufgegriffen hatte. Aber Artikel von Korrespondenten des eigenen Blattes haben mehr Gewicht und erzeugen mehr Aufmerksamkeit.

Kann Tampas Frustration über die Nachrichtenindustrie also noch überraschen?

(Foto via YouTube/SavetheCongoChannel)

Gazaner geben Babys die Namen iranischer Raketen

26. November 2012

Pesach Benson, HonestReporting.com, 26. November 2012

YNet schrieb, die neueste Modewelle im Gazastreifen bestehe darin, Babys die Namen Fajr und Ahmed Jabari zu geben.

Es sagt nicht viel über die Chancen für Frieden aus, wenn man seine Kinder nach Raketen und Terrorkommandeuren benennt.

Wir werden wissen, dass wir über den Berg sind, wenn die Palästinenser anfangen, ihren Kindern Namen wie Menschlicher Schutzschild, Kanonenfutter und Gehirngewaschen zu geben.

Operation Säule der Verteidigung: Was Sie wissen sollten

15. November 2012

Simon Plosker, HonestReporting.com, 15. November 2012

Israel ist nicht daran interessiert, die Flammen zu schüren, aber seit fünf Tagen hat es ständiges Raketenfeuer auf Israel gegeben und Mütter und Kinder können nachts nicht schlafen… Es gibt eine Grenze dessen, was Israel ertragen kann.
Präsident Shimon Peres zu Präsident Barack Obama, 14. November 2012

Einmal mehr muss Israel sich mit einer Militäroperation zur Beendigung des Raketenfeuers aus dem Gazastreifen beschäftigen. Der vorhersehbare Medienwahn hat begonnen. In diesem Leitfaden werden wir Ihnen den Hintergrund und die Informationen geben, die Sie brauchen, um auf die Medieneinseitigkeit gegen Israel zu reagieren.

Hintergrund

Zum dritten Mal innerhalb eines Monats befinden sich die Zivilisten des südlichen Israel unter ständigem Raketenfeuer aus dem Gazastreifen.

Die derzeitigen Angriffe begannen Samstagabend (10. November), als palästinensische Terroristen eine Antipanzer-Rakete auf einen Armee-Jeep schossen, der auf der israelischen Seite des Grenzzaunes unterwegs war. Vier IDF-Soldaten wurden verletzt. Seitdem sind mehr als 120 Raketen auf israelische Zivilisten geschossen worden.

Das Leben von 1 Million israelischer Bürger ist bedroht und das Alltagsleben im südlichen Israel ist vollkommen zum Erliegen gebracht worden.

Die Einwohner der Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens leiden ständig unter Angriffen mit Raketen und Mörsergranaten. Diese Angriffe finden auf fast regelmäßiger Basis statt, ebenso Eskalationen anderer Art von Terroraktivitäten, die von der Hamas und den übrigen Terrororganisationen ausgeführt werden, die unter dem Schutz der Hamas agieren.

Die Pausen zwischen den Wellen der Raketenangriffe werden immer kürzer. Im vergangenen Monat ist Israel drei getrennten Perioden der Eskalation ausgesetzt worden. Seit Jahresbeginn sind mehr als 800 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen worden, eine Rekordzahl seit dem Ende der Operation Gegossenes Blei (Januar 2009). Dieser Höchststand gleicht dem der Angriffe, die 2007/2008 erfolgten.

Wie antwortet man Israels Kritikern?

Behauptung: „Israel ist eher verantwortlich für diesen jüngsten Ausbruch der Gewalt als die Hamas.“

Antwort: Die Medien haben ein sehr kurzes Gedächtnis. Raketenangriffe sind für die Israelis im Süden seit vielen Jahren ein Teil des Alltagslebens gewesen, trotz der fehlenden Berichterstattung in den internationalen Medien. Israel hat mit enormer Zurückhaltung agiert, doch es gibt eine Grenze dessen, was ein Land zu tolerieren man erwarten kann.

Es sind die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen, die sich entschieden haben, die Gewalt in den letzten Tagen zu eskalieren, angefangen mit dem Anschlag auf den Jeep und ganz zu schweigen von den vielen Vorfällen des vergangenen Monats, die von den Mainstream-Medien praktisch ignoriert wurden.

Unten folgt eine Zeitschienen-Zusammfassung der Vorfälle des vergangenen Monats, dank der  Jerusalem Post:

23. Oktober:
Ein IDF-Offizier wird durch einen Sprengsatz schwer verletzt, der sich auf Patrouille am Grenzzaun zum Gazastreifen befindet. Die PFLP reklamiert die Verantwortung.

6. November:
Eine Explosion entlang des Gaza-Grenzzauns verletzt drei Soldaten. Die Palästinenser feuern später eine Qassam-Rakete ins südliche Israel. Am selben Tag sprengen Palästinenser einen massiven Tunnel an der Grenze, was keine Verletzungen verursacht, aber einen IDF-Jeep umkippt.

8. November:
Bei einem Feuergefecht mit Palästinenser tötet offenbar IDF-Feuer einen 13-jährigen palästinensischen Jungen. Palästinensische Mörsergranaten verletzen später am Tag einen IDF-Soldaten an der Grenze.

9. November:
Palästinenser schießen eine Antipanzer-Rakete auf einen IDF-Jeep auf Patrouille entlang der Grenze zum Gazastreifen. Sie verletzen vier Soldaten. Unmittelbar danach schießen israelische Panzer zurück in den Gazastreifen, töten fünf Palästinenser und verwunden mindestens 25. Später feuern die Palästinenser eine Reihe Qassam-Raketen ins südliche Israel.

10.-12. November:
Palästinensische Terrorgruppen feuern mehr als 100 Raketen und Mörsergranaten ins südliche Israel. Der Islamische Jihad und eine Salafistengruppe reklamieren die Verantwortung für die Mehrheit der Raketen. Mindestens acht Israelis werden bei den Angriffen verletzt.

13. November:
Ein vermeintlicher Waffenstillstand wird zwischen Israel und der Hamas vermittelt, bei dem beide Seiten ihre Ruhe davon abhängig machen, dass die andere Seite die Angriffe einstellt. Premierminister Benjamin Netanyahu warnt vor zukünftigen Angriffen: „Ich bin verantwortlich dafür, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um den höchstmöglichen Preis abzuverlangen – und so wird es kommen.“

14. November:
Vier Raketen treffen am Morgen das südliche Israel; die IDF sagt, sie untersucht die Möglichkeit, dass die Raketen aus dem Sinai verschossen wurden.

Später am Mittwoch tötet im zentralen Gazastreifen die IDF Ahmed Jabari, den Chef des bewaffneten Arms der Hamas, den Izzedien al-Qassam-Brigaden. Die IDF trifft weitere 20 Ziele im gesamten Gazastreifen an, zumeist beschoss sie Lagerorte für Langstrecken-Raketen; auch ein regionaler Hamas-Kommandeur soll getötet worden sein.

Behauptung: „Israels Reaktion ist der Bedrohung nicht angemessen“

Antwort: Palästinensische Raketen sind keine „selbst gebauten“ Projektile – sie sind tödlich und bedrohen eine große Zahl israelischer Bevölkerungszentren. Der Status des Gazastreifens als Terrorbasis ist auch als Ergebnis der Quantität eingeschmuggelter Waffen aus dem Sudan, Libyen und dem Iran verstärkt worden, die eine noch größere Bedrohung der israelischen Zivilbevölkerung darstellt.

Behauptung: „Wird nicht die Eiserne Kuppel die einfliegenden Raketen abschießen, was sie ziemlich harmlos macht? Hat es nicht als Ergebnis der Gaza-Raketen relativ wenig israelische Opfer gegeben?“

Anwort: Das Raketenabwehrsytem Eiserne Kuppel hat sich als bemerkenswert effektiv erwiesen. Doch kein Raketenschild dieser Art bietet 100% Schutz. Es gibt außerdem eine begrenzte Zahl von Batterien, die die gesamte Region abdecken. Die israelischen Opferzahlen sind zwar im Verhältnis zur Zahl der geschossenen Raketen niedrig gewesen, was aber nicht an fehlender Motivation der palästinensischen Terroristen liegt, die versuchen so viele Tote und Verletzte wie möglich zu verursachen. Zur Zeit sind drei Israelis durch einen Raketenangriff auf die Stadt Kiryat Malachi im Süden getötet worden.

Behauptung: „Das ist kein fairer Kampf – es sterben mehr Palästinenser als Israelis“

Antwort: Die Opferzahlen allein erzählen keine genaue Geschichte. Israel schießt nicht absichtlich auf Zivilisten. Die IDF unternimmt außergewöhnliche Maßnahmen, um zivile palästinensische Tote zu vermeiden. In scharfem Gegensatz dazu beschießen die palästinensischen Terrororganisationen bewusst israelische Zivilisten und nutzen die Bevölkerung des Gazastreifens als menschliche Schutzschilde, lagern und schießen Raketen aus stark bevölkerten Gebieten heraus. Das ist ein zweifaches Kriegsverbrechen. Der einzige Grund, dass nicht mehr Israelis sterben, besteht in den verstärkten Schutzräumen, Bunkern, der Eisernen Kuppel und Frühwarnsystemen, auf die die Israelis sich zu ihrem Schutz verlassen.

Um das Risiko für die Zivilisten im Gazastreifen zu verringern, hat die IDF dort sogar Flugblätter abgeworfen, mit denen die Einwohner gewarnt werden sich von den Akteuren der Hamas und der anderen Terrororganisationen und ihren Einrichtungen fernzuhalten, die für sie ein Sicherheitsrisiko darstellen.

warnendes IDF-Flugblatt

Der Inhalt des Flugblatts:

Wichtige Ankündigung für die Einwohner des Gazatsreifens:

Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigene Sicherheit und vermeiden Sie es, sich im Umfeld der Hamas-Akteure und -Einrichtungen und der anderen Terrororganisationen aufzuhalten, die ein Risiko für Ihre Sicherheit darstellen.

Die Hamas zieht die Region wieder einmal in Gewalt und Blutvergießen. Die IDF ist entschlossen die Einwohner des Staates Israel zu verteidigen. Diese Ankündigung gilt, bis die Ruhe in der Region wieder hergestellt ist. Kommando der Israelischen Verteidigungskräfte.

Behauptung: „Israels hat die Absicht eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu schaffen.“

Antwort: Israels Ziele innerhalb des Gazastreifens sind militärisch und nicht zivil. Zusätzlich bleiben die Grenzübergänge offen, was die Routine-Einfuhr humanitärer Güter erlaubt.

Behauptung: „Israel hat ein Kriegsverbrechen begangen, indem es den Hamas-Militärkommandeur Ahmed Jabari gezielt tötete.“

Antwort: Der Einsatz gezielter Tötungen ist ein letztes Mittel, wenn es nicht möglich ist einen Terroristen zu fangen und ihn vor Gericht zu stellen, wie es im Gazastreifen der Fall ist. Die IDF hat es für notwendig befunden die Möglichkeit der Hamas zu operieren zu zerschlagen und hat den Kopf der Schnecke abgeschlagen; dazu hat sie Zielgenauigkeit genutzt, um das Risiko von Kollateralschäden zu reduzieren.

Ahmed Jabari hat persönlich zahlreiche tödliche Terroranschläge auf israelische Zivilisten geführt und war für die Entführung des Soldaten Gilad Shalit wie auch die gewaltsame Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas verantwortlich.

Rafah: Das Gesetz der ungewollten Folgen beißt Ägypten

31. Mai 2011

Pesach Benson, HonestReporting Media Backspin, 31. Mai 2011

Nach der Wiederöffnung von Rafah wird Ägpyten vom Gesetz der ungewollten Folgen gebissen. Das Wall Street Journal (ein Klick via Google News) schreibt:

Eine volle Öffnung der ägyptischen Grenze in Rafah, sagen Analysten, könnte Israel erlauben, sich eindeutiger vom Gazastreifen zu trennen und die humanitäre und Sicherheits-Verantwortung für die Enklave auf Ägypten abzuwälzen…

Die Grenze für Handel und Waren geschlossen zu halten, hat Kairo davor bewahrt, stillschweigend die Verantwortung für die Ernährung der 1,5 Millionen Menschen der Enklave zu übernehmen und Lieferungen an Waffen und so genannten Dual Use-Gegenständen zu überwachen, die für Angriffe auf Israel genutzt werden könnten.

Die ägyptische Straße ist voll und ganz dafür, die Grenze völlig öffnen, aber nach Angaben des WSJ sind die herrschenden Militärführer nicht allzu begierig darauf,  so weit zu gehen. Wie es aussieht, befinden sich im Moment rund 400 Al-Qaida-Mitglieder im Sinai. Einige Vertreter Israels sagten gegenüber dem Magazin Time, die neue Wirklichkeit von Rafah habe einen Silberstreif am Horizont.

… zur Reaktion in offiziellen Kreisen Israels gehört mit Sicherheit „stille Genugtuung“. Denn in Jerusalem hat man das Gefühl: Wenn die Ägypter Verantwortung für die 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen übernehmen wollen, dann nur zu. Kairo hatte die Küstenenklave immerhin ab 1948 kontrolliert, bis 1967, als der Gazastreifen zu den riesigen Territorien gehörte, die Israel im Sechstagekrieg eroberte.

Was denken Sie zum Problem der Sicherheitsrisiken vs. politischen Möglichkeiten, die die Öffnung von Rafah für Israel darstellt?

Drei Gründe, warum Gaddafis neuestes Geschwätz so drollig ist

8. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 8. März 2011

Sie wissen, die Hölle gefriert, wenn Gaddafi sich mit Israel vergleicht:

Selbst die Israelis gingen in den Gazastreifen mit Panzern rein, um die Extremisten zu bekämpfen. Genauso ist es hier! Wir haben es hier mit kleinen bewaffnete Gruppen zu tun, die wir bekämpfen. Von Anfang an haben wir keine Gewalt ausgeübt. […]…Bewaffnete Einheiten der libyschen Armee mussten gegen kleine bewaffnete Al-Qaida-Banden kämpfen. Darum geht’s.”

Hier drei Gründe, die Gaddafis Geschwätz so surrealistisch erscheinen lassen.

1. Gaddafi gibt zu, dass Israel sich zu Recht gegen palästinensischen Terror verteidigt.

2. Gaddafi bezeichnet die Hamas als Terrororganisation. Wow!

3. Gaddafi stellt den Goldstone-Report in Frage. Übrigens befand sich Libyen an vorderster Front, als es darum ging, den Report über die UNO durchzuboxen.

Schön, wenn Gaddafi noch die Gelegenheit bekäme, HonestReportings Analyse zum Gaza-Krieg und die Zusammenfassung des Goldstone-Reports zu lesen.

Wahrscheinlicher ist aber, dass er schlicht und einfach nur einen an der Waffel hat.

Kinder feiern Massaker

1. September 2010

HonestReporting Media Backspin, 1. September 2010

Lob, wem Lob gebührt. AP und Reuters bekamen Fotos von palästinensischen Kindern, die den Terroranschlag an der Landstraße morbide feierten, bei dem Talya und Yitzhak Imes, Kochava Even-Haim und Avishai Shendler getötet wurden.

Palästinensische Kinder schwenkten die grüne islamische Flagge und zeigten das Victory-Zeichen, als sie an einer Kundgebung teilnahmen, um im Flüchtlingslager Jebaliya im Gazastreifen einen militanten Anschlag in der südlichen Westbank zu feiern. Dienstag, 31. August 2010. Ein palästinensischer Bewaffneter eröffnete das Feuer auf ein israelisches Fahrzeug, das Dienstag in der Westbank fuhr, sagten Behörden; er tötete vier Passagiere bei dem tödlichen Angriff, der einen langen Schatten über die Nahost-Friedensgespräche wird, die diese Woche beginnen sollen. (AP Photo/Hatem Moussa)

Ein palästinensischer Junge hält ein Spielzeuggewehr; er wird von seinem Vater getragen, als sie im Flüchtlingslager Jebaliya im nördlichen Gazastreifen den Schusswaffenanschlag in der Westbank feiern. 31. August 2010 Vier israelische Siedler wurden Dienstag, am Vorabend des von den USA protegierten Nahost-Friedensgipfels in Washington, in ihrem Auto in der besetzten Westbank im Vorbeifahren erschossen. Der bewaffnete Arm der islamistischen Hamas-Bewegung, der Islamistengruppe, die den Gazastreifen kontrolliert und gegen Friedensgespräche ist, beanspruchte in einer Erklärung die Verantwortung für die Schüsse. (REUTERS/Mohammed Salem)

Diese Bilder, plus Fotos wie diese, sind weit wichtiger für die Story als die erbärmlichen Bilder, die die AP-Fotoredakteure gestern Abend verschickten.

Amira Hass sieht es so wie ich

16. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 16. August 2010

Vor ein paar Tagen bloggte ich 6 Gründe, warum Sie keine Fotos der Anti-Hamas-Strom-Demo sehen werden.

Ich stelle fest, dass die alt gediente Ha’aretz-Reporterin Amira Hass der gleichen Ansicht ist wie ich:

„Ich wünschte, diese Bilder erreichten die Linken im Ausland“, sagte eine Freundin Dienstag vor sich hin, als sie zusah, wie die Hamas-Polizei Gewehrkolben und Knüppel dazu nutzte ihre Freunde zu verprügeln – Aktivisten der PFLP. Obwohl meine Freundin nie ein Fan der Hamas-Regierung in der Westbank war, ist sie wegen der Romantisierung der Hamas-Herrschaft durch ausländische Aktivisten wütend.

Fotos der Proteste vom Dienstag werden kaum zu finden sein, da die Hamas-Polizei Fotojournalisten daran hinderte ihren Job zu tun. Irgendwann wurde in die Luft geschossen, um die PFLP-Demonstranten in Gaza Stadt zu zerstreuen – eine Demonstration, di die Hamas eine illegale Zusammenkunft nannte. Viele Protestierende wurden verletzt und benötigten medizinische Behandlung; andere wurden zeitweise inhaftiert.

Wir warte immer noch darauf Bilder davon zu sehen.

[Anmerkung heplev: Hass macht auch deutlich, wo sie selbst steht, wenn sie ihre Freundin von der PFLP reden lässt: auf Seiten der Terroristen!]

6 Gründe, warum Sie keine Fotos der Anti-Hamas-Strom-Demo sehen werden

11. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 11. August 2010

AFP berichtet, dass Hamas-Polizei einen Protest gegen die Stromausfälle auflöste. Hier sind sechs Gründe, warum man keine Agenturfotos davon sehen wird:

1. Hamas erlaubt Journalisten nur über antiisraelische Mahnwachen zu berichten.

2. Die Fotografen-Angaben würden die Fotografen in Gefahr bringen und den Zugang ihrer Agentur vor Ort bedrohen.

3. Freischaffende Fotografen, denen die Unterstützung einer Nachrichtenagentur fehlt, werden ihre Karriere und ihre Freiheit nicht riskieren.

4. Jeder Fotograf, der vorher einen Tipp bekam, hätte riskiert, dass man ihn mit der PFLP in Verbindung bringt, die die Demonstration organisierte.

5. Archivfotos von antiisraelischen Elektrizitätsprotesten zu nutzen liegt dem Gruppendenken der Großen Medien näher, da Israel ohnehin alles schuld ist.

6. Die Berichterstattung zu vergraben beugt ohnehin der Notwendigkeit vor Bilder zu bringen.

Die Hamas: Der Grinch, der den Ramadan verdirbt

10. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 10. August 2010

Im Gazastreifen sind die Ramadan-Einkäufe in vollem Gang. Das hier kommt von Reuters:

Farbenfrohe Reihen an Bonbons, Milchprodukte, saure Gurken, Datteln und Snacks überfüllen die Marktstände und die Regale in Geschäfte des Hauptmarktes in Gaza Stadt, die letztes Jahr spärlich ausgestattet waren…

Die Vor-Ramadan-Einkäufer wurden von exotischen Etiketten und Marken angezogen, die vor ein paar Jahren nicht zu sehen waren, einschließlich vieler in Israel hergestellter Waren.

Die Regale sind voll von unterschiedlichen Sorten Datteln, einer unerlässlichen Ramaldan-Delikatesse, die jetzt aus verschiedenen Ländern importiert wird.

Doch eine Hexenjagd der Hamas nach– echten und eingebildeten – Kollaborateuren könnte den Feiertagsjubel verderben. YNetNews gibt an:

Die Zeitungen im Gazastreifen veröffentlichen gelegentlich Nachrichten über auf See gefundenen Leichen. Die Zahl dieser Leichen ist nicht groß, doch nicht all diese Ertrunkenen sind freiwillig ertrunken. Zu den Gazanern, die den Tod im Meer fanden, gehören Beamte aus der mittleren Führungsebene sensibler Regierungsministerien, z.B. des Innenministeriums, wie auch der Polizei und Sicherheitsoffiziere.

Einigen von ihnen wurde in den Kopf geschossen, bevor sie schwimmen gingen.

Wenn Sie glauben, die Hamas führe keinen gewalttätigen Feldzug während des heiligen Monats der Muslime, der am Mittwoch beginnt, dann denken Sie nochmal nach. Der Yom Kippur-Krieg 1973 wird von den Arabern als der Ramadan-Krieg bezeichnet; das ist nur eine von vielen arabischen Schlachten, die während des Ramadan ausgetragen wurden.

Ich verstehe es so, dass der Ramadan – unter anderem – eine Zeit der Versöhnung unter Muslimen ist. Klingt nicht wie die Art von Feiertagsgeist, die alle mit der Hamas verbinden.

Endlich hat die Hamas einen beruhigenden Einfluss

10. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 10. August 2010

Vielleicht wird der beruhigende Einfluss all der Leute, die dort herumstanden, als die Hamas Marihuana verbrannte, zu einer Art Friedensdurchbruch führen.

Schwedischer Fotojournalist macht Israel wegen Beschuss von Gaza-Whirlpools nieder

9. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 9. August 2010

Aus dem Blog Schweden Israel and the Jews:

Das Helsingborg Dagblad entschied sich gestern eine Rezension von Kent Klichs Buchs Gaza Photo Album zu bringen, die Sören Sommelius verfasste. Das Buch zeigt Bilder von Häusern im Gazastreifen nach der Operation „Gegossenes Blei“ Anfang letzten Jahres. Das Buch zielt darauf ab die Zerstörung palästinensischer Häuser hervorzuheben, gibt aber auch Schlüssel-Einblicke in den Reichtum, der in der Tat heute im Gazastreifen existiert; Reichtum, den in ihren Berichten zur Lage im Gazastreifen alle schwedischen Medienorgane unterlassen…

Sommelius beendet seinen Artikel damit, dass er schreibt:

„Klichs Fotografien sind registriert, sie dokumentieren die Kriegsverbrechen der israelischen Armee. In einer gerechten Welt würden die IDF-Kommandeure und Regierungsvertreter in Gerichtsverfahren über das befragt werden, was stattfand. Die Bilder sind Beleg dessen, was geschah und sind daher Anklage, Bilder, die Israel wegen ‚Verbrechen gegen die Menschlichkeit‘ anklagen.

Darauf antwortet Israel-Sweden:

Ich erlaube mir anderer Meinung zu sein. Die von Kent Klich aufgenommenen Bilder zeigen die wahre Realität in Gaza; wegen der korrupten, von der Hamas geführten Regierung, können einige Menschen im Gazastreifen, wie auf den Bildern zu sehen ist, in Luxus leben und tun das auch. Ihr Lebensstandard vor dem Krieg war weit höher als der schwedischer Einwanderer in den Viertel von Rosengård in Malmö.

Hier ist der betreffende Whirlpool:

Szenen aus dem größten Konzentrationslager der Welt

20. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juni 2010

In diesem Fall Kompliment an AP und AFP für die Hervorhebung der (Ernährungs-) „Krise“ in Gaza.

Die Bildbeschriftungen findet man bei den Links 1 2 3 4 5 und 6.

Dazu passend: Raketen verschießende Tunnelbauer und Gazas humanitäre Krise.

Zur Blockade des Gazastreifens auch ein guter Artikel von beer7.

Warum empfiehlt Israels Pressebüro ein Restaurant in Gaza?

27. Mai 2010

HonestReporting Media Backspin, 27. Mai 2010

Warum empfiehlt Israels Pressebüro (GPO) ein Restaurant in – ausgerecht! – Gaza?

Der Roots Club, vornehmes Restaurant und Club, kam ins Rampenlicht, als der Journalist Tom Gross ein Schlaglicht auf die wachsende Mittelklasse des Gazastreifens warf, über die in den MSM nicht berichtet wird. Gross schreibt:

In der Tat führen die BBC und andere prominente westliche Medien regelmäßig ihre Zuschauer und Leser mit Berichten einer nicht existenten „massiven humanitären Katastrophe“ im Gazastreifen in die Irre.

Wovon sie Ihnen nichts erzählen, sind die schicken neuen Restaurants und Schwimmbäder in Gaza oder von den Windsurfing-Wettkämpfen an den Stränden des Gazastreifens oder die überfüllten Geschäfte und Märkte des Strips. Viele Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen leben einen Lebensstil der Mittelschicht (und in einigen Fällen das Leben der Oberschicht), den zu berichten westlichen Journalisten ablehnen, weil er nicht in die simplizistische Story passt, die zu schreiben sie geschickt wurden.

Hier ist, von der Nachrichtenagentur Maan freundlicherweise zur Verfügung gestellt, ein Bericht über Gazas neues Schwimmbad olympischer Größe. (Die meisten israelischen Städte haben keine olympiafähigen Schwimmbecken. Man fragt sich, wie eine Gegend, die behauptet, praktisch kein Wasser und Baumaterial zu haben und auf humanitäre Hilfe angewiesen sei, ein olympisches Schwimmbecken bauen kann und einen luxuriösen Lebensstil für einige wenige schafft, während andere gezwungen sind, als politische Bauernfiguren in bitterer Armut zu leben.)

Mit ironischem Unterton schickte GPO-Chef Danny Seaman dem Auslandspresse-Korps eine E-Mail, in der er den zur Berichterstattung über die Free-Gaza-Flotte in den Gazastreifen ziehenden Journalisten das Restaurant empfahl. Seaman erzählte der Jerusalem Post von den wütenden Antworten, die er erhielt:

Dieselben Journalisten, die ständig mit dem Finger auf Israel zeigen, waren darüber empört. Eine Journalistin frage mich in ihrer Antwort: „Habt ihr keine reichen und armen Regionen [in Gaza] wie überall sonst auch?“ Ich antwortete ihr mit der Frage: „Warum berichten Sie nicht über die wohlhabenden Teile von Gaza?“

Gibt es eine Menge Armut im Gazastreifen? Ja.

Schafft die Abriegelung Probleme? Zweifelsohne.

Ist die Hamas für diese Lage verantwortlich? Absolut.

Ich frage mich, ob Lauren Booth auf Seamans Mailingliste steht.

Ist Rachel Corrie dafür gestorben?

17. Mai 2010

HonestReporting Media Backspin, 17. Mai 2010

Journalisten waren verboten, als die Hamsa 30 bis 40 Häuser in Rafah abriss, aber die AP sorgt für dieses Aha-Erlebnis:

Hamas-Polizisten schwangen Knüppel, als sie die Einwohner dutzender Häuser in der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen am Sonntag schlugen und stießen, bevor sie die Gebäude mit Bulldozern eindrückten, sagten Anwohner.

Die militanten Hamas-Herrscher sagten, die Häuser seien illegal in Regierungsland gebaut worden. Die jetzt obdachlosen Einwohner waren aufgebracht, weil palästinensische Bulldozer palästinensische Häuser niederrissen.

Seit Jahren haben die Palästinenser Israel wegen der Zerstörung von Häusern kritisiert, zumeist, weil sie ohne Baugenehmigungen durch das Militär gebaut wurden. Jetzt beschweren sich Einwohner von Rafah, dass ihre eigene Regierung, die von der militant-islamischen Hamas geführt wird, die die Macht im Juli 2007 an sich riss, dasselbe getan hat.

Die Einwohner von Rafah erwarten weitere Abrisse. Ist Rachel Corrie dafür gestorben?

Bildbeschreibung: Grenzwertiger Missgriff

17. Juli 2009

Honestreporting Media BackSpin, 17. Juni 2009

Was stimmt nicht an dieser Bildbeschreibung von Reuters?

(Palästinensische Kinder stehen am 13. Juli 2009 an einem Tor zum Grenzübergang Rafah im südlichen Gazastreifen, während gegen die israelische Blockade protestiert wird. Israel, das 2005 Siedler aus dem Gazastreifen abzog, hat schon lange die Einfuhr von Gütern in die Enklave eingeschränkt und seine Blockade verstärkt, als sie 2007 von den Hamas-Islamisten übernommen wurde, die die Kräfte besiegte, die dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas loyal ergeben sind.)

Der Rafah-Übergang, an dem die Proteste stattfanden, befindet sich an Gazas Grenze nach Ägypten, das die Grenze – Überraschung! – aus Sicherheitsüberlegungen abriegelte. Die jüngste Öffnung der Grenze seitens der Ägypter geschah Ende Juni.

(Hat tip: Elder of Ziyon)
[Anmerkung heplev: Die Überschrift der Bildstrecke spricht natürlich auch Bände: Israelische Truppen dringen in Gaza ein.)

Gedanken zu Israels Luftangriffen, Teil 2

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Als Fortsetzung der bereits eingestellten Gedanken über die Genauigkeit der israelischen Luftschläge zitiert Reuters Ismail Haniyeh, der zugibt, dass in den vergangenen zwei Tagen 15 Zivilisten getötet wurden – das in einer Zahl von Toten, die dieselbe Agenturmeldung auf 290 beziffert.

Hamas schätzt, dass mindestens 15 Frauen und Kinder in den letzten beiden Tagen getötet wurden. „Palästina hat nie ein widerwärtigeres Massaker erlebt“, sagte Hamas-Führer Ismail Haniyeh.

Es ist bedauerlich, dass 15 Frauen und Kinder starben, aber die Hamas schuldet den Palästinensern eine Erklärung dafür, dass sie offensichtliche Kampfziele wie Raketenwerfer, Waffenlager, Waffenfabriken und Trainingszentren in und um zivile Gebiete platziert.

Quintessenz: 94,8 Prozent der Verluste waren nach Schätzungen der Hamas Kombattanten. Wie kann das ein Massaker sein?

Damit zusammenhängende Leseempfehlung: How Does This Operation Rank in the History?

Hamas verhindert Behandlung der Verwundeten von Gaza

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Die Hamas verhindert, dass verletzte Palästinenser medizinische Versorgung in Ägypten erhalten. Reuters zitiert den ägyptischen Außenminister:

„Wir waren darauf, dass die Palästinenser herüberkommen. Ihnen wird nicht erlaubt zu kommen“, sagte er Reportern. Auf die Frage, wer dafür verantwortlich sei, sagte er: „Fragen Sie die Partei, die den Gazastreifen kontrolliert.“

Beschwert sich die Hamas nicht immer, dass die Grenzen geschlossen seien…?

———-
[Anmerkung Heplev: HRs Redakteur hatte sich offenbar im Original ein wenig mit der Richtung der verhinderten Hilfe vertan, wie ein Blick auf den Reuters-Link zeigt.]

Gedanken zu Israels Luftangriffen

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Seit Monaten hat Israel Informationen zu den wichtigen Stellen der Hamas im Gazastreifen gesammelt, um größtmögliche Punktgenauigkeit zu schaffen. In der ersten Welle warf die Luftwaffe mehr als 100 t Bomben auf eine der am dichtesten besiedelte Gegenden der Welt – und die Angriffe sind weitgehend präzise gewesen. AFP schreibt:

Sanitäter sagen, dass Zivilisten getroffen wurden, aber die Mehrzahl der Opfer scheinen Mitglieder der Hamas zu sein, die von Israel und dem Westen als Terror-Organisation gebrandmarkt wurde.

So bedauerlich Kollateralschäden sind, scheinen zivile Verluste doch minimal zu sein. Dieser Auszug aus der TIMES of London fasst die Lage zusammen:

Eine perfekt gezielte Rakete vernichtete die von der Hamas kontrollierte Polizeistation in Rafah. Aber das Gebäude nebenan war eine Schule und einige Schüler waren auf der Straße, als eine riesige Explosion Munitionssplitter und Betonbrocken in alle Richtungen fliegen ließ.

Quintessenz: Die Hamas und ihre Terror-Helfer müssen die Verantwortung für die Stationierung der Raketenwerfer, Trainingszentren usw. in und um zivile Bereiche übernehmen.

Palästinensische Christen unbemerkt beseitigt

14. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 14. Dezember 2008

Jonathan Spyer greift das unbeachtete Verschwinden der Christen im Gazastreifen auf:

Die Hamas verpflichtet sich offiziell zur Toleranz gegenüber den christlichen Gemeinden und Sprecher der Behörden haben die Anschläge kritisiert. In der Praxis sind jedoch nur halbherzige Untersuchungen durchgeführt worden und es kommt kaum zu Inhaftierungen. In den wenigen Fällen, in denen es dazu kam, wurden die Verdächtigen nicht angeklagt und bald wieder freigelassen. Dieses war z.B. der Fall bei zwei Mitgliedern von Jaish al-Islam, die der Mittäterschaft beim Bombenanschlag auf das YMCA-Zentrum verdächtigt wurden.

Die Fatah ist auch nicht besser:

Ein kürzlich erschienener Artikel in der palästinensischen Zeitung Al-Ayyam lenkte die Aufmerksamkeit auf das schwelende Problem der „Enteignung“ von in christlichem Besitz befindlichem Land. Diese Entwicklung ist besonders in den Gebieten um Bethlehem, Ramallah und Al-Bireh festzustellen. Personen mit engen Verbindungen zu den Sicherheitskräften der PA oder mächtigen Clans wenden mittlerweile verschiedene Methoden an, um sich des Grundbesitzes von Christen zu bemächtigen. Dazu zählen gefälschte Grundstücksdokumente, Einsatz von Hausbesetzern und die Mitwirkung hochrangiger Sicherheitsbeamter der PA.

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Lauren Booth verlässt Gaza

21. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 21. September 2008

Lauren Booth verließ am Samstag den Gaza nach Ägypten über den Rafah-Übergang. AFP schreibt:

Der Übergang – einziges Tor nach Gaza, das nicht von Israel kontrolliert wird – wurde am Samstag geöffnet, um 1.500 Gazanern, zumeist muslimischen Pilgern auf dem Weg nach Mekka, zu erlauben das verarmte Gebiet mit 1,5 Millionen Einwohnern zu verlassen.

Booth, die für die Mail on Sunday schreibt, hatte Ende August die Möglichkeit den Streifen mit den anderen Demonstranten zu verlassen. Ihr einmonatiger Aufenthalt enthielt nicht eine einzige öffentliche Geste oder irgendwelche Unterstützung für Gaza anderen berühmten Ausländer, Gilad Shalit.

In diesem Zusammenhang lesen: „Humanitäre“ Leichtmatrosen.


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