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Der Gaza-Krieg in den Augen einer Elfjährigen

19. November 2012

Pesach Benson, HonestReporting.com, 19. November 2012

Beim Abendessen löcherten mich meine Nudeln um ihre Gabeln drehenden Kinder mit Fragen zum Krieg. Erreichten irgendwelche Raketen Tel Aviv? Was ist mit Aschkelon? Hatte ich irgendwelche tollen Fotos von Eiserne Kuppel gesehen?

Als ich erwähnte, dass Ismail Haniyeh sich irgendwo versteckt hält, weckte das Interesse meiner Tochter. Rivka ist elf und nimmt Dinge auf, die sie im Radio hört.

Rivka: Versteckt? Wo versteckt er sich?

Ich: Wahrscheinlich unter der Erde in einem Bunker oder Tunnel unter dem größten Krankenhaus in Gaza. So machte er das im letzten Krieg.

Rivka: Warum dort?

Ich: Er weiß, dass wir das Krankenhaus nicht angreifen werden, wenn er sich dort versteckt.

Rivka: Warum nicht, wenn er sich da versteckt?

Ich: Es heißt Shifa-Hospital  und ist Gazas wichtigstes Krankenhaus. Kranke Leute brauchen ein Krankenhaus, in das sie gehen können, selbst im Krieg. Und wenn eine Armee ein Krankenhaus angreift, werden eine Menge normale Leute sterben. Es ist nicht einfach ein Krankenhaus zu bauen und all die Ausrüstung dafür zu bekommen. Gaza braucht auch mehr Krankenhäuser und Kliniken. Wenn wir also das Shifa-Hospital angreifen, wird die Welt uns nicht mögen.

Rivka: Die Palästinenser sollten in unsere Krankenhäuser kommen. Und die Welt sollte keinen Mann mögen, der sich in Krankenhäusern versteckt. (Pause) Abba, haben wir ihnen das Krankenhaus gebaut?

Ich: ich glaube wir halfen ihnen es zu bauen. (Später erfuhr ich, dass Großbritannien das Shifa in den 1930-ern baute; Israel baute es in den 1980-er Jahren beträchtlich aus.)

Rivka: Aizeh chutzpe!

Korrektur nach Haaretz –Art

6. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 6. November 2012

Man muss der Globe & Mail Rezept dafür zollen, dass sie die “Klarstellung” von Haaretz zu deren hässlicher Apartheid-Umfrage aufgegriffen hat. Meines Wissens ist Globe & Mail die einzige westliche Zeitung, die sich richtig verhalten hat.


Kompliment auch an HonestReporting Canada für ihr Engagement. Dies ist besonders wichtig, weil die Massenmedien auf Richtigstellungen oder Entschuldigungen meistens nicht reagieren. Das letzte Wort für Globe & Mail-Leser in dieser Angelegenheit hätte sonst diese geschmacklose Schlagzeile gehabt:

Viele Israelis sind für Apartheid, so eine Umfrage

Leider ist der für diese Schlagzeile verantwortliche Haaretz-Journalist Gideon Levy weiterhin nach allen Kräften mit dem Melken seiner Apartheid-Agenda beschäftigt, wie sein Gastbeitrag in der südafrikanischen Mail & Guardian zeigt:

Levy schreibt:

Angesichts der Realität wäre ein Friedensabkommen mit den Palästinensern beinahe ein antidemokratischer Akt. Die meisten Israelis wollen dies nicht. Eine gerechte, egalitäre Gesellschaft wäre auch gegen die Vorstellungen der meisten Israelis. Das wollen sie nicht. Sie scheinen sich mit ihren Rassismus zu begnügen, mit dem Besatzerstatus zufrieden zu sein und sich mit der Apartheid wohl zu fühlen. Alles Dinge, die ihnen in diesem Land nutzen. Das sagten sie den Meinungsforschern.

Nein, das haben sie den Meinungsforschern nicht gesagt.

Ein ähnliches Phänomen beobachteten wir vor wenigen Jahren, als Haaretz “Zeugenaussagen” von Soldaten aus dem Gaza-Krieg veröffentlichte, in denen der IDF Misshandlungen unterstellt wurden. Letztendlich erwiesen sich die Geschichten als Schwindel, aber nicht, bevor die Massenmedien eine Maxime erfüllten, die gemeinhin auf Mark Twain zurückgeführt wird:

Eine Lüge kann die halbe Welt umrunden, wenn die Wahrheit noch dabei ist, ihre Schuhe anzuziehen.

Globe & Mail zeigt, dass die Wahrheit die Welt halb umrundet hat, aber Levy ist noch im Rennen.


Update

Aber das ist noch nicht alles: ein israelischer Preisträger und Autor des Code of Ethics der IDF nahm mit uns Kontakt auf, um aufzudecken, wie Haaretz seine Worte so verdrehte, dass dabei medizinische Versuche an IDF-Soldaten herauskamen. Klicken Sie hier, um mehr zu lesen.

Syrien und Israel: Für Robert Fisk macht das keinen Unterschied

7. Februar 2012

HonestReporting Media BackSpin, 7. Februar 2012

In seinem jüngsten Kommentar im Independent ist Robert Fisk* ganz versessen darauf, dem Westen zu verklickern, dass nicht alle Revolutionen oder Volksaufstände im Nahen Osten vergleichbar seien:

Das alte Sprichwort muss immer und immer wieder aufgesagt werden: Ägypten war nicht Tunesien, Bahrain war nicht Ägypten, Jemen war nicht Bahrain, Libyen war nicht Jemen. Und Syrien ist definitiv nicht Libyen.

Aber wenn es um Israel geht, ist Fisk moralisch verblendet, was den Unterschied angeht zwischen dem brutalen Vorgehen von Nahost-Regimes wie Syrien auf der einen Seite, das seine eigenen Bürger mit Vorsatz umbringt und Israel andererseits, das alles unternimmt, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.

Es ist unschwer zu erkennen, wie sich das Gegenteil im Westen abspielt. Die Flut von schrecklichen Facebook-Bildern aus Homs und Stellungnahmen der “Syrischen Freiheitsarmee”, dazu die Verärgerung von Madame Clinton und das Erschrecken darüber, dass Russland sich angesichts des Leidens der Syrer so taub stelle – wie, wenn Amerika alles andere als taub wäre angesichts des Leidens der Palästinenser, von denen etwa 1.300 bei Israels Angriff auf Gaza getötet wurden – entbehrt jeglicher Realität vor Ort.

So weit hat sich mittlerweile selbst in den Medien die unmoralische Gleichwertigkeit zwischen syrischer Brutalität und israelischer Selbstverteidigung manifestiert. Dass Robert Fisk bei dieser Entwicklung mit einem Schrottkommentar an vorderster Stelle steht, überrascht nicht.

————–
*Anmerkung von [bd]:

Robert Fisk schreibt seit etlichen Jahren verzerrende Kommentare zu Nahost und Israel. Von ihm leitet sich auch das Verb „to fisk“ ab; also verzerren, falsch darstellen und antiisraelisch polemisieren.

Hier ein Link zu ihm auf Wikipedia, der allerdings sehr sorgfältig gelesen werden sollte, weil Wikipedia auch nicht frei ist von redaktionellen Unebenheiten.

Anmerkung für die BBC: Goldstone stellt Opferzahlen in Frage

3. April 2011

HonestReporting Media BackSpin, 3. April 2011

Überlassen wir es der BBC, sich an den Opferzahlen in Gaza zu orientieren, die Richter Goldstone am Freitag in Frage gestellt hatte:

Israels unzureichende Zusammenarbeit mit unserer Untersuchung bedeutete, dass wir nicht in der Lage waren zu bestätigen, wie viele der in Gaza getöteten Mensch Zivilisten waren und wie viele Kombattanten. Die Zahlenangaben des israelischen Militärs fallen ähnlich aus wie die kürzlich von der Hamas gelieferten (auch wenn die Hamas Grund gehabt haben könnte, die Zahl ihrer Kämpfer aufzublasen).

Ich gehe von Goldstones Verweis auf das Eingeständnis der Hamas aus, 600-700 Menschen – die meisten davon bewaffnete Kämpfer – seien während der Operation “Gegossenes Blei” umgekommen.

Jemand sollte die BBC informieren. Ziehen Sie sich mal diese Bildunterschrift rein:


Israels 22-tägige Gaza-Offensive endete im Januer 2009 mit1.400 palästinensischen und 14 iraelischen Getöteten

4 Gedanken zu Goldstones „Mea Culpa“

3. April 2011

HonestReporting Media Backspin, 3. April 2011

Vier Gedanken zu Richter Richard Goldstones Mea Culpa. Sein An-die-Brust-schlagen in der Washington Post ist schwach, aber dennoch von Bedeutung:

1. Goldstone rudert deutlich zurück

Wenn er Israel loben wollte, weil es die Forderungen seines Berichts erfüllte (die Operationen der Armee zu untersuchen und Veränderungen zum Schutz von Zivilisten umzusetzen), dann hätte es gereicht zu sagen: „Ich bin zufrieden mit Israels Antwort auf meine Empfehlungen.“

Man kann aber nur ernstes Bedauern hören, wenn er stattdessen sagt: „Hätte ich damals gewusst, was ich jetzt weiß, wäre der Goldstone-Bericht ein anderes Dokument geworden.“

2. Klopfe dir selbst auf die Schulter

Die Online-Gemeinschaft der Israel-Unterstützer – Blogger, Leser, Aktivisten, jeder, der in der Schule, auf der Arbeit den Mund aufmachte usw. verdient Anerkennung dafür, die Frage nicht ruhen zu lassen und den Druck aufrecht zu erhalten.

Ich weiß nicht, warum Goldstone sich entschied das jetzt zu schreiben, aber ich muss annehmen, dass etwas aus der Konversation dabei eine Rolle spielte. (Meiner bescheidenen Meinung nach war bereits im letzten Januar erkennbar, dass im Gemüt des Richters etwas im Gang war. Maurice Ostroff sah die Zeichen…)

3. Die Rolle der Medien

Auf Israel wurde gewaltig eingeprügelt, weil es Mohammed el-Dura „getötet“ habe, Palästinenser in Jenin massakriert, willkürlich Zivilisten im Gazastreifen beschossen haben soll usw. usw. usw. Ein französisches Gericht entlarvte schließlich France 2′s Bilder des „Mordes“ an al-Dura, während die UNO schließlich zugab, dass es in Jenin kein Massaker gab. Erst jetzt distanziert sich Goldstone von seinem Bericht.

Warum springen die Medien so schnell auf den Zug auf, der auf Israel einprügelt, statt einen kritischen Blick auf all die Vorwürfe zu werfen? Wie viel Leben muss noch verloren werden, wie viel politischer Schaden muss noch angerichtet werden, bevor die großen Medien einen langen, strengen Blick auf sich selbst werfen?

4. Was bedeutet das für die Zukunft?

Das Palestinian Center for Human Rights beschuldigt die Hamas, sie gefährde die Zivilisten des Gazastreifens. Die Washington Post veröffentlichte Landkarten der Bunker und Waffenlager der Hisbollah – von denen sich viele in zivilen Gegenden befinden.

Ob nun die nächste Runde der Kämpfe im Gazastreifen oder im Libanon stattfindet – wir wissen, dass Israel wieder wegen des Beschusses von Zivilisten Prügel seitens der Großen Medien beziehen wird.

Vier sehr empfehlenswerte Artikel zum Goldstone Report

5. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 4. Februar 2010

Heute erschien eine Anzahl wichtiger Artikel zu den Themen Gaza/Goldstone. Es ist einfacher, in einem einzigen Beitrag darauf hinzuweisen.

1. Asa Kasher mit einer ausgezeichneten, detaillierten Untersuchung zu den moralischen Aspekten des Gaza-Krieges. Er hat ein Händchen für Fragen zur Ethik in der Kriegsführung und deren plausible Organisation, ohne dass er wichtige Details auslässt.

Kasher fiel mir zuerst mit seinem Azure-Beitrag zu Internationalem Recht und der Operation Gegossenes Blei auf.

2. Jonathan Dahohah Halevi analysiert die Hamas-Antwort auf den Goldstone Report. Kurz zusammengefasst: die Hamas-Position, dass das ganze Heilige Land – vom Jordan bis zum Mittelmeer – als Rechtfertigung dafür herhalten soll, über Jahre hinweg Tausende Raketen auf israelische Ortschaften abzuschießen.

3. Robin Shepherd entlarvt die so genannte “Enthüllung“ des Independent und den dazugehörigen Leitartikel.

Donald Macintyre berichtete, dass „das die IDF die Kriegsführungsregeln in Gaza [umschrieb]“, basierend auf einer anonymen Quelle [eines Offiziellen] in einer Yedioth-Geschichte, die verständlicherweise niemals veröffentlicht wurde. Indy meint dann, dass Israel von der Kahan-Kommission, die Nachforschungen zum Blutbad in Sabra und Shatila angestellt hatte, lernen sollte. Shepherd schreibt dazu:

Es gab jedoch jede Menge antiisraelischer Dämonisierung, um Israels Militär direkt und voll zu beschuldigen und den Eindruck zu erwecken, dass es entweder selbst für das Morden verantwortlich war oder es koordiniert hatte.

Dies ist exakt das Spielchen, das der Independent bevorzugt. Seine Redaktion ist sich im Klaren darüber, dass nur die wenigsten seiner Leser wissen, wie die Details über das, was in Sabra und Shatila stattfand, aussehen. Der Rest der Leserschaft wird mit dem Gefühl der Gewissheit allein gelassen, Israel hätte im Jahr 1982 ein schreckliches Blutbad angerichtet, so wie es ein schreckliches Gemetzel angerichtet habe während der Operation ’Gegossenes Blei’ im letzten Jahr.

4. Die Jewish Chronicle nahm sich selbst auf die Schippe: Tzipi Livni plant in einigen Wochen eine Reise nach Großbritannien, um „die Erörterung eines Haftbefehls wegen angeblicher Kriegsverbrechen auszutesten.” Dies lässt einen weiteren Medienrummel erwarten.

“Unmöglich nachweisbar, aber wir bringen es trotzdem“

28. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 28. Dezember 2009

Man kann schreckliche Anschuldigungen zwar in keiner Weise belegen, veröffentlicht sie aber entgegen aller journalistischen Sorgfaltspraxis. Hier die Kernaussage eines Schnipsels von Daily Telegraph-ReporterAdrian Blomfield. Er schreibt aus Gaza:

Wenn sie aber ein Jahr später wieder den Tod ihres Sohnes vor Augen hat, erinnert sich Frau Awaja an ein noch entsetzlicheres Detail. Sie sagt, dass, als sie hinter einer Wand Schutz suchte, ihr Mann davon humpelte, um Hilfe zu suchen und israelische Soldaten Ibrahims Leiche, die auf der Straße lag, für Zielübungen missbrauchten.

“Bei jedem Geschosseinschlag bäumte sich sein toter Körper auf“, sagte sie. “Es sah so aus, als ob er den Schmerz noch empfinden konnte, obwohl er nicht mehr am Leben war.”

Es sind Anschuldigungen wie diese – fast unmöglich zu überprüfende -, die Israels internationalem Ansehen so viel Schaden zugefügt haben.

Hinweis für Blomfield: Es sind nicht die Anschuldigungen selbst, die Israels Ansehen so viel Schaden zufügen. Es sind Reporter wie Sie, die Israels Ruf beschädigen, wenn sie unbestätigten Anschuldigungen öffentliche Aufmerksamkeit ungerechtfertigte Glaubwürdigkeit und geben.

Welchem journalistischen Ethos entspricht es, wenn man das seinem Bericht beifügt?

Gewöhnliches Gazaner wie Kamal Awaja haben nicht den Mut, Reportern wie Blomfield über die Häuser zu berichten, die als Deckung herhalten mussten und als Abschussrampen für Raketen, nicht über Moscheen, die als Waffenlager benutzt wurden, oder Krankenhäuser, die von Hamas-Führern beschlagnahmt worden waren. Ein weiteres deutliches Beispiel dafür, was ich als Journalismus mit Druck auf die Tränendrüse bezeichne.

Das Problem der Todeszahlen

30. April 2009

HonestReporting Media BackSpin, 30. April 2009

Seit Ende des Gaza-Krieges werden die Verlustzahlen (pdf-Format) des Palestinian Center for Human Rights von den Mainstream-Medien wie ein Evangelium gehandelt, oder zumindest als Gegengewicht zu den israelischen Ergebnissen.

Während die Frage, wie viele Menschen tatsächlich getötet wurden, noch umstritten ist, bleibt eine weitere Frage offen: Wie viele der während der Operation Gegossenes Blei getöteten Palästinenser waren wirklich Zivilisten?

Elder of Ziyon studierte die PCHR-Ergebnisse und verglich die dort aufgelisteten Namen mit erhältlichen Informationen auf allgemein zugänglichen Webseiten. (Lesen Sie dazu bitte Elder of Ziyons folgende Aktualisierungen 1, 2, 3, 4 und 5). Er stellte fest, dass mindestens 459 der PCHR-„Zivilisten“ in Wirklichkeit Kämpfer waren.

Nun kommt eine kürzlich vom Institute for Counter-Terrorism veröffentlichte Untersuchung zu dem Ergebnis, dass das PCHR 314 palästinensische Kämpfer als so genannte Zivilisten falsch einstufte.

Man könnte eigentlich annehmen, dass eine Geschichte von solch grundlegender Bedeutung, wie “wer wirklich starb”, die westlichen Journalisten mehr interessieren würde.

Warum treten sie dann ihre Verantwortung an Blogger, Think Tanks und NGOs ab?

Beschoss Israel eine UN-Schule? Hier die Fakten.

3. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 3. Februar 2009

Die kanadische Globe & Mail mit den Tatsachen.

Nachzulesen im neuen Communiqué von HonestReporting [In Englisch]: Did Israel Shell a UN School? The Truth Exposed

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Siegreiche Hamas denkt über Fehler nach

28. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 28. Januar 2009

AFP bezog sich auf einen Bericht in Jane’s Defence Weekly [Registrierung erforderlich], in dem die Hamas Untersuchungen zum Misserfolg des Gaza-Krieges anstellt:

Mit Bezug auf einen ungenant bleibenden Hamas-Kommandeur äußerte Jane’s Defence Weekly, dass der zu erwartende Bericht zu fast allen Entscheidungen, die von den verantwortlichen Kommandeuren während der 22-tägigen Kämpfe getroffen worden waren, eine kritische Stellungnahme abgeben würde.

Die von Jane’s Defence Weekly zitierte Quelle gab darüber hinaus an, dass Hamas-Führer Khaled Mashaal und seine Anhänger energisch auf einen Konflikt gedrängt hätten, auf den sie nicht genügend vorbereitet waren….

Die Ezzedine Al-Qassam Brigaden, der militärische Flügel der Hamas*, und Geheimdienststellen hätten Mängel zugegeben, was ihre Reaktionen auf israelische Angriffe betraf….

Ich habe den vollständigen Bericht von Jane’s Defence Weekly nicht gelesen, aber falls die Untersuchungen tatsächlich zutreffen, bedeutet dies, dass es Potenzial für einen ernsthaften Konflikt zwischen der Hamas in Gaza und der Führung in Damaskus gibt.

Glaubt wirklich irgendjemand ihren Siegesparolen?

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*Quizfrage: Wie definiert sich der militärische [oder politische] Flügel der Hamas?

Für erschöpfende Antworten danke ich schon vorab ;-) (bd)

Wer spricht für Gaza?

30. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 29. Dezember 2008

Ha’aretz-Kolumnist Bradley Burston weist vorausschauend darauf hin, dass niemand auf legitime Weise in Anspruch nehmen kann für die Palästinenser des Gazastreifens zu sprechen.

Ich würde gerne sehen, dass westliche Journalisten und Stringer sorgfältiger darüber nachdenken, welche Eliten sie sich zur Zitierung aussuchen, breiter gestreute Ansichten des „Mannes auf der Straße“ erhalten und etwas freimütiger darin sein zu schreiben, dass die Gazaner Angst haben die Hamas zu kritisieren.

Den Vorlauf der Kämpfe dem Bildschirm vorenthalten

30. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 29.12.2008

DryBones spricht einen sehr guten Punkt an:

Während sechs Jahren Raketenangriffen kann ich mich nicht an sonderlich viele MSM-Berichte erinnern, die das Leben unter den Raketen in Sderot und anderen israelischen Kommunen beleuchteten. Wenn aber Israel auf den Terror reagiert, dann sind Nachrichten-Seiten in Großbritannien schnell dabei lebhafte palästinensische Berichte aus erster Hand zu bringen.

Unterrichtsausfall

29. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 29. Dezember 2008

Warum hat Israel die Islamische Universität beschossen?
Es lag an den Aktivitäten außerhalb des Lehrplans.

Gedanken zu Israels Luftangriffen, Teil 2

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Als Fortsetzung der bereits eingestellten Gedanken über die Genauigkeit der israelischen Luftschläge zitiert Reuters Ismail Haniyeh, der zugibt, dass in den vergangenen zwei Tagen 15 Zivilisten getötet wurden – das in einer Zahl von Toten, die dieselbe Agenturmeldung auf 290 beziffert.

Hamas schätzt, dass mindestens 15 Frauen und Kinder in den letzten beiden Tagen getötet wurden. „Palästina hat nie ein widerwärtigeres Massaker erlebt“, sagte Hamas-Führer Ismail Haniyeh.

Es ist bedauerlich, dass 15 Frauen und Kinder starben, aber die Hamas schuldet den Palästinensern eine Erklärung dafür, dass sie offensichtliche Kampfziele wie Raketenwerfer, Waffenlager, Waffenfabriken und Trainingszentren in und um zivile Gebiete platziert.

Quintessenz: 94,8 Prozent der Verluste waren nach Schätzungen der Hamas Kombattanten. Wie kann das ein Massaker sein?

Damit zusammenhängende Leseempfehlung: How Does This Operation Rank in the History?

Hamas verhindert Behandlung der Verwundeten von Gaza

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Die Hamas verhindert, dass verletzte Palästinenser medizinische Versorgung in Ägypten erhalten. Reuters zitiert den ägyptischen Außenminister:

„Wir waren darauf, dass die Palästinenser herüberkommen. Ihnen wird nicht erlaubt zu kommen“, sagte er Reportern. Auf die Frage, wer dafür verantwortlich sei, sagte er: „Fragen Sie die Partei, die den Gazastreifen kontrolliert.“

Beschwert sich die Hamas nicht immer, dass die Grenzen geschlossen seien…?

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[Anmerkung Heplev: HRs Redakteur hatte sich offenbar im Original ein wenig mit der Richtung der verhinderten Hilfe vertan, wie ein Blick auf den Reuters-Link zeigt.]

Gedanken zu Israels Luftangriffen

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Seit Monaten hat Israel Informationen zu den wichtigen Stellen der Hamas im Gazastreifen gesammelt, um größtmögliche Punktgenauigkeit zu schaffen. In der ersten Welle warf die Luftwaffe mehr als 100 t Bomben auf eine der am dichtesten besiedelte Gegenden der Welt – und die Angriffe sind weitgehend präzise gewesen. AFP schreibt:

Sanitäter sagen, dass Zivilisten getroffen wurden, aber die Mehrzahl der Opfer scheinen Mitglieder der Hamas zu sein, die von Israel und dem Westen als Terror-Organisation gebrandmarkt wurde.

So bedauerlich Kollateralschäden sind, scheinen zivile Verluste doch minimal zu sein. Dieser Auszug aus der TIMES of London fasst die Lage zusammen:

Eine perfekt gezielte Rakete vernichtete die von der Hamas kontrollierte Polizeistation in Rafah. Aber das Gebäude nebenan war eine Schule und einige Schüler waren auf der Straße, als eine riesige Explosion Munitionssplitter und Betonbrocken in alle Richtungen fliegen ließ.

Quintessenz: Die Hamas und ihre Terror-Helfer müssen die Verantwortung für die Stationierung der Raketenwerfer, Trainingszentren usw. in und um zivile Bereiche übernehmen.


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