Libanon-Grenzvorfall offenbart armseligen Journalismus

Verfasst 17. Dezember 2013 von heplev
Kategorien: Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting.om, 16. Dezember 2013

Shlomi Cohen

Der 31-jährige IDF-Soldat Shlomi Cohen wurde Samstagabend getötet, nachdem ein Scharfschütze der libanesischen Armee das Feuer auf sein Fahrzeug eröffnete, als er nahe Rosh Hanikra entlang der israelischen Seite der libanesischen Grenze fuhr.

Die vollständigen Details des Vorfalls müssen zwar noch bekannt werden, doch einiges an der Berichterstattung lässt viel zu wünschen übrig.

Der Independent erklärte:

Es ist nicht klar, was das Ziel der Schüsse war, obwohl örtliche Medienberichte spekulierten, dass israelische Truppen die Grenze überschritten hatten.

Was genau waren die „örtlichen Medienberichte“? Es waren natürlich keine israelischen, da keine davon etwas anderes berichteten, als den nicht provozierten Angriff von der libanesischen Seite.

The Times of Israel bietet eine mögliche Antwort:

Hisbollahs Nachrichtenagentur Al-Manar behauptete, eine IDF-Patrouille sei in libanesisches Territorium eingedrungen und wurde von libanesischen Streitkräften beschossen.

Es scheint also, dass der Journalist nicht zugeben wollte, dass seine „örtlichen Medienberichte“ vermutlich direkt der Propagandatruppe einer Terrororganisation entnommen wurden statt von einer glaubwürdigen Nachrichtenquelle.

Der Independent ist der „Nachrichtenwäsche“ schuldig – wenn die Quelle seiner Information nicht glaubwürdig ist, warum wird die Information als glaubwürdig gehalten?

Viele Stunden später kann man – mit Berichten eines weiteren Grenzübergriffs unter Beteiligung der IDF und libanesischer Streitkräfte – der BBC vertrauen, dass sie eine Schlagzeile wie diese produziert:

Israel “beschießt zwei libanesische Soldaten”

Ein nur allzu vertrauter Trick, der keinen Zweifel beim Leser hinterlässt, dass Israel der Aggressor ist. Die erste reflexhafte Reaktion der BBC auf die Geschichte demonstriert das System, über das sie Israel betrachtet.

Kurz drauf wurde die Schlagzeile durch die neutralere „Soldaten schossen an israelisch-libanesischen Grenze“ ersetzte, doch die erste Schlagzeile gib einen Einblick in die Denkprozess der BBC.

Antisemitismus-Definition bedroht

Verfasst 7. Dezember 2013 von heplev
Kategorien: Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Europa und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting.com, 3. Dezember 2013

Vor nur ein paar Monaten startete HonestReporting eine Petition, mit der die Mainstream-Medien aufgefordert werden anerkannte und überlegte Definitionen des Antisemitismus zu übernehmen, wie sie sowohl im US-Außenministerium als auch von der Europäischen Union anerkannt werden.

Die Petition ist noch aktuell und wir haben vor Ihre mehr als 30.000 Unterschriften den Medien zu schicken. Bevor wir das tun ist jedoch eine bestürzende Entwicklung ans Tageslicht gekommen, die nicht nur die Gültigkeit unserer Petition bedroht, sondern auch den Kampf gegen den Antisemitismus selbst, insbesondere in Europa – die EU-Arbeitsdefinition für Antisemitismus ist als offizielles Dokument entfernt worden, was Antisemiten und Feinden Israels eine Bresche gibt, um den Kampf gegen den Antisemitismus zu diskreditieren und zu delegitimieren.

Die europäische Definition wurde ursprünglich 2005 vom EU-Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) veröffentlicht, das seitdem durch eine Nachfolgeorganisation, die Fundamental Rights Agency (Agentur für Fundamentalrechte, FRA) ersetzt wurde. Die Antisemitismus-Definition steht demonstrativ nicht mehr auf der Internetseite der FRA.

[Es ist nicht zu spät die Petition zu unterschreiben und Ihre Unterstützung für die Befürwortung der Antisemitismus-Definitionen zu zeigen - klicken Sie auf das folgende Banner.]

Shimon Samuels vom Simon-Wiesenthal-Zentrum erklärt in der Times of Israel:

Am 6. November protestierte ich bei der Hohen außenpolitischen Repräsentantin der EU, Catherine Ashton, gegen das derzeitige Verschwinden der „Arbeitsdefinition“ von der Internetseite der FRA und forderte die sofortige Wiedereinstellung.

Die Antwort des für fundamentale Rechte zuständigen juristischen Generaldirektorats der Europäischen Kommission vom 29. November war erstaunlich, denn darin insistierte man: „Anfangs hatten weder die speziell Kommission noch die Union haben eine Definition des Antisemitismus eingeführt und es gibt keine Politik eine zu schaffen. Darüber hinaus sollte herausgestellt werden, dass die FRA eine unabhängige Einrichtung ist.“

Der Brief erklärte: „2005 hatte das EU-Beobachtungszentrum zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) ein Dokument mit dem Titel Arbeitsdefinition für Antisemitismus online gestellt… Seitdem habe verschiedene Akteure, hauptsächlich NGOs dieses Dokument als die Antisemitismus-Definition der EU bezeichnet… In aller Autonomie behielt die FRA dieses Dokument bis vor kurzem online, als sie zusammen mit anderen nicht offiziellen Dokumenten entfernt wurde.“

In der Tat hat auch HonestReporting auf die Definition als die der EU verwiesen. Das Verschwinden und Verleugnung der Definition lässt ein unverzichtbares Mittel im Kampf gegen Antisemitismus wegfallen und gibt den europäischen Medien eine gebrauchsfertige Ausrede der Definition nicht beizupflichten. Zu diesem Zeitpunkt hat das die Definition des US-Außenministeriums noch nicht beeinflusst, die auf der europäischen gründet.

Dennoch stimmen wir mit Shimon Samuels* überein:

Die Entfernung kann die Antisemiten nur erfreuen und ermutigen. Ihre Rückkehr auf die Internetseite der FRA würde als erster Schritt für die Begrüßung dessen, was eine entscheidende Waffe im Arsenal gegen Hass geworden ist, geschätzt.

—–
* Samuels zeigt auch auf, dass die Behauptung der EU, sie habe quasi nichts mit der Arbeitsdefinition zu tun genauso fadenscheinig ist wie die, die FRA sei eine unabhängige Institution.

Die unbelehrbare NY Times liefert einseitige Bilder

Verfasst 30. November 2013 von heplev
Kategorien: Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Alex Margolin, HonestReporting.com, 26. November 2013

Obwohl die Redaktion zugegeben hat, dass es falsch von der Zeitung war einen Artikel über den Mord an einem IDF-Soldaten mit einem Foto der Mutter des Mörders zu illustrieren und trotz zahlloser Beschwerden von Lesern, dass dieses Eingeständnis bei weitem nicht ausreicht, schaltet die New York Times auf stur und ersetzt das verletzende Foto nicht.

Damit hat die Zeitung ein bleibendes Monument der Gefahren falscher „Ausgewogenheit“ und ihrer eigenen moralischen Mehrdeutigkeit geschaffen.

In einer zweiten Kolumne der Öffentlichkeits-Redakteurin Margaret Sullivan sowie in einer persönlichen E-Mail an HonestReporting sagte Philip B. Corbett, Mitherausgeber und Manager für Standards, das Foto zu ersetzen sei eine Verletzung der Politik der Zeitung gegen Veränderungen veröffentlichten Materials, nachdem dieses veröffentlicht wurde. Das zu tun, behauptete Corbett, würde die Archive der Zeitung schädigen:

Erstens ist unsere Korrekturkolumne in erster Linie dazu gedacht faktische Fehler zu korrigieren. Es gibt hier keine Problem eines faktischen Fehlers.

Andere haben die Idee aufgebracht die Präsentation des Fotos nach der Tatsache zu ändern. Doch außer, um Faktenfehler zu korrigieren, ändern oder löschen wir selten veröffentlichte Inhalte. Die Artikel, die über unsere Internetseite zugänglich bleiben, stellen unser elektronisches Archiv dessen da, was die Times tatsächlich veröffentlichte, parallel zu Print- und Mikrofilm-Versionen unseres Archivs, das wir immer geführt haben.

Meine Kollegen und ich erhalten regelmäßig Aufforderungen veröffentlichtes Material aus unserem Archiv zu verändern oder zu löschen, aus einer großen Bandbreite an Gründen. Wenn wir außer bei Faktenfehlern regelmäßig hingingen und einen vor Tagen, Wochen oder Jahren veröffentlichten Artikel verändern würden – indem wir ihn umschreiben, neu editieren, Fotos oder andere Elemente hinzufügen oder löschen – würde unser Archiv sehr bald aufhören überhaupt ein Archiv zu sein.

Corbett antwortete damit auf eine E-Mail von HonestReporting mit dem Vorschlag, dass die Zeitung einen Link zum Originaleintrag legen sollte, der die Leser zur Äußerung der Öffentlichkeits-Redakteurin führt, dass die Verwendung des Fotos falsch war.

Seine Erklärung enthält zwei Dinge, über die nachgedacht werden muss. Als erstes ist das seine Äußerung, dass keine Richtigstellung nötig ist, weil Richtigstellungen nur auf Faktenfehler anzuwenden sind. Er führt im Wesentlichen einen Unterschied zwischen Fakt und Sinn an. Das eine sagt dem Leser, was stattfand, das andere erlaubt es ihm diese Information passend einzuordnen.

Es wurden zwar keine Faktenfehler gemacht, aber selbst die Redakteure der Zeitung geben zu, dass das Foto zu nutzen falsch war. Wenn aber die Fakten eine Korrektur erfordern, was war dann falsch? Der Sinn. Der Leser wird von dem Foto in die Irre geführt Mitgefühl für die Mutter eines Mörders auf Kosten des Mitgefühls zu haben, das man dem Opfer und seiner Familie gegenüber haben sollte.

Wenn die Fehlleitung der Emotionen des Lesers keine Richtigstellung erfordert, dann kann man kaum glauben, dass die Zeitung ehrlich darum besorgt ist die Story überhaupt richtig zu schreiben. Und das sie das Wesen von Einseitigkeit.

Das Zweite, was es wert ist betrachtet zu werden, ist die Behauptung, dass einen Link zu einer digitalen Version des Artikels hinzuzufügen die digitalen Archive der Zeitung erodieren würde, die „parallel zu den Print- und Mikrofilm-Versionen sind“. In Wirklichkeit unterscheidet sich aber digitale Medium, das fließend ist, fundamental von Druck- und Mikrofilm-Versionen, die statisch sind. Nahezulegen, dass es keine Möglichkeit gibt eine Notiz eines anderen Redakteurs hinzuzufügen, die wichtige Entwicklungen erklärt, damit diesem Leser ermöglicht wird zu verstehen, was veröffentlicht wurde, spiegelt einen fehlenden Willen und Vorstellungskraft, nicht fehlende technische Möglichkeiten.

Wie die Dinge stehen bleiben aber der Artikel und das begleitende Bild als klassische Illustration der Einseitigkeit gegen Israel online bleiben, die in der Mainstream-Presse allgemein verbreitet ist.

Zufällig ist es nicht das erste Mal, dass die New York Times sich auf Mütter von Terroristen konzentriert hat. Sehen Sie sich dazu das folgende Video an:

Deutsche Karikatur dämonisiert Israel – am Jahrestag der Kristallnacht

Verfasst 24. November 2013 von heplev
Kategorien: Deutschland, Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Pesach Benson, HonestReporting.com, 14. November 2013

Eine weitere deutsche Zeitung sieht sich wegen einer üblen Karikatur Antisemitismus-Vorwürfen ausgesetzt. Wieder einmal vergiftet Israel den Frieden.

Horst Haitzingers Karikatur wurde in der Badische Zeitung am Jahrestag der Kristallnacht veröffentlicht. Sie zeigt eine Schnecke mit Taubenkopf auf dem Weg zu den iranischen Atomgesprächen in Genf. Zuschauer ist Benjamin Netanyahu, der in ein Mobiltelefon spricht: „Ich brauche Taubengift und Schneckenkorn.“

Die Jerusalem Post sprach sowohl mit einigen Menschen, die im Bilde sind, als auch mit Redakteuren der B.Z.

Alex Feuerherdt, ein deutscher Journalist, der ausführlich über Antisemitismus in den Medien geschrieben hat, sagte der Post, die Karikatur zeige, „das moderner Antisemitismus sich als Israelkritik verkleidet“.

Die Karikatur der Badischen zeigt traditionelle antisemitische Darstellungen von Juden als „Vergifter“ oder „Saboteure“ oder eine „Gefahr für den Weltfrieden“. Feuerherdt sagte, die Karikatur ignoriere die Drohung des Iran Israel durch sein Atomwaffenprogramm auszulöschen. Er fügte hinzu, es sei „widerlich“, dass die Badische Zeitung das Bild an der Kristallnacht veröffentlichte, dem von den Deutschen und Nazis 1938 begonnene Pogrom zum Töten von Juden und der Zerstörung ihrer Geschäfte…

Thomas Fricker, ein politischer Redakteur der Badischen, bestritt die Antisemitismus-Vorwürfe rundheraus. In einer E-Mail an die Post schrieb Fricker, die Vorwürfe, die Karikatur beinhalte antisemitische Klischees, „erscheinen mir haltlos“.

Das erinnert an eine weitere deutsche Karikatur, die auf ähnlichen Weise das Thema der Vergiftung der Friedenstaube durch Israel aufgreift. In diesem Fall stellte die Stuttgarter Zeitung Siedlungen als absichtlich den Friedensprozess vergiftend dar. Ich zögerte das als antisemitisch zu bezeichnen, aber es spielt mit alten, verstörenden Motiven.

Wir sollten nicht vergessen, dass es auch die Süddeutsche Zeitung gibt, die Israel buchstäblich als einen modernen Moloch dämonisierte. Die Zeitung entschuldigte sich; sie wurde als den deutschen Pressekodex verletzend befunden.

Eine einzelne Karikatur ist übel. Zwei mit ähnlichen Vergifter-Motiven ist möglicher Plagiarismus oder ein glaubhafter Zufall. Aber ein Karikaturen-Dreier in achtbaren deutschen Zeitungen stellt ein schwereres Problem dar, das nicht ignoriert werden kann.

Was es so wichtig macht die Petition von HonestReporting zu unterschreiben, die die internationalen Medien auffordert die Antisemitismus-Definitionen der USA und der EU zu übernehmen und mit der Dämonisierung Israels aufzuhören.

Das Maß ist voll.

Erfolg – Foto-Empörung: Die New York Times gibt zu, dass sie einen Fehler machte

Verfasst 23. November 2013 von heplev
Kategorien: Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting.com, 20. November 2013

Die New York Times hat auf unsere Kritik an der haarsträubenden Auswahl eines Fotos reagiert, das ihre Story über den Mord an einem israelischen Soldaten begleitete.

Doch das Foto bleibt online in der Story. Was ist passiert?

Unsere E-Mails an die Öffentlichkeitsredakteurin der NY Times, Margaret Sullivan, bekamen mit Sicherheit ihre Aufmerksamkeit. In ihrer Kolumne schreibt sie:

Hunderte Leser schrieben mir in den vergangenen Tagen, um gegen den auffälligen Gebrauch einer Fotografie zu protestieren, die einen Artikel in der Times vom letzten Donnerstag begleitete.

Das Foto war ein emotionales und mitfühlendes Porträt einer verstörten Palästinenserin, deren Sohn einen nichts ahnenden jungen israelischen Soldaten in einem Linienbus tötete. Obwohl es sich um ein beeindruckendes Foto handelte (eigentlich zum Teil, weil es ein solch beeindruckendes Foto war), war es schlecht gewählt, weil es die Konzentration nicht auf das lenkte, wohin sie gehörte.

Angriff auf Israel verschlimmert Spannungen mit Palästinensern

Sullivan fährt dann damit fort zwei Abonnenten von HonestReporting.com zu zitieren, die ihrer Empörung Luft machten (Hervorhebung hinzugefügt):

Ich sprach Montagnachmittag mit zwei hochrangigen Redakteuren der Times. Beide stimmten zu, dass das Foto eine bedauerliche Wahl war. Das dominierende Bild mit bei einem Artikel sollte das Gesamtthema des Artikels und den Grund für seine Nachrichtenwürdigkeit spiegeln.

„Dieses repräsentierte nicht den Kern der Story, die klar der Moment war, in dem der israelische Soldat erstochen wurde“, sagte Michele McNally, stellvertretende Chefmanagerin für Fotografie. Sie sagte, ein weniger hochrangiger Bildredakteur suchte das Foto aus, zusammen mit einem, das repräsentierte, was sie als die andere Seite der Story betrachtete; es zeigte einen israelischen Polizisten am Tatort.

Die Wahl des Bildes der palästinensischen Mutter zum Artikel war ein Versuch Ausgeglichenheit zu erzielen, doch ein solcher Versuch war in diesem Fall nicht angemessen, sagte Frau McNally. In den Printausgaben der Zeitung wurden beide Fotos auf einer Innenseite mit dem palästinensischen Foto über dem anderen veröffentlicht. Auf der Internetseite und in anderen digitalen Präsentationen war das palästinensische Foto das bei weitem dominante Bild und bleibt es auch.

Erst später im Nachrichtenkreis wurde das Foto der Beerdigung des Soldaten – das eine angemessene Wahl für ein dominantes Bild gewesen wäre – zur Verfügung gestellt, sagte sie. (Ein Foto des Opfers wäre ebenfalls angemessen gewesen, sagte sie.)

„Wir hätten auf dieses warten sollen oder es ersetzen sollen, als es kam“, sagte sie.

Während die Kommentare der Mitarbeiter der Times willkommen sind, besteht immer noch als größere Sorge, dass das Foto in dem Bemühen gewählt wurde Balance zu zeigen. Das deutet auf eine gestörte Einstellung bei der Zeitung hin. Es sollte keine Balance oder moralische Gleichsetzung zwischen palästinensischen Terror und israelischen Opfern geben.

Das Kapitel ist nicht abgeschlossen

Das Eingeständnis eines Fehlers bei der New York Times ist eine bedeutende Leistung und demonstriert klar die Macht, die Tausende HonestReporting-Abonnenten haben, wenn sie Material auf Plattformen wie Facebook teilen und dafür werben und E-Mails an die Medien schicken.

Aus diesem Grund bitten wir einmal mehr um Ihren Aktivismus.

Obwohl sie den Fehler zugegeben hat, hat die New York Times es unterlassen das Foto durch ein passenderes Bild zu ersetzen.

Es mag zwar für die Printausgabe zu spät sein, aber warum ist das Originalfoto immer noch dort online? In jedem Beruf gibt es, wenn ein Fehler gemacht wird, Versuche diesen zu reparieren. Nur nicht, so scheint es, im Fall der NY Times.

Der HonestReporting-Vorstandsvorsitzende Joe Hyams sagte:

Wenn die Leserredakteurin der NY Times Empörung der Lesen eingesteht und erklärt, dass ein Gefühl für „Drama“ und „Kunst“ ihre aktuelle Berichterstattung beeinflusst, dann hat man die Wahl: Man kann die Anerkennung der Big Media feiern, dass sie von postmodernen Werten infiziert sind, die zu moralischer Gleichsetzung und vorurteilsbesessenem Journalismus führen. Oder man kann die eigenen Fassungslosigkeit verdoppeln, wenn man hört, dass der Fehler bleiben soll.

Er führte zu dieser Frage in einem Kommentar in der Times of Israel weiteres aus.

Wir glauben auch, dass eine Korrektur in der Printausgabe der NY Times erscheinen sollte, nicht nur online in Sullivans Kolumne, wie es in diesem Augenblick zu sein scheint.

Foto-Skandal der New York Times

Verfasst 18. November 2013 von heplev
Kategorien: Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting.com, 14. November 2013

In der Story der New York Times geht es angeblich um die tödlichen Messerstiche gegen den israelischen Soldaten Eden Atias, aber die grafische Illustration des Ganzen ist eine Illustration von allem, was bei der Israel-Berichterstattung der Zeitung falsch läuft.

Erst einmal muss man zehn Absätze weit lesen, bevor man überhaupt etwas von den Einzelheiten des furchtbaren Anschlags auf Atias erfährt, während der in einem Bus in Afula schlief. Der Großteil des Artikels ist – trotz der Schlagzeile „Angriff auf Israeli verschlimmert Spannungen mit Palästinensern“ – den Fragen um Siedlungen gewidmet.

Doch um sicherzustellen, dass jegliche Vorstellung, ein Israeli könnte Opfer sein, wegfällt, wählte die New York Times dieses Foto, um die Story zu bebildern:

Kein Foto von Eden Atias. Kein Foto seiner Mutter, die den Verlust eines Sohnes betrauert.

Wir bekommen stattdessen ein Bild der Mutter des für den Mord an Eden Atias verantwortlichen Terroristen, die wahrscheinlich die Tatsache betrauert, dass ihr Sohn sich jetzt in israelischem Gewahrsam befindet.

In den Augen der New York Times sind israelische Terroropfer lediglich Fußnoten in einer einseitigen Schilderung leidender Palästinenser und israelischer Verantwortung für dieses Leiden.

Es war zwar ein palästinensischer Terrorist, der diesen Messerangriff verübte, aber setzen wir unser Vertrauen in die New York Times, dass sie ihr eigenes Messer nimmt und es im Rücken des jüdischen Staates nochmal umdreht.

New York Times hysterisch wegen Netanyahu

Verfasst 17. November 2013 von heplev
Kategorien: Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting.com, 12. November 2013

Es muss für die Chefreaktion der New York Times leicht sien die Welt aus dem New York Times Building in Manhattan zu betrachten. Die Sicht aus Jerusalem ist deutlich anders, besonders wenn man die Aussicht auf eine iranische Atombombe bedenkt.

In einem Redaktions-Editorial zum Iran gibt die New York Times die offizielle Sicht der Zeitung wieder und bläst allen den Marsch, die einem Deal mit den Iranern im Weg stehen könnten, als ob einen Handel zu erzielen wichtiger ist als die Inhalte dieses Handels. Und die NY Times reserviert Israels Premierminister besondere Schmähungen:

Leider haben die ergebnislosen Verhandlungen dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu eine Tür geöffnet, der die vorgeschlagene Vereinbarung als „Deal des Jahrhunderts“ für den Iran niedermachte, noch bevor sie öffentlich gemacht wurde, um weitere hysterische Opposition zu generieren.

Netanyahu hat sich bewusst nicht gegen Verhandlungen mit dem Iran gewandt. Aber er hat das Recht seine legitimen Bedenken zu äußern und gegen jeden Deal zu sein, der die Drohung eines atomaren Iran über Israel hängen lässt wie das sprichwörtliche Schwert des Damokles.

Warum aber glaubt die NY Times, dass Netanyahu dafür verantwortlich ist, dass „hysterische Opposition“ generiert wird? Der Begriff impliziert eine Art irrationalen Verhaltens und ist vielleicht Anzeichen für die allgemeine Verachtung der NY Times für den israelischen Premierminister.

Selbst das Time Magazine, das auch für nicht gerade für netten Umgang mit Netanyahu bekannt ist, gibt zu: „Selbst wenn Netanyahu sein Willkommen erschöpft hat, argumentieren einige der führenden Experten des Westens genauso.“ Danach zitiert es Olli Heinonen, einen ehemaligen stellvertretenden Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde der UNO (IAEA), der jetzt in Harvard arbeitet, und David Albright, einen amerikanischen ehemaligen IAEA-Inspektor, der das Institute for Science and Internationale Security leitet, einen Washingtoner Think Tank, der die meistzitierte unabhängige Forschung zum Atomprogramm des Iran durchführt.

Glaubt die NY Times auch, dass zwei ehemalige IAEA-Inspektoren ebenfalls „hysterisch“ sind? Oder ist die einzige sichtbare Hysterie die offensichtliche Verzweiflung der NY Times die Unterzeichnen einen Iran-Deal um jeden Preis sehen zu wollen?

Dieser neueste Schuss gegen Netanyahu ist Teil eines identifizierbaren Trends seitens der NY Times, die – wie der israelische Kommentator Avi Issacharoff schrieb – „eine Kampagne gegen Premierminister Benjamin Netanyahu zu fahren scheint“, während Dror Eydar herausstellt: „Die Times hat eine lange Geschichte der Unterstützung selbst der schwächsten Hoffnungen, wenn es um die Aussöhnung mit skrupellosen Diktatoren geht.“


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