Archive for the ‘Weltmedien und Nahost’ category

Ex-AP Korrespondent entlarvt die Israel Besessenheit der Medien

3. September 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 26. August 2014 (übersetzt von Cora)

Der ehemalige Korrespondent der Associated Press Matti Friedmann erklärt in einem verurteilenden und aufdeckenden Bericht im Magazin Tablet, wie und warum die Reporter so falsch über Israel berichten und was dies bedeutet.

Wenn die Hysterie abebbt, wird – glaube ich – das Geschehen in Gaza von der Welt als nicht sehr wichtig erachtet werden. Menschen wurden getötet, meistens Palästinenser, darunter viele unbewaffnete Zivilisten. Ich wünschte, ich könnte sagen, die Tragödie um ihr Sterben oder der Tod israelischer Soldaten würde irgendetwas ändern, dass dies einen Wendepunkt markieren würde. Aber dem ist nicht so. Diese Runde war nicht die erste in den arabischen Kriegen mit Israel, noch wird es die letzte sein. Die israelische Kriegsführung unterschied sich in ihrer Ausführung kaum von jeder anderen, wie sie westliche Armeen gegen einen ähnlichen Gegner in den letzten Jahren geführt hatten, mit Ausnahme der direkteren Natur einer Gefahr für die Bevölkerung eines Landes und der größeren Anstrengungen tote Zivilisten zu vermeiden.

Was an diesem Sommerkrieg wichtig bleibt, liegt – so glaube ich – nicht im Krieg selbst. Es liegt vielmehr darin, auf welche Art und Weise dieser Krieg beschrieben und wie darauf im Ausland reagiert wurde. Auf diesem Weg wird die Wiederbelebung eines alten, verdrehten Denkens offenbar und seine Wanderung von den Rändern in die Mitte der westlichen Diskussion deutlich – nämlich die einer feindliche Obsession gegenüber den Juden. Der Schüssel zu dieser Wiederbelebung findet sich nicht bei den Jihad–Webmastern, den Verschwörungstheoretikern im Keller oder radikalen Aktivisten. Er liegt stattdessen vor allem bei den gebildeten und respektablen Menschen, welche die internationale Nachrichtenindustrie bevölkern, viele davon anständige Menschen, und manche sind meine ehemaligen Kollegen.

Während man die globale Manie über israelische Handlungen inzwischen als gegeben erachtet, ist es tatsächlich das Ergebnis von Entscheidungen, die von einzelnen Menschen in verantwortlichen Positionen getroffen wurden – in diesem Fall von Journalisten und Herausgebern. Die Welt reagiert nicht auf die Geschehnisse in diesem Land, sondern auf die Beschreibung der Geschehnisse durch die Medien. Die Lösung zum Verständnis der seltsamen Art von Reaktionen liegt darin, wie der Journalismus praktiziert wird, speziell in der massiven Fehlfunktion, die sich in diesem Beruf – meinem Beruf – hier in Israel breit gemacht hat.

Matti Friedman

Friedmann macht öffentlich, wie überproportional hoch im Vergleich mit anderen Orten das Personal von AP sowie der übrigen Medien in Israel und den Palästinensergebieten ist.

Er beschuldigt die Medien, die Palästinenser nur als passive Opfer eines Israel darzustellen, das so behandelt wird, als müsse es allein genauestens beobachtet werden und dass sich die Medien nie die Mühe machen, zu berichten, wofür die Hamas tatsächlich steht.

Er bringt Beispiele von Geschichten, die in der Schublade verschwanden weil sie nicht zum allgemein akzeptierten Bild passten, Israel als Zentrum des implodierenden Mittleren Ostens dar zu stellen.

Matti Friedmanns Schluss ist beunruhigend:

Israel ist keine Idee, kein Symbol für Gut oder Böse oder gar der Lackmustest linker Gesinnung bei Abendgesellschaften. Es ist ein kleines Land in einem beängstigenden Teil der Welt, der immer schrecklicher wird. Es sollte darüber so kritisch berichtet werden, wie über jedes andere Land und in seinem Kontext und seinen Proportionen gesehen werden. Israel hat nicht die wichtigsten Geschichten in der Welt, nicht mal im Nahen Osten; wie immer sich dieses Gebiet in den nächsten Dekaden entwickeln wird, es wird mit Israel so viel zu tun haben, wie Spanien mit dem zweiten Weltkrieg. Israel ist ein Fleck auf der Landkarte, eine Nebendarstellung, die aufgeführt wird, weil es emotional ungewöhnlich aufgeladen ist.

Viele im Westen bevorzugen offensichtlich die alte Bequemlichkeit die moralischen Fehler der Juden aufzugliedern, was ihnen das bekannte Gefühl der Überlegenheit gibt, anstatt sich mit der unschönen und verwirrenden Realität zu beschäftigen. Sie mögen davon überzeugt sein, dass alles das Problem der Juden und natürlich auch die Schuld der Juden sein. Aber Journalisten, die diese Fantasien pflegen, tun dies auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit und ihres Berufes. Und, wie Orwell uns sagen würde, die Welt genießt ihre Fantasien auf eigene Gefahr.

Matti Friedmanns Geschichte, von einem Insider geschrieben, verdient es komplett gelesen zu werden.

Die New York Times gibt die Kontrolle über die Medien durch die Hamas zu

31. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

In ihrem Bericht über die gezielte Tötung des offiziellen Hamas-Finanzverwalters und Terrorunterstützers Mohammed al-Ghoul findet sich in der New York Times ein kleines, aber wichtiges Zugeständnis zur die Kontrolle der Hamas über das, was die Medien berichten können.

„Die Zeugen, die den Ort einige Minuten nach dem Luftangriff erreichten, berichteten, dass Sicherheitsleute in Zivilkleidung Fotografen daran hinderten Bilder zu machen, Umherstehende wegschickten, das Geld einsammelten und die Überreste des Autos nach weiterem Geld durchsuchten. Der Zeuge wollte aus Angst vor Vergeltung anonym bleiben.“

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die „Sicherheitsleute in Zivil“ Hamasmitglieder sind. Da sie wie Zivilisten gekleidet sind, stellt sich die Frage, wie viele Terroristen als Zivilisten klassifiziert werden, einfach deshalb, weil sie keine Militär-Uniformen tragen.

Dass Fotografen und Zuschauer davon abgehalten wurden, das Geschehene zu dokumentieren und ein Zeuge Vergeltung fürchten muss, spricht Bände über die tatsächliche Kontrolle der Hamas über Gaza und warum große Teile des Geschehens nicht in die internationalen Medien gelangen.

Es ist sicher nicht verwunderlich, dass die Leiterin des Jerusalemer Büros der NY Times diesen Artikel nicht geschrieben hat. Schließlich tat sie die Verurteilung der Einschüchterungen durch die Hamas durch die Foreign Press Association als „Blödsinn“ ab.

Medien-Fehlschüsse zum Zusammenbruch des Gaza-Waffenstillstands

26. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 20. August 2014 (übersetzt von Cora)

Zum elften Mal hat die Hamas im derzeitigen Konflikt das Waffenstillstandsabkommen gebrochen, diesmal indem sie am Dienstagnachmittag Raketensalven in den Süden Israels schossen. Es ist klar, wer für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich ist und die Verhandlungen versenkte, die zu diesem Zeitpunkt noch im Gange waren. Aber die Medien haben es wieder einmal geschafft, es falsch darzustellen.

Als die Nachricht kam, konnte The Guardian nicht anders, als Israel als Aggressor darzustellen

Israel beginnt mit neuen Luftangriffen auf Gaza

Die Überschrift des Daily Telegraph lässt Zweifel an der Schuld der Hamas zu, indem sie Anführungszeichen setzen, die völlig unangebracht sind

Israel schlägt gegen Gaza los, nachdem die Hamas „den Waffenstillstand gebrochen hat“

Der Untertitel vom The Independent sagt, dass „Israel behauptet, Hamas Terroristen brachen die Waffenruhe, indem sie Raketen aus Gaza abschossen“. Dem folgte ein Verweis auf „einen vermeintlichen Angriff am Dienstag“, was die Glaubwürdigkeit Israels ebenso in Frage stellt wie den Status der Hamas Terroristen.

Andere Medienorganisationen zeigen durch eine moralische Gleichsetzung Nachsicht und weisen Israel die gleiche Schuld zu, ungeachtet der Aggressionen durch die Hamas. Als Beispiel dafür der Aufmacher der LA TimesL

Israelische und Gazaner Militante gehe noch vor dem Ende der Waffenruhe erneut aufeinander los

Und Kanadas Globe and Mail:

Der Krieg in Gaza geht mit tödlichen Angriffen und Raketenbeschuss weiter

Oder The Scotsman, der ebenfalls Israelis und Hamas die gleiche Verantwortung für das Scheitern des Waffenstillstands in Rechnung stellt, indem er das Geschehen mit einem „Austausch der Raketen“ beschreibt:

Gaza: Der Austausch von Raketen Ruiniert die Gespräche in Ägypten

Für einige Medien wurden die Raketenangriffe, die den Waffenstillstand brachen, ohnehin aus den Geschichtsbüchern radiert, womit Israel fälschlich als der Hauptverantwortlicher dargestellt wird.

Die BBC, schon länger ein Experte darin, wichtige Zusammenhänge zu verschweigen, fokussiert sich ganz auf die Verfolgung des Anführers der Hamas-Terroristen Mohammed Deif, vergisst aber den Bruch der Waffenruhe durch die Hamas zu erwähnen. Durch den Bericht der BBC kann der Leser nur davon ausgehen, dass Israel der Hauptschuldige für die Gewalt ist.

Ebenso fokussiert sich The Times of London ganz auf Mohammed Deif und stellt fest: „Nachdem die Waffenruhe gebrochen wurde, fahren Israel und die Hamas fort, sich zu bekämpfen.“ Gefolgt von: „24-stündige Pause, die bis Mitternacht anhalten sollte, brach gestern Nachmittag zusammen, wofür man sich gegenseitig beschuldigt.

Einmal mehr werden den Lesern nicht alle Fakten und Zusammenhänge geliefert.

Ein Journalist korrigiert eine Lüge aus Gaza mit einer weiteren

24. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 17. August 2014 (übersetzt von Cora)

HonestReporting hat bereits den New Statesman auf dessen fast 4.000 Worte langen Bericht von Donald Macintyre aus dem Gazastreifen angesprochen, der deutlich die Unzuverlässigkeit der palästinensischen Opferzahlen aufzeigt. Der Bericht enthielt folgenden Absatz:

„Glücklicherweise erlitt Yasser nicht das gleiche Schicksal wie der 10jährige Mohammed Badran, ein anderer Überlebender, der ins al-Shifa-Krankenhaus eingeliefert wurde. Infolge eines israelischen Luftangriffs erblindete er, im Krankenhaus angekommen, schien er noch nicht zu wissen, dass seine gesamte Familie vernichtet wurde, als eine Rakete ihr Haus im Flüchtlingslager Nuseirat zerstört hatte. Da er die Art seiner Verletzung nicht verstand, fragte er das Personal ständig: „Warum habt ihr das Licht ausgemacht?“

Diese blutrünstigen Israelis sind also nicht zufrieden damit Mitglieder einer aufrechten Familie zu verletzen, sie töten auch noch erbarmungslos den Patriarchen, als der sich ganz unschuldig auf das Morgengebet vorbereitete.

Allerdings war Nidal nicht für das Morgengebet in der Moschee. Er traf sich dort um 3:30 Uhr morgens mit zwei weiteren führenden Hamasmitgliedern, wie mein früherer Bericht von heute zeigt. Es ist klar, dass die zerstörte Moschee ein paar Geheimnisse hatte, von denen die Hamas die Reporter fernhalten wollte.

Die drei Terroristen, die in der Moschee getötet wurden waren Nidal Badram(نضال بدران), Maaz Zayed (معاذ زايد) und Tariq Jadallah (وطارق جاد الله).

Auf einmal scheint die Zielauswahl des Badran-Hauses etwas weniger zufällig, oder nicht?

Übrigens haben die arabischen Medien die drei Hamas Mitglieder, die in der Moschee getötet wurden, natürlich als Zivilisten dargestellt. PCHR und AP bezeichneten sie als Kämpfer, allerdings ohne ihre Namen zu nennen.

Macintyre erwähnte Nidal Badrans Tod in einer früheren Geschichte für den Intependent, dort beschreibt er den Angriff so:

An diesem Morgen zerstörte ein israelisches Bombardement eine der größten Moscheen im zentralen Gazastreifen. Dabei wurden drei Palästinenser getötet, die sich auf das Morgengebet vorbereiteten. Einer davon war der Vater eines schwer verletzten 10jährigen Jungen, der bei einem Treffer auf ihr Haus vor einer Woche erblindete.

Zwei Bulldozer wühlen sich durch den Berg von Trümmern, der nach dem F-16-Luftangriff von der Al-Qassam-Moschee im Herzen des Nusseirat Flüchtlingslagers übrig geblieben ist und wo man die vier Männer zuletzt in dem Nebenraum für die übliche Waschung vor dem Gebet gesehen hat, bevor sie die Bombe kurz nach 3 Uhr morgens erwischte.

Unter den drei geborgenen Leichen war auch Nidal Badran (44), der verzweifelt darauf hoffte, dass sein Sohn Mohammed, der zur Zeit mit schwersten Gesichtsverletzungen, durch die er auch das Augenlicht verlor, im Shifa-Krankenhaus liegt, für die notwendigen Operationen nach Europa gebracht werden würde.

Der die getöteten Männer als „Mitglieder einer bewaffneten Gruppe“ beschreibende PCHR-Artikel war zu diesem Zeitpunkt bereits veröffentlicht, also machte sich Macintyre nicht einmal die Mühe die Fakten über den Terroristen Nidal Badran zu überprüfen, bevor er ihn zwei Mal sehr mitfühlend beschrieb.

Macintyre berichtete, dass Israel Warnungen absetzte, bevor es die Moschee zerstörte, aber diese Warnung die Hamasmitglieder nicht rechtzeitig erreichte.

Und es ist nicht so, als hätte Macintyre keine Ahnung gehabt. Er wusste, dass Badran Polizist war und jeder anständige Reporter in Gaza sollte wissen, dass die überwiegende Mehrheit der Polizisten traditionell auch Mitglieder der Al-Qassam-Brigaden sind.

Also eine weitere Beschönigung der Hamas.

Oh übrigens, schaut euch das mal an:

Der Bruder des Toten, Kemal Badran (45), der für das Informationsbüro des UN-Flüchtlingswerks (UNRWA) arbeitet, sagt, dass sein Bruder seit 20 Jahren als Polizist in Gaza gearbeitet habe.… „Er war ein religiöser Mensch“, setzt er hinzu und dass er regelmäßig früher zum Morgengebet ging, um sich zu waschen und im Koran zu lesen. „Vielleicht wussten (die Israelis) nicht, dass zu diesem Zeitpunkt überhaupt jemand in der Moschee war“, glaubt er.

PCHR wusste natürlich, dass Nidal ein Terrorist war … ebenso wie sein Bruder von der UNWRA.

Man kann nichts von dem glauben, was die Einwohner Gazas den Reportern erzählen. Leider sind die Reporter nur allzu bereit den Lügen Glauben zu schenken.

Medien-Versagen im Gaza-Krieg – die 5 schlimmsten Fälle

23. August 2014

Alex Margolin, Honest Reporting, 20. August 2014

Berichterstattung während Kriegszeiten ist vielleicht die grösste Herausforderung für die Medien. Doch der Konflikt zwischen Israel und Hamas hat, wieder einmal, die ernsthaften Einschränkungen des traditionellen Journalismus gezeigt.

Fünf Medienversagen stechen besonders hervor. Die grössten Bedrohungen für Genauigkeit und Verständnis stammen nicht aus individuellen vorurteilsbehafteten Artikeln, sondern von der Masse von Artikeln, die den
mangelhaften Standards des heutigen Journalismus entsprechen.

1. Opferzahlen als Moralbarometer

Benjamin Disraeli sagte, dass es drei Arten von Lügen gibt: Lügen, verdammte Lügen, und Statistik. Opferstatistiken, die in fast allen Berichten über den Gazakrieg in allen drei Formen geliefert worden. Die Zahlen waren unzuverlässig, der wahre Prozentsatz an Zivilisten ist unbekannt, und ihre Bedeutung ist unklar durch den Mangel an Kontext.

Reporter haben sich oft auf Zahlen verlassen, die sie vom Hamas-gesteuerten Gazanischen Gesundheitsministerium erhalten haben, obwohl die Hamas ein strategisches Interesse daran hat, die Zahlen aufzublasen.

Reuven Ehrlich vom Meir Amit Nachrichten und Informationszentrum hat zu The Media Line gesagt, dass seine Organisation 152 Namen überprüft hat, die sie vom “Gesundheitsministerium der Regierung von Gaza” bekommen haben:

Die Liste war hastig zusammengestellt und später wurden Änderungen angebracht. Es gab eine Anzahl falscher Namen auf der Liste; die Details der Toten waren unvollständig, was eine Identifikation zweifelhaft machte. Es gab Namen, die mehr als einmal vorhanden waren und manche hätten geradesogut von eigenem Feuer umgekommen sein können, nicht zwingend von der israelischen Armee. Die Liste unterschied nicht zwischen Zivilisten und Terrorkämpfern. Alle Toten wurden als “shahids” (Märtyrer) ausgewiesen.

Um die Zahlen interpretieren zu können haben Medienvertreter oft den Prozentsatz der als Zivilisten betrachteten Personen ausgewiesen. Die Zahl war oft bis zu 80% hoch, gemäss Medienberichten.

Aber wie die New York Times bemerkte, als sie sich die Zahlen genauer vornahme, war eine verdächtig hohe Zahl an Getöteten Männer im Alter von 20 bis 29, das primäre Alter der an den Kämpfen beteiligten Hamas-Terroristen.

“Gleichzeitig waren die Frauen und Kinder unter 15, diejenigen, die am wenigsten legitime Ziele sein konnten, die am meisten unterrepräsentierte Zahl, die zwar bis zu 71% der Gesamtbevölkerung ausmachten, aber nur 33% der bekannten Opfer,” sagte der Bericht.

Ein weiteres Element der Verzerrung war die Präsentation der palästinensichen Zahlen neben den israelischen Zahlen, die viel tiefer war, als ob es eine Beziehung gäbe zwischen den Zahlen, wie eine Rangliste bei einem Sportanlass.

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Diese Zahlen, aber, hatten einen moralischen Unterton. Sie implizierten, dass entweder Israel der Aggressor war, weil es so viel mehr Palästinenser tötete, oder dass die Bedrohung für Israel nicht so ernst war, da doch nur so wenige Israelis getötet wurden.

Doch das erzählt nicht die ganze Geschichte. Es zeigt nicht den Aufwand, den Israel geleistet hatte, um seine Zivilbevölkerung zu schützen, und es berücksichtigt nicht, auf welche Art und Weise die Hamas Zivilisten gefährdete, indem sie Wohnzohnen in Kampfzonen verwandelte.

Wie Bret Stephens im Wall Street Journal schrieb:

Der wahre Nutzen der Zählung der Toten ist, dass das den Reportern und Kommentatoren, die sie zitieren, die Chance gibt, implizite Schuld an Israel zu verteilen, während gleichzeitig Fragen ausgewichen werden kann bezüglich der letztlichen Verantwortung für das Töten. Als reine Zahlen präsentiert verdecken die Todeszahlen mehr als sie zeigen.

2. Das “Geschlagene Journalisten”-Syndrom

Aus Gaza zu berichten hat viele Reporter vor Herausforderungen gestellt, und nicht die geringste davon war der dauernde Druck der Hamas, sich an den palästinensischen Erzählstrang zu halten. Selbst Reporter, die nie direkt bedroht wurden, wussten, dass sie auf Territorium operierten, die keinen Schutz für freie Rede gewährte.

Und wenn ihr Leben davon abhing, in Zukunft aus Gaza berichten zu können, dann wussten sie, dass Fakten zu berichten, die die Hamas nicht optimal fand, eine Deportation bedeuten konnte oder zumindest dass sie auf einer schwarzen Liste landeten.

Die Situation war schlimm genug dass die Foreign Press Association (FPA) eine flammende Verdammung des Verhaltens der Hamas gegenüber Journalisten herausgab und eine Reihe von Beispielen zitierte, die während der Wochen der Kämpfe aufgetreten waren.

Selbst die Hamas gab zu, dass sie Reporter eingeschüchtert hat:

Manche Journalisten, die in den Gazastreifen einreisten, standen unter Observation. Selbst unter diesen schwierigen Umständen konnten wir sie erreichen und ihnen sagen, dass das, was sie taten, alles andere als professioneller Journalismus war und dass es unmoralisch sei.

Und trotzdem war überraschenderweise die Antwort von einigen der einflussreichsten Journalisten, die über Gaza berichteten, dass das ganze Problem übertrieben werde. Die Chefin des Jerusalemer Büros der New York Times, Jodi Rudoren, nannte das FPA-Statement in einem Tweet sogar “Unsinn”.

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Warum geht man so weit und spielt etwas herunter, das einen offensichtlichen Einfluss hat auf die Geschichten, die aus einem solchen Konflikt herausgetragen werden?

Vielleicht, wenn Reporter vollständig transparent gewesen wären bezüglich der Herausforderungen, denen sie gegenüberstanden, dann würde das auf die Tatsache hinweisen, dass sie überhaupt nicht aus Gaza hätten berichten sollen.

Wie der Journalist Michael Totten schrieb, im Anschluss der Publikation des Statements der FPA:

Der Gazakrieg war natürlich eine riesen Geschichte, und sie musste abgedeckt werden, aber man hätte darüber geradesogut von der israelischen Seite der Front aus berichten können. Beide Seiten der Geschichte abzudekcen ist natürlich vorzuziehen, wann immer möglich, aber eine ausgeglichene Berichterstattung parallel zu einer zensurierten Berichterstattung aus Gaza zu bringen ist eine Form von schlechter journalistischer Praxis. Hört damit auf.

3. Fehlende Information nicht zu erwähnen

Während viele Journalisten darauf bestanden, dass ihre Arbeit von der Hamas nicht behindert wurde, konnten sie trotzdem nicht glaubhaft erklären, warum es offensichtliche Lücken in ihrer Berichterstattung gab. Am prominentesten waren, beispielsweise, die fehlenden Bilder von Hamas-Kämpfern in Aktion.

Als das Thema von der New York Times aufgebracht wurde, war die Antwort noch
ärgerlicher als die Lücke – die Zeitung hatte schlicht keine Fotos, die sie publizieren könnte. Der Starfotograf der Zeitung, Tyler Hicks, ging noch weiter:

Wenn wir Zugang gehabt hätten zu ihnen [den Hamas Kämpfern], dann hätten wir sie auch fotografiert. Ich habe nie ein einziges Raketenabschussgerät gesehen, das Raketen nach Israel hätte abschiessen können. Es war, als ob sie nicht existieren würden.

Hicks erklärte, dass die Hamas-Kämpfer an den Rändern kämpften, und wenn sie in öffentliche Bereiche gelangten, dann wurden sie sofort das Ziel von israelischen Luftangriffen.

Gut, meinetwegen. Hamas-Kämpfer waren schwer zu finden. Aber es gab keinen Mangel an Fotos von Palästinensern, die auf israelische Luftangriffe reagierten oder die Beerdigungen beiwohnten. Vielleicht, wenn die Fotografen selber an die Ränder gegangen wären, dann hätten sie vielleicht etwas entdecken können.

Und vielleicht wurden jene, die es versuchten, von der Hamas gestoppt.

Doch die Medien behandelten das Thema genauso, wie Hicks es sagte – als ob Raketenwerfer und die Leute, die sie bedienten, nicht existieren würden. In einer Fotogalerie aus Gaza nach der anderen, gab es kaum eine Möglichkeit, zu erkennen, dass da zwei Seiten gegeneinander kämpften und nicht nur eine. Die Medienvertreter haben eine Verpflichtung, die Leser wissen zu lassen, was fehlt.

Und wenn sie es nicht mit Bildern belegen konnten, dann hätten sie mehr tun können, zu erklären, dass die Hamas routinemässig aus bevölkerten Zonen feuerte.

Natürlich, als die Kämpfe langsam erstarben, begannen Bilder und Videos von Raketenabschussstellen aufzutauchen, die Fragen aufwarfen, ob die Fotos wirklich unmöglich zu kriegen waren, oder ob Drohungen der Hamas für ihr Fehlen verantwortlich waren.

4. Überbetonung von scheusslichen Kriegsbildern

Während es kaum Bilder gab von Hamas-Kämpfern während der heftigsten Kämpfe in Gaza, gab es keinen Mangel an Bildern von Kindern oder Babies, die durch israelische Luftschläge verwundet worden waren.

Diese Bilder waren besonders vorherrschend in Grossbritannien und anderen europäischen Städten und halfen, die Strassen von Europa und darüberhinaus in Flammen zu setzen, wo antisemitische Wut sich zur Raserei steigerte.

Auch haben sie das Kampfgeschehen übel verfälscht, das im Gazastreifen stattfand. Zusammengenommen mit dem Fehlen von Fotos von Hamas-Kämpfern war die Botschaft klar: Israel ist ein Aggressor, der auf Kinder schiesst.

5. Versagen, die wahren Ziele der Hamas zu nennen

Während der ganzen Wochen der andauernden Kämpfe, und besonders während der Periode der Waffenstillstandsverhandlungen, behaupteten die Medien, dass die Hauptmotivation der Hamas sei, die Blockade um Gaza aufzuheben oder einen Hafen oder Flughafen zu öffnen.

Doch erklärt das wirklich, warum die Hamas die letzten paar Jahre damit verbracht hat, einen Komplex an Tunneln und Bunkern zu bauen, der unter den Grenzen hindurch bis weit nach Israel reichte?

Erklärt das, warum die Terrorgruppe sich dafür entschied, tausende, wenn nicht zehntausende Raketen, die in der Lage waren, das Herz von Israel zu erreichen, zu schmuggeln oder herzustellen? Oder warum sie weitermacht damit, sie auf israelische Zivilisten abzufeuern?

Sucht sie wirklich den Frieden mit Israel, oder eine Erleichterung der Sicherheitsmassnahmen von Israel, nur um das Los der Menschen in Gaza zu erleichtern?

Es wäre ehrlicher, herauszustreichen, dass die Hamas auf die Vernichtung Israels hinarbeitet. Sie hat sogar eine Charta, die das ganz klar sagt.

Wie S.E. Cupp in den New York Daily News schrieb:

Selten wird in einer Nachricht erwähnt, dass das primäre Ziel der Hamas, ihr Hauptziel, was sie wirklich will und wofür ihr militärischer Arm aufgebaut ist und worauf er hinarbeitet, ist die totale Zerstörung von Israel und die Vernichtung der Juden.

Das ist eine entscheidende Komponente, die regelmässig ausgelassen wird in den Nachrichten. Doch jede Geschichte, die das nicht erwähnt als eine der Hauptforderungen der Hamas, ist keine intellektuell ehrliche oder vollständige Geschichte.

Wenige in den Medien scheinen das zu begreifen, und die Wirkung dessen ist, eine hauchzarte und schemenhafte moralische Äquivalenz zwischen Israel und der Hamas zu schaffen, die es nicht wirklich gibt.

Zuzulassen, dass die Hamas ihre Charta behält, aber sie zu ignorieren und der Terrorgruppe zu erlauben, sich als moderate Kraft zu präsentieren, die das Beste für die Menschen von Gaza will, verzerrt die Realität.

Die Medien haben eine Verpflichtung, den Konflikt so darzustellen, wie er ist – die Aggression einer Terroristengruppe, die auf die Zerstörung von Israel hinarbeitet, und dem Bemühen des israelischen Staates, seine Bürger zu beschützen. Einen Kontext aufzubauen, der Israel und die Hamas auf dieselbe moralische Ebene setzt ist ein weiterer Fall von schlechter journalistischer Praxis.

Die Hamas gibt zu, dass sie ausländische Journalisten bedroht

22. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 17. August 2014 (übersetzt von Cora)

Wir haben es von der Vereinigung der Auslandsjournalisten ebenso gehört wie aus israelischen Medien, die mit ihren Journalisten gesprochen haben. Es wurde von Pal T. Jorgensen von Norwegens TV2 bestätigt. Und jetzt hat ein Hamas Sprecher in einem Interview am 14.08. in Libanons al-Mayadeen zugegeben, dass Journalisten in Gaza bedroht und jene, die Orte, von denen aus Raketen abgeschossen wurden, filmten oder fotografierten, ausgewiesen wurden.

Hier ist ein Video, veröffentlicht und übersetzt von MEMRI:

Einige Auszüge:

Interviewer: Wie haben Sie den Kontakt zu den ausländischen Journalisten aufrecht erhalten und wie übermittelten Sie ihnen Ihre Sicht der Dinge?

Al-Mudallal: Seit dem Beginn der Aggressionen gegen den Gaza-Streifen wurde an den Grenzübergängen der Ausnahmezustand ausgerufen, besonders am Übergang Beit Hanoun, auch als Erez-Übergang bekannt; den Journalisten wurde ohne große Bürokratie erlaubt, einzureisen. Sie mussten sich nur zu ihrer eigenen Sicherheit registrieren lassen.

Unser Problem war, (dass wir nicht wussten), wer in den Gaza-Streifen einreiste. Wer waren sie? Die meisten waren Freiberufler, andere kamen von Nachrichtenagenturen.

In diesem Krieg kamen weniger Journalisten in den Gaza-Streifen als während der letzten Runden, 2008 und 2012. Deshalb ähnelte die Berichterstattung durch die ausländischen Journalisten viel stärker der der israelischen Okkupanten (Israel). Zudem waren die Journalisten, die nach Gaza kamen, ganz auf Friedensvorstellungen und das israelische Narrativ fixiert.

Wenn sie also Interviews durchführten oder an Orte gingen, um von dort zu berichten, wollten sie vor allem Plätze filmen, von denen aus Raketen abgeschossen wurden. Weil sie mit den Besetzern kollaborierten.

Diese Journalisten wurden aus dem Gaza-Streifen ausgewiesen. Unser Sicherheitsdienst ging zu ihnen und hatte mit diesen Leuten ein Gespräch. Sie gaben ihnen etwas Zeit ihre Nachrichten zu ändern, auf die eine oder andere Weise.

Die israelischen Raketen unterscheiden nicht zwischen Kämpfern, Zivilisten oder Kindern.

Einige Journalisten, die in den Gaza-Streifen kamen, standen unter Sicherheitsüberwachung. Selbst unter schwierigsten Bedingungen schafften wir es, sie zu erreichen und ihnen zu erklären, dass das, was sie da machen, nichts mit professionellem Journalismus zu tun habe und unmoralisch sei.

Jonathan Tobin bemerkt dazu dies im Commentary Magazin:

Das Frustrierendste an der ganzen Sache war nicht nur, dass die Presse gezwungen wurde, nur einen Teil dessen zu berichten, was in Gaza geschehen ist. Es scheint, als würden die meisten glauben, an ihrer Berichterstattung sei nichts falsch. Tatsächlich schienen die meisten kein Gespräch mit einem Hamasverbrecher zu brauchen, um mit al-Mudallal übereinzustimmen, dass es für einen Journalisten in Gaza nur eine angemessene Tätigkeit gibt – so viele Fotos von verletzten palästinensischen Zivilisten zu machen wie möglich. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass diese durch die Terroristen in Gefahr gebracht wurden, die aus ihrer Mitte heraus schießen und Tunnel graben, vor allem in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und Moscheen.

Diese offensichtliche Einseitigkeit der Medien stört die Israelis nicht, sie haben es längst aufgegeben, eine faire Berichterstattung durch jene ausländischen Medien zu erwarten, die ja oft in Gegenden reisen, in denen tiefe Vorurteile gegenüber dem Zionismus vorherrschen und die entschlossen sind, nur Geschichten zu finden, die zu ihrem vorgefassten Urteil über die Palästinenser passen. Wir haben in den letzten Wochen viel davon gehört, wie Israel und seine Freunde die richtigen Schlüsse aus diesem Krieg gezogen haben, ebenso haben Experten immer wieder davor gewarnt, dass die Berichte über palästinensische Opfer, sie die öffentlichen Meinung kosten würden. Aber wir haben so gut wie keine Gewissensprüfung von Journalisten über die Krise ihres Berufes und die Fehler jener, die mitten aus Gaza berichteten, gehört.

Als Antwort auf Al Mudallas Enthüllungen stellte der CEO von HonestReporting, Joe Hyams fest:

Wenn die Journalisten unter Bedrohung aus Gaza berichten, haben sie die als Profis die Pflicht, das zu diesem Zeitpunkt deutlich zu machen. Dass sich so viele Journalisten hinter Anonymität verstecken, wenn es darum geht Wahrheiten aufzugedecken, zeigt, dass ihnen der Zugang nach Gaza wichtiger ist, als die Wahrheit.

Während die Hamas für ihren Umgang mit den ausländischen Medien verurteilt werden sollte, sind die Medien, die es dulden, indem sie Bilder von Raketenabschüssen aus zivilen Gegenden und von dort operierenden Hamasterroristen zurückhalten Komplizen bei der Dämonisierung Israels. Ihr Mangel an Professionalität und Transparenz zeigt, dass sich darin, dass die Hamas-Agenden fördern, indem sie einseitig nur Bilder von toten und verletzten Kindern zeigen, was Israel und den jüdischen Gemeinden der Welt unermesslichen Schaden zufügt.

Dafür sollten sie schamerfüllt die Köpfe senken!

Hat irgendjemand einen Terroristen gesehen?

17. August 2014

Yarden Frankl, HonestReporting, 7.8.2014 (übersetzt von Cora)

Letzte Woche fragten wir, warum die New York Times zwischen all ihren Bildern vom Gaza Konflikt kein einziges Bild von Hamas Terroristen zeigt. Die Fotos der NY Times erzählen nur einen Teil der Geschichte, sagten wir.

In der Art und Weise, wie der Gaza Konflikt in den Bildern der Mainstream-Medien dargestellt wird, fehlt etwas. Es gibt einen auffälligen Mangel an Fotos von Hamaskämpfern und jenen, die die Raketen abschießen.

Es gibt eine Menge Bilder von eingestürzten Gebäuden in Gaza, von Menschen, die vom Unglück des Krieges betroffen sind und auch Fotos und Videos von Geschossen, die vom Iron Dome auf die herankommenden Raketen der Hamas abgefeuert werden. Aber es gibt praktisch kein Bild von der Hamas als Auslöser.

Und da die Bilder der Medien jene ungeheure Macht haben, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, könnte das Fehlen von Aufnahmen, die die Hamas als aggressiv und gefährlich zeigen, große Wirkung darauf haben, wie viel Schuld die Menschen der Hamas geben.

Die Times antwortete, dass sie hunderte von Fotos, die ihre Fotografen gemacht hatten, gesichtet hätten und dabei nur zwei „aus der Ferne und von schlechter Qualität von der Hamas“ gefunden habe. Jetzt wissen wir, warum sie nicht so viele zur Auswahl hatten. Irgendwie konnten ihre Fotografen keinen Hamasterroristen zum fotografieren finden.

Aus einem Interview mit dem Fotografen Wissam Nassar:

F.: Haben Sie irgendwelche Hamaskämpfer oder andere Kämpfer gesehen oder fotografiert?

A.: Ich habe nur einmal Kämpfer gesehen und fotografiert und das war am ersten Tag der humanitären Pause, auf die sich beide Seiten geeinigt hatten, am 20 Juli. Ich hatte kein Problem damit, sie zu fotografieren. Seitdem habe ich keine anderen Kämpfer mehr gesehen.

Es ist ja nicht so, als hätte Nassar den Konflikt 24 Stunden am Tag beobachtet. Er erklärt:

„Meine Tage waren lang und angespannt. Ich war von meiner Familie getrennt, die ich, zu ihrer eigenen Sicherheit zwei Tage nachdem der Krieg begann, nach Ägypten geschickt hatte. Ich verbrachte die Nächte im Büro und die Tage auf der Straße, umgeben vom Krieg. Ich fotografierte Momente des Lebens und Momente des Todes, Menschen die versuchten zu überleben und Menschen in ihren letzten Todeszuckungen. Ich habe zerstörte Häuser fotografiert, Krankenhäuser, Beerdigungen, humanitäre Hilfe, leere Märkte und das tägliche Leben jener Menschen, die während der Pausen in ihre Häuser zurückkehrten.“

Sollen wir wirklich glauben, dass er während der „langen“ und „angespannten“ Tage nur ein einziges Mal ein Hamasmitglied gesehen hat?

Wie hat er es verpasst ein Foto einer einzigen der 3360 Raketen zu machen, die von Gaza aus abgeschossen wurden? Die Hamasterroristen benutzen überall im relativ kleinen Gaza-Streifen Mörser, Panzerfäuste und automatische Gewehre und er hat sie alle verpasst? Oder war er so davon besessen, Bilder von palästinensischen Opfern zu machen, dass er es schlicht vergessen hat, seinem Arbeitgeber auch Bilder von der anderen Seite des Konflikts zu liefern?

Er war auch nicht der einzige Fotograf, den die Times in Gaza hatte. Der Pulitzerpreisträger und bei der Times festangestellte Fotograf Tyler Hicks war ebenfalls dort. Auch er konnte keinen Terroristen oder Raketenabschuss finden.

Hätten wir Zugang zu ihnen gehabt, wir hätten sie fotografiert. Ich habe keine einzige Vorrichtung zum Abschuss von Raketen nach Israel gesehen. Es ist, als würden sie nicht existieren.

Manchmal glauben die Menschen man hätte zu allem Zugang, man könnte alles sehen. Doch die Kämpfer waren nahezu unsichtbar für uns.

Sollen wir wirklich glauben, dass, während die indischen, französischen und finnischen Medien uns mit Beweisen über die Hamas und ihren Raketenabschüssen aus zivilen Gebieten versorgen, die Fotografen der New York Times das irgendwie verpassten? (Siehe: Media Uncovers Launch Sites in Civilian Populated Areas.)

Die Times verteidigte sich zuerst damit, dass man Bilder von der Hamas gezeigt hätte, wenn ihre Fotografen welche eingereicht hätten. Jetzt wissen wir, warum sie das nicht taten. Bitte schreiben Sie an den verantwortlichen Redakteur der Times, in dem sie hier klicken, und fragen Sie, warum ihre Fotografen jene Bilder verpassten, die andere ausländischen Medien machen konnten.


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