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Volltreffer: BBC korrigiert syrische Propaganda-Headline

10. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 10. Mai 2013

Am Montag hatten wir unsere Leser gebeten, wegen dieser Headline eine Beschwerde an die BBC zu richten:


Wir hatten darauf hingewiesen, dass bei der BBC die syrische Propaganda, in der suggeriert wurde, Israel arbeite mit Terrorristen zusammen, im Wortlaut übernommen worden war. Die BBC hat nun mit einer neuen Headline und Korrektur reagiert:

Korrektur (7. Mai 2013): die Überschrift dieses Berichts wurde geändert, um klarzustellen, dass die Behauptung, israelische Luftangriffe wären mit den Rebellen koordiniert worden, von den syrischen Behörden aufgestellt wurde.


Geänderte Headline übersetzt: Syrien behauptet, dass israelische Luftschläge “mit Terroristen koordiniert worden sind”

Auch wenn zu bedauern ist, dass syrische Propaganda als so berichtenswert befunden wurde und wir immer noch sehr unzufrieden sind mit der Berichterstattung selbst, bedeutet die aktualisierte Schlagzeile eine Verbesserung gegenüber dem Original.

Die BBC mag wohl nicht immer so auf Beschwerden reagieren, wie wir uns das wünschten, aber Ihre/Eure Aktionen beweisen, dass sie diese registriert. Gemeinsam können wir viel bewirken.

Medizinische Versorgung für Terroristen

4. April 2013

HonestReporting Media BackSpin, 4. April 2013

Die Medien waren kürzlich voll mit Geschichten wie dieser über einen palästinensischen Häftling in Sicherheitsverwahrung, der in einem israelischen Gefängnis an Kehlkopfkrebs gestorben war. Während die Medien jede Menge Zeit dafür aufbrachten, palästinensische Offizielle zu zitieren, die Israel für seinen Tod verantwortlich machten und detailliert über deren Wut wegen seines Ablebens berichteten, haben einige wichtige Fragen noch immer nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zukommt.

1) Speziell der Häftling Maysara Abu Hamdiya saß eine lebenslange Haftstrafe wegen versuchten Massenmordes ab. Er war General der palästinensischen Sicherheitskräfte (jawohl, jener paramilitärischen Einheit, die durch internationale Spenden zur Stützung des “gemäßigten” Regimes der Palästinensischen Autonomiebehörde finanziert wird).  Offenbar schickte General Hamdiya einen jungen Mann mit einer Bombe in nein Jerusalemer Cafe mit der Order, so viele Menschen wie möglich umzubringen. Gott sei Dank zündete die Bombe nicht, der General wurde erwischt und verhaftet. Tragischerweise wurden bei ähnlichen Anschlägen während der zweiten Intifada mehr als tausend Israelis getötet.

2) Obwohl er wegen des Mordversuchs an dutzenden israelischer Cafebesucher inhaftiert wurde, erhielt Hamdiya (wie Tausende andere Palästinenser) medizinische Versorgung in einem israelischen Krankenhaus. Die meisten Leute wissen nichts über viele palästinensische Zivilisten, die in israelischen Krankenhäusern behandelt werden (was zu einem Großteil von israelischen Steuerzahlern bezahlt wird.) Jeden Tag ermöglicht Israel den Zugang von Menschen aus Gaza, die in den ausgezeichneten medizinischen Einrichtungen in Israel behandelt werden. Man kann das als Argument dafür sehen, wie großzügig Israel handelt.

Aber in diesem Fall handelt es sich um einen tatsächlichen Terroristen, der Israelis ermorden wollte und dennoch Zugang zu medizinischer Versorgung in Israel erhielt. Der lautstark in den Schlagzeilen erhobene Vorwurf lautete, dass dieser Mannes, der an einer tödlichen Krankheit litt, nicht ausreichend genug gepflegt worden sei.

Ein Kommentator der Washington Post verlinkte zu diesem Beitrag, der das Problem zurechtrückt. Ein Auszug:

Nach erstaunlicher ist die Tatsache, dass, während die Hamas weiterhin ihre Raketen verschoss, sie weiterhin  Patienten nach Israel zur Behandlung in dortige Krankenhäuser schickte, viele davon in Gebiete, die unter Beschuss der Hamas-Raketen lagen.

Israelische Krankenhäuser nehmen schon seit Jahren Palästinenser auf. In Gaza gibt es einfach nicht genug medizinische Einrichtungen, die eine Behandlung der stetig anwachsenden Bevölkerung garantieren können. Und die dort vorhandenen sind schlecht ausgestattet. Dem ’Palestinian Central Bureau of Statistics’ zufolge gibt es in Gaza 24 Krankenhäuser, die 1,7 Millionen Menschen zu versorgen haben. Israel hingegen verfügt über 377 Krankenhäuser, verteilt auf eine Bevölkerung von etwa 8 Millionen. Allein im vergangenen Jahr erhielten mehr als 100.000 Palästinenser medizinische Versorgung in Israel. Selbst auf dem Höhepunkt der Kämpfe im vergangenen November behandelten israelische Krankenhäuser Patienten aus dem Gazastreifen.

Warum man der Brandstifter-Rhetorik gegen Israel noch entschiedener begegnen muss

11. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 11. März

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der kürzlich Israel-Bashing zum Spektakel für Israel-Hasser erhoben hat, sorgte für Stirnrunzeln, als er Zionismus ungeniert als “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” bezeichnete. US-Außenminister John Kerry äußerte milden Protest mit der Bemerkung “Wir stimmen mit ihm nicht nur nicht überein. Wir fanden es anstößig”, und er fügte hinzu, dass dadurch die Friedensarbeit erschwert werden könnte.

Auch wenn Kerrys Kommentare schwach ausfielen waren sie lobenswert, wenn es nach dem Autoren und Kommentatoren Shmuley Boteach ginge, weil sie einen der wenigen Momente repräsentierten, in denen ein hochrangiger Politiker Anstrengungen unternommen hatte, Erdogans widerwärtiger Rhetorik überhaupt zu widersprechen.

Boteachs wichtigeres Anliegen jedoch verdient größere Aufmerksamkeit – die meist ausbleibende israelische Reaktion auf verbale Verletzungen über viele Jahre hinweg, die ihm von seinen Feinden und ihren Unterstützern zugefügt worden ist, spielt eine Schlüsselrolle dafür, dass Israel heute ein so schlechtes Standing hat.

Ich bin ganz entschieden der Meinung, dass das Hinwegsehen über antiisraelische Hassrhetorik genau das ist, was zu jener globalen Delegitimierung Israels, unter der wir heute so schwer leiden, geführt hat. Der jüdische Staat tappte nicht nur in eine Falle von Bomben- und Raketenkriegen, sondern in erster Linie in einen Krieg der Worte und ihrer Interpretationen. Seine wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen können nicht mehr allein von Panzern und Kampfhubschraubern wahrgenommen werden, sondern müssen auch Eloquenz, klares Ausdrucksvermögen und faktische Sprachkompetenz beinhalten.

Wie konnte Israel, die einzige Demokratie in Nahost, die die Rechte der Frauen, Homosexuellen und aller anderen Gruppen respektiert,  zu einer der meist verleumdeten und verhassten Nationen der Erde werden? Wie kann es sein, dass Israel nach einer weltweiten Umfrage unter Bürgern von 22 Ländern (durchgeführt von Globescan), eine ebenso negative Bewertung erhält wie Nordkorea (50) und sogar negativer wahrgenommen wird als der Iran, wo Frauen zu Tode gesteinigt werden?

Die Antwort darauf ist, dass Israel dafür bezahlt, dass es seit Jahrzehnten gegen die verbalen Attacken auf seine Reputation stets kaum reagierte. Israelische Hasbarah* wurde nicht deshalb zum Flop, weil Israel nicht kommunizieren konnte, sondern weil es die Bedeutung von Begriffen/Worten falsch einschätzte. Während Israel sein hochentwickeltes Radar und den Raketenabwehrschirm “Iron Dome“ aufbaute, rekrutierten die Araber eine globale Armee sprachgewandter Aktivisten an den Universitäten, bei der BBC und CNN. Arabische Führer, die als vermeintliche Verbündete Israels angesehen wurden, diffamierten Israel tagtäglich bei der UNO. Und es dauerte nicht lange, bis Israel – gehetzt und sich zurückhaltend – eine der großen Paria-Nationen dieser Welt wurde.

Deshalb geht es jetzt haupotsächlich darum, die wachsende Delegitimierung [Israels] zu bekämpfen und zurückzuweisen und eine Armee der Krieger des Wortes aufzustellen, die sich für die Macht der gesprochenen Wahrheit und für Israels Sache einsetzt.

Im Kampf um die Herzen und Köpfe wird es niemals einen Waffenstillstand geben. Sehen Sie sich die Aktivitäten an, die an Universitäten im Namen der Israel Apartheid Woche stattfinden, oder die ständigen Attacken der BDS-Bewegung. Wir müssen für Israel mit der gleichen Hartnäckigkeit eintreten, wie es Israels Gegner tun, wenn sie es delegitimieren wollen.

———
*Israelische Aufklärungs- und Informationspolitik.

Sunday Times ringt um Schadensbegrenzung wegen beleidigender Karikatur

29. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 29. Januar 2013

Die Sunday Times steht wegen der Karikatur von Gerald Scarfe zu den israelischen Wahlen schwer unter Beschuss. Wie HonestReporting gestern anführte, ist die Bildsprache abscheulich genug; und die Veröffentlichung am Holocaust-Gedenktag war umso widerlicher.

Die Schadensbegrenzung des Blattes hatte keinen guten Start. Ein Sprecher der Sunday Times bemerkte gegenüber Algemeiner:

“Hier handelt es sich um eine typisch robuste Karikatur von Gerald Scarfe, “ sagte ein Sprecher der Sunday Times, und er fügte hinzu, “Die Sunday Times ist fest davon überzeugt, dass dies nicht antisemitisch ist. Das ist direkt an Herrn Netanyahu und seine Politik gerichtet, nicht gegen Israel, geschweige denn gegen das jüdische Volk.”

Der Sprecher sagte, dass die Veröffentlichung der beanstandeten Karikatur am Holocaust-Gedenktag, der Sonntag gefeiert wurde, zufällig war. “Das sieht heute nur so aus, weil Herr Netanjahu in der vergangenen Woche die israelischen Wahlen gewonnen hat”, so die Erklärung…

“Die Sunday Times verurteilt Antisemitismus”, fügte das Blatt hinzu, und verwies dabei auf einen anderen veröffentlichten Artikel der Zeitung zum Schwerpunkt Holocaust-Leugnung, der besagt, dass in dem ’heute veröffentlichten exzellenten Artikel des Magazins die von David Irving organisierten Reisen herausstellt, die die Existenz von Konzentrationslagern leugneten.“

In diesem Artikel schloss sich Will Storr dem Holocaust-Leugner Irving an, wenn der einen Rundgang durch das Konzentrationslager Majdanek gab. Das war wohlüberlegt geschrieben – ein hervorragender Winkelzug für einen Beitrag zum Holocaust-Gedenktag.

Aus verschiedenen Gründen kann das aber keinen Zorn besänftigen.

1) Niemand bezeichnete die Sunday Times als antisemitische Zeitung. Die Leute kritisierten [allein] die Karikatur.

2) Das Statement berücksichtigte nicht das schmerzhafte Timing – auch wenn es unbeabsichtigt gewesen sein mochte.

3) Selbst wenn der Majdanek-Artikel die verletzende Karikatur Scarfes abgemildert haben sollte, konnte das plakative Bild von Palästinensern, die in eine blutbefleckte Mauer einzementiert werden, über soziale Medien weit mehr Ausstrahlung erzielen als jeder minder beachtete Artikel in irgendeiner kostenpflichtigen Magazin-Rubrik.

Später erzählte Scarfe der Jewish Chronicle, dass er den Zeitpunkt der Veröffentlichung bedauere, weil er sich nicht dessen bewusst gewesen sei, dass am Sonntag auch Holocaust-Gedenktag war.

Die Sunday Times erkannte, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte und etwas unternehmen musste. Sie veröffentlichte ein Statement. Martin Ivens, geschäftsführender Herausgeber der Sunday Times, verschickte an die Medien eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

“Das Letzte, was ich oder sonst jemand mit der Haltung der Sunday Times verbinden würden, wäre eine Verletzung der Erinnerung an die Shoah oder eine Ritualmordlegende. Das Blatt setzt sich seit langer Zeit für die Verteidigung Israels  und seine Sicherheitsbelange ein, so wie ich es als Kolumnist praktiziert habe. Wir werden indes daran erinnert für die Empfindlichkeiten in dieser Hinsicht durch die Reaktion auf die Karikatur und ich werde ihnen in Zukunft selbstverständlich Rechnung tragen.”

Das ist eine sehr vage Selbsterkenntnis, was die Widerwärtigkeit der Karikatur betrifft.

Der Guardian berichtet unterdessen, dass das Board of  Deputies of British Jews bei der Press Complaints Commission Großbritanniens eine Beschwerde eingereicht hat. Und auch Daniel Taub, Israels Botschafter dort, hat die Times scharf kritisiert.

HonestReporting hat beschlossen, Bilder mit Bildern zu kämpfen. Teilen Sie den Flickr-Link, damit die Times weiß, dass sie eine rote Linie überschritten hat. Und lesen Sie die Geschichte zur oben abgebildeten Grafik.

Ist das Kapitel dazu abgeschlossen? Bleiben Sie dran…

HonestReporting mit drei Medienauftritten in der letzten Woche

21. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 21. Januar 2013

Die vergangene Woche war ein Publicity-Ereignis für HonestReporting (HR) in den Medien – mit nicht weniger zwei Gastbeiträgen allein am Donnerstag von HR-Chefredakteur Simon Plosker. Kurz danach hob die Jerusalem Post die NGO HonestReporting lobend hervor wegen ihrer Arbeit und ihrem Ansehen im Ausland.

Ploskers Gastbeitrag in der Times of Israel thematisierte das anfängliche Schweigen der Medien zu antisemitischen Kommentaren von Ägyptens Präsident Mohammed Morsi, bevor er zum Staatspräsidenten gewählt worden war.

Wie können die Medien und letztlich die Öffentlichkeit Meinungsströmungen innerhalb der arabischen Welt richtig einordnen, wenn lediglich über Statements arabischer Politiker berichtet wird, die in englischer Sprache an ein internationales Publikum gerichtet werden? Nur zu oft steht das, was in Arabisch geschrieben oder ausgestrahlt wird, in keinem Verhältnis zu den Verlautbarungen, die speziell für die westlichen Medien gedacht sind.

Ein weiterer Beitrag Ploskers im Commentator enthüllte Trends in der Berichterstattung über Israel als Folge der von den Palästinensern verfolgten Strategie der Low-Level-Gewalt gegen israelische Soldaten und Bewohner in der West Bank.

Schließlich schrieb Jerusalem Post-Kolumnist Barry Shaw über Misserfolge der israelischen Regierung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, und er folgerte, dass unabhängige Organisationen wie HonestReporting dort wesentlich erfolgreicher sind.

Man sehe sich stattdessen private NGO’s an, die gegen die antiisraelischen Delegitimierungs- und Dämonisierungskampagnen kämpfen.

All diese bedeutenden Aktionsgruppen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten wurden von Israelis mit englischsprachigem Hintergrund gegründet, weiterentwickelt und extern finanziert.

Darunter befinden sich herausragende Beispiele wie NGO Monitor von Gerald Steinberg, Palestinian Media Watch von Itamar Marcus und HonestReporting von Joe Hyam.

Wir freuen uns auf weitere Medienauftritte in den kommenden Wochen.

Facebook sperrt Journalisten wegen seiner Postings über palästinensische Korruption aus

15. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 15. Januar 2013

Khaled Abu Toameh (Abbildung rechts), ist ein international anerkannter Journalist. Oft referiert er für uns (HonestReporting). Gegenwärtig ist er wohl einer der mutigsten Journalisten, die aus den palästinensischen Gebieten berichten – über palästinensische Skandale, die andere nicht öffentlich machen wollen, weil sie entweder zu eingeschüchtert sind oder zu eng mit der PA und Hamas verbunden, um die Schlechtigkeit der palästinensischen Gesellschaft und ihrer Führung herauszustellen.

The Commentator berichtet:

Das soziale Netzwerk Facebook wurde heute beschuldigt, Kritik an der palästinensischen Autonomiebehörde zum Schweigen zu bringen, als es versuchte, den Account des arabisch-israelischen Autoren Khaled Abu Toameh abzuschalten.

Abu Toameh, Sohn eines arabischstämmigen Vaters und einer palästinensischen Mutter, ist ein ehemaliger hochrangiger Reporter der Jerusalem Post. Er berichtete, dass seit gestern seine Facebook-Seite deaktiviert worden war.

The Commentator erfuhr, dass Facebook nach Beschwerden seitens der palästinensischen Autonomiebehörde und jordanischer Sicherheitsbehörden über seine Artikel zu Korruption Schritte unternommen habe, seine Arbeit rigoros zu unterbinden.

In einem Gespräch mit uns heute Morgen erwähnte Abu Toameh, dass “alles, was ich kürzlich über Korruption geschrieben habe, auch auf Arabisch in der jordanischen Presse veröffentlicht worden war. Ich bin für Transparenz, gegen Korruption, und dennoch sperrten sie meinen Account, und sie lassen weiterhin zu, dass der Hamas-Führer einen Account hat. Im Gegensatz zu ihm spreche ich mich nicht für Terrorismus aus. Dies ist ein Versuch, mich zum Schweigen zu bringen. Das einem Journalist anzutun ist ziemlich schäbig.”

Gestern Abend schickte Facebook folgende Standard-E-Mail an Abu Toameh: “Sie stellten einen Post ein, der gegen unsere Nutzungsbedingungen verstieß, und dieser Beitrag wurde gelöscht. Neben anderem sind hasserfüllte Inhalte, bedrohende oder obszöne nicht zugelassenen, auch kein Inhalt, der Einzelne oder Gruppen angreift. Fortgesetzter Missbrauch von Facebook-Funktionen kann dazu führen, dass Ihr Account gelöscht wird.”

Dass Facebook nun Khaled rigoros zensiert und sein Konto heruntergefahren hat, stellt eine unerträgliche Beeinflussung der Meinungsfreiheit dar und überschreitet weit die eigenen Nutzungsbedingungen.

Mittlerweile wurde eine Petition gestartet (durch Dritte, nicht von HonestReporting), um Facebook zu einer Revidierung seiner Entscheidung zu bewegen und den Account von Khaled Abu Toameh wieder einzurichten.

Khaled* ist eine überaus mutige und oft einsame Stimme, die nicht zum Schweigen gebracht werden darf. Wir möchten Sie ganz herzlich bitten, die Petition zu unterzeichnen.

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*Anmerkung von mir (bd):

Wer Khaled nicht unterstützt, verliert auch eine Stimme für den deutschsprachigen Raum, da viele seiner Texte ins Deutsche übersetzt werden und für die Unterstützer Israels hier u.a. für die Recherche unverzichtbar sind.

Die Top-Beiträge von HonestReporting im Jahr 2012 – Mobile und Desktop

4. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 4. Januar 2013

Bitte hier oder auf die Abbildung klicken.

Manche Übersetzungen zu einzelnen Artikeln finden sich auf unserer deutschsprachigen Seite Medien Backspin. Bitte dort auf der Startseite rechts oben beim Hinweis “Ab November 2007” im Feld darunter das entsprechende Datum und die deutsche Titelzeile anwählen.

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Und hier für die Desktop-Version

Förmliche Überprüfung links motivierter Einseitigkeit bei der BBC

11. Oktober 2012

HonestReporting Media BackSpin, 11. Oktober 2012

Die BBC steht unter Beobachtung wegen links motivierter Einseitigkeit. Der BBC Trust will eine unabhängige Untersuchung seiner Berichterstattung über Religion, Migration und Europa einrichten. Dazu der Guardian:

Es könnte darin auch über Islamophobie berichtet werden….

Die Untersuchung wird von Stuart Prebble, dem ehemaligen Vorstand von ITV sowie Redakteur von World in Action, geleitet. Er wird prüfen, ob die BBC einer Reihe von Stellungnahmen zu sensiblen Themen genug Gewicht beimisst und ob redaktionelle Entscheidungen, bestimmte Perspektiven auszulassen, sorgfältig getroffen worden sind.

Prebble wird untersuchen, ob die Meinungen der Zuschauer und Zuhörer, die mittels Telefonschaltungen teilnehmen, angemessen gewürdigt werden. Die Untersuchung wird darauf achten, ob die BBC dafür gesorgt hat, dass diejenigen, die Minderheitenmeinungen vertreten, sich sicher sein können, dass sie an Hörer-Debatten teilnehmen können.

Aber Hallo! Erst vor ein paar Wochen hatte Beeb die Twitter-Community eingeladen, Fragen an Nahost-Redakteur Jeremy Bowen zu richten – angesetzt an Rosh Hashanah, dem heiligsten jüdischen Feiertag. Eine verdammt schlaue Methode, unbequemen Fragen zum Thema Israel auszuweichen und der jüdischen Gemeinde die kalte Schulter zu zeigen.

Wird Prebbles Untersuchung die weltfremde Politische Korrektheit, Betriebsblindheit und Selbstzensur bestätigen? Bleiben Sie dran. . .

Willkommen bei Joe’s Israel!

5. September 2012

HonestReporting Media BackSpin, 5. September 2012

Studenten, die sich für Israel einsetzen, stoßen an ihren Universitäten und Colleges auf große Widerstände. Und in der Tat haben sich viele jüdische Studenten gänzlich von einer Identifizierung mit Israel gelöst, was es besonders schwierig macht, sie zu erreichen bzw. die nächste Generation für eine positive Sicht auf Israel zu begeistern.

Deshalb ist HonestReporting mit Joe’s Israel*, einer brandneuen Internet-Kampagne, eine Partnerschaft eingegangen. Joe’s Israel gibt jungen Menschen eine Plattform, auf der sie ihre Verbindung zu Israel aufbauen und diskutieren können. Besucher der Website können sich Videos ansehen, eigene hinzufügen und mittels Registrierung an allen Diskussionen teilnehmen.

Die Website ist in drei Hauptteile gegliedert:

a) Lerninhalte zur Rechtsgrundlage des Existenzrechtes Israels.

b) Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten, wie Menschen sich dem Staat Israel verbunden fühlen und

c) warum sie diese Verbindung an erste Stelle setzen.

HonestReporting wird zum dritten Abschnitt – The Rant – beitragen und sich darauf konzentrieren, wie Israel in den Medien dargestellt wird.

Wir freuen uns darauf, Teil dieses spannenden Kooperationsprojekts zu sein. Willkommen bei Joe’s Israel!

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*Englischsprachige Webseite. Gelegentliche Übersetzungen durch mich (bd), falls die Texte nicht zu lang ausfallen.

HonestReporting-Video: Suche nach Israels Hauptstadt

31. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 31. Juli 2012

Im April erklärte The Guardian – eine der einflussreichsten Tageszeitungen  Großbritanniens – Tel Aviv zu Israels Hauptstadt.

Tel Aviv ist eine wunderbare Stadt. Jeder, der sie besucht, findet dort modernste High-Tech-Konzerne, herrliche Strände, ein pulsierendes Nachtleben, eine reiche Kultur und Menschen aus allen Nationen vor.

Aber ist Tel Aviv Israels Hauptstadt?

Wir haben versucht, das herauszufinden.

Tel Aviv kann auf vieles stolz sein. Aber dort befindet sich nicht der Sitz der israelischen Regierung.

Dort findet man nicht:

Das Büro des Ministerpräsidenten
Das israelische Parlament (Knesset)
Den Obersten Gerichtshof Israels
Die Nationalbank Israels

Diese Institutionen kann man in Jerusalem finden, Israels wahrer Hauptstadt.

Lassen Sie sich nicht vom Guardian und andere Medien einreden, dass dem nicht so wäre.

Dies ist ein erster Blick auf ein ernstes Thema. Wenn Sie mehr Fakten und historische Beweise bezüglich der jüdischen Bindung zu Jerusalem brauchen, sehen Sie sich unser Video an: „Jerusalem – Der Mythos von den zwei Städten” bei http://www.youtube.com/watch?v=JXSvrAe5xEM

Auseinandersetzung um Olympia-Berichterstattung der BBC nimmt an Schärfe zu

25. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 25. Juli 2012

Die heimtückische Entscheidung der BBC, bei ihren Informationen zu den Teilnehmerländern der Olympischen Spiele in London Israels Hauptstadt Jerusalem zu ignorieren, hat eine deutliche Reaktion in israelischen Regierungskreisen ausgelöst.

Einige Offizielle schickten mehrere geharnischte Briefe an die BBC, in denen sie den Sender dazu aufforderten, Israels Hauptstadt ebenso aufzulisten wie er es bei nahezu jedem anderen Land auch praktiziert. Außerdem initiierten sie eine Kampagne auf Facebook mit dem Titel Jerusalem ist Israels Hauptstadt, in der die Leser zum Mitmachen aufgerufen werden. Zur Stunde partizipieren mehr als 20.000 User.

Zur Erinnerung: Die BBC hatte zunächst jeglichen Hinweis auf eine israelische Hauptstadt unterschlagen, während sie gleichzeitig “Ost-Jerusalem” als “Hauptstadt Palästinas” auflistete. Angesichts öffentlicher Empörung und eines Briefes von Mark Regev, Sprecher des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, änderte die BBC  ihre Angaben – aber nur geringfügig und halbherzig.

Ausführliche Informationen zur olympischen Berichterstattung der BBC kann man im letzten Kommuniqué von HonestReporting nachlesen: Die Berichterstattung der BBC zu Olympia deklariert Ostjerusalem als palästinensische Hauptstadt [In Englisch].

Der leicht veränderte neue BBC-Text ersetzte das Wort “Hauptstadt” durch “Sitz der Regierung” in Jerusalem mit der Hinzufügung, dass sich die meisten Auslandsvertretungen „in Tel Aviv befinden“. Gleichzeitig wechselte sie [die BBC, (bd)] zur Auflistung “Palästinas” und “Ost-Jerusalems” als „bestimmungsgemäßem Sitz der [palästinensischen (bd)] Regierung.”

Für HonestReporting und all diejenigen, die BBC auffordern, wahrheitsgemäß über Israel zu berichten, konnte die Änderung natürlich nicht ausreichen. Sitz der Regierung bedeutet nicht dasselbe wie Hauptstadt*, und Mark Regev forderte in einen zweiten Brief, dass die BBC endlich mit der Diskriminierung Israels aufhören solle: ’”Im Gegensatz zu allen anderen aufgeführten Ländern”, schrieb er, “ist im Falle Israel unsere Hauptstadt Jerusalem von der BBC nicht als solche klassifiziert, sondern wird als “Sitz der Regierung” bezeichnet’.

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat gab überdies eine Presseerklärung heraus, in der er klar hervorhob, dass “ungeachtet der politischen BBC-Agenda Jerusalem immer die Hauptstadt Israels war und ist und das spirituelle und politische Herzstück des jüdischen Volkes bleiben wird”.

Während ich [Alex Margolin, HonestReporting Jerusalem] diese Zeilen schreibe, geht die BBC weiterhin in diskriminierender Art gegen Israel vor, indem sie dieses Land gänzlich anders behandelt als jedes andere, das an den Spielen teilnimmt.

Schauen Sie nicht zu, wenn die Medien Israels Anspruch auf seine eigene Hauptstadt Jerusalem delegitimieren wollen. Werden Sie aktiv und unterstützen Sie Israels Forderung nach einer Korrektur der BBC-Falschmeldungen. Und richten Sie bitte Ihre Beschwerden direkt an BBC Sport.

Vergessen Sie nicht, sich vielen Tausend anderer Freunde der Facebook-Kampagne anzuschließen, um öffentlich gegen die BCC zu demonstrieren. Und studieren Sie die Quellenangaben zu Jerusalem bei HonestReporting, um mehr Informationen zu Israels absolutem Anspruch auf die Stadt zu erhalten.**

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* Mir (bd) fallen dabei spontan die Niederlande ein: Den Haag ist Regierungssitz, Amsterdam die Hauptstadt.

** Schlimm genug, dass eine Selbstverständlichkeit – nämlich Jerusalems Hauptstadtstatus – auch noch mittels Aufklärungsaktionen medial erklärt werden muss.

1 Minute für München

25. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 26. Juli 2012

Schließen Sie sich dem internationalen Gedenken an die ermordeten Sportler Israels an, wo auch immer Sie sich am Morgen des Tages befinden, wenn die Olympischen Spiele eröffnet werden.

An diesem Freitagmorgen wird die israelische Botschaft in London eine kleine Gedenkzeremonie zu Ehren der 11 Athleten abhalten, die bei den Spielen 1972 in München ermordet worden waren. Der Veranstaltung – online ausgestrahlt bei Minute for Munich ab 10.45 Uhr Londoner Zeit – wird eine globale Schweigeminute um 11:00 Uhr folgen.

Die schäbige Antwort der BBC auf Beschwerden zu ihrer Olympia-Webseite

25. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 24. Juli 2012

HonestReporting anerkennt und begrüßt, wenn unsere Leser Maßnahmen gegen die Medien ergreifen und hinreichend motiviert sind, so zu handeln. Aber auch wenn es zu unserem Job gehört, Aktivitäten anzuregen, wissen wir doch, dass unsere Leser nicht Automaten sind, die Briefe an Redakteure schreiben oder auf unsere Veranlassung hin bei den Medien Beschwerde einlegen.

Gerade weil wir die Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam machen können, ist es letztlich eine Übung der freien Wahl und der unabhängigen sowie informierten Überlegung, ob man aktiv wird oder nicht. Unglücklicherweise geht die BBC vom Gegenteil aus.

Viele Leser, die sich bei der BBC beschwert hatten, weil diese unterschlagen hatte, auf ihrer Olympia-Länderseite Jerusalem als Israels Hauptstadt zu kennzeichnen, wurden mit folgender gestanzten Antwort abgespeist:

Wir haben sehr viel Feedback über Fehler auf der Olympia-Seite der BBC erhalten, und wir denken, dass man darauf hinweisen muss, dass eine erhebliche Zahl davon durch Aktivitäten einer Online-Lobby generiert worden sind.

Wie genau sieht die Schlussfolgerung aus, die auf eine “Online-Lobby-Aktivität” verweist?

Erachtet die BBC die individuellen Beschwerden unserer Leser als weniger wert, nur weil die Informationen über den Beschwerdeführer HonestReporting oder irgendwelche anderen Organisationen weitergeleitet wurden?

Nicht zu vergessen die besonders heimtückische Konnotation hinter dem Verweis auf eine “Lobby”, wenn es um Juden oder Israel geht. Will die BBC einschmeichelnd suggerieren, dass das Thema von dunklen Mächten hinter den Kulissen angeheizt werden würde und die Beschwerden unaufrichtig seien?

Dies kennzeichnet einfach nur eine billige und schäbige Art und Weise, vom eigentlichen Thema abzulenken. Wenn Menschen weder Zeit noch Mühe scheuen, Beschwerden einzureichen, ist es unerheblich, wie sie unterrichtet oder animiert wurden, so oder so zu handeln. Jede einzelne Beschwerde verdient die volle Aufmerksamkeit der BBC, ganz vorurteilsfrei, ob der Beschwerdeführer zufällig ein Leser von HonestReporting oder irgendeiner andere Organisation ist.

Um mit den Worten der BBC zu sprechen: es ist aber auch respektlos, und der Vorwurf einer wie auch immer gearteten Form doppelzüngigen Lobbyismus’ ist absolut schäbig.

Tel Avivs Bürgermeister: Tel Aviv ist cool – aber nicht Israels Hauptstadt

24. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 24. Juli 2012

Gestern trafen wir (HonestReporting Jerusalem) uns mit Ron Huldai, dem Bürgermeister von Tel Aviv. Wir befragten ihn zu diversen Unterfangen der Medien, seine Metropole als Israels Hauptstadt zu deklarieren. Er ist auf seine Stadt sehr stolz, sich gleichzeitig natürlich auch sehr dessen bewusst, wie es um die Hauptstadt-Diskussion steht.

Er hob hervor, dass Tel Aviv – wenngleich eine der “coolsten” Metropolen der Welt – nicht Israels Hauptstadt ist.

Da wir den ganzen Tag auf den Straßen der Stadt verbrachten und deren Bewohner gefragt hatten, ob SIE meinten, ihre Stadt sei die Hauptstadt, konnten wir seiner (Ron Huldais [bd]) Charakterisierung, die Stadt sei “cool”, nicht zustimmen. Zurzeit herrscht dort große Hitze! (Unsere Suche nach Israels Hauptstadt können Sie nächste Woche verfolgen.)

Allerdings stimmen wir vollkommen darin überein, dass Tel Aviv NICHT Israels Hauptstadt ist.

Man kann in dieser aufregenden Stadt alles Mögliche finden. Schließlich ist sie das Finanz- und Kulturzentrum Israels: Mit High-Tech-Unternehmen, herrlichen Stränden und dem drittgrößten Sushi-Markt weltweit pro Kopf gerechnet (hinter Tokio und New York) kann Tel Aviv eine Menge bieten, auf das es stolz sein kann.

Aber es ist nicht die Hauptstadt Israels.

Das war schon immer Jerusalem.

Einfach nur den Bürgermeister fragen.

Er begrüßte die Gelegenheit zur Richtigstellung des Themas und bezog sich darauf im folgenden Video-Statement:

Bob Costas will ermordete israelische Sportler ehren

19. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 19. Juli 2012

Abbildung unten: Der ehemalige US-Präsident George W. Bush im Interview mit Bob Costas (NBC Sports) während seines Besuchs der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking.

Die unmoralische Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Aufrufe zu einer Gedenkminute für israelische Sportler, die während der Spiele 1972 in München ermordet worden waren, zu ignorieren, wird nicht unbemerkt verhallen.

Sportreporter Bob Costas erwähnte Hollywood Reporter gegenüber diese Woche, dass er seine eigenen Pläne für eine Hommage an die Sportler habe, wenn er für NBC Sports über die anstehenden Olympischen Spiele berichten werde.

Anlässlich der am 27. Juli stattfindenden Eröffnungsfeier in London plant Costas, das IOC wegen der Nichtbeachtung von Israels Anfrage einer Gedenkminute für die Opfer  des Massakers an 11 israelischen Athleten und Trainern während der Spiele im Jahr 1972 in die Pflicht zu nehmen. Am 40. Jahrestag von München ist es eine “unverständliche” Entscheidung, so Costas.

Wenn die israelische Delegation das 80.000 Sitzplätze fassende Olympiastadion betreten wird, will Costas seinen eigenen Protest inszenieren: “Ich beabsichtige, darauf hinzuweisen, dass das IOC die [israelische, auch internationale (bd)] Bitte verweigerte“, sagt er, und er moduliert seine Stimme, als sei er auf Sendung. “Viele Menschen meinen, dass die Ablehnung mehr als unverständlich ist, um nicht zu sagen, höchst unsensibel. Gerade deshalb ist eine Minute des Schweigens geboten.”

Eine vom IOC unterstützte und mitgetragene Gedenkminute stellt immer noch die würdevollste Art dar, des Jahrestages der Ermordung israelischer Sportler zu gedenken. Schließlich gehört dies zum Teil olympischer Geschichte ebenso wie die sportlichen Ereignisse dieses Jahres. Aber wenn das IOC die Augen vor seinem eigenen Vermächtnis verschließt, kann Bob Costas [mutiger (bd)] Schritt, das Thema vor einem großen Publikum von Olympia-Zusehern anzusprechen, zumindest nicht falsch sein.

Mal sehen, vielleicht schließen sich andere Medien an.

Israel-Aktivist an britischer Universität tätlich angegriffen

16. Mai 2012

HonestReporting Media BackSpin, 16. Mai 2012

Richard Millett, engagierter Aktivist, Freund von HonestReporting und ehemaliger SOAS-Student, der regelmäßig seine pro-israelische Stimme bei israelfeindlichen Veranstaltungen in ganz London erhebt, wurde bei einer Veranstaltung der Palestine Society an der School of African and Oriental Studies (SOAS) misshandelt und auf eine abscheuliche Nervenprobe gestellt. Hier ein Link zu seinem Blog berichtet, in dem er über den Vorfall berichtet (Videomaterial inklusive).

http://richardmillett.wordpress.com/2012/05/15/camera-grabbed-rucksack-snatched-and-racially-abused-at-soas/

Dies alles fand in einem mit vielen Zuhören gefüllten Raum statt, die Richard verhöhnten – darunter die Referenten Karma Nabulsi und Abdel-Bari Atwan; beides Vorzeigefiguren in anti-israelischen Kreisen. Nabulsi lehrt an der Universität Oxford und ist ehemalige PLO-Repräsentantin, Atwan palästinensischer Journalist. Letzterer ist für folgende Äußerung bekannt: “Wenn die iranischen Raketen nach Israel fliegen – bei Allah -, werde ich zum Trafalgar Square gehen und vor Freude tanzen, wenn die iranischen Raketen in Israel einschlagen”.

Leider ist dies nicht der erste Zwischenfall  dieser Art auf dem Campus der SOAS. Letztes Jahr wurde ein pro-israelischer Aktivist geschlagen und gebissen.

Der skandalöse Vorfall vor zwei Tagen darf nicht kommentarlos hingenommen werden, und wir müssen deutlich auf die gefährliche Lage verweisen, die an britischen Universitäten für all diejenigen herrscht, die bereit sind, sich für Israel einzusetzen.

Beschwerden an:

1) Professor Paul Webley, Director of SOAS  – E-Mail: pw2@soas.ac.uk; Tel: +44 207 898 4014.
2) Andrew Hamilton, Vizekanzler der Universität Oxford, – E-Mail – vcweb@admin.ox.ac.uk;  Tel: +44 1865 270252
3) Liam Burns, Vorsitzender der Nationalen Studentenvereinigung,– E-Mail – liam.burns@nus.org.uk

 

UNO untersucht „Falsches Foto“-Tweeterin

19. März 2012

Alex Margolin, HonestReporting, 19. März 2012

Die UNO sagt, es wird eine interne Untersuchung geben, um zu ermitteln, ob gegen die Tweeterin des falschen Fotos, Khulood Badawi, etwas unternommen wird.

Nun ist es Zeit, die UNO wissen zu lassen, dass es in der Organisation keinen Platz für Menschen gibt, die falsche und schädigende Propaganda gegen Israel einstellen.

Innerhalb von vier Tagen haben sich unserer Petition, die die Entlassung Badawis fordert, 10.000 Personen angeschlossen. Bitte unterzeichnen Sie, wenn Sie das noch nicht getan haben, und verbreiten Sie die Petition an alle, die gegen antiisraelische Propaganda seitens der UNO kämpfen wollen.

Jede Unterschrift verstärkt die Botschaft, dass die UNO gegen Badawi vorgehen muss, wenn sie keinen Schaden für sich oder ihre Glaubwürdigkeit erfahren will. Wir werden unsere Petition innerhalb der nächsten 10 Tage der Leitung des Büros für die Koordination Humanitärer Fragen (OCHA) übergeben, in dem Badawi arbeitet.

Hier ist ein Update zu den jüngsten Entwicklungen:

Nachdem HR aufdeckte, dass der falsche Tweet von einer UNO-Mitarbeiterin eingestellt wurde, verbreitete sich die Nachricht in die höchsten Ebenen der israelischen Regierung; das gipfelte in einer offiziellen Forderung von UNO-Botschafter Ron Prosor, die UNO müsse Badawi entlassen.

In einem scharf formulierten Brief stellte Prosor fest: „Frau Badawi befindet sich in kompletter Verletzung der Artikel 100 und 101 der UNO-Charta.“ Die Artikel beziehen sich auf die Prinzipien der von UNO-Mitarbeitern erwarteten Objektivität und Überparteilichkeit. Zu den Prinzipien gehört die Erklärung, dass Beschäftigte „sich jeglicher Handlungen enthalten, die ein schlechtes Licht auf ihre Position als internationale Beamte werfen könnte, die nur der Organisation gegenüber verantwortlich sind.“

In Antwort auf Prosors Brief schrieb die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos: „Es ist bedauerlich, dass ein Mitglied der OCHA-Belegschaft Informationen auf ihrem persönlichen Twitter-Profil einstellte, die sowohl falsch sind als auch Fragen reflektiert, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit stehen. Die in ihren Tweets zum Ausdruck gebrachten Ansichten spiegeln in keiner Wiese die Ansichten der OCHA wider, noch sind sie von der OCHA genehmigt.“

Diese Haltung wurde von OCHA-Sprecherin Amanda Pitt bestätigt, die gegenüber Fox News sagte, Badawi würde weiterhin bei der OCHA arbeiten, während die Organisation eine interne Untersuchung durchführt, um festzustellen, ob gehandelt werden muss.

Derweil kehrte Badawi zum ersten Mal seit sechs Tagen zu ihrer Twitterseite zurück, um eine „Korrektur“ ihres früheren Tweets einzustellen – aber keine Entschuldigung oder Reue für die Verbreitung von Lügen. Sie unterließ es ebenfalls zuzugeben, dass das Foto falsch war, das ein Mädchen zeigt, das bei einem Unfall verletzt wurde, nicht durch Israel.

Sowohl die UNO als auch Badawi legen Wert darauf, Badawis Arbeit als UNO-Beamtin und ihren persönlichen Twitter-Account zu trennen. Doch die Trennung ist unaufrichtig, da zu Badawis Arbeit gehört über mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in den Palästinensergebieten zu berichten.

Wie kann die UNO Berichten vertrauen, die von einer Person eingereicht werden, die über Twitter falsche Informationen verbreitet und erst sechs Tage später etwas unternommen hat, das zu korrigieren – lange nachdem der Schaden angerichtet wurde und erst nachdem Berichte über interne Untersuchungen ans Tageslicht kamen? Und wie kann die Öffentlichkeit Berichten vertrauen, die von einem Zweig der UNO veröffentlicht werden, die Personen beschäftigt, die sich als Verbreiter von Propaganda erwiesen haben?

Die UNO kann Badawi nicht vertrauen; und die Öffentlichkeit kann Berichten der OCHA nicht vertrauen, so lange Badawi dort beschäftigt bleibt. Deshalb hat die UNO keine Alternative zur sofortigen Entlassung Badawis.

Wir haben die Regeln eingehalten, indem wir Menschen auf die UNO-Kontaktseite verwiesen, aber wenn deren Seite nur drei Beschwerden pro Stunde gestattet, mussten wir ihre Aufmerksamkeit mit anderen Mitteln gewinnen.

Unterschreiben Sie unsere Petition, um die UNO wissen zu lassen, dass Sie es ablehnen, dass dieser Fall ohne Lösung bleibt. Die Nutzung von Twitter, um falsche und schädliche Bilder zu verbreiten, ist eine relativ neue Waffe in den Händen der Feinde Israels, aber sie ist nicht anders als der Gebrauch jedes anderen Mediums, das Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit benötigt. Die Verlässlichkeit der UNO ruht auf zügigem Handeln, damit eine Propagandistin aus ihren Reihen entfernt wird.

Falscher Foto-Tweet: Badawis gleichgültige Korrektur

19. März 2012

Pesach Benson, HonestReporting, 18. März 2012

UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos schrieb Botschafter Ron Prosor, die UNO würde eine interne Untersuchung einleiten.

Und jetzt gibt Badawi diese gleichgültige Korrektur ab?


Korrektur: Ich tweetete ein Foto im Glauben, es sei von der letzten Runde der Gewalt & es stellte sich heraus, dass es von 2006 ist. Dies ist mein persönliches Konto.

Ich sehe nicht, was als Ausdruck von Bedauern oder Entschuldigung gewertet werden könnte.

Ich sehe nicht, dass Badawi irgendwie den Fehler als ihren übernimmt.

Was sehe ich?

Eine Frau, deren Job gefährdet ist und deren Name diskreditiert ist.

Eine Frau, die dachte, das würde einfach vorbei gehen, wenn sie sich bedeckt hält.

Eine Frau, die eine volle Woche lang wusste, dass sie falsch lag, aber zu stolz war das Richtige zu tun.

Zu wenig.

Und viel zu spät.

Wir hoffen, das wachsende Graswurzel-Momentum zwingt die UNO Rechenschaft für die Taten ihrer Angestellten zu übernehmen. Unterschreiben Sie HonestReportings Petition und schließen Sie sich Tausenden Menschen an, die die Entlassung Badawis fordern.

Israel unter Sperrfeuer: Raketenangriffe auf den Süden

12. März 2012

HonestReporting Media BackSpin, 12. März 2012

Wieder einmal haben eine Million Israelis die letzten 48 Stunden in nahe gelegenen Luftschutzkellern oder ihren geschützten Räumen verbringen müssen. Die meisten Schlagzeilen und Artikel beschäftigten sich jedoch mit israelischen Luftangriffen auf Terrorzellen in Gaza, die zum Tod von mehr als einem Dutzend Palästinensern geführt hatten. Aber wie steht es mit den verheerenden Auswirkungen von rund 130 Raketen auf israelische Städte und Gemeinden bislang?

Die Times of London schreibt über abgefeuerten Raketen auf “israelische Grenzstädte”, und die Financial Times titelt mit “Gewalteskalation an Gazas Grenze”. Ashkelon (113.000 Einwohner), Ashdod (206.000 Einwohner) und Beerscheba (194.000 Einwohner) sind aber alles andere als “Grenzstädte”.

Abgesehen davon haben die von den Terroristen in Gaza abgefeuerten Waffen sehr wenig mit “handgefertigten“ Raketen zu tun.

Falls erforderlich, bitte auf die Abbildung klicken!


Hier einige der neuesten Informationen (Dank an die IDF-Pressestelle):

In den letzten beiden Tagen wurden aus dem Gazastreifen mehr als 130 Raketen in die Ballungszentren im Süden Israels abgefeuert.

• Am Freitag, den 9. März, wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. Am 10. März wurde ein Pferd getötet und ein Haus nahe Ashdod durch einen direkten Raketentreffer schwer beschädigt.

• Wegen der anhaltenden Raketenangriffe sind am Sonntag, den 11. März, in vielen Städten und Gemeinden im Süden Israels die Schulen geschlossen worden.

• Zu den Angriffszielen zählten Ashdod, Beersheba, Yavne, Netivot und Ashkelon sowie die Areale von Eshkol und Shaar Hanegev.

• Das Iron Dome-System [Abwehrsystem gegen Kurzstreckenraketen; (bd)*] fing etwa 90% der auf Beersheba, Ashdod und Ashkelon abgefeuerten Raketen ab.

• Die Terror-Einheiten verschießen ihre Raketen aus dicht besiedelten Gebieten im Gazastreifen, darunter Bet Lahiya, Jabaliya, Rafah, Gaza und El-Bureij.

Trotz des Raketensperrfeuers bleibt der Grenzübergang Erez nach Gaza für Passagiere und Mitarbeiter internationaler Organisationen offen. Kerem Shalom ebenso für die Lieferung von 200 Lkw-Ladungen aus Israel in den Gazastreifen.

Bleiben Sie wachsam, wenn es um folgende Themen in Ihren lokalen Medien geht:

Moralische Gleichsetzung: Unterscheiden die Medien zwischen gezielten israelischen Schlägen gegen Terroristen – im Gegensatz zu  wahllos-absichtlichen palästinensischen Raketenangriffen auf israelische Zivilisten?

“Gewaltspirale”: Trotz dieser oft verwendeten Umschreibung [plumper Euphemismus der antizionistischen Medien (bd)] handelt es sich hier nicht um eine „Gewaltspirale“, die auf beiden Seiten gleiche Verantwortung und Absicht unterstellen könnte. In diesem Fall nahm Israel – wie in den vorausgegangenen Konflikten auch – sein Recht auf präventive Selbstverteidigung wahr, indem es gegen eine Terrorgruppe vorging, die einen kombinierten Terroranschlag plante, der über den Sinai durchgeführt worden war.

Chronologische Umkehrung: Wo beginnen Ihre Zeitung/Ihre Medien mit der Berichterstattung? Mit dem Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen oder der israelischen Reaktion darauf? Falls der Fokus auf israelische Luftangriffe gelegt wird, verzerrt das dann  nicht die Perspektive, wenn Israel als Aggressor dargestellt wird?

“Unverhältnismäßige Reaktion”: Wird Israel bezichtigt, auf palästinensische Terrorangriffe überreagierend zu antworten? Wenn Sie mehr zum Thema wissen wollen, dann klicken Sie bitte unten [Am besten auf die Steuerungstasten im Menü (bd)]:

Israel gegen Vorwürfe exzessiver Gewalt verteidigen


Weitere Präsentationen zum Thema von HonestReporting

Wenn Ihre lokalen Medien über die aktuellen Ereignisse berichten, nehmen Sie sich die erforderliche Zeit dafür, in E-Mails und Leserbriefen deutlich klar zu stellen, wer für den Gewaltausbruch verantwortlich ist – mit direktem Bezug auf die Terroristen, die Anschläge auf israelische Zivilisten planen und Raketen auf sie abfeuern. Überzeugen Sie Ihre Medien davon, dass diese auch um das Leiden von einer Million Israelis [Bescheid] wissen, die von diesem neuesten Raketenhagel betroffen sind.

Für neueste Meldungen zur ständig wechselnden Sachlage vor Ort informieren Sie sich bitte bei HonestReporting über Facebook, Twitter und unseren Backspin-Blog.

Die deutsche Ausgabe wie immer hier, falls man die englischsprachige Ausgabe nicht lesen kann: http://backsp.wordpress.com/

—-
*Mehr zu Iron Dome hier [In Englisch]

Warum Twitter Ihre Aufmerksamkeit verdient

30. Januar 2012

Simon Plosker, HonestReporting.com, 30. Januar 2012

2012 sind die Internetseiten sozialer Medien wie Facebook und Twitter zu einem unauslöschbaren Teil der Mainstream-Kultur geworden. Ein weiteres soziales Medium des Internet, Twitter, könnte allerdings das einflussreichste beim Formen der öffentlichen Meinung sein. Mit 100 Millionen Mitgliedern, von denen die Hälfte täglich postet, wäre es ein Fehler, Twitters Einfluss zu übersehen, insbesondere bei Schlüsselgruppen wie Journalisten und anderen Meinungsführern.

Viele israelische Offizielle, Ministerien und diplomatischen Missionen haben ihre eigenen Twitter-Konten, um Informationen zu teilen und die Öffentlichkeit zu engagieren. 2009 hielt das israelische Konsulat in New York die erste jemals veranstaltete Twitter-Pressekonferenz ab und nahm Fragen zum Gazastreifen direkt von interessierten Personen entgegen. David Saranga, der dieses historische Ereignis organisierte, artikulierte am besten, welche Gedanken hinter der Öffentlichkeits-Diplomatie stehen, die inzwischen üblich ist:

Unsere größte Lehre war die Bedeutung und den Menschen dadurch ein Medium zur Verfügung zu stellen, das sie verstehen.

Jeder, der während der beiden letzten Jahre HonestReporting gelesen hat, weiß, dass Twitter-Einträge („Posts“), so kurz sie sind, Macht haben, Karrieren zu ermöglichen oder zu vernichten. 2010 postete CNN-Reporterin Octavia Nasr einen Tweet darüber, welchen Respekt sie für den libanesischen Großayatollah Mohammed Hussein Fadlallah, einen der geistigen Führer der Hisbollah, empfinde. Innerhalb von Tagen wurde Nasrs lange Karriere als Journalistin in weniger als 140 Buchstaben ausgelöscht, da CNN sie wegen einzigen Tweets feuerte.

Etwas weniger lange ist es her, dass Shurat HaDin (das Israeli Law Center) Twitter gedroht, hat es zu verklagen, weil man Hisbollah und anderen von der US-Regierung als terroristisch eingestufte Organisationen erlaubt, Accounts zu betreiben. In einem Brief an Twitter-Geschäftsführer Richard Costolo machte Shurat HaDin geltend, dass Terrorgruppen Kommunikationsplattformen und Dienste zur Verfügung zu ueberlassen „die Art scheinbar harmloser materielle Unterstützung darstellt, die Ihre Firma und Sie persönlich strafrechtlich und zivilrechtlich haftbar macht“.

Gleichzeitig ist Twitter ein wichtiger Katalysator für den Wandel bei praktisch jeder größeren sozialen Aktion gewesen, von Protesten gegen Wahlfälschungen im Jahr 2009 bis zum Sturz des ägyptischen Diktators Hosni Mubrak 2010. Es dient als einfaches Kommunikationsmittel großer Gruppen von Menschen.

Auch der Begriff Twitter-Revolution hat Einzug ins Wörterbuch gehalten; er bezieht sich auf Personen, die die Internetseite zur Kommunikation ihrer Not nutzen, wenn repressive Regime versuchen, den Kontakt zur Welt draußen abzuwürgen.

Twitter-Einträge mögen den Menschen außerhalb des Twitter-Universums also trivial erscheinen, doch die meisten Macher dieser Welt bewegen sich täglich auf der Internetseite, um sich zu vernetzen, über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden zu bleiben und für ihre Weltanschauung zu werben. Sich die Macht und Reichweite von Twitter nutzbar zu machen ist daher für die Maximierung des eigenen Einflusses auf die Welt unerlässlich.

Jedem, der Twitter zum ersten Mal begegnet, muss verziehen werden, wenn er die Seite verwirrend findet. Als ersten Eindruck erhalten viele Menschen eine Reihe nicht miteinander in Verbindung stehender Einträge, denen zu folgen schwierig ist und die noch schwieriger zu lesen sind, weil Abkürzungen und Symbole benutzt werden, die für den Uneingeweihten keinen Sinn ergeben. Eine kleine Anzahl an Regeln und verbreitete Gewohnheiten können die Seite für jeden weit zugänglicher machen. Und mit ein wenig Praxis beim Verschicken von Tweets können die Leute in Nullkommanichts von Anfängern zu erfahrenen Experten werden.

Regel 1: Alle Einträge sind auf ein Maximum von 140 Buchstaben begrenzt

Das Limit schließt die Leerstellen zwischen den Worten ein. Das bedeutet, dass die meisten Einträge aus rund zwei Sätzen bestehen. Viele würden gerne Links zu Online-Artikeln hinzufügen, also müssen 25 der Zeichen für Links freigehalten werden.

Trotz der Kürze feinden die Menschen, dass Twitter eine effektive Plattform ist, um mit velen Menschen gleichzeitig zu kommunizieren.

Regel 2: Folge Leuten, die du interessant findest

Im Allgemeinen sind Tweets für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich und jeder kann sehen, was alle andere tweeten, indem er auf der Profilseite einer Person nachsieht. Aber die einzigen Tweets, die in Ihrem Twitterfeed (der linken Spalte im obigen Diagramm) erscheinen, sind die von Personen, denen Sie folgen. Die meisten Ihrer Interaktionen werden mit diesen Personen stattfinden.

Eine Möglichkeit anzufangen besteht darin mit dem Hashtag-System (#) nach interessierenden Themen zu suchen. Twitter-User nutzen das #-Symbol, um in ihren Tweets Themen zu markieren. Wenn es also ein Thema zu Israel gibt, das Sie interessiert, sollten Sie nach #Israel suchen. Die Ergebnisse, zu denen sowohl proisraelische als auch antiisraelische Tweets gehören, würden so aussehen:

Die Ergebnisse erscheinen auf der linken Seite des Diagramms. Rechts bietet Twitter Vorschläge, welchen Personen Sie noch folgen könnten. Je mehr Sie tweeten, desto mehr Twitter kennen Ihre Interessen, also werden die Vorschläge gezielter. Keiner ist verpflichtet, Ihnen im Gegenzug zu folgen, aber in vielen Fällen werden die Leute das tun, besonders, wenn Sie Einträge zu ihren Interessenthemen schreiben. Personen mit gemeinsamem Interesse zu folgen ist einer der besten Wege, die Zahl derer zu vergrößern, die Ihnen folgen.

Eine weitere Art Personen zu finden, denen Sie folgen wollen, besteht darin, sich anzusehen, wer sonst den Personen folgt, die Sie interessant finden. Gefallen Ihnen zum Beispiel Tweets von HonestReporting, dann sehen Sie sich an, wer den Tweets von HR folgt und folgen Sie einigen von ihnen. Ein rascher Blick auf deren Profilseiten, und Sie werden wissen, ob Sie gemeinsame Interessen haben.

Und denken Sie daran: Nutzen Sie dien Hashtag #Israel, um Ihre Einträge zu markieren, damit andere sie finden können.

Sich der Unterhaltung anschließen

Haben Sie erst einmal auf Twitter Personen gefunden, die Ihre Interessen teilen, besteht der nächste Schritt darin, mit ihnen zu interagieren – entweder direkt oder indirekt. Die elementarste Form der Interaktion ist ein einfaches „retweet“.

Wenn Sie einen Eintrag sehen, von dem Sie denken, dass es für die Ihnen Folgenden nützlich sein würde ihn zu sehen, dann können Sie ihn retweeten, entweder, indem sie auf den retweet-Button innerhalb des Tweets klicken oder indem sie die Buchstaben RT an den Anfang schreiben und ihn erneut posten. Das dient als virtuelle Bestätigung der Nachricht und lässt die Ihnen Folgenden wissen, dass Sie sie unterstützen.

Je mehr Sie andere Personen retweeten, desto wahrscheinlicher werden Sie Ihnen den gleichen Gefallen tun und Ihnen erlauben, neben Ihren eigenen auch die ihnen Folgenden zu erreichen.

Finden Sie jemanden, mit dem Sie direkt kommunizieren wollen, dann können Sie ihm oder ihr eine direkte Nachricht schicken. Direkte Nachrichten sind nur zwischen Personen erlaubt, die einander folgen. Wenn Sie eine direkte Nachricht senden, kann nur der Empfänger sie sehen.

Eine sozialere Form der Kommunikation ist als @message bekannt. Dabei handelt es sich um eine öffentliche Nachricht, die sich an bestimmte Twitter-User wendet. Möchte jemand HonestReporting eine Nachricht auf öffentlichem Weg schicken, kann er oder sie die Nachricht mit @Honestreporting beginnen. HR würden dann per E-Mail auf die Nachricht aufmerksam gemacht und sie würde in der in den „Erwähnungen“ bei Twitter zu sehen sein.

Man kann einen offenen Dialog mit jemand anderem über @message eröffnen oder auf den Tweet eines anderen antworten. Wenn Sie die Antwort-Funktion benutzen, beginnt Twitter den Tweet automatisch mit einem @message, das sich an die Person richtet, der Sie antworten und informiert ihn oder sie von der Antwort.

Es gibt viele weitere Abkürzungen, die Sie in einem durchschnittlichen Tweet finden könnten, zusammen mit abgekürzt buchstabierten Wörtern, so dass die größte Zahl in die 140 Zeichen passt. Hier finden Sie eine Liste der üblichsten [englischen!] Abkürzungen.

Ein guter Überblick über die Grundprinzipien

Wie bei den meisten Dingen des Internets können alle Fragen, die bei der Nutzung von Twitter aufkommen, in der Regel beantwortet werden, indem man eine Google-Suche durchführt. Es ist auch relativ leicht, Twitter-Kurse auf YouTube zu finden.

Es gibt zwar viele andere, doch das Video unten erledigt eine exzellente Arbeit, die die Grundprinzipien von Twitter aufzeigt, während es Ihnen das Portal selbst zeigt. Es ist definitiv wert sich diese wenigen Minuten anzusehen, bevor man anfängt.

Und wenn Sie angefangen haben, vergessen Sie nicht HonestReporting und Media Backspin zu folgen, dem Twitter-Konto, das mit dem täglichen Blog von HonestReporting verbunden ist. [Die deutschen Übersetzungen finden Sie hier: https://twitter.com/#!/MedienBackspin] Und lassen Sie uns wissen, dass sie das gemacht haben. Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören.

Also: Gehen sie sie gleich auf www.twitter.com und eröffnen Sie ihr Twitter-Konto und fangen Sie an für Israel zu twittern!

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Eine Bitte:
Wer zu den gefundenen englischen Links (Texte, Bilder, Video) entsprechende deutsche findet, bitte in den Kommentaren einstellen!


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