Archive for the ‘Chaoten / Anarchisten’ category

Robert Fisk identifiziert sich mit Terroristen

18. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juni 2013

Keine Ahnung, warum Robert Fisk sich nun auf das Newseum einschießt. Das in Washington beheimatete Medienmuseum hatte mit seiner Entscheidung, neben gefallenen Journalisten auch palästinensische Terroristen zu ehren, Empörung ausgelöst.

Newseum lenkte ein und das Programm lief ohne eine Erwähnung der Hamas-Kameraleute Mahmoud Al-Kumi und Hussam Salama ab (vor einem Monat). Die beiden starben während des letztjährigen Gaza-Konflikts bei einem israelischen Luftangriff.

In Blogger-Dimensionen gedacht handelt es sich hier um einen großen Zeitraum, aber Fisk hat zur Kontroverse doch noch etwas beizutragen. Der Independent-Kolumnist schreibt:

Wenn man in der Datenbank der Organisation nach den Namen Salama und Al-Kumi sucht, erhält man die Auskunft “Journalist nicht gefunden”, sagt er. Das “Newseum” hat sie ein zweites Mal getötet.

Fisk setzt also Verbrecher und Terroristen mit sich selbst gleich. Es wäre nicht das erste Mal, dass er so vorging. 2001 schrieb Fisk, nachdem er von afghanischen Flüchtlingen beinahe totgeschlagen worden war:

Und ich wiederhole: Wenn ich ein Afghane im Flüchtlingslager gewesen wäre, hätte ich genau so auch gehandelt. Ich hätte Robert Fisk angegriffen. Oder jeden anderen Westler, der mir begegnet wäre.

Fisk ist so weltoffen, dass er seinen Verstand aufgibt. (Bild via Flickr/mohamedn)

Journalisten und NGOs ziehen in einer geschlossenen Facebook-Gruppe über Israel her

29. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 29. Mai 2013

Nach der Veröffentlichung des Al-Dura-Reports durch die israelische Regierung berichtet die Online-Zeitung Washington Free Beacon über eine geschlossene Facebook-Gruppe, in der Journalisten und so genannte Funktionäre für “Menschenrechte” eine antiisraelisches Online-Hasskampagne gestartet haben:

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Auslandskorrespondenten, bekannt als „Vulture Club“, spotteten Journalisten und Aktivisten über den Report, griffen die IDF an und behaupteten, dass pro-israelische Lobbyisten die Medienberichterstattung manipulieren würden.

Peter Bouckaert, ein hochrangiger Funktionär von Human Rights Watch, wies den Bericht als “typische IDF Lügen” zurück.

“Wie üblich dauert es bei denen lange Zeit, bis sie die Unwahrheit konstruiert haben”, so Bouckaert.

Heftig kritisierte Bouckaert auch die New York Times wegen ihrer Berichterstattung über den Report.

“Es ist wirklich kein guter Journalismus, dies abzuschreiben, so, als ob ginge es hier um glaubhafte Vorwürfe, dabei handelt es sich aber um Lug und Trug“, schrieb er.

Auch Korrespondenten zahlreicher anderer Medien, darunter Associated Press und AFP, trugen dick auf.

“Die Lobby verwendet all ihre Kraft und ist in der Lage, sich zu ihrem Vorteil in die meisten englischsprachigen Zeitungen [sic] und in die NY Times reinzudrängen“, schrieb ’El Mundo’-Reporter Javier Espinosa. “Israelische Botschaften nutzen ihre Kontakte zu diesen Zeitungen und erteilen ihre Erlaubnis für die Veröffentlichungen der Informationen.”

“Dies führt zu noch mehr Unglaubwürdigkeit der Medien und zu noch mehr Verschwörungstheorien, da wir als Propagandasprachrohre missbraucht werden“, fügte Espinosa hinzu.

Der Fotojournalist Jerome Delay von Associated Press (AP) schrieb: “Die IDF glaubt zum Beispiel, dass die Erde flach ist.”

Den vollständigen Artikel und den Facebook-Thread bitte hier lesen. Die Webseite der Gruppe um Peter Bouckaert kann man hier aufspüren.

Palästinensische Brandbombenwerfer nutzen Journalisten als menschliche Schutzschilde

27. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2013

Unten ein sehr aufschlussreiches Video, das Palästinenser dabei zeigt, wie sie Brandbomben auf israelische Soldaten werfen und sich dann hinter Reportern verstecken.

Man kann nicht genau erkennen, wann und wo das Video gedreht wurde, aber The Commentator hat es gestern auf YouTube eingestellt.

Diese Brandbomben werfenden Palästinenser nutzen eindeutig die Anwesenheit der Reporter aus. Man könnte es auch “Kollateralschäden sind zu erwarten” nennen.

Wir alle wissen, wem man die Schuld zuschreiben wird, wenn ein ausländischer Reporter verletzt wird, der solch einen Zusammenstoß filmt.*

———
*Abgesehen davon scheinen sich die Reporter nicht so ganz unfreiwillig bei den radikalen Palästinensern aufzuhalten: von ihrer Position aus gesehen geht es ihnen allein darum, die Reaktion der IDF-Soldaten zu dokumentieren. Würden sie von der gegenüberliegenden Seite aus filmen, sähe man noch besser, wie viele Palästinenser an diesen Gewaltakten beteiligt sind, was wahrscheinlich nicht im Interesse dieser Journalisten ist.

Die meisten der hier agierenden Reporter sind Palästinenser und dienen als so genannte Stringer (Freie Mitarbeiter) für westliche Medien/Nachrichtenagenturen (bd).

Selbstbestimmung: Zustimmung der Juden nicht zwingend erforderlich?

12. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 11. März


In seinem NY Times Opinionator Blog versucht Professor Joseph Levine in einem verquasten 2.052 Wörter starken Aufruf zu erklären, warum es nicht antisemitisch sei, Israels Existenzrecht zu hinterfragen.

Levine argumentiert freundlich genug, zu „gönnen“, dass die die Juden ein Volk wären, und dass Selbstbestimmung nicht alles wäre (bis es durch die Palästinenser erledigt wäre); und dann kommt er zu dem Schluss, dass “die grundsätzliche Idee eines jüdischen Staates undemokratisch ist.”

Hillel Neuer entlarvte die Philosophie des Professors in einem wichtigen Textteil, der nur 32 Worte lang ist:

Levine nimmt es als gegeben an, dass die arabischen Palästinenser einen natürlichen Anspruch zum gleichen Recht auf Selbstbestimmung hätten und er gleichzeitig so schnell damit bei der Hand ist, das den Israelis und Juden zu verweigern.

Auch wenn Levine Jude ist, scheint seine Ansicht im Widerspruch zum US-Außenministerium und der Definitionen zu Antisemitismus der EU zu stehen.

Veganer besprechen Burger: Sunday Times zu Reiseführer für Israel

11. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 11. März

Was dachte sich die Sunday Times eigentlich dabei, Anthony Sattin eine kurze Buchbesprechung zu einem neu erschienenen Reiseführer für Israel schreiben zu lassen?

Auch wenn Sattin Reiseschriftsteller ist: diesen selbsternannten Israelkritiker den Israel Baedeker Guide besprechen zu lassen ist etwa so, wie wenn man ein Mitglied von People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) losschickte, ein neues Steak- oder Burger-Restaurant zu testen.

Sattin war Unterzeichner eines offenen Briefes an den ehemaligen britischen Premierminister Gordon Brown in der Times vom 1. Dezember 2009, der Unterstützung für den berüchtigten Goldstone Report forderte, in dem Israel beschuldigt worden war, während der Operation Gegossenes Blei “Kriegsverbrechen” begangen zu haben.

Dass Sattin Israel gegenüber feindselig eingestellt ist, zeigt sich in seiner kurzen, aber extrem politisch eingefärbten Rezension:

Israel hat sich über viele Jahre hinweg nach Kräften bemüht, seine Besetzung palästinensischer Gebiete zu etablieren, was die UNO und auch unser Land abgelehnt haben. Baedeker scheint sicht dessen nicht bewusst zu sein, wenn er die palästinensischen Gebieten in seinem neuen Führer miteinbezieht.

Nirgendwo auf dem Buchumschlag wird das Wort Palästina erwähnt. Im Buch selbst wird uns gesagt, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels sei, etwas, das für viele Staaten neu ist, die ihre Botschaften in Tel Aviv haben. Die Karte bestätigt diese Annexion: Ramallah, Heimat der Palästinensischen Autonomiebehörde, müsste eigentlich auch als Hauptstadt gekennzeichnet werden. Stattdessen wird sie als “Sitz der Verwaltung” bezeichnet.

Der einzige Palästinenser, der in einer Reihe von 17 berühmten Persönlichkeiten aufgeführt wird, ist Yasser Arafat – was aber ist mit Edward Saïd, Hanan Ashrawi oder Raja Shehadeh, dem Orwell-Preisträger? Dies und viele andere scheinbar nebensächliche Fehler machen Palästina zu Israel in einer Weise, die den Zionisten in die Karten spielt, hat aber nichts damit zu tun, was einen guten Reiseführer auszeichnen sollte, nämlich eine verlässliche und ausgewogene Übersicht vorzulegen.

Mit dem Seitenhieb gegen “Zionisten” am Ende: Ist das wirklich eine Bewertung für einen Reiseführer oder nur ein Vorwand für Angriffe auf Israel?

Leider ist dies nicht das erste Mal, dass die Besprechung eines Reiseführers zum Werkzeug für antiisraelischen Aktivismus mutierte. Erst im September 2012 führte eine Rezension in The Times, dem Schwesterblatt der Sunday Times, für eine Kreuzfahrt nach Israel dazu, dass die israelische Tourismusindustrie davon alles andere als profitieren konnte.

Zeigt dies einen sich abzeichnenden Trend und Schwerpunkt, den die von Hass erfüllte Boycott, Sanctions and Divestment (BDS)-Bewegung für sich entdeckt hat?

Toronto Star: Tagesdosis moralischer Äquidistanz

29. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 29. Januar 2013

Ich stimme zu, dass man bezüglich der UN-Frage, ob Israel, die USA oder Großbritannien bewaffnete Drohnen* brauchen, geteilter Meinung sein kann. Aber dieser Aufmacher im Editorial des  Toronto Star ist wirklich so etwas von daneben.

Wie würden sich die Amerikaner fühlen, wenn ein anderes Land eine Drohne in die Straßen von New York City startete, um einen Feind zu töten? Dies ist wohl eine weit hergeholte Annahme.

Weit hergeholt?

Al-Qaida hat bereits bemannte Fluggeräte über den Straßen von New York City benutzt, um zwei Wolkenkratzer zu zerstören. Wir nennen es 9/11.

Wie würde sich der Toronto Star fühlen, wenn Terroristen Flugzeuge als Raketen in den Straßen von Toronto einsetzten?

(Foto via YouTube/MysticalGrooveWTC)

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*Wie weit die radikalpazifistische Verblödung in dieser Frage mittlerweile fortgeschritten ist, bewiesen Birgit Kolkmann und manche ihrer Adepten in der dradio-Sendung „2254“ am gestrigen Montag, als die Einführung von Kampfdrohnen bei der Bundeswehr diskutiert wurde: http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2013/01/29/drk_20130129_0505_52415988.mp3

Die Wahrheit noch mehr verdrehen: Haaretz und IDF-Untersuchungen bei Soldaten

2. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 2. November 2012

Simon Plosker, Chefredakteur von HonestReporting

Anfang Oktober 2012 brachte Haaretz einen Bericht mit folgender verstörenden Schlagzeile:


Professor Asa Kasher (Abbildung links), israelischer Preisträger und Autor des Code of Ethics der IDF, hätte nach Darstellung von Haaretz den Standpunkt vertreten, dass

…medizinische Experimente an Soldaten wünschenswert und auch gerechtfertigt sind. Kascher erklärte, dass “die Beteiligung von eingezogenen oder Reservedienst leistenden Soldaten an medizinischen Versuchen im militärischen Rahmen zum Zwecke der Schlagkraft oder deren Aktivierung durchgeführt werden muss. Im Fall eines medizinischen Versuchs dürfen nur Gesichtspunkte zur Stärkung der Schlagkraft in Erwägung gezogen werden. Das Ziel eines medizinischen Versuchs muss [allein] dem Wohle der Soldaten dienen.”

Kurze Zeit nach Aufdeckung des unprofessionell und unethischen Stücks Journalismus von Haaretz, das in verfälschender Weise die Ergebnisse einer Umfrage als Beleg für israelische Apartheid uminterpretierte, schrieb Professor Kasher uns (HonestReporting) an, um seine eigenen Erfahrungen mit Haaretz zu schildern:

Vor wenigen Wochen erschien in Haaretz ein “Bericht” eines gewissen Chaim Levinson, der mir die Behauptung in den Mund legte, dass die IDF Experimente an Soldaten vornehmen würde, wenn es denn zum Wohle des Militärs wäre. Damit zog er sofort die Aufmerksamkeit der Haaretz-Freunde auf sich – auf einer palästinensischen Webseite wurde dies mit einem Foto von Nazi-Medizinern goutiert.

Zunächst wurde dies ohne Rücksprache mit mir veröffentlicht, da Haaretz nicht in der Lage gewesen sei, mich zu kontaktieren, wie sie behaupteten. Das war eine glatte Lüge, da ich, wie üblich, immer leicht zu erreichen gewesen wäre. Ich schickte ihnen eine Richtigstellung zu, die sie nicht veröffentlichten. Nachdem ich protestierte, baten sie mich um eine Stellungnahme und veröffentlichten diese. In meiner Antwort wies ich ihre Behauptungen entschieden zurück und teilte den Lesern mit, dass sie mich bezüglich der Dokumente kontaktieren könnten und selbst nachvollziehen sollten, wie Haaretz lügt. Viele folgten diesem Aufruf und waren schockiert, nachdem sie den riesengroßen Unterschied zwischen [meiner (bd)] Dokumentation und dem “Bericht” realisierten.

Das Dokument [erhältlich mittels E-Mail-Anfrage an Professor Kasher hier] handelte von einer ethischen Diskussion über medizinische Versuche, die Soldaten miteinschließt. Ich erstellte es auf Antrag eines Bezirksgerichtspräsidenten. Dabei führte ich eine lange Reihe von Bedingungen an, die als Vorraussetzung für medizinische Untersuchungen dienen müssen und den Soldaten ethisch korrektes Verhalten vorschreiben. Die Bedingungen stützen sich auf medizinische Ethik, wissenschaftlich-medizinische Versuche unter ethischen Bedingungen und militärischer Ethik. Mein Dokument listet zahlreiche Voraussetzungen auf.

Der Reporter nahm sich ein Beispiel davon heraus, stellte es verzerrt dar und präsentierte es als Fakt. Ich habe gesagt, dass “zum Wohl des Militärs” das Wohl der Soldaten in ihrer Individualität betrifft. Und ich erwähnte dies neben den notwendigen Bedingungen. Haaretz stellte dies so dar, als wäre es allein schon ausreichend.

Obwohl mein Dokument seitdem öffentlich einsehbar ist und ich den Bericht zurückgewiesen hatte, haben Haaretz und deren Reporter sich geweigert (Wer ist dort übrigens – nebenbei gesagt – nicht Reporter für medizinische oder militärische Fragen, sondern vielmehr Reporter für Siedlungsthemen…), den Text umzuformulieren und sich selbstverständlich auch nicht entschuldigt.

Im Lichte dieses jüngst offenbarten Verhaltens stellt sich die Frage: „Warum sind wir davon nicht überrascht?“


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