Archive for the ‘Araber’ category

CNN gibt Sharon Schuld an Massaker

18. Januar 2014

HonestReporting Media BackSpin, 15. Januar 2014

Im Clip unten vom 12. Januar 2014 interviewed die CNN-Moderatorin den Reporter Mohammed Jamjoom, der aus dem CNN-Studio Beirut über die arabischen Reaktionen auf Ariel Sharons Tod berichtet. Während Jamjoom erwähnt, dass Sharon “indirekt verantwortlich sei” für die Massaker von Sabra und Shatila im Jahr1982, geht er nicht einmal darauf ein, dass die eigentlichen Täter libanesische christliche Falangisten waren.

Ein Filmausschnitt zeigt Jamjooms Besuch in den Flüchtlingslagern, wo – welch’ Überraschung – Hinterbliebene von 1982 die Schuld allein dem “Kriegsverbrecher” Sharon zuschreiben.

Bildunterschriften am unteren Rand des Bildschirms tun nichts, um die Vorstellung zu entkräften, dass Sharon das Massaker selbst angeordnet haben könnte:

„Araber geben Sharon die Schuld an Massaker in libanesischen Flüchtlingslagern.

„Hunderte getötet in den libanesischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila im Jahr 1982“

und am schlimmsten :

“Ein israelischer Untersuchungsausschuss  gab Sharon die Verantwortung für die Massaker von 1982

Diese letzte Bildunterschrift täuscht ganz bewusst.

Von den Arabern, deren Aussagen als Bildunterschriften genutzt wurden sowie der Berichterstattung Jamjooms erhält der schlecht informierte TV-Zuschauer die falsche Botschaft laut und deutlich – Ariel Sharon hat persönlich ein Massaker begangen.

Große Momente der plausiblen Möglichkeit etwas abzustreiten nach Art der Hisbollah

3. September 2013

Pesach Benson, HonestReporting.com, 3. September 2013

Die Hisbollah sagt, sie werde aus  Syrien gegen Israel Vergeltung üben, wenn der Westen interveniert. Naharnet griff arabische Medienberichte auf.

Die Quelle sagte, die Hisbollah wolle den Libanon nicht in die „militärische Initiative“ involvieren, die auszuüben sie sich entschied.

Großartige Idee. Dann kann die IDF einen Präventivangriff auf die Hisbollah von Syrien, der Türkei oder vielleicht sogar dem Irak aus führen, damit Israel nicht auch in dieses Schlamassel verwickelt wird.

IDF mit neuer Info-Website zur Hisbollah

18. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juli 2013

Die IDF hat offiziell eine neue Webseite eingerichtet, die über Terror und Ideologie der Hisbollah informiert.

Die neue Website liefert eine Vielzahl von Informationen über die libanesische Terrororganisation, einschließlich ihrer Entstehungsgeschichte, Ideologie, Führung und kriminelle Aktivitäten. Sie berichtet über die Aktivitäten der Hisbollah im Libanon und in Syrien, ihre Anschläge gegen Israel sowie ihren Terroranschläge und Beteiligung an anderen Verbrechen im Ausland.

“Die Hisbollah ist einer der aktivsten Terrororganisationen weltweit und hat erfolgreich ein globales Terror-Netzwerk aufgebaut. Die lange Liste der Verbrechen umfasst Selbstmordanschläge, Flugzeugentführungen, Morde, Waffenschmuggel und Raketenangriffe auf Zivilisten”, so zu lesen auf der neuen Webseite.

Das Datum der Webseitenfreischaltung ist nicht zufällig: in diesem Monat jährt sich die Vereitelung eines Hisbollah-Anschlages auf Zypern; 7 Jahre zuvor führte die Hisbollah einen Anschlag auf israelischem Gebiet durch (an der Nordgrenze), der zum zweiten Libanonkrieg führte; und weiterhin kämpfen Hisbollah-Milizen im syrischen Bürgerkrieg an der Seite des Assad-Regimes.

Besuchen Sie die Info-Webseite der IDF zur Hisbollah hier.

Muslimbruderschaft mit Fotofälschung

12. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 12. Juli 2013

Abbildung: Die Facebook-Seite der ägyptischen Partei für Freiheit und Gerechtigkeit (FJP) – dem politischen Arm der Muslimbruderschaft – stellte alte Fotos ein, die in Syrien getötete Kinder zeigen.

Dazu ist auf der Webseite von Al Arabiya zu lesen (Hervorhebung durch uns):

Die Muslimbruderschaft wird grober Täuschung in ihren Fernsehausstrahlungen und Sozialen Medien beschuldigt, darunter einiger Darstellungen, die von einem Leser als „faustdicke Lüge“ angeprangert wurden.

Sowohl die Mainstream-Medien als auch Soziale Medien wie Facebook und Twitter wurden während der Unruhen zu Schlachtfeldern zwischen den gegnerischen Seiten, was zum Sturz von Mohammad Mursi in Ägypten geführt hatte.

Kritiker verweisen auf Fälschungen durch Medien, die mit der Muslimbruderschaft kooperieren, während der Vorwurf der Voreingenommenheit gegen Al Jazeera fallen gelassen wurde, aber auch andere wie Al Arabiya und CNN wegen ihrer Berichterstattung angegriffen worden waren.

In einem der dreistesten und bedenklichsten Fälle zeigt die ägyptische Partei für Freiheit und Gerechtigkeit (FJP) – der politische Arm der Muslimbruderschaft – Bilder von Kindern, die in Syrien getötet worden waren – mit der Behauptung, sie wären Opfer der jüngsten Unruhen in Ägypten.

Kommt uns bekannt vor, oder? Es ist nicht das erste Mal, dass Bilder von toten syrischen Kindern missbraucht wurden.

Zu Beginn der Operation Säule der Verteidigung im Jahr 2012 twitterte der palästinensische Journalist/Aktivist Hazem Balousha ein bewegendes Foto eines Mädchens auf einer Tragbahre, das angeblich bei einem israelischen Luftangriff verletzt worden war.

BBC-Reporter Jon Donnison war beeindruckt und sorgte für die Verbreitung des Fotos. Aktivisten entdeckten jedoch, dass das Foto in Wirklichkeit einen Monat vor Kriegsbeginn in Syrien aufgenommen worden war.

Dies veranlasste HonestReporting,  Donnison eine Auszeichnung für den unaufrichtigsten Reporter des Jahres 2012 zu verleihen. Wie viele andere werden dieser speziellen Form besonders grober Fauxtography noch auf den Leim gehen?

Unterschlagung der Existenz Israels im Film: Es mit den Paramount Studios aufnehmen

2. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 2. Juli 2013

Es begann mit einem Artikel in der Times of Israel (TOI) über den neuen Horrorfilm World War Z. In diesem Beitrag wird beschrieben, dass ein Großteil des Filmes in Israel spielt (obwohl er in Wirklichkeit an anderer Stelle gedreht worden war.) Israel kommt im Film gut weg, doch im Artikel selbst fiel uns etwas auf: wenn der Film in der Türkei gezeigt wurde, war das Wort “Israel” in den Untertiteln herausgenommen und durch die türkischen Begriffe für „Nahost“ ersetzt worden.” TOI zufolge wurde der Film mit den Untertiteln direkt von Paramount freigegeben.

Mit anderen Worten: Paramount hat einen Horrorfilm gedreht und fürchtete, dass das Wort “Israel” für das überwiegend islamische Publikum eine Zumutung wäre. Sie hatten kein Problem damit, mit der Imagination von Menschenfleisch fressenden Zombies zu hantieren, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, aber dass es ein real existierendes Land namens Israel gibt, kam ihnen nicht in den Sinn.

Das Video wurde von HonestReporting erstellt.

Während wir sonst darum bitten, E-Mails an Nachrichtenmedien zu schreiben, um auf verfälschende Artikel hinzuweisen, haben wir diesmal vorgeschlagen, dass die Leser auf die Facebook-Seite von Paramount Pictures gehen, um dort Kommentare gegen die Entfernung des Wortes Israel zu schreiben.

Mit einer erstaunlichen Resonanz.

Die Paramount-Seite ist voll mit Einträgen von Menschen, die darauf Bezug nehmen und Einspruch gegen die Entfernung des Wortes Israel erheben. Sonst erschienen jedes Mal Unmengen von Kommentaren, wenn Paramount etwas postete, selbst wenn es um andere Filme ging.

Paramount mag darauf spekuliert haben, dass niemand von ihrem peinlichen Versuch Notiz nehme, Ärger bei einem bestimmten Publikum zu vermeiden, indem sie antiisraelischen Stimmungen nachgibt. Ihr Verweis auf die Substitution von Nahost für Israel als “regional bedingter Übersetzung“ lässt sie unprofessionell erscheinen. Aber wir können uns vorstellen, wie Paramount sich wohl fühlen würde, wenn ihre komplette Facebook-Seite von Menschen vereinnahmt werden würde, die sich über diese Causa beschweren.

Dieser Fall zeigt, wie soziale Medien einer mobilisierten Gruppe die Möglichkeit geben können, aufzustehen und sich Gehör zu verschaffen. Antiisraelische Verfälschungen gibt es nicht nur in den traditionellen Medien. Sie bahnen sich ihren Weg in allen denkbaren Facetten, besonders in der Populärkultur.

Umso mehr Grund dafür, dass diejenigen, die sich für Israel einsetzen, wachsam bleiben und schnell auf Fälle wie diesen reagieren. Große zahlenmäßige Beteiligung kann zu einem mächtigen Statement werden.

Alle, die dazu Kommentare geschrieben haben, machten einen guten Job. Bleibt nur auf die Einsicht von Paramount zu hoffen, dass, wenn sie Änderungen vornehmen, um eine bestimmte Gruppe nicht zu vergrätzen, sie unvermeidlich eine andere Gruppe angreifen, was sehr schade ist, weil nach Meinung vieler Beiträge zum Film Israel in einem sehr positiven Licht gezeigt werden soll.

Hat die Hisbollah Giftgas eingesetzt?

20. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juni 2013

Hinweis: Der von mir (bd) übersetzte Text ist Teil des Israel Daily News Stream vom heutigen Donnerstag (oberer Abschnitt)

Die Hisbollah wird beschuldigt, Giftgas eingesetzt zu haben. Dazu die Freie Syrische Armee gegenüber Al Arabiya:

Die Ortschaft Zamalka bei Damaskus wurde gezielt mit chemischen Waffen angegriffen, wobei mehrere Menschen umkamen und weitere Erstickungsanfälle erlitten, so die Aussage der oppositionellen Aktivisten.

Bisher wurde das von keiner unabhängigen Stelle verifiziert. Hat die Hisbollah nun den Zugang zu chemischen Waffen und ist sie technisch in der Lage, Massenvernichtungswaffen einzusetzen? Und sind die Rebellen mittlerweile so verzweifelt, dass sie Israel mit einer Lüge in den Konflikt hineinziehen wollen?  Oder was sonst? Das könnte heikel werden…

’Gemäßigt’ ist in Nahost ein schwammiger Begriff – fragen Sie mal bei Assad* nach

18. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juni 2013

Denken wir zurück an das Jahr 2000, als Baschar al-Assad Präsident von Syrien wurde. Da gab es Schlagzeilen wie diese von AP:


Laut CNN fand Assad Junior Gefallen an Windsurfen und Internet:


Die New York Times bezeichnete ihn als “schüchternen jungen Mediziner”, als einen “Mann der leisen Töne, schlaksigen Bachelor und Computerfreak.”


Heute sind wir schlauer.

Vielleicht sollten die internationalen Medien über die weit verbreitete Beschreibung des neu gewählten iranischen Präsidenten Rohani als “Moderaten” oder “Reformer”, wie bei PBS praktiziert, nachdenken:


Leider handelt es in Nahost bei ‘moderat’ oder ’gemäßigt’ um sehr schwammige Begriffe.

=====
*Dies gilt selbstverständlich auch für Verharmlosungen bei der Beschreibung von Terroristen in der Anti-Assad-Koalition, wenn von Rebellen, Aufständischen oder gar gänzlich euphemisierend Oppositionellen die Rede ist (bd).

BBC gibt Gummi für palästinensische Stänkereien

16. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 16. Juni 2013

Man kann immer davon ausgehen, dass jede positive Entwicklung in Jerusalem, ob in den Bereichen Verkehr, Tourismus oder ähnlichem, mit einer negativen palästinensischen Antwort kommentiert wird. Und man kann stets mit der BBC rechnen, wenn es gilt, aus einer positiven Geschichte eine negative zu machen, um palästinensischen Beschwerden Auftrieb zu geben.

So auch bei einer zweitägigen Veranstaltung in Jerusalem, bei der Formel-1-Rennwagen während ihrer Fahrt durch die Straßen von Jerusalem präsentiert wurden, zur Freude von tausenden Zuschauern. Angekündigt als “Peace Road Show” bot es die Chance, Politik einmal als Nebensache zu sehen und Israelis, Palästinensern in Ostjerusalem und Touristen aus aller Welt Gelegenheit zur Entspannung zu geben.

Diese BBC-Schlagzeile erzählt jedoch eine andere Geschichte:


Tatsächlich gab es einige Kontroversen – vor allem wegen der Bedenken weniger Jerusalemer Einwohner bezüglich der Auswirkungen der Sperrung von Hauptverkehrsstraßen im Zentrum, zusammen mit Kosten- und Umweltfragen.

Für die BBC jedoch stellte sich die Kontroverse so dar: “Palästinensische Offizielle betrachteten es [das Formel-1-Event] als israelischen Versuch, die Herrschaft über die umstrittene Stadt zur Schau zu tragen.”

Nach einem Interview mit dem Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat kam die BBC dann zu folgendem Schluss:

“Die Israelis versuchen alles, um ihre eigene Agenda durchzuziehen, unter anderem auch mittels Sport”, sagte der PA-Gouverneur von Jerusalem, Adnan Husseini.

“Sie wollen damit zeigen, dass die Jerusalem-Frage gelöst ist und Frieden sowie Stabilität herrschen. Aber in Wirklichkeit stimmt das nicht. Das ist keine Tatsache.”

Da es sich in Nir Barkat um den gewählten Bürgermeister mit Haushaltsrecht für ganz Jerusalem handelt, stellt sich die Frage, wer dieser „PA-Gouverneur von Jerusalem“ eigentlich ist.

Die BBC unterschlägt den Hinweis, dass es sich bei Adnan Husseinis Titel allein um eine Beifügung handelt, mehr nicht. Die PA übt in Jerusalem keine Macht aus und sein Titel dient lediglich dazu, den Mythos eines palästinensischen Jerusalem weiter zu pflegen.

Die Familienmitglieder des Autors dieses Artikels (Simon Plosker / HonestReporting) waren bei dem Formel-1-Event in den Straßen Jerusalems als Zuschauer anwesend. Während sie die Fahrzeuge fotografierten, machten sie keine Aufnahmen von den vielen Arabern ringsum. Warum nicht? Da es für Israelis offensichtlich ganz normal ist, zusammen mit Arabern in Jerusalem zu leben.

Auch wenn die BBC das gemischte Publikum nicht ausließ: wäre das nicht eher die Aussage einer Wohlfühl-Story gewesen statt eines weiteren Versuchs, alles in der Region durch das schmale Prisma des Konflikts zu sehen?

News zu Israel und Nahost am 6. Juni 2013

6. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 6. Juni 2013

Alles, was Sie über die heutige Berichterstattung zu Israel und Nahost wissen sollten. Auch bei Facebook.

Die heutigen Top-Themen

1. Syrische Soldaten und Rebellen kämpfen um die Kontrolle beim israelischen Grenzübergang Kuneitra. Heute Morgen übernahmen die Rebellen die Kontrolle, aber die Armee eroberte den Grenzübergang zurück. Dort wurden die UN-Truppen abgezogen. Die Schlacht hielt während dieses Postings noch an. Kuneitra ist der einzige Grenzübergang zwischen Israel und Syrien.

2. Die IDF stellte eine neue Kompanie auf, die israelische Soldaten beim Kampfeinsatz filmen soll. Die Jerusalem Post zitierte IDF-Sprecher und Brigadegeneral Yoav Mordechai anlässlich einer Ansprache an die Soldaten bei einer Zeremonie, in der er das Ziel für die Bedeutung ihrer Arbeit herausstellte:

“Neben den militärischen Erfolgen spielt die Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Man kann den Kampf gewinnen, ihn aber auch [im Kampf um die öffentliche Wahrnehmung] verlieren.”

3. Präsident Obama ernannte Samantha Power zur Botschafterin bei den Vereinten Nationen. The Lede nimmt Bezug auf eine israelische Leiche in ihrem Keller, aber einige schwergewichtige Unterstützer Israels, darunter Senator John McCain, Joe Lieberman und Alan Dershowitz, gaben The Cable gegenüber an, dass sie sich [zum Positiven (bd)] gewandelt habe, und dass Powers Ansichten zu Menschenrechten und Interventionen eine sehr gute Chance bedeuteten, die UN wachzurütteln.

Israel und die Palästinenser

JTA: In der südfranzösischen Stadt Belfort soll ein Platz nach Yasser Arafat benannt werden:

Belforts Bürgermeister Etienne Butzbach bemerkte in einem am Montag in der Online-Ausgabe der Lokalzeitung L’alsace veröffentlichten Artikel, dass die Hommage an Arafat “im Zusammenhang mit dessen Unterzeichnung der Osloer Abkommen erfolgt.”

Butzbach, ein Sozialist, reagierte damit auf Proteste jüdischer Vertreter der Stadt, die anmerkten, dass die Ehrung Arafats einer Zustimmung für Terror gleichzusetzen wäre. Belfort hat bereits einen seiner öffentlichen Plätzen nach dem ermordeten israelischen Premierminister Yitzhak Rabin benannt.

• Lesenswert: Happy Israel: Warum die Zeit für den jüdischen Staat arbeitet.

• Kolumnistin Trudy Rubin im Philadelphia Inquirer mit Überlegungen zum Friedensprozess.

Arabischer Winter

• US-Geheimdienste gehen davon aus, dass nun drei russische Kriegschiffe im Mittelmeer mit Waffen für Syrien unterwegs sind, darunter wahrscheinlich S-300-Raketen. CNN mit Details.

Will sich die Hisbollah auf den syrischen Golanhöhen breitmachen?

Saudi Gazette mit einem demaskierenden Leitartikel zur Rolle der Hisbollah.

Die Hisbollah wird nicht mehr überzeugend als Verfechter der arabischen Sache darstellen können. Sie wird nicht mehr vorgeben können, dass ihre Leute für den Rest der arabischen Welt sterben.

Irland führt eine Gruppe von EU-Ländern an, die sich gegen eine Listung der Hisbollah als terroristische Vereinigung stellen.

• Weitere Kommentare und Analysen siehe NY Times, McClatchy News, Tablet und Daily Star.

Palästinensische Brandbombenwerfer nutzen Journalisten als menschliche Schutzschilde

27. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2013

Unten ein sehr aufschlussreiches Video, das Palästinenser dabei zeigt, wie sie Brandbomben auf israelische Soldaten werfen und sich dann hinter Reportern verstecken.

Man kann nicht genau erkennen, wann und wo das Video gedreht wurde, aber The Commentator hat es gestern auf YouTube eingestellt.

Diese Brandbomben werfenden Palästinenser nutzen eindeutig die Anwesenheit der Reporter aus. Man könnte es auch “Kollateralschäden sind zu erwarten” nennen.

Wir alle wissen, wem man die Schuld zuschreiben wird, wenn ein ausländischer Reporter verletzt wird, der solch einen Zusammenstoß filmt.*

———
*Abgesehen davon scheinen sich die Reporter nicht so ganz unfreiwillig bei den radikalen Palästinensern aufzuhalten: von ihrer Position aus gesehen geht es ihnen allein darum, die Reaktion der IDF-Soldaten zu dokumentieren. Würden sie von der gegenüberliegenden Seite aus filmen, sähe man noch besser, wie viele Palästinenser an diesen Gewaltakten beteiligt sind, was wahrscheinlich nicht im Interesse dieser Journalisten ist.

Die meisten der hier agierenden Reporter sind Palästinenser und dienen als so genannte Stringer (Freie Mitarbeiter) für westliche Medien/Nachrichtenagenturen (bd).

Medizinische Versorgung für Terroristen

4. April 2013

HonestReporting Media BackSpin, 4. April 2013

Die Medien waren kürzlich voll mit Geschichten wie dieser über einen palästinensischen Häftling in Sicherheitsverwahrung, der in einem israelischen Gefängnis an Kehlkopfkrebs gestorben war. Während die Medien jede Menge Zeit dafür aufbrachten, palästinensische Offizielle zu zitieren, die Israel für seinen Tod verantwortlich machten und detailliert über deren Wut wegen seines Ablebens berichteten, haben einige wichtige Fragen noch immer nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zukommt.

1) Speziell der Häftling Maysara Abu Hamdiya saß eine lebenslange Haftstrafe wegen versuchten Massenmordes ab. Er war General der palästinensischen Sicherheitskräfte (jawohl, jener paramilitärischen Einheit, die durch internationale Spenden zur Stützung des “gemäßigten” Regimes der Palästinensischen Autonomiebehörde finanziert wird).  Offenbar schickte General Hamdiya einen jungen Mann mit einer Bombe in nein Jerusalemer Cafe mit der Order, so viele Menschen wie möglich umzubringen. Gott sei Dank zündete die Bombe nicht, der General wurde erwischt und verhaftet. Tragischerweise wurden bei ähnlichen Anschlägen während der zweiten Intifada mehr als tausend Israelis getötet.

2) Obwohl er wegen des Mordversuchs an dutzenden israelischer Cafebesucher inhaftiert wurde, erhielt Hamdiya (wie Tausende andere Palästinenser) medizinische Versorgung in einem israelischen Krankenhaus. Die meisten Leute wissen nichts über viele palästinensische Zivilisten, die in israelischen Krankenhäusern behandelt werden (was zu einem Großteil von israelischen Steuerzahlern bezahlt wird.) Jeden Tag ermöglicht Israel den Zugang von Menschen aus Gaza, die in den ausgezeichneten medizinischen Einrichtungen in Israel behandelt werden. Man kann das als Argument dafür sehen, wie großzügig Israel handelt.

Aber in diesem Fall handelt es sich um einen tatsächlichen Terroristen, der Israelis ermorden wollte und dennoch Zugang zu medizinischer Versorgung in Israel erhielt. Der lautstark in den Schlagzeilen erhobene Vorwurf lautete, dass dieser Mannes, der an einer tödlichen Krankheit litt, nicht ausreichend genug gepflegt worden sei.

Ein Kommentator der Washington Post verlinkte zu diesem Beitrag, der das Problem zurechtrückt. Ein Auszug:

Nach erstaunlicher ist die Tatsache, dass, während die Hamas weiterhin ihre Raketen verschoss, sie weiterhin  Patienten nach Israel zur Behandlung in dortige Krankenhäuser schickte, viele davon in Gebiete, die unter Beschuss der Hamas-Raketen lagen.

Israelische Krankenhäuser nehmen schon seit Jahren Palästinenser auf. In Gaza gibt es einfach nicht genug medizinische Einrichtungen, die eine Behandlung der stetig anwachsenden Bevölkerung garantieren können. Und die dort vorhandenen sind schlecht ausgestattet. Dem ’Palestinian Central Bureau of Statistics’ zufolge gibt es in Gaza 24 Krankenhäuser, die 1,7 Millionen Menschen zu versorgen haben. Israel hingegen verfügt über 377 Krankenhäuser, verteilt auf eine Bevölkerung von etwa 8 Millionen. Allein im vergangenen Jahr erhielten mehr als 100.000 Palästinenser medizinische Versorgung in Israel. Selbst auf dem Höhepunkt der Kämpfe im vergangenen November behandelten israelische Krankenhäuser Patienten aus dem Gazastreifen.

New York Times verkompliziert Jerusalem-Thema

17. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 17. März

cast1_ny_times_cast2In einer Titelgeschichte zum anstehenden Besuch Präsident Obamas in Israel schreibt Jodi Rudoren, die Büroleiterin der NY Times in Jerusalem, dass eine kleine Anzahl von Juden, die Apartments in überwiegend von Arabern bewohnten Vierteln kaufen, die Jerusalem-Frage „verkomplizieren“ würden.

Rudoren räumt ein, dass diese Wohnungen privat finanziert wurden und nicht Teil einer von der Regierung durchgeführten Initiative seien. Sollte man Menschen also Wohnungskauf allein deshalb verbieten, weil sie Juden sind?

Obwohl sie auf mehrere Quellen dafür zurückgreifen könnte, wie das Gebiet im Sechstagekrieg von 1967 unter israelische Kontrolle kam, ist sie nicht in der Lage, diese Begebenheit in einen historischen Kontext zu stellen. Viele Viertel in und um Jerusalems Altstadt beherbergten einen großen jüdischen Bevölkerungsanteil, der dort 1948 entweder ermordet oder vertrieben worden war. (Wie man in einem Video von HonestReporting erfahren kann: Jerusalem: The Media Myth of Two Cities.) Was die Palästinenser als “Eroberung” Jerusalems empfinden, wird von den meisten Israelis als „Befreiung“ und “Wiedervereinigung” bezeichnet. Immerhin war die Stadt in ihrer 3.000 Jahre alten Geschichte nur 19 Jahre lang geteilt – unter jordanischer Besatzung (1948-1967).

Rudoren lässt jedoch absichtlich alles aus, was nicht in ihre Erzählung passt. Zwei einseitige Zitate von Offiziellen der Palästinensischen Autonomiebehörde erzählen dem Leser etwas von “Kolonisation” des Areals. Sie führt ungenannte “Experten” an, die eine Teilung der Stadt befürworten, so als handle es sich hier um allgemeinen Konsens. Aber wenn überhaupt, dann gäbe es erheblichen Widerstand in Israel selbst, falls eine Teilung Jerusalem beträfe, besonders dort, wo es historische Stätten der Juden betrifft.

Ganz am Ende des Artikels wird ein Palästinenser zitiert, was das Thema in einem anderen Licht erscheinen lässt:

Sie gehen davon aus, dass dies ihr Wohnort und ihr Land seien, doch dem ist nicht so. Wir sind hier und wir bleiben hier, aber sie haben etwas dagegen. Es gibt Leute hier, die das nicht zulassen.

Palästinensische Intoleranz ist es, was “die Jerusalem-Frage „verkompliziert“, und nicht wenige jüdische Familien, die Apartments mit Blick auf die Altstadt kaufen.

BBC: UNO “bestreitet” die Tötung des Babys Omar

11. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 11. März

Was die Tötung des Babys von Omar Mishawari betrifft: Die UNO spricht Israel frei, und sie sagt, dass das Kind von einer fehlgeleitenden palästinensischen Rakete getroffen worden ist.

Aber das hindert die BBC und ihren Gaza-Journalisten Jihad Mishawari nicht daran, zu behaupten, dass Israel das Kind getötet hätte. Was macht Mishawari so sicher?

Jehad Mashhrawi tat die UN-Ergebnisse als “Unsinn” ab.

Er sagte, dass niemand von den Vereinten Nationen mit ihm gesprochen hätte, und er fügte hinzu, dass palästinensische militante Gruppen sich normalerweise bei der Familie entschuldigen würden, wenn sie dafür verantwortlich gewesen wären.

Schön, dass sie [die UNO, (bd)] einen anderen Punkt der Geschichte begriffen haben – und das ist das mindeste, was die Mainstream-Medien tun können, wenn man bedenkt, wie oft die Fotos seines getöteten Sohnes herumgereicht wurden.

BBC-Verdrehung funktioniert halt so, wie es bei der BBC Usus ist.


Inzwischen haben auch LA Times und National Post die Geschichte aufgegriffen.

PLO will die Uhr zurückdrehen

20. Februar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 20. Februar 2013

cast_areik_cast2Abbildung: Maen Rashid Areikat

Wenn es um Ränkespiele geht, ist Maen Rashid Areikat, Top-Repräsentant der PLO in den USA, sehr kreativ. Einmal behauptete er, dass die Kananäer Besatzer gewesen wären und wollte die Vorstellung von einem judenreinen palästinensischen Staat in leuchtenden Farben schildern.

Nun taucht Areikat wieder mit einem scheinheiligen Gastbeitrag in der LA Times auf. Alles, was momentan unternommen werden sollte, so insinuiert er, sei, die Verhandlungen wieder auf den Stand von Taba* im Jahr 2001 zurückzusetzen.

Das Potenzial für eine Vereinbarung liegt auf dem Tisch – wir müssen nur die Voraussetzungen dafür schaffen. Beide Seiten können vom Fortschritt seit den Taba-Verhandlungen von 2001 profitieren. Jeder kennt die Parameter: ein Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967, mit wechselseitigen Landtaustäuschen, sowohl was Größe und Qualität betrifft, eine gemeinsame Hauptstadt Jerusalem, tragbare und rechtlich abgesicherte Sicherheitsvorkehrungen und eine vereinbarte sowie gerechte Lösung der Flüchtlingsfrage, basierend auf der Resolution 194 der UN-Generalversammlung im Jahr 1948. Der Erfolg jeglichen politischen Prozesses hängt von klaren Vereinbarungen ab, von einem klaren Zeitrahmen und einer klaren Zielsetzung.

Du meine Güte: All das, was Areikat heute fordert, lag auf dem Verhandlungstisch in Taba 2001.

Und auf welchen Fortschritt bezieht sich Areikat? Die Palästinenser brachen die Taba-Verhandlungen ab, die zweite Intifada wütete, Mahmoud Abbas beerbte Yasser Arafats Null-Verhandlung-Strategie. Israel zog sich aus dem Gazastreifen zurück, die Hamas übernahm dort das Kommando und setzte den Raketenbeschuss auf Israel noch heftiger fort als zuvor. Aber die PLO stieg dennoch aus dem Osloer Abkommen mit der Forderung nach Eigenstaatlichkeit aus.

Fortschritt? Welcher Fortschritt?

Wenn Taba heute gut genug scheint für die Palästinenser, warum war es dann seinerzeit nicht gut für sie?

(Areikat-Foto via YouTube/Tiffany Ondracek)

——–
*Taba Talks:

Damit sind die Unterhandlungen gemeint, die zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde im Januar 2001 auf der Halbinsel Sinai geführt worden sind [bd].

Mursi: Die Juden verfälschten meine antisemitischen Kommentare*

25. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 25. Januar 2013

Nun, da die Bemerkungen des ägyptischen Präsidenten Mursi, in denen er Juden als “Nachfahren von Affen und Schweinen” bezeichnet hatte, auch von den Mainstream-Medien aufgenommen worden waren (besonders der New York Times), könnten sie nach dem Treffen amerikanischer Senatoren mit Mursi in Kairo weitere Kreise ziehen, wie The Times of Israel berichtete:

Erst verteidigte sich der ägyptische Präsident mit der Ausrede, dass er keine unterschwelligen negativen Gefühle gegenüber dem Judentum oder dem jüdischen Volk hege.

Dann startete er eine Schmährede wegen der israelischen Politik im Umgang mit den Palästinensern, so Senator Chris Coons gegenüber Foreign Policy [Anmerkung (bd): Coons ist Senator des US-Bundesstaates Delaware]). “Er versuchte zuerst, sich zu rechtfertigen….dann sagte er:  “Gut, ich denke, wir alle wissen, dass die Medien in den Vereinigten Staaten damit ein großes Geschäft gemacht haben, und wir wissen auch, dass die Medien der Vereinigten Staaten durch bestimmte Kräfte gesteuert werden und sie mich nicht positiv sehen’” erwähnte Coons gegenüber dem Nachrichtenblog des Magazins [Foreign Policy; Registrierung erforderlich (bd)].

Danach befragt, ob Mursi explizit die Juden als die Mächte bezeichnet hätte, die die amerikanischen Medien steuerten, antwortete Coons, dass alle Senatoren von dieser Implikation überzeugt gewesen wären. “Er hat nicht [die Juden] gesagt, aber ich registrierte, wie die anderen Senatoren ebenso wie ich körperlich zurückschreckten”, so Coons. “Ich war davon überzeugt, dass man keine andere Schlussfolgerung ziehen konnte.”

Halten wir also fest: Laut Mursi verfälschen die Juden seine antisemitischen Äußerungen.

Das kann man nicht einfach so erfinden. Aber werden die Mainstream-Medien darüber berichten?

Falls Sie Mursis Kommentar aus dem Jahr 2010 noch nicht gesehen haben sollten, bitte das Video anklicken:

———
* [Anmerkung (bd)]: Wie pervers Mursi tickt, erkennt man an seiner Formulierung, wie in der Headline zitiert.

Er geht also davon aus, dass man zwischen guten und weniger guten antisemitischen Kommentaren unterscheiden müsse. Antisemitismus sei also per se etwas Gutes und Ehrenwertes (womit er wiederum mehr oder weniger unausgesprochen mit vielen deutschen und anderen westlichen Verblendeten übereinstimmt; diese nennen es dann „Antizionismus“). Es käme nur darauf an, ihn richtig an den Mann zu bringen. Ist diesem Mann noch zu helfen?

Und dieser Geistesgestörte regiert nun ein Land, das vor tausenden Jahren eine der faszinierendsten Hochkulturen dieser Erde hervorgebracht hatte. Da sieht man wieder einmal, welche “Segnungen“ der Islam seit dem 7. Jahrhundert über den afrikanischen Kontinent gebracht hat (bd).

Hebron: Der Moschee-Gag von AFP

15. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 15. Januar 2013

Es sagt einiges aus über AFP, wenn die französische Nachrichtenagentur das Grab der Patriarchen in einer Überschrift als “Moschee” bezeichnet.

Die Palästinenser befinden sich bereits auf dem neuesten Stand, wenn sie sagen, dass sie die UNESCO-Entscheidung dazu nutzen, die Juden vom Gebet am Grab abzuhalten. Die dreiste Tünche von AFP über die jüdischen Verbindungen zur heiligen Stätte von Hebron befördert nur diese Agenda.

Deborah Orrs Zahlenakrobatik

2. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 2. Januar 2013

cast1_or_cast2AP berichtet, dass Al-Qaida jedem drei Kilo Gold im Wert von 160.000 Dollar verspricht, der den US-Botschafter im  Jemen umbringt. Zusätzlich wurde ein Kopfgeld von 23.000 Dollar auf die Ermordung jedes US-Militärs dort ausgesetzt.

Irgendwo da draußen, vermute ich, sitzt die Kolumnistin Deborah Orr und schäumt wegen israelischem “Rassismus” und hängt der fixen Idee nach, dass man “israelisches Leben” anscheinend höher „bewertet“. Im Jahr 2011 bot ein saudischer Prinz 1 Million Dollar für die Entführung eines israelischen Soldaten.

Wenn man demnach zwei und zwei zusammenzählt und Orrs verdrehte Logik (bezogen auf den Austausch mit Gilad Shalit) auf das jetzt ausgelobte Kopfgeld von Al-Qaida anwendet, stellt man fest, dass ein israelischer Soldat so viel “wert” ist wie 6,25 US Botschafter oder 43,48 amerikanische Soldaten.

Macht ja nichts, dass es die Araber sind, die die Messlatte bei ungleichem Gefangenenaustausch und widerwärtigen Kopfgeldprämien anlegen.

(Bild via Flickr/Ironchefbalara)

Suha Arafat: Die Intifada 2000 wurde von Arafat angestiftet

27. Dezember 2012

HonestReporting Media BackSpin, 27. Dezember 2012

Yasser Arafats Frau Suha ließ die Hosen runter und teilte Dubai-TV mit, dass ihr Ehemann unmittelbar nach den geplatzten Gesprächen von Camp David die Intifada geplant hatte.

Anders als Imad Faluji hörte sie das von Yasser höchstpersönlich. Der Besuch Ariel Scharons auf dem Tempelberg war nicht Auslöser für die Intifada.

Sag’, dass es nicht wahr ist!

Könnte dem UN-Votum für die Palästinenser eine palästinensische Pressefreiheit folgen?

11. Dezember 2012

HonestReporting Media BackSpin, 11. Dezember 2012

Das Committee to Protect Journalists (CPJ) veröffentlichte einen Sonderbericht über inhaftierte Journalisten. Der größte Kerkermeister ist die Türkei; weder Israel noch Fatahstan oder Hamastan erscheinen in den Top Ten (nicht einmal pro Kopf gerechnet).

Dieser Textausschnitt stellte mich vor folgende Frage: Wie könnte eine palästinensische Pressefreiheit vom gepushten Status der PA bei den Vereinten Nationen profitieren?

Journalisten, die entweder spurlos verschwinden oder von nichtstaatlichen Organisationen wie kriminellen Banden oder militanten Gruppierungen entführt werden, tauchen in den Gefängnisstatistiken nicht auf. Ihre Fälle werden als “vermisst” oder “entführt” eingestuft.

Ich möchte ja zu gerne glauben, dass dies neue Wege zur Übernahme von Verantwortung eröffnet – Hamas und Fatah können aber keine große Erfolgsgeschichte aufweisen, was die Respektierung von Meinungs- und Pressefreiheit betrifft.

Warten werde ich darauf sicher nicht.

Arabischer Knesset-Abgeordneter ruft im Guardian zu Sanktionen auf

5. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 5. November 2012

(Abbildung rechts: Jamal Zahalka)

Geht man nach der Überschrift eines Artikels beim Guardian-Blog Comment is FreeEs ist Zeit für Sanktionen gegen Israel – wird die Fusion der rechtskonservativen Parteien Extremismus und Rassismus gegen die Palästinenser befördern. Sanktionen sind die einzige Antwort.”

Der Autor behauptet:

Da die Gefahr des Rassismus nicht allein auf seiner Gefühlskälte, sondern auf seiner Macht und seinem Einfluss beruht, deutet diese Koalition inmitten der Regierung auf einen starken Anstieg von Rassismus und einen dramatischen  Demokratieverlust hin.

Und:

Wer auch immer einen gerechten Frieden will, um sich anbahnende Kriege zu verhindern, wer immer den durch die Besatzung begangenen Verbrechen ein Ende setzen will, wer immer Rassismus bekämpfen will, muss die Verhängung von Sanktionen unterstützen.

Bemerkenswert an diesem Gastbeitrag sind nicht allein die Rassismus-Vorwürfe gegen Israel, die so etwas wie ein Grundnahrungsmittel für den Guardian sind, sondern die blanke Heuchelei hinter dem Boykott-Aufruf des Autors.

Der Autor ist nichts weniger als ein Knesset-Abgeordneter für die Balad-Partei. Jamal Zahalka scheint, obwohl gewählter Vertreter der Araber im israelischen Parlament, die Wahlergebnisse am 22. Januar 2013 nicht abwarten zu können. Allein der Zusammenschluss der Parteien Likud und Yisrael Beitenu ist für ihn schon Anlass genug,  etwa übers Knie zu brechen und prohibitive Maßnahmen gegen Israel zu fordern.

Als ob er eine Ausrede nötig gehabt hätte.


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