Archive for the ‘Araber’ category

Medizinische Versorgung für Terroristen

4. April 2013

HonestReporting Media BackSpin, 4. April 2013

Die Medien waren kürzlich voll mit Geschichten wie dieser über einen palästinensischen Häftling in Sicherheitsverwahrung, der in einem israelischen Gefängnis an Kehlkopfkrebs gestorben war. Während die Medien jede Menge Zeit dafür aufbrachten, palästinensische Offizielle zu zitieren, die Israel für seinen Tod verantwortlich machten und detailliert über deren Wut wegen seines Ablebens berichteten, haben einige wichtige Fragen noch immer nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zukommt.

1) Speziell der Häftling Maysara Abu Hamdiya saß eine lebenslange Haftstrafe wegen versuchten Massenmordes ab. Er war General der palästinensischen Sicherheitskräfte (jawohl, jener paramilitärischen Einheit, die durch internationale Spenden zur Stützung des “gemäßigten” Regimes der Palästinensischen Autonomiebehörde finanziert wird).  Offenbar schickte General Hamdiya einen jungen Mann mit einer Bombe in nein Jerusalemer Cafe mit der Order, so viele Menschen wie möglich umzubringen. Gott sei Dank zündete die Bombe nicht, der General wurde erwischt und verhaftet. Tragischerweise wurden bei ähnlichen Anschlägen während der zweiten Intifada mehr als tausend Israelis getötet.

2) Obwohl er wegen des Mordversuchs an dutzenden israelischer Cafebesucher inhaftiert wurde, erhielt Hamdiya (wie Tausende andere Palästinenser) medizinische Versorgung in einem israelischen Krankenhaus. Die meisten Leute wissen nichts über viele palästinensische Zivilisten, die in israelischen Krankenhäusern behandelt werden (was zu einem Großteil von israelischen Steuerzahlern bezahlt wird.) Jeden Tag ermöglicht Israel den Zugang von Menschen aus Gaza, die in den ausgezeichneten medizinischen Einrichtungen in Israel behandelt werden. Man kann das als Argument dafür sehen, wie großzügig Israel handelt.

Aber in diesem Fall handelt es sich um einen tatsächlichen Terroristen, der Israelis ermorden wollte und dennoch Zugang zu medizinischer Versorgung in Israel erhielt. Der lautstark in den Schlagzeilen erhobene Vorwurf lautete, dass dieser Mannes, der an einer tödlichen Krankheit litt, nicht ausreichend genug gepflegt worden sei.

Ein Kommentator der Washington Post verlinkte zu diesem Beitrag, der das Problem zurechtrückt. Ein Auszug:

Nach erstaunlicher ist die Tatsache, dass, während die Hamas weiterhin ihre Raketen verschoss, sie weiterhin  Patienten nach Israel zur Behandlung in dortige Krankenhäuser schickte, viele davon in Gebiete, die unter Beschuss der Hamas-Raketen lagen.

Israelische Krankenhäuser nehmen schon seit Jahren Palästinenser auf. In Gaza gibt es einfach nicht genug medizinische Einrichtungen, die eine Behandlung der stetig anwachsenden Bevölkerung garantieren können. Und die dort vorhandenen sind schlecht ausgestattet. Dem ’Palestinian Central Bureau of Statistics’ zufolge gibt es in Gaza 24 Krankenhäuser, die 1,7 Millionen Menschen zu versorgen haben. Israel hingegen verfügt über 377 Krankenhäuser, verteilt auf eine Bevölkerung von etwa 8 Millionen. Allein im vergangenen Jahr erhielten mehr als 100.000 Palästinenser medizinische Versorgung in Israel. Selbst auf dem Höhepunkt der Kämpfe im vergangenen November behandelten israelische Krankenhäuser Patienten aus dem Gazastreifen.

New York Times verkompliziert Jerusalem-Thema

17. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 17. März

cast1_ny_times_cast2In einer Titelgeschichte zum anstehenden Besuch Präsident Obamas in Israel schreibt Jodi Rudoren, die Büroleiterin der NY Times in Jerusalem, dass eine kleine Anzahl von Juden, die Apartments in überwiegend von Arabern bewohnten Vierteln kaufen, die Jerusalem-Frage „verkomplizieren“ würden.

Rudoren räumt ein, dass diese Wohnungen privat finanziert wurden und nicht Teil einer von der Regierung durchgeführten Initiative seien. Sollte man Menschen also Wohnungskauf allein deshalb verbieten, weil sie Juden sind?

Obwohl sie auf mehrere Quellen dafür zurückgreifen könnte, wie das Gebiet im Sechstagekrieg von 1967 unter israelische Kontrolle kam, ist sie nicht in der Lage, diese Begebenheit in einen historischen Kontext zu stellen. Viele Viertel in und um Jerusalems Altstadt beherbergten einen großen jüdischen Bevölkerungsanteil, der dort 1948 entweder ermordet oder vertrieben worden war. (Wie man in einem Video von HonestReporting erfahren kann: Jerusalem: The Media Myth of Two Cities.) Was die Palästinenser als “Eroberung” Jerusalems empfinden, wird von den meisten Israelis als „Befreiung“ und “Wiedervereinigung” bezeichnet. Immerhin war die Stadt in ihrer 3.000 Jahre alten Geschichte nur 19 Jahre lang geteilt – unter jordanischer Besatzung (1948-1967).

Rudoren lässt jedoch absichtlich alles aus, was nicht in ihre Erzählung passt. Zwei einseitige Zitate von Offiziellen der Palästinensischen Autonomiebehörde erzählen dem Leser etwas von “Kolonisation” des Areals. Sie führt ungenannte “Experten” an, die eine Teilung der Stadt befürworten, so als handle es sich hier um allgemeinen Konsens. Aber wenn überhaupt, dann gäbe es erheblichen Widerstand in Israel selbst, falls eine Teilung Jerusalem beträfe, besonders dort, wo es historische Stätten der Juden betrifft.

Ganz am Ende des Artikels wird ein Palästinenser zitiert, was das Thema in einem anderen Licht erscheinen lässt:

Sie gehen davon aus, dass dies ihr Wohnort und ihr Land seien, doch dem ist nicht so. Wir sind hier und wir bleiben hier, aber sie haben etwas dagegen. Es gibt Leute hier, die das nicht zulassen.

Palästinensische Intoleranz ist es, was “die Jerusalem-Frage „verkompliziert“, und nicht wenige jüdische Familien, die Apartments mit Blick auf die Altstadt kaufen.

BBC: UNO “bestreitet” die Tötung des Babys Omar

11. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 11. März

Was die Tötung des Babys von Omar Mishawari betrifft: Die UNO spricht Israel frei, und sie sagt, dass das Kind von einer fehlgeleitenden palästinensischen Rakete getroffen worden ist.

Aber das hindert die BBC und ihren Gaza-Journalisten Jihad Mishawari nicht daran, zu behaupten, dass Israel das Kind getötet hätte. Was macht Mishawari so sicher?

Jehad Mashhrawi tat die UN-Ergebnisse als “Unsinn” ab.

Er sagte, dass niemand von den Vereinten Nationen mit ihm gesprochen hätte, und er fügte hinzu, dass palästinensische militante Gruppen sich normalerweise bei der Familie entschuldigen würden, wenn sie dafür verantwortlich gewesen wären.

Schön, dass sie [die UNO, (bd)] einen anderen Punkt der Geschichte begriffen haben – und das ist das mindeste, was die Mainstream-Medien tun können, wenn man bedenkt, wie oft die Fotos seines getöteten Sohnes herumgereicht wurden.

BBC-Verdrehung funktioniert halt so, wie es bei der BBC Usus ist.


Inzwischen haben auch LA Times und National Post die Geschichte aufgegriffen.

PLO will die Uhr zurückdrehen

20. Februar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 20. Februar 2013

cast_areik_cast2Abbildung: Maen Rashid Areikat

Wenn es um Ränkespiele geht, ist Maen Rashid Areikat, Top-Repräsentant der PLO in den USA, sehr kreativ. Einmal behauptete er, dass die Kananäer Besatzer gewesen wären und wollte die Vorstellung von einem judenreinen palästinensischen Staat in leuchtenden Farben schildern.

Nun taucht Areikat wieder mit einem scheinheiligen Gastbeitrag in der LA Times auf. Alles, was momentan unternommen werden sollte, so insinuiert er, sei, die Verhandlungen wieder auf den Stand von Taba* im Jahr 2001 zurückzusetzen.

Das Potenzial für eine Vereinbarung liegt auf dem Tisch – wir müssen nur die Voraussetzungen dafür schaffen. Beide Seiten können vom Fortschritt seit den Taba-Verhandlungen von 2001 profitieren. Jeder kennt die Parameter: ein Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967, mit wechselseitigen Landtaustäuschen, sowohl was Größe und Qualität betrifft, eine gemeinsame Hauptstadt Jerusalem, tragbare und rechtlich abgesicherte Sicherheitsvorkehrungen und eine vereinbarte sowie gerechte Lösung der Flüchtlingsfrage, basierend auf der Resolution 194 der UN-Generalversammlung im Jahr 1948. Der Erfolg jeglichen politischen Prozesses hängt von klaren Vereinbarungen ab, von einem klaren Zeitrahmen und einer klaren Zielsetzung.

Du meine Güte: All das, was Areikat heute fordert, lag auf dem Verhandlungstisch in Taba 2001.

Und auf welchen Fortschritt bezieht sich Areikat? Die Palästinenser brachen die Taba-Verhandlungen ab, die zweite Intifada wütete, Mahmoud Abbas beerbte Yasser Arafats Null-Verhandlung-Strategie. Israel zog sich aus dem Gazastreifen zurück, die Hamas übernahm dort das Kommando und setzte den Raketenbeschuss auf Israel noch heftiger fort als zuvor. Aber die PLO stieg dennoch aus dem Osloer Abkommen mit der Forderung nach Eigenstaatlichkeit aus.

Fortschritt? Welcher Fortschritt?

Wenn Taba heute gut genug scheint für die Palästinenser, warum war es dann seinerzeit nicht gut für sie?

(Areikat-Foto via YouTube/Tiffany Ondracek)

——–
*Taba Talks:

Damit sind die Unterhandlungen gemeint, die zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde im Januar 2001 auf der Halbinsel Sinai geführt worden sind [bd].

Mursi: Die Juden verfälschten meine antisemitischen Kommentare*

25. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 25. Januar 2013

Nun, da die Bemerkungen des ägyptischen Präsidenten Mursi, in denen er Juden als “Nachfahren von Affen und Schweinen” bezeichnet hatte, auch von den Mainstream-Medien aufgenommen worden waren (besonders der New York Times), könnten sie nach dem Treffen amerikanischer Senatoren mit Mursi in Kairo weitere Kreise ziehen, wie The Times of Israel berichtete:

Erst verteidigte sich der ägyptische Präsident mit der Ausrede, dass er keine unterschwelligen negativen Gefühle gegenüber dem Judentum oder dem jüdischen Volk hege.

Dann startete er eine Schmährede wegen der israelischen Politik im Umgang mit den Palästinensern, so Senator Chris Coons gegenüber Foreign Policy [Anmerkung (bd): Coons ist Senator des US-Bundesstaates Delaware]). “Er versuchte zuerst, sich zu rechtfertigen….dann sagte er:  “Gut, ich denke, wir alle wissen, dass die Medien in den Vereinigten Staaten damit ein großes Geschäft gemacht haben, und wir wissen auch, dass die Medien der Vereinigten Staaten durch bestimmte Kräfte gesteuert werden und sie mich nicht positiv sehen’” erwähnte Coons gegenüber dem Nachrichtenblog des Magazins [Foreign Policy; Registrierung erforderlich (bd)].

Danach befragt, ob Mursi explizit die Juden als die Mächte bezeichnet hätte, die die amerikanischen Medien steuerten, antwortete Coons, dass alle Senatoren von dieser Implikation überzeugt gewesen wären. “Er hat nicht [die Juden] gesagt, aber ich registrierte, wie die anderen Senatoren ebenso wie ich körperlich zurückschreckten”, so Coons. “Ich war davon überzeugt, dass man keine andere Schlussfolgerung ziehen konnte.”

Halten wir also fest: Laut Mursi verfälschen die Juden seine antisemitischen Äußerungen.

Das kann man nicht einfach so erfinden. Aber werden die Mainstream-Medien darüber berichten?

Falls Sie Mursis Kommentar aus dem Jahr 2010 noch nicht gesehen haben sollten, bitte das Video anklicken:

———
* [Anmerkung (bd)]: Wie pervers Mursi tickt, erkennt man an seiner Formulierung, wie in der Headline zitiert.

Er geht also davon aus, dass man zwischen guten und weniger guten antisemitischen Kommentaren unterscheiden müsse. Antisemitismus sei also per se etwas Gutes und Ehrenwertes (womit er wiederum mehr oder weniger unausgesprochen mit vielen deutschen und anderen westlichen Verblendeten übereinstimmt; diese nennen es dann „Antizionismus“). Es käme nur darauf an, ihn richtig an den Mann zu bringen. Ist diesem Mann noch zu helfen?

Und dieser Geistesgestörte regiert nun ein Land, das vor tausenden Jahren eine der faszinierendsten Hochkulturen dieser Erde hervorgebracht hatte. Da sieht man wieder einmal, welche “Segnungen“ der Islam seit dem 7. Jahrhundert über den afrikanischen Kontinent gebracht hat (bd).

Hebron: Der Moschee-Gag von AFP

15. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 15. Januar 2013

Es sagt einiges aus über AFP, wenn die französische Nachrichtenagentur das Grab der Patriarchen in einer Überschrift als “Moschee” bezeichnet.

Die Palästinenser befinden sich bereits auf dem neuesten Stand, wenn sie sagen, dass sie die UNESCO-Entscheidung dazu nutzen, die Juden vom Gebet am Grab abzuhalten. Die dreiste Tünche von AFP über die jüdischen Verbindungen zur heiligen Stätte von Hebron befördert nur diese Agenda.

Deborah Orrs Zahlenakrobatik

2. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 2. Januar 2013

cast1_or_cast2AP berichtet, dass Al-Qaida jedem drei Kilo Gold im Wert von 160.000 Dollar verspricht, der den US-Botschafter im  Jemen umbringt. Zusätzlich wurde ein Kopfgeld von 23.000 Dollar auf die Ermordung jedes US-Militärs dort ausgesetzt.

Irgendwo da draußen, vermute ich, sitzt die Kolumnistin Deborah Orr und schäumt wegen israelischem “Rassismus” und hängt der fixen Idee nach, dass man “israelisches Leben” anscheinend höher „bewertet“. Im Jahr 2011 bot ein saudischer Prinz 1 Million Dollar für die Entführung eines israelischen Soldaten.

Wenn man demnach zwei und zwei zusammenzählt und Orrs verdrehte Logik (bezogen auf den Austausch mit Gilad Shalit) auf das jetzt ausgelobte Kopfgeld von Al-Qaida anwendet, stellt man fest, dass ein israelischer Soldat so viel “wert” ist wie 6,25 US Botschafter oder 43,48 amerikanische Soldaten.

Macht ja nichts, dass es die Araber sind, die die Messlatte bei ungleichem Gefangenenaustausch und widerwärtigen Kopfgeldprämien anlegen.

(Bild via Flickr/Ironchefbalara)

Suha Arafat: Die Intifada 2000 wurde von Arafat angestiftet

27. Dezember 2012

HonestReporting Media BackSpin, 27. Dezember 2012

Yasser Arafats Frau Suha ließ die Hosen runter und teilte Dubai-TV mit, dass ihr Ehemann unmittelbar nach den geplatzten Gesprächen von Camp David die Intifada geplant hatte.

Anders als Imad Faluji hörte sie das von Yasser höchstpersönlich. Der Besuch Ariel Scharons auf dem Tempelberg war nicht Auslöser für die Intifada.

Sag’, dass es nicht wahr ist!

Könnte dem UN-Votum für die Palästinenser eine palästinensische Pressefreiheit folgen?

11. Dezember 2012

HonestReporting Media BackSpin, 11. Dezember 2012

Das Committee to Protect Journalists (CPJ) veröffentlichte einen Sonderbericht über inhaftierte Journalisten. Der größte Kerkermeister ist die Türkei; weder Israel noch Fatahstan oder Hamastan erscheinen in den Top Ten (nicht einmal pro Kopf gerechnet).

Dieser Textausschnitt stellte mich vor folgende Frage: Wie könnte eine palästinensische Pressefreiheit vom gepushten Status der PA bei den Vereinten Nationen profitieren?

Journalisten, die entweder spurlos verschwinden oder von nichtstaatlichen Organisationen wie kriminellen Banden oder militanten Gruppierungen entführt werden, tauchen in den Gefängnisstatistiken nicht auf. Ihre Fälle werden als “vermisst” oder “entführt” eingestuft.

Ich möchte ja zu gerne glauben, dass dies neue Wege zur Übernahme von Verantwortung eröffnet – Hamas und Fatah können aber keine große Erfolgsgeschichte aufweisen, was die Respektierung von Meinungs- und Pressefreiheit betrifft.

Warten werde ich darauf sicher nicht.

Arabischer Knesset-Abgeordneter ruft im Guardian zu Sanktionen auf

5. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 5. November 2012

(Abbildung rechts: Jamal Zahalka)

Geht man nach der Überschrift eines Artikels beim Guardian-Blog Comment is FreeEs ist Zeit für Sanktionen gegen Israel – wird die Fusion der rechtskonservativen Parteien Extremismus und Rassismus gegen die Palästinenser befördern. Sanktionen sind die einzige Antwort.”

Der Autor behauptet:

Da die Gefahr des Rassismus nicht allein auf seiner Gefühlskälte, sondern auf seiner Macht und seinem Einfluss beruht, deutet diese Koalition inmitten der Regierung auf einen starken Anstieg von Rassismus und einen dramatischen  Demokratieverlust hin.

Und:

Wer auch immer einen gerechten Frieden will, um sich anbahnende Kriege zu verhindern, wer immer den durch die Besatzung begangenen Verbrechen ein Ende setzen will, wer immer Rassismus bekämpfen will, muss die Verhängung von Sanktionen unterstützen.

Bemerkenswert an diesem Gastbeitrag sind nicht allein die Rassismus-Vorwürfe gegen Israel, die so etwas wie ein Grundnahrungsmittel für den Guardian sind, sondern die blanke Heuchelei hinter dem Boykott-Aufruf des Autors.

Der Autor ist nichts weniger als ein Knesset-Abgeordneter für die Balad-Partei. Jamal Zahalka scheint, obwohl gewählter Vertreter der Araber im israelischen Parlament, die Wahlergebnisse am 22. Januar 2013 nicht abwarten zu können. Allein der Zusammenschluss der Parteien Likud und Yisrael Beitenu ist für ihn schon Anlass genug,  etwa übers Knie zu brechen und prohibitive Maßnahmen gegen Israel zu fordern.

Als ob er eine Ausrede nötig gehabt hätte.

Achse des Bösen heftet Hurrikan Sandy an ihre Fahnen

2. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 2. November 2012

Rechts: Verrazano-Narrows-Brücke während des Horrorsturms

Mir war klar, dass irgendwelche Verschwörungstheoretiker Israel für Hurrikan Sandy verantwortlich machen würden. Israel ist schuld an Tsunamis, Hai-Attacken im Roten Meer, der Vogelgrippe und etlichem mehr, sodass lächerliche Anschuldigungen mich nicht mehr überraschen.

Wider Erwarten kamen die Unterstützer der Achse des Bösen dieser Annahme zuvor, indem sie sich den Horrorsturm an ihre Fahnen hefteten. Dazu CNN:

Stunden, nachdem Supersturm Sandy sich heulend seinen Weg entlang der Ostküste diese Woche gebahnt hatte und eine Schneise tödlicher Verwüstung hinterlassen hatte, waren die Reaktionen weltweit von Mitgefühl und Hilfsmaßnahmen geprägt.

Aber nicht in Syrien, wo einige Regierungstreue den am Montag einsetzenden Supersturm begrüßten und behaupteten, dass die Naturkatastrophe das Ergebnis von geheimer und hochintelligenter Ingenieurskunst sei

“Quellen bestätigten uns, dass Hurrikan Sandy, der die USA heimsucht, in HighTech-Labors des heroischen iranischen Regimes entwickelt worden war, das den Widerstand zusammen mit unserem syrischen Regime koordiniert” behauptete ein regierungstreues Netzwerk der syrischen Streitkräfte in einem Facebook-Posting.

“Dies ist die Strafe für jeden, der es wagt, Syriens (Bashar) al-Assad anzugreifen und Frieden und Stabilität zu bedrohen.”

Was könnten sie sonst noch ausgelöst haben?

(Foto via Flickr/MTAPhotos)

R.I.P. für Einstaatenlösung – lang lebe die Dreistaatenlösung?

12. September 2012

HonestReporting Media BackSpin, 12. September 2012

Ich komme wieder auf die Einstaatenlösung zu sprechen – aber nicht, um sie zu loben, sondern um sie zu beerdigen.

Nun, da die Hamas den Grundstein dafür legt, Gazas Unabhängigkeit von Palästina zu erklären, ist es einfacher, Argumenten für die Einstaatenlösung, wie sie in einem Gastbeitrag in der Independent formuliert werden, zu begegnen.

Die Nutzlosigkeit der Fatah, ein nicht vorhandener Friedensprozess, die Macht der Muslimbruderschaft in Ägypten und die schiere Willenskraft der Hamas bedeuten, dass die Dreistaatenlösung den Ansatz der Einstaatler als rein akademisch erscheinen lässt. Basta.

Ein binationaler Staat war für den israelischen Mainstream ein absoluter Rohrkrepierer. 6 Argumente gegen eine Einstaatenlösung verdeutlichen dies.

Ich weiß nicht, ob Israel letztlich mit einem Endspiel von zwei oder drei Staaten besser dran wäre.

Aber die Einstaatenlösung ist gestorben. Möge sie in Frieden ruhen.

(Bild via Flickr/Tammra McCauley)

Diplomatischer Flügel der Hamas hebt ab

6. September 2012

HonestReporting Media BackSpin, 6. September 2012

Die Hamas bildet ihr eigenes Diplomatencorps aus. Reuters weist darauf hin, dass dies das Ende des Monopols der PLO auf die Vertretung der Palästinenser in globalen Foren bedeuten könne.

Dadurch wird die palästinensische Spaltung vertieft und man zerstört einen ansonsten sicheren Antrag auf Eigenstaatlichkeit in der UN-Generalversammlung.

Wenn man also die Vorstellung unterstützen will, dass Israel und der Westen die Hamas ins Boot holen, oder wenn man davon ausgeht, es gäbe legitime Unterschiede zwischen einem „akzeptierten politische Flügel” und einem “weniger akzeptierten militärischen Flügel”, würde ich heutzutage nicht empfehlen, dies in Fatah-Kreisen anzusprechen.

Die Hamas hat auch einen Flügel für angewandte Kunst. Doch wie Scheich Ahmed Yassin, Gründer der Terrorgruppe zu sagen pflegte: “Die Hamas besteht aus einem Körper.”

Schade, das man Gleiche nicht von den Palästinensern sagen kann.

Reuters verharmlost Arafat

5. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 5. Juli 2012

Eine Exhumierung von Jassir Arafats Leichnam und die Ausgrabung von Fotos des Terror-Paten haben eine Menge gemeinsam: beim Blick auf die Resultate ist man angewidert.

Wer aber eine desinfizierte Foto-Zusammenstellung des “Lebens und Vermächtnisses von Yasser Arafat” haben will, ist bei Reuters an der richtigen Adresse.

Bilder mit ikonenhaftem Charakter zeigen den PLO-Platzhirsch mit Mutter Theresa, Nelson Mandela, Papst Johannes Paul II., im Weißen Haus und wie er seine Finger zum Victory-Zeichen spreizt.

Natürlich gibt es auch andere Facetten zu Arafats Vermächtnis, die von den Reuters-Redakteuren ausgelassen wurden: Fotos von Arafat mit Saddam Hussein, Ayatollah Khomeini und Hamas-Gründer Sheikh Yassin würden ein abgerundetes und ausgewogenes Bild zeigen.

Nur passt das nicht in die sauberen Erinnerungen von Reuters.

(Arafat-Foto via Wikimedia Commons/Hans Jørn Storgaard Andersen)

Luxusleben im “größten Konzentrationslager der Welt“

18. Juni 2012

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juni 2012

Monaco oder Gaza? Der Economist mit einem Stück aus dem Leben im “größten Konzentrationslager der Welt.”

Rechts: Goldfarbener Porsche (Illustration)

Mittlerweile scheinen die Hamas-Führer ihre außenpolitische Isolation zu genießen. Der Parkplatz beim Parlament, auf dem bei der Machtübernahme der Hamas noch klapprige Karossen standen, glänzt nun mit blitzblanken neuen Modellen, die durch die Tunnels unter der ägyptischen Grenze geschmuggelt worden waren. Zwei Hummer H3 und ein goldfarbener Porsche wurden erst kürzlich auf den Straßen gesichtet.

Minister und Parlamentsabgeordnete scheinen sich um fehlende Rechenschaftspflicht sowie Berichte über Geldwäsche nicht zu scheren. “Wir werden gejagt und ins Visier genommen”, erklärt wehleidig ein Parlamentsabgeordneter, der kürzlich 28.000 Dollar für ein neues Auto mit einem Kredit der Bewegung in Höhe von 12.000 Dollar ausgegeben hatte, vor dem parlamentarischen Ausschuss der Hamas.

Ich wünschte mir, mehr gejagte Hamas-Führer wären so dumm, in Gaza mit einem goldfarbenen Porsche herumzufahren.

(Bild via Flickr / Flickr/*JRFoto*)

Update zum Badawi-Tweet: UNO-Offizielle besucht Israel

16. Mai 2012

HonestReporting Media BackSpin, 16. Mai 2012

Zwei Monate ist es her, seit HonestReporting die Fotofälscher-Twitterin Khulood Badawi auffliegen ließ, und der Fall zieht sich weiterhin in die Länge. Wir reichten 15.000 Unterschriften ein, in denen das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN OCHA) zur Entlassung Badawis aufgefordert wurde. Kommt die UNO nun nach ihrem Versprechen, den Fall zu untersuchen, langsam in die Gänge?

Dazu die Jerusalem Post:

Am Dienstag demonstrierte eine kleine Gruppe vor einem UN-Büro in Jerusalem, um eine Mitarbeiterin zu unterstützen, die ihren Twitter-Account genutzt hatte, um eine aufhetzerische antiisraelische Botschaft zu verbreiten, während im März Raketen im Süden einschlugen.

Die Versammlung fand vor dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) statt, als eine hochrangige Un-Offizielle, die stellvertretende Generalsekretärin für humanitäre Angelegenheiten, Catherine Bragg, auf Besuch weilte.

Bragg kam, um sich über die Arbeit von OCHA vor Ort und über die Folgen des Tweet-Skandals zu informieren….

Der israelische UN-Botschafter Ron Prosor  hatte sich empört über das Verhalten Badawis gezeigt und in einem Brief an UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos die Entlassung Badawis gefordert.

Die UNO sah sich aber auch der Forderung arabischer und palästinensischer Kreise ausgesetzt, der Mitarbeiterin nicht zu kündigen.

Bragg, die am Sonntag in Israel ankam und das Land am Dienstag wieder verließ, ist Amos Stellvertreterin. Sie traf sich während ihres Besuchs nicht mit Vertretern des Außenministeriums, und Jerusalem wartet noch immer auf eine Nachricht von OCHA, wie sie  mit der Affäre umzugehen gedenkt.

Nicht nur Jerusalem wartet noch immer.

Daily Star verfälscht AP-Ortsbestimmung

13. Mai 2012

HonestReporting Media BackSpin, 13. Mai 2012

Amir Mizroch, Herausgeber der englischen Ausgabe von Israel Hayom und Twitter-Koryphäe (@amirmizroch), mit einem investigativen Hinweis auf eine AP-Geschichte in der Daily Star of Lebanon.

Obwohl der Originalbericht von Associated Press (AP) zur nationalen Einheitsregierung Israels mit einem klaren Verweis auf Jerusalem aufwartete, schrieb die Daily Star dies dergestalt um, als handele es sich um ein besetztes Jerusalem.

So wird also eine Geschichte, die sich allein im westlichen Teil Jerusalems abspielt, in suggestivem Zusammenhang mit besetztem Gebiet abgefasst, beginnend mit der [scheinheiligen (bd)] Frage, falls dem nicht so wäre. Ein weiteres Thema wäre demnach, wie AP mit einer Zeitung verfährt, die  Ortsbestimmungen ändert, und welche Maßnahmen sie dagegen vorzunehmen gedenkt.

Medienspickzettel 6. Mai 2012*

6. Mai 2012

HonestReporting Media BackSpin, 6. Mai 2012


Israel und die Palästinenser

• Die in Hungerstreik getretenen Palästinenser  waren Thema des Tages, aufgegriffen von den meisten großen Medien. NY Times-Reporter Jodi Rudoren bezieht sich auf  das gewaltfreie Element und darauf, wie wenig Resonanz es bei den Palästinensern vor Ort hatte.

Bisher fielen die Solidaritätsdemonstrationen klein aus. Etwa 30 Personen versammelten sich am Dienstag am Kontrollpunkt Beituniya außerhalb des Ofer-Gefängnisses; sie intonierten 15 Minuten lang Sprechchöre, bevor es zwei Stunden lang zu Zusammenstößen mit israelischen Soldaten und Grenzpolizisten kam, bei denen es mehrere Verletzte gab.

“Es ist offensichtlich, dass es den Leuten egal war”, sagte Rizek Fadayel, der am Dienstag im Zentrum von Ramallah demonstriert hatte – mit einer palästinensischen Flagge und einem gerahmten Foto seines im Hungerstreik befindlichen Sohnes Rami, begleitet von den schmetternden Klängen einer Band zum Maifeiertag.

• Ein Artikel von Associated Press kurz nach dem von Rudoren in der NYT spricht von etwa 500 Teilnehmern einer von der Hamas organisierten Demonstration für die Hungerstreikenden, dazu von weiteren 300 bei einer anderen Kundgebung, die vom Islamic Jihad organisiert worden war.

Toronto Star-Kolumnist Haroon Siddiqui lobt den antiisraelischen Akademiker Ilan Pappe als “Dissident” und lässt ihn Israel beschuldigen, neben anderen Maßnahmen ethnische Säuberung zu betreiben.

Iran / Nukleare Aufrüstung

• Der Iran wird zum zentralen Thema der bevorstehenden Wahlen in Israel. David Frum geht davon aus, dass [die] Wahlen zu einem nicht geringen Teil von der Beeinflussung der Nuklear-Verhandlungen zwischen Iran und dem Westen bestimmt sind.

Da die Verhandlungen mit dem Iran in diesem Herbst an Intensität zunehmen werden, zielt Netanjahu auf ein starkes innenpolitisches Mandat ab, das von seiner Wiederwahl gestützt wirdund nicht von sich bedrohlich abzeichnenden Monaten vor ihm.

Ein Gastbeitrag in Ynet zum Thema kommt zu dem gleichen Schluss wie oben, erwähnt jedoch auch den neuen Verzögerungstrick des Iran angesichts einer [drohenden] militärischen Konfrontation mit den USA.

Vorgezogene Wahlen werden dem Westen in seinen diplomatischen Verhandlungen mit dem Iran zugute kommen. Netanjahu verbirgt nicht seine Absicht, Teherans Atomanlagen anzugreifen, bevor sie immun gegen Angriffe sind. Daher seine Entscheidung für vorgezogene Wahlen, da seine Haltung zu diesem Problem eindeutig  und konsequent ist und von der Zuversicht zeugt, dass die israelische Öffentlichkeit hinter ihm steht und er damit mehr Glaubwürdigkeit für die die israelische Abschreckung gewinnt.

Diese Androhung ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, Washington und Europa zu drängen, in den Gesprächen mit dem Iran nicht auf “Wird schon irgendwie“  zu setzen. Es scheint so auszusehen, dass jetzt selbst der Iran beginnt, dies zu fürchten.

Sonstiges

• Überraschung der Woche: UN-Bemühungen um einen Waffenstillstand in Syrien scheinen zu kollabieren.

• Ehud Olmert teilt CNN mit, dass “Millionen und Abermillionen” amerikanischer Dollar daran gehindert hätten, einen Friedensvertrag anzustreben.

Der Economist mit einer Analyse der bevorstehenden Wahlen in Israel.

Sky News startet in Abu Dhabi arabischsprachigen Sender mit 400 redaktionellen Mitarbeitern.

AFP mit einem Blick auf republikanische Anstrengungen, Barack Obamas Online-Präsenz massiv entgegenzuwirken.

Forbes befasst sich mit den Projekten, die in der Google-Zentrale Israels entwickelt werden.

Verfolgen Sie Israel Daily News Stream auf Facebook (In Englisch natürlich).

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*Den Israel Daily News Stream übersetze ich hin und wieder dann, wenn keine weiteren Übersetzungen für HonestReporting Media BackSpin anstehen (bd).

Gefeuert: Journalist bezeichnete israelische Besatzung als brutal

28. März 2012

HonestReporting Media BackSpin, 28. März 2012

Jeder Mensch hat das Recht, sich auf Facebook und Twitter frei zu äußern. Wenn aber Beiträge auf die Arbeit einer Person verweisen, können sie das Vertrauen der Öffentlichkeit und das des Arbeitgebers unterminieren.

Diese Lektion musste Sunni Khalid (Abb. rechts) lernen. Khalid, geschäftsführender Nachrichtenredakteur bei Radio WYPR in Baltimore, verlor seinen Job wegen eines Kommentars, den er auf Facebook gepostet hatte. Die Baltimore Sun erklärt, was passierte:

Khalid, ehemaliger Reporter der Baltimore Sun, war im Februar wegen Kommentaren auf der Facebook-Seite eines Freundes, auf der er einen Einfluss Israels auf die amerikanische Politik behauptete, abgemahnt worden.

“Ich für meinen Teil hatte genug von dieser Kuppelei mit dem israelischen Regime”, schrieb er. “Die Kriegshetze gegen den Iran hat wieder einmal die Welt von der brutalen militärischen Besatzung der Westbank, Ostjerusalem und der Golanhöhen durch Israel abgelenkt.”

Es ist das gleiche Problem, das wir mit der Twitter-Fotofälschung der UN-Mitarbeiterin Khulood Badawi hatten.

(Bild von Khalid über Facebook/S.m. Khalid)

AP zieht Geschichte wegen Hamas-Lüge zurück

26. März 2012

HonestReporting Media BackSpin, 26. März 2012

Wenn palästinensische Lügen und Falschinformationen ungeprüft Zustimmung finden, ist es unvermeidlich, dass gegen Israel eingesetzte verlogene Propagandataktik auch gegen andere eingesetzt wird.

Ein Lüge der Hamas, die Ägypten unter Druck setzen sollte, wurde aufgedeckt und die Glaubwürdigkeit der Islamisten, was deren Umgang mit den Medien betrifft, hat schweren Schaden genommen.

Gestern berichtete ein AP-Beitrag über den ersten palästinensischen Todesfall im Zusammenhang mit der Versorgungskrise in Gaza. Mohammed Helou, ein fünf Monate altes Baby, starb, als dem Generator für das Beatmungsgerät der Sprit ausging.

Wen würde eine solche Tragödie nicht berühren?

Nun stellt sich heraus, dass die Geschichte auf einer Lüge basiert. AP veröffentlichte diese Rücknahme (via unsere Kollegen von CAMERA):

Zeitpunkt und Todesursache wurden AP gegenüber von einem Mann bestätigt, der sich als Vater des Kindes und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in Gaza herausstellte, aber die Angaben wurden in Frage gestellt, nachdem sich herausstellte, dass eine Lokalzeitung die Nachricht vom Tod des Babys am 4. März brachte.

In einem Folgebeitrag ging AP mit der Hamas streng ins Verhör:

Die Ölknappheit war auch Anfang März von Bedeutung, aber die Hamas verpasste offensichtlich den Bericht in Al-Quds – einer Zeitung, die gegenüber dem Rivalen Fatah als loyal gilt – und die Hamas versuchte nun, die Geschichte zu recyceln, um aus der Familientragödie Kapital zu schlagen.

Von AP mit der Zeitungsgeschichte konfrontiert, bestanden die Familie und Bassem al-Qadri, Gesundheitsbeamter der Hamas, wiederholt darauf, dass das Baby Freitagabend tot in einem Krankenhaus in Gaza-Stadt eingeliefert worden sei.

Das Timing würde unterstreichen, welchen humanitären Preis Gazas 1,6 Millionen Einwohner dafür zahlen, wenn 18 Stunden am Tag der Strom ausfällt, ausgelöst durch die Abschaltung der Energieversorgung aus Ägypten.

Palästinensische Gesundheitsbeamte und die Hamas sind berüchtigt wegen ihres Glaubwürdigkeitsproblems. Angeblich von der IDF getötete Kinder waren nicht tot. Angaben zur Zahl von Todesopfern wurden aufgeblasen. Jeder Hamas-Funktionär gesteht Israel nachträglich zu, dass die ursprünglich vorgebrachten Behauptungen nicht stimmten.

Auch die Helou-Familie beteiligte sich an einer Lüge. Im Wissen, dass sie AP gegenüber Falschinformationen abgab, trat sie in die Fußstapfen von Jamal Dura. Es ist erst einen Monat her, dass er vor einem französischen Gericht diskreditiert worden war, weil er Narben, die von einer Operation im Jahr 1994 herrührten, auf angeblich durch die IDF zugefügte Verwundungen schob. Das nahm etwas Glanz vom Ikonenstatus seines berühmten Sohnes Mohammed al-Dura.

Aber überrascht das wirklich angesichts einer Kultur, in der “mein Sohn, mein Märtyrer” als Hoffnung und nicht als Klage interpretiert wird?

Hätte sich die Hamas rechtzeitig auf den Original-Zeitungsartikel von Al-Quds bezogen, wäre ihr daraus ein Vorteil erwachsen. Und Ägypten hätte Kopfschmerzen bekommen.

Während Israel bei dieser ganz besonderen Geschichte ein Randthema ist, bleibt die Glaubwürdigkeitslücke der Hamas bestehen.


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