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Mit „BUYcott“ BDS bekämpfen

14. September 2014

Alex margolin, HonestReporting, 4. September 2014 (übersetzt von Cora)

Im Bemühen um eine erfolgreiche Strategie, die gegen den BDS angewandt werden könnte, hat HonestReporting Sara Saber-Freedman interviewt, Vizepräsidentin des Centre for Israel and Jewish Affairs und Mitbegründerin von BUYcott.

HonestReporting: Seit der BDS das Hauptwerkzeug dafür geworden ist, die Gefühle und Meinungen gegen Israel zu wenden, welche Rolle kann der strategische Plan des Buycotts (Kauf viel) dabei spielen, der Presse der BDS Bewegung entgegenzuwirken?

Sara Saber-Freedman: Ich stimme Ihnen vollständig zu, dass der BDS tatsächlich ein reines Propaganda-Werkzeug ist. Während die Situation in Europa anders ist, haben die meisten Menschen in Nordamerika noch nie vom BDS gehört, wenn sie nicht sehr stark am einen oder anderen Ende des Pro- oder Anti-Israel-Spektrums engagiert sind. Außerdem BRAUCHEN die BDS Leute uns, für eine Überreaktion, mit sie überhaupt erst mediale Aufmerksam bekommen. In den Anfängen des BDS war die Pro-Israel-Gemeinschaft so wütend, dass wir teilweise durch unsere Reaktionen die Arbeit des Gegners machten, indem wir ihnen eine Medienplattform besorgten. Wir wurden das Vehikel, durch das die wenigen BDS Befürworter eine Menge Leute erreichten, die vorher noch nie etwas vom BDS gehört hatten.

BUYcott dachte sich daher eine dreigeteilte Strategie aus. Erstens den Pro-Israel-Vertretern etwas Positives und Konstruktives an die Hand zu geben, mit dem sie dem BDS begegnen können, ohne weitere Medienaufmerksamkeit auszulösen. Zweitens den Boykottlern mitzuteilen, dass, wenn sie versuchen durch BDS Israel zu isolieren, die direkte Konsequenz ist: MEHR Käufe, MEHR Handel und MEHR Unterstützung für Israel. Und drittens den Gebrauch der sozialen Medien zur Unterstützung Israels voranzutreiben, indem wir für eine demokratische Plattform sorgen, auf der jeder Fürsprecher Israels nach Kräften zur Hilfe aufrufen kann und Kampagnen organisiert werden können. Es ist wie eine Art Judo, in dem die Energie unserer Gegner als Hebelkraft für den Sieg Israels verwendet wird.

Es gibt ein aktuelles Beispiel, das ich anführen möchte. Inmitten des Gaza-Krieges wurde eine App – passend Buycott genannt – bekannt. Diese App erlaubte es den Nutzern, Kampagnen zu den unterschiedlichsten Themen vom Stapel zu lassen, von Produkten aus genetisch veränderten Pflanzen bis zu „Made in Italy“. Indem man den Barcode Scanner der Handys benutzt, kann man die Produkte identifizieren, die man kaufen oder vermeiden möchte. Es ist wohl nicht nötig zu sagen, dass während des Gaza-Krieges, die Kampagne zum Boykott israelischer Waren sehr verbreitet war. Wir nahmen die Gelegenheit wahr, diese App für den genau entgegen gesetzten Grund zu nutzen; wir spornten die Leute an, die Anti-Israel Kampagne als Weg zu nutzen, die Firmen und Waren zu finden, die dadurch ausgeschlossen wurden und genau diese Dinge zu kaufen.

HonestReporting: Schon vor dem Gaza Krieg gab es Anzeichen, dass die BDS-Bewegung größere Auseinandersetzungen plant, vor allem an den Universitäten. Wie sieht die Auseinandersetzung mit dem BDS in den nächsten Jahren aus und wird die BUYcott-Strategie ein Teil davon sein?

Sara Saber-Freedman: Wir müssen festhalten, dass die studentischen Resolutionen auf den Campussen rein symbolischer Natur sind. Die Selbstverwaltungen der Studenten spielt in der Investitionspolitik der universitären Stiftungen oder der allgemeinen Politik der Partnerschaften, die von den Universitätsverwaltungen beschlossen werden, keine Rolle. Kanadische Universitäten, die ich am besten kenne, führen ihre Beziehungen mit Israel fort und erweitern sie sogar. Das liegt daran, dass der Großteil der Akademiker der Meinung ist, akademische Freiheit bedeute, dass Politik Menschen nicht daran hindern sollte, ihr intellektuelles Streben miteinander zu teilen; und weil Stiftungen und die Investmentpolitik der Pensionsfonds an Generieren von Geld interessiert sind, statt an politischen Aussagen. Die Befürworter der studentischen BDS-Resolutionen wissen sehr genau, dass diese nur leere Gesten sind; es ist Propaganda, wie ich vorhin schon sagte.

Eine der Sachen, die wir bei BUYcott sehr effektiv betreiben, ist die Forderungen der BDS Bewegung genau zu untersuchen. So wissen wir z.B., dass einige der BDS-Resolutionen auf den Campussen zurückgenommen wurden, weil diejenigen, die sie eingebracht hatten, die Regeln und Regularien, die es auf jedem einzelnen Campus gibt, nicht respektiert hatten. In einem anderen Fall, der schon einige Jahre zurückliegt, verkaufte eine Ivy League-Universität mit einem riesigen Stiftungsfond alle israelischen Anteile aus dem Portfolio der „Wirtschaftsentwicklung“. Von den BDSlern wurde das als Sieg verkündet, doch das Gegenteil war der Fall: Israels Wirtschaft ist so gut, dass es nicht länger für Wirtschaftshilfe aus diesem Fonds qualifiziert war.

BUYcott ist eine Plattform, die diese falschen Behauptungen entlarvt, entweder direkt oder durch unsere Kollegen weltweit; wir haben die Möglichkeiten ganz nach oben zu gehen, um genaue und sichere Informationen zu bekommen, die wir mit unseren Mitgliedern teilen können.

Israels Wirtschaft wächst kontinuierlich, der Tourismus nimmt ständig zu, abgesehen von diesem Sommer durch den Krieg (nicht durch BDS), Künstler kommen weiterhin, um in Israel aufzutreten (das jüngste Beispiele waren die Stones und in diesem Monat Lady Gaga). Kurz gefasst: Die BDS Propaganda bleibt was sie ist: Propaganda.

Wir von der Pro-Israel-Gemeinschaft sollten unseren Gegnern keinen unverdienten Sieg verschaffen, indem wir verkünden, die hohlen Bemühungen seien erfolgreich, wenn sie es in Wahrheit überhaupt nicht sind.

Melanie Phillips ruft zu einer neuen Strategie auf für die Vertretung der Sache Israels

9. September 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 31. August 2014 (übersetzt von Cora)

Die prominente britische Kommentatorin Melanie Phillips sprach am Mittwochabend, 27.08.2014 vor fast 300 Menschen im Heichal Shlomo-Gebäude in Jerusalem. Die Veranstaltung wurde von HonestReporting, das seinen Sitz in diesem Gebäude hat, unter dem Motto „Die jüdische Diaspora zahlt den Preis für Gaza“ ausgerichtet.

Israel als „lebensbewahrenden Ort der Hoffnung, an dem Juden nicht auf den Knien, sondern für die Verteidigung der Zivilisation gegen die Barbarei kämpfend“ beschreibend, berichtet Frau Phillips, wie in der Diskussion rund um den Gaza-Konflikt Anti-Israel-Haltungen in offenen Antisemitismus umschlugen und zu einem „Tsunami an Hass und Fanatismus“ wurden.

Mit Großbritannien als Fallstudie besprach Frau Phillips die voreingenommene Haltung gegenüber Israel, vor allem von Seiten der Muslime, der Linken und sogenannten Liberalen hin, bevor sie die jüdische Gemeinschaft im Vereinigten Königreich dafür kritisierte, nicht angemessen darauf geantwortet und stattdessen lieber den Kopf eingezogen zu haben.

Sie kritisierte ebenfalls Israels Versagen darin „zu begreifen, dass Informationen die Strategie für das Schlachtfeld der Meinungen sind – eine Strategie, die einen enormen Effekt gegen Israel hatte und von der man anscheinend nicht wusste, dass darum gekämpft werden muss.“

Israel braucht eine neue strategische Vision. Es braucht eine Strategie, um die psychologische Kriegsführung zu bekämpfen, die von seinen Feinden eingesetzt und seit vier Jahrzehnten gegen Israel sehr effektiv geführt wird.

Frau Phillips erklärte, dass Israel das gesamte Narrativ zum Nahen Osten neu ausrichten muss, zuerst durch Information der Unwissenden über die Geschichte der Juden und Israels; indem es den muslimischen und arabischen Antisemitismus herausstellt, der selbst bei den sogenannten Moderaten im Nahen Osten weit verbreitet ist; und indem Israel sich selber als Speerspitze im Kampf um die Zivilisation positioniert, wozu es dem Begriff Zionismus wieder die moralische Überlegenheit zurückgeben muss, der ihm gehört.

Sie betonte, dass der Zionismus ein integraler Bestandteil des Judentums ist und wer Israel feindlich gegenüber steht, auch gegen die Juden feindlich gesinnt ist.

Israel sollte die Delegitimierer selber delegitimieren, indem es die UNO auffordert, über die Beziehungen zwischen der UNRWA und der Hamas Rechenschaft abzulegen und die Glaubwürdigkeit des UN Menschenrechtsrates als Mechanismus zu Stärkung von Diktatoren und Schurkenstaaten aufzeigt.

Frau Phillips drängte Israel, seine Verbündeten für das Schweigen in all den Jahren der Dämonisierung und Delegitimisierung zur Rechenschaft zu ziehen, ebenso für die ständige Hetze gegen Israel und die Juden.

Zum Schluss sagte sie, Israel solle seinen Kampf nicht als einen lokalen Konflikt darstellen, sondern sich an die Spitze eines globalen Krieges für die Zivilisation und gegen den Islamismus und Jihadismus stellen, in dem sich alle westlichen Staaten befinden.

Melanie Phillips schloss mit den Worten:

Die Juden der Diaspora zahlen nicht den Preis für Gaza. … Sie zahlen den Preis für etwas anderes. Sie zahlen den Preis für Gaza wegen des westlichen Antisemitismus. Sie zahlen für Israels strategisches Versagen im Kampf um die Köpfe. Sie zahlen für ihr eigenes Schweigen und ihre nutzlosen Versuche, sich von Israel zu distanzieren. Sie zahlen aber vor allem den Preis, weil sie – und ich denke hier insbesondere an Britannien – bislang in einem Wolkenkuckucksheim leben.

HonestReporting-Chefredakteur Simon Plosker sagte dazu:

Melanie Phillips ist eine energische Unterstützerin Israels und sowohl Israel als auch die Diaspora können viel von ihrer Bereitschaft lernen die Herausforderungen anzunehmen, denen wir in diesen schwierigen Zeiten ausgesetzt sind.

Ex-AP Korrespondent entlarvt die Israel Besessenheit der Medien

3. September 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 26. August 2014 (übersetzt von Cora)

Der ehemalige Korrespondent der Associated Press Matti Friedmann erklärt in einem verurteilenden und aufdeckenden Bericht im Magazin Tablet, wie und warum die Reporter so falsch über Israel berichten und was dies bedeutet.

Wenn die Hysterie abebbt, wird – glaube ich – das Geschehen in Gaza von der Welt als nicht sehr wichtig erachtet werden. Menschen wurden getötet, meistens Palästinenser, darunter viele unbewaffnete Zivilisten. Ich wünschte, ich könnte sagen, die Tragödie um ihr Sterben oder der Tod israelischer Soldaten würde irgendetwas ändern, dass dies einen Wendepunkt markieren würde. Aber dem ist nicht so. Diese Runde war nicht die erste in den arabischen Kriegen mit Israel, noch wird es die letzte sein. Die israelische Kriegsführung unterschied sich in ihrer Ausführung kaum von jeder anderen, wie sie westliche Armeen gegen einen ähnlichen Gegner in den letzten Jahren geführt hatten, mit Ausnahme der direkteren Natur einer Gefahr für die Bevölkerung eines Landes und der größeren Anstrengungen tote Zivilisten zu vermeiden.

Was an diesem Sommerkrieg wichtig bleibt, liegt – so glaube ich – nicht im Krieg selbst. Es liegt vielmehr darin, auf welche Art und Weise dieser Krieg beschrieben und wie darauf im Ausland reagiert wurde. Auf diesem Weg wird die Wiederbelebung eines alten, verdrehten Denkens offenbar und seine Wanderung von den Rändern in die Mitte der westlichen Diskussion deutlich – nämlich die einer feindliche Obsession gegenüber den Juden. Der Schüssel zu dieser Wiederbelebung findet sich nicht bei den Jihad–Webmastern, den Verschwörungstheoretikern im Keller oder radikalen Aktivisten. Er liegt stattdessen vor allem bei den gebildeten und respektablen Menschen, welche die internationale Nachrichtenindustrie bevölkern, viele davon anständige Menschen, und manche sind meine ehemaligen Kollegen.

Während man die globale Manie über israelische Handlungen inzwischen als gegeben erachtet, ist es tatsächlich das Ergebnis von Entscheidungen, die von einzelnen Menschen in verantwortlichen Positionen getroffen wurden – in diesem Fall von Journalisten und Herausgebern. Die Welt reagiert nicht auf die Geschehnisse in diesem Land, sondern auf die Beschreibung der Geschehnisse durch die Medien. Die Lösung zum Verständnis der seltsamen Art von Reaktionen liegt darin, wie der Journalismus praktiziert wird, speziell in der massiven Fehlfunktion, die sich in diesem Beruf – meinem Beruf – hier in Israel breit gemacht hat.

Matti Friedman

Friedmann macht öffentlich, wie überproportional hoch im Vergleich mit anderen Orten das Personal von AP sowie der übrigen Medien in Israel und den Palästinensergebieten ist.

Er beschuldigt die Medien, die Palästinenser nur als passive Opfer eines Israel darzustellen, das so behandelt wird, als müsse es allein genauestens beobachtet werden und dass sich die Medien nie die Mühe machen, zu berichten, wofür die Hamas tatsächlich steht.

Er bringt Beispiele von Geschichten, die in der Schublade verschwanden weil sie nicht zum allgemein akzeptierten Bild passten, Israel als Zentrum des implodierenden Mittleren Ostens dar zu stellen.

Matti Friedmanns Schluss ist beunruhigend:

Israel ist keine Idee, kein Symbol für Gut oder Böse oder gar der Lackmustest linker Gesinnung bei Abendgesellschaften. Es ist ein kleines Land in einem beängstigenden Teil der Welt, der immer schrecklicher wird. Es sollte darüber so kritisch berichtet werden, wie über jedes andere Land und in seinem Kontext und seinen Proportionen gesehen werden. Israel hat nicht die wichtigsten Geschichten in der Welt, nicht mal im Nahen Osten; wie immer sich dieses Gebiet in den nächsten Dekaden entwickeln wird, es wird mit Israel so viel zu tun haben, wie Spanien mit dem zweiten Weltkrieg. Israel ist ein Fleck auf der Landkarte, eine Nebendarstellung, die aufgeführt wird, weil es emotional ungewöhnlich aufgeladen ist.

Viele im Westen bevorzugen offensichtlich die alte Bequemlichkeit die moralischen Fehler der Juden aufzugliedern, was ihnen das bekannte Gefühl der Überlegenheit gibt, anstatt sich mit der unschönen und verwirrenden Realität zu beschäftigen. Sie mögen davon überzeugt sein, dass alles das Problem der Juden und natürlich auch die Schuld der Juden sein. Aber Journalisten, die diese Fantasien pflegen, tun dies auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit und ihres Berufes. Und, wie Orwell uns sagen würde, die Welt genießt ihre Fantasien auf eigene Gefahr.

Matti Friedmanns Geschichte, von einem Insider geschrieben, verdient es komplett gelesen zu werden.

Die New York Times gibt die Kontrolle über die Medien durch die Hamas zu

31. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

In ihrem Bericht über die gezielte Tötung des offiziellen Hamas-Finanzverwalters und Terrorunterstützers Mohammed al-Ghoul findet sich in der New York Times ein kleines, aber wichtiges Zugeständnis zur die Kontrolle der Hamas über das, was die Medien berichten können.

„Die Zeugen, die den Ort einige Minuten nach dem Luftangriff erreichten, berichteten, dass Sicherheitsleute in Zivilkleidung Fotografen daran hinderten Bilder zu machen, Umherstehende wegschickten, das Geld einsammelten und die Überreste des Autos nach weiterem Geld durchsuchten. Der Zeuge wollte aus Angst vor Vergeltung anonym bleiben.“

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die „Sicherheitsleute in Zivil“ Hamasmitglieder sind. Da sie wie Zivilisten gekleidet sind, stellt sich die Frage, wie viele Terroristen als Zivilisten klassifiziert werden, einfach deshalb, weil sie keine Militär-Uniformen tragen.

Dass Fotografen und Zuschauer davon abgehalten wurden, das Geschehene zu dokumentieren und ein Zeuge Vergeltung fürchten muss, spricht Bände über die tatsächliche Kontrolle der Hamas über Gaza und warum große Teile des Geschehens nicht in die internationalen Medien gelangen.

Es ist sicher nicht verwunderlich, dass die Leiterin des Jerusalemer Büros der NY Times diesen Artikel nicht geschrieben hat. Schließlich tat sie die Verurteilung der Einschüchterungen durch die Hamas durch die Foreign Press Association als „Blödsinn“ ab.

Medien-Fehlschüsse zum Zusammenbruch des Gaza-Waffenstillstands

26. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 20. August 2014 (übersetzt von Cora)

Zum elften Mal hat die Hamas im derzeitigen Konflikt das Waffenstillstandsabkommen gebrochen, diesmal indem sie am Dienstagnachmittag Raketensalven in den Süden Israels schossen. Es ist klar, wer für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich ist und die Verhandlungen versenkte, die zu diesem Zeitpunkt noch im Gange waren. Aber die Medien haben es wieder einmal geschafft, es falsch darzustellen.

Als die Nachricht kam, konnte The Guardian nicht anders, als Israel als Aggressor darzustellen

Israel beginnt mit neuen Luftangriffen auf Gaza

Die Überschrift des Daily Telegraph lässt Zweifel an der Schuld der Hamas zu, indem sie Anführungszeichen setzen, die völlig unangebracht sind

Israel schlägt gegen Gaza los, nachdem die Hamas „den Waffenstillstand gebrochen hat“

Der Untertitel vom The Independent sagt, dass „Israel behauptet, Hamas Terroristen brachen die Waffenruhe, indem sie Raketen aus Gaza abschossen“. Dem folgte ein Verweis auf „einen vermeintlichen Angriff am Dienstag“, was die Glaubwürdigkeit Israels ebenso in Frage stellt wie den Status der Hamas Terroristen.

Andere Medienorganisationen zeigen durch eine moralische Gleichsetzung Nachsicht und weisen Israel die gleiche Schuld zu, ungeachtet der Aggressionen durch die Hamas. Als Beispiel dafür der Aufmacher der LA TimesL

Israelische und Gazaner Militante gehe noch vor dem Ende der Waffenruhe erneut aufeinander los

Und Kanadas Globe and Mail:

Der Krieg in Gaza geht mit tödlichen Angriffen und Raketenbeschuss weiter

Oder The Scotsman, der ebenfalls Israelis und Hamas die gleiche Verantwortung für das Scheitern des Waffenstillstands in Rechnung stellt, indem er das Geschehen mit einem „Austausch der Raketen“ beschreibt:

Gaza: Der Austausch von Raketen Ruiniert die Gespräche in Ägypten

Für einige Medien wurden die Raketenangriffe, die den Waffenstillstand brachen, ohnehin aus den Geschichtsbüchern radiert, womit Israel fälschlich als der Hauptverantwortlicher dargestellt wird.

Die BBC, schon länger ein Experte darin, wichtige Zusammenhänge zu verschweigen, fokussiert sich ganz auf die Verfolgung des Anführers der Hamas-Terroristen Mohammed Deif, vergisst aber den Bruch der Waffenruhe durch die Hamas zu erwähnen. Durch den Bericht der BBC kann der Leser nur davon ausgehen, dass Israel der Hauptschuldige für die Gewalt ist.

Ebenso fokussiert sich The Times of London ganz auf Mohammed Deif und stellt fest: „Nachdem die Waffenruhe gebrochen wurde, fahren Israel und die Hamas fort, sich zu bekämpfen.“ Gefolgt von: „24-stündige Pause, die bis Mitternacht anhalten sollte, brach gestern Nachmittag zusammen, wofür man sich gegenseitig beschuldigt.

Einmal mehr werden den Lesern nicht alle Fakten und Zusammenhänge geliefert.

Ein Journalist korrigiert eine Lüge aus Gaza mit einer weiteren

24. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 17. August 2014 (übersetzt von Cora)

HonestReporting hat bereits den New Statesman auf dessen fast 4.000 Worte langen Bericht von Donald Macintyre aus dem Gazastreifen angesprochen, der deutlich die Unzuverlässigkeit der palästinensischen Opferzahlen aufzeigt. Der Bericht enthielt folgenden Absatz:

„Glücklicherweise erlitt Yasser nicht das gleiche Schicksal wie der 10jährige Mohammed Badran, ein anderer Überlebender, der ins al-Shifa-Krankenhaus eingeliefert wurde. Infolge eines israelischen Luftangriffs erblindete er, im Krankenhaus angekommen, schien er noch nicht zu wissen, dass seine gesamte Familie vernichtet wurde, als eine Rakete ihr Haus im Flüchtlingslager Nuseirat zerstört hatte. Da er die Art seiner Verletzung nicht verstand, fragte er das Personal ständig: „Warum habt ihr das Licht ausgemacht?“

Diese blutrünstigen Israelis sind also nicht zufrieden damit Mitglieder einer aufrechten Familie zu verletzen, sie töten auch noch erbarmungslos den Patriarchen, als der sich ganz unschuldig auf das Morgengebet vorbereitete.

Allerdings war Nidal nicht für das Morgengebet in der Moschee. Er traf sich dort um 3:30 Uhr morgens mit zwei weiteren führenden Hamasmitgliedern, wie mein früherer Bericht von heute zeigt. Es ist klar, dass die zerstörte Moschee ein paar Geheimnisse hatte, von denen die Hamas die Reporter fernhalten wollte.

Die drei Terroristen, die in der Moschee getötet wurden waren Nidal Badram(نضال بدران), Maaz Zayed (معاذ زايد) und Tariq Jadallah (وطارق جاد الله).

Auf einmal scheint die Zielauswahl des Badran-Hauses etwas weniger zufällig, oder nicht?

Übrigens haben die arabischen Medien die drei Hamas Mitglieder, die in der Moschee getötet wurden, natürlich als Zivilisten dargestellt. PCHR und AP bezeichneten sie als Kämpfer, allerdings ohne ihre Namen zu nennen.

Macintyre erwähnte Nidal Badrans Tod in einer früheren Geschichte für den Intependent, dort beschreibt er den Angriff so:

An diesem Morgen zerstörte ein israelisches Bombardement eine der größten Moscheen im zentralen Gazastreifen. Dabei wurden drei Palästinenser getötet, die sich auf das Morgengebet vorbereiteten. Einer davon war der Vater eines schwer verletzten 10jährigen Jungen, der bei einem Treffer auf ihr Haus vor einer Woche erblindete.

Zwei Bulldozer wühlen sich durch den Berg von Trümmern, der nach dem F-16-Luftangriff von der Al-Qassam-Moschee im Herzen des Nusseirat Flüchtlingslagers übrig geblieben ist und wo man die vier Männer zuletzt in dem Nebenraum für die übliche Waschung vor dem Gebet gesehen hat, bevor sie die Bombe kurz nach 3 Uhr morgens erwischte.

Unter den drei geborgenen Leichen war auch Nidal Badran (44), der verzweifelt darauf hoffte, dass sein Sohn Mohammed, der zur Zeit mit schwersten Gesichtsverletzungen, durch die er auch das Augenlicht verlor, im Shifa-Krankenhaus liegt, für die notwendigen Operationen nach Europa gebracht werden würde.

Der die getöteten Männer als „Mitglieder einer bewaffneten Gruppe“ beschreibende PCHR-Artikel war zu diesem Zeitpunkt bereits veröffentlicht, also machte sich Macintyre nicht einmal die Mühe die Fakten über den Terroristen Nidal Badran zu überprüfen, bevor er ihn zwei Mal sehr mitfühlend beschrieb.

Macintyre berichtete, dass Israel Warnungen absetzte, bevor es die Moschee zerstörte, aber diese Warnung die Hamasmitglieder nicht rechtzeitig erreichte.

Und es ist nicht so, als hätte Macintyre keine Ahnung gehabt. Er wusste, dass Badran Polizist war und jeder anständige Reporter in Gaza sollte wissen, dass die überwiegende Mehrheit der Polizisten traditionell auch Mitglieder der Al-Qassam-Brigaden sind.

Also eine weitere Beschönigung der Hamas.

Oh übrigens, schaut euch das mal an:

Der Bruder des Toten, Kemal Badran (45), der für das Informationsbüro des UN-Flüchtlingswerks (UNRWA) arbeitet, sagt, dass sein Bruder seit 20 Jahren als Polizist in Gaza gearbeitet habe.… „Er war ein religiöser Mensch“, setzt er hinzu und dass er regelmäßig früher zum Morgengebet ging, um sich zu waschen und im Koran zu lesen. „Vielleicht wussten (die Israelis) nicht, dass zu diesem Zeitpunkt überhaupt jemand in der Moschee war“, glaubt er.

PCHR wusste natürlich, dass Nidal ein Terrorist war … ebenso wie sein Bruder von der UNWRA.

Man kann nichts von dem glauben, was die Einwohner Gazas den Reportern erzählen. Leider sind die Reporter nur allzu bereit den Lügen Glauben zu schenken.

Die Hamas gibt zu, dass sie ausländische Journalisten bedroht

22. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 17. August 2014 (übersetzt von Cora)

Wir haben es von der Vereinigung der Auslandsjournalisten ebenso gehört wie aus israelischen Medien, die mit ihren Journalisten gesprochen haben. Es wurde von Pal T. Jorgensen von Norwegens TV2 bestätigt. Und jetzt hat ein Hamas Sprecher in einem Interview am 14.08. in Libanons al-Mayadeen zugegeben, dass Journalisten in Gaza bedroht und jene, die Orte, von denen aus Raketen abgeschossen wurden, filmten oder fotografierten, ausgewiesen wurden.

Hier ist ein Video, veröffentlicht und übersetzt von MEMRI:

Einige Auszüge:

Interviewer: Wie haben Sie den Kontakt zu den ausländischen Journalisten aufrecht erhalten und wie übermittelten Sie ihnen Ihre Sicht der Dinge?

Al-Mudallal: Seit dem Beginn der Aggressionen gegen den Gaza-Streifen wurde an den Grenzübergängen der Ausnahmezustand ausgerufen, besonders am Übergang Beit Hanoun, auch als Erez-Übergang bekannt; den Journalisten wurde ohne große Bürokratie erlaubt, einzureisen. Sie mussten sich nur zu ihrer eigenen Sicherheit registrieren lassen.

Unser Problem war, (dass wir nicht wussten), wer in den Gaza-Streifen einreiste. Wer waren sie? Die meisten waren Freiberufler, andere kamen von Nachrichtenagenturen.

In diesem Krieg kamen weniger Journalisten in den Gaza-Streifen als während der letzten Runden, 2008 und 2012. Deshalb ähnelte die Berichterstattung durch die ausländischen Journalisten viel stärker der der israelischen Okkupanten (Israel). Zudem waren die Journalisten, die nach Gaza kamen, ganz auf Friedensvorstellungen und das israelische Narrativ fixiert.

Wenn sie also Interviews durchführten oder an Orte gingen, um von dort zu berichten, wollten sie vor allem Plätze filmen, von denen aus Raketen abgeschossen wurden. Weil sie mit den Besetzern kollaborierten.

Diese Journalisten wurden aus dem Gaza-Streifen ausgewiesen. Unser Sicherheitsdienst ging zu ihnen und hatte mit diesen Leuten ein Gespräch. Sie gaben ihnen etwas Zeit ihre Nachrichten zu ändern, auf die eine oder andere Weise.

Die israelischen Raketen unterscheiden nicht zwischen Kämpfern, Zivilisten oder Kindern.

Einige Journalisten, die in den Gaza-Streifen kamen, standen unter Sicherheitsüberwachung. Selbst unter schwierigsten Bedingungen schafften wir es, sie zu erreichen und ihnen zu erklären, dass das, was sie da machen, nichts mit professionellem Journalismus zu tun habe und unmoralisch sei.

Jonathan Tobin bemerkt dazu dies im Commentary Magazin:

Das Frustrierendste an der ganzen Sache war nicht nur, dass die Presse gezwungen wurde, nur einen Teil dessen zu berichten, was in Gaza geschehen ist. Es scheint, als würden die meisten glauben, an ihrer Berichterstattung sei nichts falsch. Tatsächlich schienen die meisten kein Gespräch mit einem Hamasverbrecher zu brauchen, um mit al-Mudallal übereinzustimmen, dass es für einen Journalisten in Gaza nur eine angemessene Tätigkeit gibt – so viele Fotos von verletzten palästinensischen Zivilisten zu machen wie möglich. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass diese durch die Terroristen in Gefahr gebracht wurden, die aus ihrer Mitte heraus schießen und Tunnel graben, vor allem in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und Moscheen.

Diese offensichtliche Einseitigkeit der Medien stört die Israelis nicht, sie haben es längst aufgegeben, eine faire Berichterstattung durch jene ausländischen Medien zu erwarten, die ja oft in Gegenden reisen, in denen tiefe Vorurteile gegenüber dem Zionismus vorherrschen und die entschlossen sind, nur Geschichten zu finden, die zu ihrem vorgefassten Urteil über die Palästinenser passen. Wir haben in den letzten Wochen viel davon gehört, wie Israel und seine Freunde die richtigen Schlüsse aus diesem Krieg gezogen haben, ebenso haben Experten immer wieder davor gewarnt, dass die Berichte über palästinensische Opfer, sie die öffentlichen Meinung kosten würden. Aber wir haben so gut wie keine Gewissensprüfung von Journalisten über die Krise ihres Berufes und die Fehler jener, die mitten aus Gaza berichteten, gehört.

Als Antwort auf Al Mudallas Enthüllungen stellte der CEO von HonestReporting, Joe Hyams fest:

Wenn die Journalisten unter Bedrohung aus Gaza berichten, haben sie die als Profis die Pflicht, das zu diesem Zeitpunkt deutlich zu machen. Dass sich so viele Journalisten hinter Anonymität verstecken, wenn es darum geht Wahrheiten aufzugedecken, zeigt, dass ihnen der Zugang nach Gaza wichtiger ist, als die Wahrheit.

Während die Hamas für ihren Umgang mit den ausländischen Medien verurteilt werden sollte, sind die Medien, die es dulden, indem sie Bilder von Raketenabschüssen aus zivilen Gegenden und von dort operierenden Hamasterroristen zurückhalten Komplizen bei der Dämonisierung Israels. Ihr Mangel an Professionalität und Transparenz zeigt, dass sich darin, dass die Hamas-Agenden fördern, indem sie einseitig nur Bilder von toten und verletzten Kindern zeigen, was Israel und den jüdischen Gemeinden der Welt unermesslichen Schaden zufügt.

Dafür sollten sie schamerfüllt die Köpfe senken!


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