YNet schrieb, die neueste Modewelle im Gazastreifen bestehe darin, Babys die Namen Fajr und Ahmed Jabari zu geben.
Es sagt nicht viel über die Chancen für Frieden aus, wenn man seine Kinder nach Raketen und Terrorkommandeuren benennt.
Wir werden wissen, dass wir über den Berg sind, wenn die Palästinenser anfangen, ihren Kindern Namen wie Menschlicher Schutzschild, Kanonenfutter und Gehirngewaschen zu geben.
Aleppos Al-Farabi-Krankenhaus nach einem syrischen Luftangriff
Während alle zusahen, wie Israel und die Hamas fochten, ging der syrische Bürgerkrieg weiter. Ihnen kann also vergeben werden, dass Sie den syrischen Luftangriff auf ein Krankenhaus in Aleppo verpassten.
Da das Corps der Auslandspresse in Israel und dem Gazastreifen die Latte der Besorgnis um zivile Opfer festgelegt haben, werden wir ein ähnliches Level an gerechtfertigter Empörung gegenüber Syrien erleben?
Oder genießen nur Palästinenser unverhältnismäßige Berichterstattung?
In der Folge eines Terroranschlags in Israel kann man sich darauf verlassen, dass die BBC eine klare Erklärung meidet, dass ein Terroranschlag stattgefunden hat.
Mindestens 10 Menschen wurden bei einer Explosion in einem Bus in Israels Wirtschaftshauptstadt Tel Aviv verletzt; ein israelischer Offizieller beschrieb das als „Terroranschlag“.
Die BBC kann sich immer noch nicht aufraffen, offen zu sagen, dass der Bombenanschlag ein Terroranschlag war.
In dem Artikel heißt es weiter:
Nach dem Vorfall in der Nähe des militärischen Hauptquartiers waren im Gazastreifen schwere Explosionen zu hören – ein offensichtlicher israelischer Angriff auf das Fußballstation.
Es passt in die BBC-Betrachtungsweise des Konflikts, israelisches Handeln als rachsüchtige Vergeltung darzustellen. Fakt ist, dass das Fußballstadion als Abschussort für palästinensische Raketen genutzt worden war und ohne Zweifel das Ziel eines israelischen Luftangriffs gewesen ist, unabhängig von dem Terroranschlag in Tel Aviv.
Einmal mehr verhält sich die BBC wie man es von ihr kennt.
Twitter-Feeds offenbaren oft, wie Persönlichkeiten der Medien wirklich über Israel denken; und das kann wirklich übel sein. Man nehme diesen Tweet des Reuters-Redakteurs für soziale Medien und Kolumnisten Anthony De Rosa:
Wenn die Eiserne Kuppel so erfolgreich ist, worin besteht dann der Sinn des Tötens so vieler bei Vergeltung, besonders der Opfer unter den „menschlichen Schutzschilden“?
Die hier zur Schau gestellte Ignoranz ist einfach atemberaubend. Doch es könnte auch die Mentalität von Reuters erklären, die es gestattet, dass Videos gefälschter Opfer in wichtigen Medienorganen verbreitet werden.
UPDATE:
Diese getwitterte Antwort kann nun durch nichts mehr getoppt werden:
@AntDeRosa Hätten Sie ein ERSTAUNLICHES Suspensorium, das den Schmerz um 90% reduziert, dürfte ich Ihnen dann weiter in die Eier treten, ohne dass Sie zurückschlagen?
Beim Abendessen löcherten mich meine Nudeln um ihre Gabeln drehenden Kinder mit Fragen zum Krieg. Erreichten irgendwelche Raketen Tel Aviv? Was ist mit Aschkelon? Hatte ich irgendwelche tollen Fotos von Eiserne Kuppel gesehen?
Als ich erwähnte, dass Ismail Haniyeh sich irgendwo versteckt hält, weckte das Interesse meiner Tochter. Rivka ist elf und nimmt Dinge auf, die sie im Radio hört.
Rivka: Versteckt? Wo versteckt er sich?
Ich: Wahrscheinlich unter der Erde in einem Bunker oder Tunnel unter dem größten Krankenhaus in Gaza. So machte er das im letzten Krieg.
Rivka: Warum dort?
Ich: Er weiß, dass wir das Krankenhaus nicht angreifen werden, wenn er sich dort versteckt.
Rivka: Warum nicht, wenn er sich da versteckt?
Ich: Es heißt Shifa-Hospital und ist Gazas wichtigstes Krankenhaus. Kranke Leute brauchen ein Krankenhaus, in das sie gehen können, selbst im Krieg. Und wenn eine Armee ein Krankenhaus angreift, werden eine Menge normale Leute sterben. Es ist nicht einfach ein Krankenhaus zu bauen und all die Ausrüstung dafür zu bekommen. Gaza braucht auch mehr Krankenhäuser und Kliniken. Wenn wir also das Shifa-Hospital angreifen, wird die Welt uns nicht mögen.
Rivka: Die Palästinenser sollten in unsere Krankenhäuser kommen. Und die Welt sollte keinen Mann mögen, der sich in Krankenhäusern versteckt. (Pause) Abba, haben wir ihnen das Krankenhaus gebaut?
Ich: ich glaube wir halfen ihnen es zu bauen. (Später erfuhr ich, dass Großbritannien das Shifa in den 1930-ern baute; Israel baute es in den 1980-er Jahren beträchtlich aus.)
Es gibt im AP-Stilbuch nur einen Eintrag zu Jerusalem; in diesem heißt es: „Die Stadt in Israel wird in Datumzeilen alleine gestellt.“
Auf die Frage von Politico, warum eine Korrektur ausgegeben wurde und wie der AP-Stil in dieser Lage aussehen würde, verwies AP-Sprecher Paul Colford auf den oben angeführten Stilbuch-Eintrag. Er schrieb in einer E-Mail weiter: „Die Stadt wurde in der heutigen Ausgabe alternativ als die ‚Hauptstadt‘ und die ‚selbsterklärte Hauptstadt‘ bezeichnet. Sie wird inzwischen im Schrifttyp aus der Region wie folgt beschrieben:
Die Luftschutz-Sirenen ertönten in Jerusalem nach Beginn des jüdischen Sabbath in der heiligen Stadt, die sowohl von Israel als auch den Palästinensern als Hauptstadt beansprucht wird und rund 75 Kilometer (47 Meilen) von Gaza entfernt ist. Micky Rosenfeld, Sprecher der israelischen Polizei, sagte, die Rakete landete in offenem Gelände südöstlich der Stadt.
Colford gab Politico eine nachfolgende Information, um zu sagen, dass das als „Korrektur“ zu bezeichnen unnötig war. „Es wurde klar die Entscheidung getroffen, dass erklärende Wortwahl am besten ist“, schrieb er:
heilige Stadt, die sowohl von Israel als auch den Palästinensern als Hauptstadt beansprucht wird und rund 75 Kilometer (47 Meilen) von Gaza entfernt ist
Das reicht, um jedermanns Herz schmerzen zu lassen. Es ist selbstverständlich, dass Hauptstädte selbsterklärt sind. Die AP würde Bezugnahmen auf Brasilia, Canberra oder Dublin als Hauptstädte von deren jeweiligen Staaten nicht näher bestimmen, außer die Leugnung der Realität wäre politisch korrekt – was zunehmend der Fall ist, wenn es um Jerusalem geht.
Aber wenigstens gab die Nachrichtenagentur nicht die BBC und bezeichnete Tel Aviv als unter Feuer liegende Hauptstadt Israels.
Israel ist nicht daran interessiert, die Flammen zu schüren, aber seit fünf Tagen hat es ständiges Raketenfeuer auf Israel gegeben und Mütter und Kinder können nachts nicht schlafen… Es gibt eine Grenze dessen, was Israel ertragen kann. Präsident Shimon Peres zu Präsident Barack Obama, 14. November 2012
Einmal mehr muss Israel sich mit einer Militäroperation zur Beendigung des Raketenfeuers aus dem Gazastreifen beschäftigen. Der vorhersehbare Medienwahn hat begonnen. In diesem Leitfaden werden wir Ihnen den Hintergrund und die Informationen geben, die Sie brauchen, um auf die Medieneinseitigkeit gegen Israel zu reagieren.
Hintergrund
Zum dritten Mal innerhalb eines Monats befinden sich die Zivilisten des südlichen Israel unter ständigem Raketenfeuer aus dem Gazastreifen.
Die derzeitigen Angriffe begannen Samstagabend (10. November), als palästinensische Terroristen eine Antipanzer-Rakete auf einen Armee-Jeep schossen, der auf der israelischen Seite des Grenzzaunes unterwegs war. Vier IDF-Soldaten wurden verletzt. Seitdem sind mehr als 120 Raketen auf israelische Zivilisten geschossen worden.
Das Leben von 1 Million israelischer Bürger ist bedroht und das Alltagsleben im südlichen Israel ist vollkommen zum Erliegen gebracht worden.
Die Einwohner der Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens leiden ständig unter Angriffen mit Raketen und Mörsergranaten. Diese Angriffe finden auf fast regelmäßiger Basis statt, ebenso Eskalationen anderer Art von Terroraktivitäten, die von der Hamas und den übrigen Terrororganisationen ausgeführt werden, die unter dem Schutz der Hamas agieren.
Die Pausen zwischen den Wellen der Raketenangriffe werden immer kürzer. Im vergangenen Monat ist Israel drei getrennten Perioden der Eskalation ausgesetzt worden. Seit Jahresbeginn sind mehr als 800 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen worden, eine Rekordzahl seit dem Ende der Operation Gegossenes Blei (Januar 2009). Dieser Höchststand gleicht dem der Angriffe, die 2007/2008 erfolgten.
Wie antwortet man Israels Kritikern?
Behauptung: „Israel ist eher verantwortlich für diesen jüngsten Ausbruch der Gewalt als die Hamas.“
Antwort: Die Medien haben ein sehr kurzes Gedächtnis. Raketenangriffe sind für die Israelis im Süden seit vielen Jahren ein Teil des Alltagslebens gewesen, trotz der fehlenden Berichterstattung in den internationalen Medien. Israel hat mit enormer Zurückhaltung agiert, doch es gibt eine Grenze dessen, was ein Land zu tolerieren man erwarten kann.
Es sind die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen, die sich entschieden haben, die Gewalt in den letzten Tagen zu eskalieren, angefangen mit dem Anschlag auf den Jeep und ganz zu schweigen von den vielen Vorfällen des vergangenen Monats, die von den Mainstream-Medien praktisch ignoriert wurden.
Unten folgt eine Zeitschienen-Zusammfassung der Vorfälle des vergangenen Monats, dank der Jerusalem Post:
23. Oktober: Ein IDF-Offizier wird durch einen Sprengsatz schwer verletzt, der sich auf Patrouille am Grenzzaun zum Gazastreifen befindet. Die PFLP reklamiert die Verantwortung.
6. November:
Eine Explosion entlang des Gaza-Grenzzauns verletzt drei Soldaten. Die Palästinenser feuern später eine Qassam-Rakete ins südliche Israel. Am selben Tag sprengen Palästinenser einen massiven Tunnel an der Grenze, was keine Verletzungen verursacht, aber einen IDF-Jeep umkippt.
8. November:
Bei einem Feuergefecht mit Palästinenser tötet offenbar IDF-Feuer einen 13-jährigen palästinensischen Jungen. Palästinensische Mörsergranaten verletzen später am Tag einen IDF-Soldaten an der Grenze.
9. November:
Palästinenser schießen eine Antipanzer-Rakete auf einen IDF-Jeep auf Patrouille entlang der Grenze zum Gazastreifen. Sie verletzen vier Soldaten. Unmittelbar danach schießen israelische Panzer zurück in den Gazastreifen, töten fünf Palästinenser und verwunden mindestens 25. Später feuern die Palästinenser eine Reihe Qassam-Raketen ins südliche Israel.
10.-12. November:
Palästinensische Terrorgruppen feuern mehr als 100 Raketen und Mörsergranaten ins südliche Israel. Der Islamische Jihad und eine Salafistengruppe reklamieren die Verantwortung für die Mehrheit der Raketen. Mindestens acht Israelis werden bei den Angriffen verletzt.
13. November:
Ein vermeintlicher Waffenstillstand wird zwischen Israel und der Hamas vermittelt, bei dem beide Seiten ihre Ruhe davon abhängig machen, dass die andere Seite die Angriffe einstellt. Premierminister Benjamin Netanyahu warnt vor zukünftigen Angriffen: „Ich bin verantwortlich dafür, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um den höchstmöglichen Preis abzuverlangen – und so wird es kommen.“
14. November:
Vier Raketen treffen am Morgen das südliche Israel; die IDF sagt, sie untersucht die Möglichkeit, dass die Raketen aus dem Sinai verschossen wurden.
Später am Mittwoch tötet im zentralen Gazastreifen die IDF Ahmed Jabari, den Chef des bewaffneten Arms der Hamas, den Izzedien al-Qassam-Brigaden. Die IDF trifft weitere 20 Ziele im gesamten Gazastreifen an, zumeist beschoss sie Lagerorte für Langstrecken-Raketen; auch ein regionaler Hamas-Kommandeur soll getötet worden sein.
Behauptung: „Israels Reaktion ist der Bedrohung nicht angemessen“
Antwort: Palästinensische Raketen sind keine „selbst gebauten“ Projektile – sie sind tödlich und bedrohen eine große Zahl israelischer Bevölkerungszentren. Der Status des Gazastreifens als Terrorbasis ist auch als Ergebnis der Quantität eingeschmuggelter Waffen aus dem Sudan, Libyen und dem Iran verstärkt worden, die eine noch größere Bedrohung der israelischen Zivilbevölkerung darstellt.
Behauptung: „Wird nicht die Eiserne Kuppel die einfliegenden Raketen abschießen, was sie ziemlich harmlos macht? Hat es nicht als Ergebnis der Gaza-Raketen relativ wenig israelische Opfer gegeben?“
Anwort: Das Raketenabwehrsytem Eiserne Kuppel hat sich als bemerkenswert effektiv erwiesen. Doch kein Raketenschild dieser Art bietet 100% Schutz. Es gibt außerdem eine begrenzte Zahl von Batterien, die die gesamte Region abdecken. Die israelischen Opferzahlen sind zwar im Verhältnis zur Zahl der geschossenen Raketen niedrig gewesen, was aber nicht an fehlender Motivation der palästinensischen Terroristen liegt, die versuchen so viele Tote und Verletzte wie möglich zu verursachen. Zur Zeit sind drei Israelis durch einen Raketenangriff auf die Stadt Kiryat Malachi im Süden getötet worden.
Behauptung: „Das ist kein fairer Kampf – es sterben mehr Palästinenser als Israelis“
Antwort: Die Opferzahlen allein erzählen keine genaue Geschichte. Israel schießt nicht absichtlich auf Zivilisten. Die IDF unternimmt außergewöhnliche Maßnahmen, um zivile palästinensische Tote zu vermeiden. In scharfem Gegensatz dazu beschießen die palästinensischen Terrororganisationen bewusst israelische Zivilisten und nutzen die Bevölkerung des Gazastreifens als menschliche Schutzschilde, lagern und schießen Raketen aus stark bevölkerten Gebieten heraus. Das ist ein zweifaches Kriegsverbrechen. Der einzige Grund, dass nicht mehr Israelis sterben, besteht in den verstärkten Schutzräumen, Bunkern, der Eisernen Kuppel und Frühwarnsystemen, auf die die Israelis sich zu ihrem Schutz verlassen.
Um das Risiko für die Zivilisten im Gazastreifen zu verringern, hat die IDF dort sogar Flugblätter abgeworfen, mit denen die Einwohner gewarnt werden sich von den Akteuren der Hamas und der anderen Terrororganisationen und ihren Einrichtungen fernzuhalten, die für sie ein Sicherheitsrisiko darstellen.
warnendes IDF-Flugblatt
Der Inhalt des Flugblatts:
Wichtige Ankündigung für die Einwohner des Gazatsreifens:
Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigene Sicherheit und vermeiden Sie es, sich im Umfeld der Hamas-Akteure und -Einrichtungen und der anderen Terrororganisationen aufzuhalten, die ein Risiko für Ihre Sicherheit darstellen.
Die Hamas zieht die Region wieder einmal in Gewalt und Blutvergießen. Die IDF ist entschlossen die Einwohner des Staates Israel zu verteidigen. Diese Ankündigung gilt, bis die Ruhe in der Region wieder hergestellt ist. Kommando der Israelischen Verteidigungskräfte.
Behauptung: „Israels hat die Absicht eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu schaffen.“
Antwort: Israels Ziele innerhalb des Gazastreifens sind militärisch und nicht zivil. Zusätzlich bleiben die Grenzübergänge offen, was die Routine-Einfuhr humanitärer Güter erlaubt.
Behauptung: „Israel hat ein Kriegsverbrechen begangen, indem es den Hamas-Militärkommandeur Ahmed Jabari gezielt tötete.“
Antwort: Der Einsatz gezielter Tötungen ist ein letztes Mittel, wenn es nicht möglich ist einen Terroristen zu fangen und ihn vor Gericht zu stellen, wie es im Gazastreifen der Fall ist. Die IDF hat es für notwendig befunden die Möglichkeit der Hamas zu operieren zu zerschlagen und hat den Kopf der Schnecke abgeschlagen; dazu hat sie Zielgenauigkeit genutzt, um das Risiko von Kollateralschäden zu reduzieren.
Ahmed Jabari hat persönlich zahlreiche tödliche Terroranschläge auf israelische Zivilisten geführt und war für die Entführung des Soldaten Gilad Shalit wie auch die gewaltsame Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas verantwortlich.
Im Verlauf der letzten 24 Stunden haben palästinensische Terroristen gut 70 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen, drei Israelis verletzt, Schaden an Gebäuden verursacht und eine Million Einwohner des Südens in Bunker geschickt.
Fakt ist: Raketen sind regelmäßig nach Israel geschossen worden. Von Januar 2012 bis Oktober 2012 wurden mehr als 800 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen.
Was ist aber nötig, damit die Medien sich aufsetzen und Notiz von der Sicherheitslage nehmen, die aus dem Gazastreifen ausgeht?
Nicht, dass am Samstag eine Antipanzer-Rakete auf einen IDF-Jeep auf der israelischen Seite der Grenze zum Gazastreifen geschossen wird, die vier israelische Soldaten verwundete. Das wurde von Agenturen wie der AP aufgenommen, aber von allen anderen Medienkanälen nicht weiter veröffentlicht.
Nicht, dass Donnerstag ein massiver Tunnel Richtung Israel im südlichen Gazastreifen von palästinensischen Terroristen gesprengt wurde, was auch von AP, aber nirgendwo sonst berichtet wurde.
Und natürlich nicht das bereits erwähnte Raketen-Trommelfeuer.
Was die Mainstreammedien angeht, sehen wir zwei Trends im Gang:
1. Bei Blut gibt es Schlagzeilen: Bevor nicht Palästinenser getötet oder verletzt werden, sind es keine Nachrichten. Natürlich verzerrt das die Situation genau deshalb, weil Israel Maßnahmen zum Schutz seiner Zivilisten vor Raketenangriffen ergreifen muss. Bunker, das Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ und der Gebrauch von Sirenen, um vor Angriffen zu warnen, haben allesamt sicher gestellt, dass die Zahl der zivilen Opfer zum Glück niedrig geblieben ist. Doch nur, weil Israelis nicht in handfesten Größenordnungen sterben, mindert das nicht den Ernst der Lage und das Leid der Einwohner in Israels Süden.
Beim jüngsten Beispiel sind als Ergebnis von Israels Vorgehen gegen die Terroristen mehrere Palästinenser gestorben und rund 30 verletzt worden. Erst danach haben sich die Medien bequemt über die sich verschlechternde Lage zu berichten.
2. Alles fängt damit an, dass Israel zurückschießt: Dank des späten Aufgreifens der Geschichte durch die Medien konzentrieren sich viele Schlagzeilen auf die israelischen Gegenschläge und die palästinensischen Toten statt auf den palästinensischen Terror und das Raketenfeuer, die Israel eine so beträchtliche Zeit vor dieser jüngsten Eskalation der Gewalt drangsalierten.
Vier Palästinenser durch israelischen Beschuss nach Grenzübergriff getötet
Die Medien leisten einen schlechten Dienst, wenn sie es versäumen die von den Palästinensern aus dem Gazastreifen geschossenen Raketen zu berichten, die das Alltagsleben der Israelis zum Erliegen bringen, aber keine Massen an Opfern verursachen. Wenn die Medien gewalttätige Angriffe aus dem Gazastreifen ignorieren, wird jede israelische Operation zur Eindämmung des Terrors völlig ohne den entscheidenden Kontext sein; und das wird zum Image Israels als Provokateur und Aggressor beitragen.
Werfen Sie einen Blick auf ihre Medien vor Ort. Wie berichten sie darüber? Umfasst das alles?
Stellen Sie sich einfach mal das Szenario vor: Eine Vorzeige-Nachrichtensendung der BBC recherchiert ein angebliches israelisches „Kriegsverbrechen“ und erhebt Anschuldigungen allein aufgrund der unbestätigten Hinweise nicht genannter palästinensischer „Augenzeugen“.
Eine Woche später kommt die Wahrheit heraus – die Kugeln, die die palästinensischen Kinder bei dem Vorfall töteten, wurden von palästinensischen Bewaffneten während eines Schusswechsels zwischen rivalisierenden islamistischen Gruppen abgefeuert.
Der Generaldirektor der BBC, George Entwistle, gibt zu, dass es hier „inakzeptable journalistische Standards“ gegeben hat und tritt von seinem Posten zurück; er sagt, es war „das Anständige, das zu tun war“.
Der direkt neben ihm stehende BBC-Treuhand-Vorsitzende Lord Patten sagt: „George hat uns wegen der inakzeptablen Fehler – dem inakzeptabel schlampigen Journalismus – der so viel Streit verursacht hat, sehr ehrenhaft seinen Rücktritt angeboten.“
Das können Sie sich nicht vorstellen? Nicht verwunderlich, wenn man die Zahl der Male bedenkt, bei denen die BBC versucht hat schlampigen Journalismus wegzuerklären, sobald es um die Berichterstattung über Israel geht.
Und wenn die BBC falsch liegt? Rollen Köpfe? Keine Chance. Teil des oben beschriebenen Szenarios ist allerdings real. Der Generaldirektor der BBC ist wegen eines Falls von schlampigem Journalismus zurückgetreten, nachdem BBC Newsnight einen ehemals prominenten Politiker als Pädophilen und Kinderschänder anklagte und sich dabei auf die Behauptungen genau einer Quelle verließ, von der sich sich am Ende herausstellte, dass sie sich geirrt hatte.
Zugegeben, dieser Skandal bei der BBC ist der Höhepunkt einiger für die Organisation fürchterlicher Wochen, da eine ihrer Top-Ikonen, der Kinderfernseh-Moderator und DJ Sir Jimmy Savile – inzwischen verstorben – von einer Konkurrenzorganisation als einer der produktivsten britischen Pädophilen und Sexualstraftäter enthüllt wurde. Das, nachdem die Vorzeigesendung BBC Newsnight eine identische Ermittlung aus Gründen fallen ließ, die derzeit einer externen Ermittlung unterzogen werden.
In Reaktion auf die Savile-Enthüllungen forderte ein britischer Minister fundamentale Reformen zur Transparenz bei der BBC; er erklärte: „Ich denke, es gibt da ein Problem im Kern der BBC; sie ist als Organisation zu geheimniskrämerisch. Ich denke, sie sollte jetzt darüber nachdenken, sich den Anfragen gemäß des Freedom of Information Act (FOI) zu öffnen.“
In der Tat – wenn es um fehlende Transparenz geht, dann schnellt einem der Balen-Bericht ins Gedächtnis. 2004 beauftragte die BBC Malcolm Balen, einen hochrangigen Redaktionsberater, die Vorwürfe zu untersuchen, die Berichterstattung der BBC zum israelisch-palästinensischen Konflikt sei voreingenommen. Der Bericht, von dem angenommen wird, dass er die Vorwürfe bestätigt, wurde nie für die Öffentlichkeit freigegeben und die BBC gab mehr als £330.000 für die Bekämpfung einer Freedom of Information-Anfrage aus, sie solle die Ergebnisse veröffentlichen.
HonestReporting testete, ob die BBC jetzt nach dem Aufruf nach mehr Transparenz für FOI-Anfragen offener ist oder nicht. Wir stellten eine relativ einfache Frage: „Wie sieht Aufschlüsselung der Ausgaben aus, die das Jerusalemer BBC-Büro für das Outsourcing und selbstständige Auftragnehmer und Stringer, sowohl israelisch als palästinensisch, zu tragen hat?“
Jede Antwort hätte uns eine Vorstellung davon geben können, ob die BBC sich unverhältnismäßig auf palästinensische Quellen verlässt, um ihre neuen Operationen zur Nachrichtensammlung in Israel und den Palästinensergebieten zu unterstützen.
Nach ein paar Wochen war dies die Antwort der BBC:
Die von Ihnen angeforderte Information ist vom [Freedom of Information] Act ausgeschlossen, weil dieser für „journalistische, künstlerische oder literarische Zwecke“ gilt. Die BBC ist daher nicht verpflichtet Ihnen diese Information zu geben und wird das in diesem Fall nicht tun. Part VI des Schedule 1 des FOIA besagt, dass von der BBC und anderen öffentlich-rechtlichen Sendern gehaltene Informationen nur dann vom Act abgedeckt wird, wenn sie „anderen Zwecken als Journalismus, Kunst oder Literatur“ dienen. Von der BBC wird nicht verlangt Informationen zu geben, die dem Zweck der Gestaltung der Arbeitsergebnisse der BBC oder Informationen zur Unterstützung dienen und eng mit diesen kreativen Aktivitäten zusammenhängen.
Einfach gesagt: Die BBC ist in der Lage sich hinter einem Schild zu verstecken, wenn sie locker behaupten kann, die angefragte Information sei durch einen journalistischen Freibrief gedeckt.
Als vom britischen Gebührenzahler finanzierter, öffentlich-rechtlicher Sender sollte die BBC zur Rechenschaft gezogen werden. Sicher, wenn es um die institutionelle Einseitigkeit der BBC gegenüber Israel geht, hat dieser Medien-Koloss es geschafft Versuchen auszuweichen sie Rechenschaft ablegen zu lassen.
Werden die jüngsten dramatischen Entwicklungen bei der BBC die Winde der Veränderung herbeizwingen, damit sie bei der BBC durch die aktuellen Nachrichten wehen? Oder ist es wahrscheinlicher, dass die giftige Tropfennahrung der antiisraelischen Berichterstattung der BBC sichergestellt hat, dass es die britische Öffentlichkeit nicht länger kümmert, ob Israel die Seite ist, der Unrecht getan wird?
Während „Auntie Beep“, wie die BBC liebevoll genannt wird, versucht das Vertrauen bei Zuschauern und Zuhörern wiederzugewinnen, ist es leider unwahrscheinlich, dass die Berichterstattung zu Israel bei irgendwelchen Reformen ein signifikanter Faktor sein wird.
Das sollte uns aber nicht von abhalten uns das vorzustellen.
Lord Patten hat eine „gründliche, radikale, strukturelle Überarbeitung“ der BBC gefordert. Berichterstattung über Israel ist nicht der einzige Teil der BBC, der Reform und Transparenz braucht. Doch sie ist symptomatisch für einige der schlimmsten institutionellen Einseitigkeiten im Herzen der Organisation.
BBC, es ist an der Zeit Farbe zu bekennen – veröffentlicht den Balen-Bericht und fangt an die Probleme in Ordnung zu bringen, die schon so lange so offensichtlich sind.
Am 15. September veröffentlichte Gabriella Le Breton in TheTimes of London (nur für Abonnenten) ihren Bericht über eine Kreuzfahrt nach Israel. Was folgte, war eine atemberaubende Zurschaustellung von Ignoranz und fehlender Faktenprüfung. Es begann mit diesem Aufmacher:
Angst vor Gewalt hat den Tourismus nach Israel gekappt, aber ein schwimmendes Hotel bietet eine sicherere Art die faszinierenden Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
Hätte The Times in ihrer Eröffnungssalve noch ungenauer sein können?
UPDATE – 20. September: The Times hat den Artikel komplett von ihrer Internetseite gelöscht, vermutlich wegen einer Reihe von Beschwerden, die sie erhielt. Der vollständige Text des fehlenden Artikels ist aber hier zu lesen (pdf).
Nach Angaben des israelischen statistischen Zentralbüros, so berichtet die Jerusalem Post,
gab es im ersten Quartal 2012 752.000 touristische Einreisen, ein Allzeit-Hoch. Es gab 2% im ersten Quartal mehr touristische Einreisen als im entsprechenden Quartal 2011 und 1% mehr als im entsprechenden Quartal 2010, dem bisherigen Allzeit-Hoch.
Einreisen für Eintages-Tourismus stiegen im März um 78% auf 41.000 gegenüber 23.000 im März 2011.
Ist das ein Land, das unter fallendem Tourismus leidet?
Was den Rest des Artikels angeht, so gehören dazu solche Wegwerfe-Szenarien wie diese:
Die Dunkelheit war gerade erst über der palästinensisch kontrollierten Stadt Bethlehem gefallen und schon strömten die Straßen Spannung aus – erleuchtet nicht von Sternen, sondern von den blinkenden Lichtern der gepanzerten Polizeifahrzeuge, die wegen seines Sicherheitsalarms agierten. Wie nicht anders zu erwarten in dieser vom Krieg geschundenen Region…
Israel ist kein einfacher Ort, um ihn auf eigene Faust zu besuchen, obwohl es so klein ist.
die Aussicht, viele unbequeme Stunden (manchmal Tage) in den berüchtigten Einreisebüros an Israels Flughafen und Grenzen zu verbringen.
Wir baten Mark Feldman, den Vorstandsvorsitzenden der israelischen Reiseagentur Ziontours Jerusalem um eine Reaktion:
Beim Lesen ihres [Le Brettons] Artikels dachte ich zuerst, sich schrieb über Jerusalem im US-Bundesstaat New York. Ja, diese kleine Stadt mit nur ein paar Tausend Einwohnern, nicht allzu fern von Geneva, New York. Zweifellos machten ihr die Überfälle und Ängste von New York nach dem 9/11 Sorgen. Beim weiteren Lesen erkannte ich, dass sie über mein Heimatland schrieb und war perplex.
Wenn sie schreibt: „Israel ist kein einfacher Ort, um ihn auf eigene Faust zu besuchen“, bin ich verwirrt. Mit mehr als fünfzig Nonstop-Flügen aus aller Welt und mehr als 2 Millionen Touristen ist die riesige Mehrzahl der Besucher in der Lage unser eher kleines Land zu besuchen.
Ihr hirnverbrannter Kommentar „Angst vor Gewalt hat den Tourismus nach Israel gekappt“ verleumdet die Tatsachen, dass im Jahr 2012 Touristen in Rekordzahlen nach Israel kommen, die alle anderen Jahre übertreffen!
Ihre Beschreibung Bethlehems und „seiner dunklen Straßen, die Spannung ausströmen“ würde von den Millionen Christen heftig bestritten, die ihre Besuche in des Geburtsorts Jesu wertschätzen, ebenso von den fröhlichen Pilgern, die Bethlehem und den Rest Israels in Sicherheit genießen.
Es liegt mir fern das Vergnügen ihren Text über die Vermeidung von Bedrohungen, Kämpfe mit dem Verkehr und der Durchgang durch Sicherheitsschleusen an den Grenzen zu lesen zu dämpfen, doch nach mehr als 30 Jahren im Touristengeschäft kommt ihr Überblick bestenfalls als provinziell und mit einem Hauch von Befangenheit rüber.
Wir heißen alle Touristen Willkommen, mögen sie nur eine Eintagestour in Israel machen und dann auf ihre luxuriösen Kreuzfahrtschiffe zurückkehren, die in einem der Häfen Israels ankern, oder die, die sich entscheiden Tage und Nächte im Heiligen Land zu verbringen. Eine Übernachtung hätte Frau Le Breton erlaubt sich die Gastfreundschaft u genießen, die allen zuteil wird, die Israel besuchen. Die Möglichkeit in Jerusalem mit Blick auf die Altstadt zu dinieren oder in der arabischen Stadt Jaffa Brot zu brechen, während die Sonne über dem Ozean sinkt, hat Dutzenden Millionen Touristen im Laufe der Jahre Freuden gebracht.
Kommen Sie und genießen Sie unser Land. Erkennen Sie die wahren Sorgen all seiner Menschen: israelisch und palästinensisch, Juden, Muslime und Christen. Fangen Sie an zu verstehen, was dieses kleine Land mit 7 Millionen Einwohnern in nur 64 Jahren aufgebaut hat und auch Sie werden das Wunder begreifen, zu dem dieses Land geworden ist.
In der Tat müssen wir uns fragen, wann Gabriella Le Breton ihr Kreuzfahrtschiff bestieg. Vielleicht hätten ein paar ihrer Sicherheitsbedenken vor mehr als einem Jahrzehnt Sinn gemacht, auf dem Höhepunkt von palästinensischer Gewalt und Terror der so genannten Zweiten Intifada. Stattdessen bleiben wir mit einer Sicht des Landes zurück, die von Vorurteil und einer falschen, vorgefassten Meinung über das heutige Israel völlig verzerrt ist.
Seit einer Reihe von Jahren hat Norwegen die erste Position auf dem Index der Pressefreiheit gehalten. Die Wahrnehmung, dass Norwegen eine freie Presse hat, ist allerdings weitgehend falsch. In der Tat beaufsichtigen oder zensieren die norwegischen Behörden die Medien nicht. Doch es gibt eine starke antiisraelische Schieflage sowie Selbstzensur unter den Redakteuren der meisten Medien. Das Land grenzt auch an Russland. Doch man gewinnt oft den Eindruck, dass Israel häufiger in der norwegischen Presse auftaucht, als der mächtige Nachbar. Norwegens Medien sind besessen von Israel und viele hetzen auf verschiedene Weisen gegen das Land.
Die Anomalien mehrerer führender norwegischer Medien gehen oft über die übliche Einseitigkeit vieler anderer westlicher antiisraelischer Zeitungen hinaus. Sie berichten ohne weiteres über Dinge, mit denen sie Israel rügen können, aber die zahlreichen palästinensischen Verbrechen werden oft ausgelassen oder überaus lückenhaft gebracht. Man sucht in der Regel vergeblich nach Artikeln über das Parteiprogramm der Hamas, das deren Absicht, Völkermord an den Juden zu verüben, anführt. Dasselbe gilt für die Glorifizierung von Mördern jüdischer Kinder durch die palästinensische Autonomiebehörde. Regelmäßige und durchsichtige Lügen von palästinensischen Ministern, Offiziellen und Medien bekommen nur selten Aufmerksamkeit, wenn überhaupt.
Norwegische Medien schauen oft weg, wenn es um die riesige Kriminalität und Verfehlungen beim humanitären Recht in der arabischen und muslimischen Welt geht. Zu erwähnen, dass es keine andere Religion gibt, in der mörderische, ideologische Kriminalität so sehr aufblüht wie in der islamischen Welt, ist genauso tabu.
Gelegentlich erscheint in einer der großen Zeitungen ein positiver Artikel über Israel. Das war vor kurzem der Fall bei einem Editorial in der drittgrößten Tageszeitung Dagbladet. Darin wurde sich über das fehlende Interesse in Norwegen bezüglich der vielen Kriegsopfer in Syrien im Vergleich mit einem Fokus auf Israel gewundert.
Gäbe es nicht die wenigen mutigen Leute wie die Redakteure der kleinen christlichen Wochenzeitschrift Norge Idag und den führenden norwegischen Blog Document.no, hätten die Norweger keine Möglichkeit, etwas darüber zu lesen, wie unausgewogen die Information zum Nahen Osten ist, mit denen sie vom staatlichen Fernseh- und Radiosender NRK und fast allen Medien gefüttert werden. Die kleine christliche Tageszeitung Dagen ist genauso mutig. Sie veröffentlichte vor kurzem einen meiner Artikel, in dem ich erkläre, warum Premierminister Jens Stoltenberg von der Arbeitspartei ein Teilzeit-Antisemit ist.
Anfang 2009 wurde ein englischsprachiger Blog namens Norway, Israel and the Jews gegründet. Er wurde gegründet, nachdem sein Blogger mein Buch Behind the Humanitarian Mask: The Nordic Countries, Israel and the Jews (Hinter der humanitären Maske: Die nordischen Länder, Israel und die Juden) aus dem Jahr 2008 gelesen hatte. Er hatte die darin enthaltenen Fußnoten zum norwegischen Antisemitismus und antiisraelischer Einseitigkeit überprüft. Zu seiner Überraschung waren alle Zitate korrekt. Der Blog – inzwischen von einer anderen Bloggerin bedient, die unter dem Pseudonym Miranda McGonagal schreibt – ist eine Hauptquelle für Informationen über weit verbreiteten norwegischen Antisemitismus geworden. Dieser wird weithin über Antiisraelismus zum Ausdruck gebracht.
2009 schlug eine Reihe Akademiker dem Verwaltungsrat der NTNU Universität Trondheim einen kulturellen/akademischen Boykott Israels vor. Detaillierte Beschreibungen, wie dieser Kampf gegen diesen Boykott von jüdischen und anderen Organisationen im Ausland geführt wird, sind nur zu Norwegen; Israel und die Juden zu finden. Die norwegischen Medien berichteten wenig und spät über diese Boykott-Aktion, die später vom NTNU-Verwaltungsrat niedergestimmt wurde.
Ein Beispiel dafür, wie die norwegische Presse unliebsame Informationen zum Land verschweigt, gab es im Sommer 2010, als der damalige US-Senator Sam Brownback dem norwegischen Botschafter in Washington einen Brief schickte. Darin gab er seinen Sorgen über norwegischen Antisemitismus und Antiisraelismus Ausdruck. Angehängt war eine detaillierte Beschreibung antisemitischen Handelns durch norwegische Minister, die auch König Harald V. involvierten. Zu dem Brief gab es in den norwegischen Medien fast völliges Schweigen. Man fragt sich allerdings, ob je ein anderer US-Senator geruhte, Norwegen wegen irgendetwas in diesem Land anzusprechen. Der Blog Norway, Israel and the Jews war der erste, der Brownbacks Brief veröffentlichte.
Norwegische Kritiker der von der norwegischen Arbeitspartei dominierten Regierung wurden nach den Massenmorden des kriminellen Anders Breivik im Juni 2011 noch stärker zum Schweigen gebracht. Premierminister Jens Stoltenberg behauptete fälschlich kurz danach, es werde noch mehr Offenheit (sic) und Demokratie in Norwegen geben. Das Gegenteil geschah, wie es der in Norwegen lebende amerikanische Autor Bruce Bawer beschrieben hat. Er veröffentlichte ein Buch mit dem Titel The New Quislings: How the International Left Used the Oslo Massacre to Silence Debate About Islam (Die neuen Quislinge: Wie die internationale Linke das Oslo-Massaker nutzte, um die Diskussion über den Islam zum Schweigen zu bringen).
Ich kann einige meiner eigenen surrealen Erfahrungen mit den norwegischen Medien hinzufügen. Ein Interview, das der Journalist Fredrik Graesvik mit mir führte, wurde im März 2009 vom wichtigen norwegischen kommerziellen Fernsehsender TV2 ausgestrahlt. Er übersetzte das meiste dessen, was ich sagte, korrekt. Graesvik warf jedoch ein, dass ich die Norweger als „Barbaren und nicht intellektuell“ ansähe, weil sie Wale und Seehunde töten. Das war eine starke Verfälschung meiner Worte.
Die Person bei TV2, die dieses verzerrte Interview für die Internetseite des Senders verschriftlichte, malträtierte meine Zitate noch mehr und behauptete fälschlich, ich hätte gesagt, „Norweger seien unintelligent und barbarisch“ und „Norwegen ist das antisemitischste Land in Europa“. Die norwegische Presseagentur NTB verbreitete diese falschen Zitate weiter. Sie wurden von vielen norwegischen Medien und einigen schwedischen Zeitungen aufgegriffen. Das Ergebnis: Ich bin jetzt im Besitz einer maßgeblichen Sammlung an Hassmails von Norwegern. TV2 gab dazu dem britische Holocaust-Leugner David Irving mehr als eine Viertelstunde Sendezeit, um seine Ansichten darzustellen. Der Sender zahlte seine Reisekosten und Spesen für den Trip nach Oslo.
Sidsel Wold, damals Israel-Korrespondentin des staatlichen Radios NRK, übertraf TV2 noch. Sie interviewte mich und behauptete hinterher, sie hätte das Interview versehentlich gelöscht. Statt mich erneut zu interviewen, erfand sie ein falsches Interview. Sie sammelte im Internet einige aufgezeichnete Texte von mir. Danach strahlte sie ein erfundenes Interview mit mir aus, das voller Entstellungen war und kritisierte danach den Text, den sie fälschlich mir zuschrieb. Dafür erhielt sie eine Unredlichkeits-Erwähnung bei HonestReportings Dishonest Reporter-Preis 2010. So wurde Wold eine der seltenen norwegischen Journalisten, die tatsächlich einen internationalen Preis gewannen.
Dr. Manfred Gerstenfeld hat 20 Bücher veröffentlicht, von denen einige Antisemitismus und Antiisraelismus zum Thema haben.
Der Independent hat das getürkte Foto entfernt, das wir in unserem Video offengelegt hatten. Wir würden die Vermutung anstellen, dass das durch all die verärgerten Briefe ausgelöst wurde, die man dort von unseren HonestReporting-Mitgliedern erhielt.
Das sind zwar gute Nachrichten – aber nicht gut genug. Denn der Independent hat genau dieses getürkte Foto palästinensischer Kinder, die vorgeben, in einem israelischen Gefängnis zu sein, mehr als einmal benutzt.
Es wäre richtig, wenn sie eine Erklärung veröffentlichen würden, warum sie ein offensichtlich gestelltes Foto verwenden.
Es wäre richtig, wenn sie den Lesern versichern würden, dass dasselbe nicht noch einmal passieren wird.
Es wäre richtig, wenn sie einsehen würden, gar keine Fotos des Freischaffenden aus dem Gazastreifen mehr zu nutzen, der die Aufnahme machte. Es ist ja nicht so, dass sie keine Seite zu Fehlern und Auslassungen hätten.
Glauben Sie, dass man beim Independent das Richtige tun wird?
Ein israelischer Zivilist wurde Montagmorgen an der ägyptischen Grenze bei einem Hinterhalt-Überfall getötet, in dem Gewehrfeuer, Panzerbekämpfungswaffen und zwei Sprengsätze kombiniert eingesetzt wurden. Zwei Terroristen, die die Grenze nach Israel überquerten, wurden bei dem anschließenden Feuergefecht getötet.
Das würden Sie aber nicht durch einige der schlimmsten Schlagzeilen erfahren, die zur Berichterstattung dazu geschrieben wurden. Als Beispiel mag die BBC dienen:
(Tödlicher Angriff auf israelisch-ägyptische Grenze)
Nach Angaben der BBC gab es also keine unschuldigen Opfer und keine terroristischen Täter. Zusätzlich richtete sich der Angriff nicht gegen israelische Zivilisten, sondern gegen eine leblose Linie im Sand. Das ist so ziemlich der Standard der BBC, die selten den palästinensischen Terroristen Verantwortung anlastet und eher israelische Orte als Ziele angibt statt realen Menschen.
Vergleichen Sie das mit einer BBC-Schlagzeile vom Vortag, als ein israelischer LKW-Fahrer in der Westbank zwei Palästinenser anschoss und tötete und einen weiteren verletzte, nachdem sie Berichten zufolge versuchten ihn zu schlagen, sein Fahrzeug zu stehlen und ihn zu entführen.
(Palästinensische „Angreifer“ von israelischem LKW-Fahrer getötet)
Wenn also Palästinenser von Israelis in Selbstverteidigung getötet werden, macht die BBC kristallklar, wer für diese Toten verantwortlich ist; außerdem nutzt sie Anführungszeichen, um zur Schlussfolgerung zu verleiten, diese Palästinenser seien möglicherweise unschuldige Opfer gewesen.
Traurigerweise ist es das, was wir inzwischen von der BBC erwarten.
Manfred Gerstenfeld interviewt Simon Plosker (direkt vom Autor)
Israel sollte sich zum Ziel setzen sicherzustellen, dass es in den internationalen Medien fair und genau dargestellt wird. Aus diesem Grund beobachtet die Medienwatch-Organisation HonestReporting Medien, legt Fälle von Einseitigkeit offen und erreicht Veränderung durch Handeln und Bildung. Das ist etwas ganz anderes als die Behauptung, Israel sei perfekt. Viele Bürger Israels haben Probleme mit ihrer eigenen Regierung zu Dingen, die falsch sind und die sie nicht mögen. Wir wollen aber, dass Israel mit denselben Maßstäben gemessen wird wie jedes andere Land.
Simon Plosker
Simon Plosker ist seit 2005 Redaktionsleiter von HonestReporting; er war vor seiner Einwanderung nach Israel 2001 bei der Dachorganisation ‘Deputies of British Jews’ für öffentliche Angelegenheiten zuständig. Er hat Abschlüsse der Birmingham University und der London School of Economics erworben.
HonestReporting wurde im Mai 2000 von einigen Studenten in London gegründet. Sie waren durch die stark antiisraelische Einseitigkeit der britischen Medien zur Zeit des erneuten Ausbruchs palästinensischer Gewalt im Jahr 2000 aufgebracht. Diese Einseitigkeit geht bis heute weiter. Diese Studenten begannen E-Mails zu verschicken, die das von den Medien geschaffene falsche Bild richtigstellten. Ihre Aktivitäten vermehrten sich bis zu dem Punkt, an dem sie das nicht länger managen konnten. Anfangs mit Hilfe der religiösen Betreuungsorganisation Aish Hatorah wurde HonestReporting – das inzwischen in den USA und Israel als gemeinnützig anerkannt ist – 2002 komplett selbstständig.
Unser erster großer Erfolg trat ein, als die New York Times im Jahr 2000 berichtete, ein israelischer Polizist habe einen Palästinenser auf dem Tempelberg zusammengeschlagen. Später wurde klar, dass die Geschichte auf den Kopf gestellt wurde. Der amerikanisch-jüdische Student Tuvia Grossman war in einem arabischen Viertel von einem palästinensischen Mob zusammengeschlagen worden. Er wurde von dem israelischen Polizisten gerettet. Die falsche Version wurde von vielen Medien berichtet. Die folgende Kampagne von HonestReporting zwang die New York Times und andere Medien eine Entschuldigung und Korrektur zu veröffentlichten. Ein französisches Bezirksgericht wies sogar 2002 die Tageszeitung Libération und Associated Press an, Grossman jeweils 4.500 Euro Entschädigung zu zahlen.
Ein jüngeres Beispiel betraf die ranghohe CNN-Nahost-Redakteurin Octavia Nasr, die ihre Bewunderung für und Trauer wegen des Todes eines spirituellen Führers der Hisbollah auf ihrer persönlichen Seite bei Twitter kund tat. HonestReporting forderte Handeln ein und wurde als wichtige Triebkraft bei der Aufdeckung der Affäre zitiert, die rasch zu Nasrs Entfernung von ihrem Posten bei CNN führte.
HonestReporting ist inzwischen ein „virtueller“ Betrieb, dessen Hauptwerkzeug das Internet ist. Unsere wichtigste Kommunikationsform – abgesehen von unserer Internetseite – sind unsere E-Mail-Warnrufe. Wir versuchen ein Publikum zu bedienen, das keine langatmigen Forschungsberichte liest. Die Menschen haben heute sehr kurze Aufmerksamkeitsspannen. Wir liefern ihnen scharfe und kurze Texte, aufgrund derer sie handeln können. Wer mehr wissen möchten, dem bieten wir Links zu Material wie Original-Zeitungsartikeln, Forschungsorganisationen oder verlässlichen Blogs.
Unsere Leser so zu bilden, dass sie handeln, ist sehr wichtig; deshalb haben wir Online-Lektionen in Form unserer „Digital Diplomats“-Videos sowie Diashow-Präsentationen erstellt, die von Aktivisten sehr praktisch genutzt werden können, um für Israel einzutreten.
Natürlich ist die Ermutigung dazu, den Medien Briefe zu schreiben, ein wichtiger Teil unserer Arbeit und wir belohnen die Besten in unserem „Brief des Monats“. Die sozialen Medien sind allerdings zunehmend das neue Schlachtfeld der öffentlichen Meinung. Wir stehen an vorderster Front bei der Nutzung von Plattformen wie Facebook und YouTube, um für unser Material zu werben und sicherzustellen, dass es weit über den harten Kern der Pro-Israel-Aktivisten hinaus angesehen wird.
Ein effektives Mittel ist der jährliche „Dishonest Reporter Award“ (Preis für den unehrlichsten Reporter). Die Öffentlichkeit kann ihre Stimmen zu unseren Nominierungen der schlimmsten Beispiele von antiisraelischer Einseitigkeit einschicken. Die BBC ist fast immer ein Kandidat für diese Negativ-Ehre, doch dieses Jahr gewann der Guardian den Preis.1 Wir haben eine lange Liste von Gründen angeführt, warum die Zeitung mit verzerrter und manchmal hasserfüllter Berichterstattung zu Israel herausstach. Dazu gehörte eine „antisemitische Reaktion auf den Gilad Shalit-Austausch“.2 Man veröffentlichte außerdem ein Op-Ed Osama Hamdans, des Hamas-Chefs für internationale Beziehungen, sowie einen Brief des Akademikers Ted Honderich, der den Palästinenserterror rechtfertigte. Dies sind nur ein paar wenige Beispiele, die die obsessiv negative Behandlung Israels durch die Zeitung demonstrieren.
HonestReporting hat neben der Berichterstattung zu weltweiten englischsprachigen Medien sowie dezidierten Berichten über die Medien Großbritanniens Ableger in Kanada und Lateinamerika. Mit über 150.000 Abonnenten und mehr als 100.000 monatlichen Zugriffen auf unsere Internetseite hoffen wir weiter expandieren zu können, um in der Zukunft weitere europäische Medienorgane abzudecken. Die Schlacht zur Verteidigung Israels gegen Medieneinseitigkeit wird vermutlich nicht so bald enden.
1 Pesach Benson: „A Year of Dishonest Reporting, Why the Guardian won“, 13. Dezember 2011, HonestReporting. 2 Simon Plosker: „The Guardian’s Anti-Semitic Explanation for Shalit deal“, 24. Oktober 2011, HonestReporting.
Die 5. Flotte der US Navy durchfährt die Straße von Hormus (10. März 2012)
Wenn Geheimdienstler anonym Informationen an die Presse durchsickern lassen, dann muss man sich immer fragen, was das Motiv dafür ist.
Typisches Beispiel: Eine Kriegssimulation des Pentagon sagt voraus, ein israelischer Angriff auf den Iran könne zu einem größeren Krieg führen. Die Ergebnisse bekam die New York Times durch ein „Leck“:
Doch das Spiel hat unter den obersten amerikanischen Militärplanern Angst aufkommen lassen, dass es unmöglich sein könnte, amerikanische Beteiligung an einer eskalierenden Konfrontation mit dem Iran zu verhindern, sagten die offiziellen Vertreter…
Die Offiziellen sagten, in der Kette an Ereignissen im Kriegsszenario glaubte der Iran, dass Israel und die Vereinigten Staaten Partner eines jeden Angriffs auf die Atomanlagen des Iran seien und daher amerikanische Militärkräfte im Persischen Golf als beteiligt an dem Angriff betrachteten. Iranische Jets jagten nach dem Angriff israelische Kampfflugzeuge und die Iraner starteten Raketen gegen ein amerikanisches Kriegsschiff im Persischen Golf, das als Handlung betrachtet wurde, die einen amerikanischen Gegenschlag gestattet.
In Antwort auf das Leck wirft Brett Stephens (Wall Street Journal, klicken Sie sich über Google News hin) eine offensichtliche Frage auf:
Am Montag veröffentlichte die Times die durchgesickerten Ergebnisse eines „geheimen Kriegsspiels“, bei dem ein israelischer Angriff auf den Iran „Hunderte Amerikaner tot zurücklässt“, vielleicht durch einen Angriff auf ein Kriegsschiff der Navy. Das ist nicht unbedingt der subtilste Weg die Israelis zu warnen, dass sie vorgewarnt sind für den Fall, dass, wenn Israel den Iran angreiftt, amerikanisches Blut an seinen Händen kleben wird, ohne Rücksicht darauf, dass es die Iraner wären, die die Tötungen durchführen würden.
Ist dieser Ausgang wahrscheinlich? Vielleicht, obwohl es ein Level iranischer Irrationalität annimmt – die Beantwortung eines israelischen Angriffs damit, die USA in den Konflikt hinein zu ziehen – was Top-US-Offizielle den Führern des Iran sonst nicht zumessen. Doch das tiefer liegende Problem mit diesem Leck besteht darin, dass ein Geheimdienst-Produkt als politisches Werkzeug benutzt wird.
Für Insider in Washington ist die NY Times das Blatt ihrer Wahl für anonyme Lecks und widerlegbare Versuchsballons. Erinnern Sie sich nur an das diplomatische Bohei über eine Neuinterpretation der Abmachungen zwischen Bush und Sharon? Das war auch so ein NYT-Spezial.
Die UNO sagt, es wird eine interne Untersuchung geben, um zu ermitteln, ob gegen die Tweeterin des falschen Fotos, Khulood Badawi, etwas unternommen wird.
Nun ist es Zeit, die UNO wissen zu lassen, dass es in der Organisation keinen Platz für Menschen gibt, die falsche und schädigende Propaganda gegen Israel einstellen.
Innerhalb von vier Tagen haben sich unserer Petition, die die Entlassung Badawis fordert, 10.000 Personen angeschlossen. Bitte unterzeichnen Sie, wenn Sie das noch nicht getan haben, und verbreiten Sie die Petition an alle, die gegen antiisraelische Propaganda seitens der UNO kämpfen wollen.
Jede Unterschrift verstärkt die Botschaft, dass die UNO gegen Badawi vorgehen muss, wenn sie keinen Schaden für sich oder ihre Glaubwürdigkeit erfahren will. Wir werden unsere Petition innerhalb der nächsten 10 Tage der Leitung des Büros für die Koordination Humanitärer Fragen (OCHA) übergeben, in dem Badawi arbeitet.
Hier ist ein Update zu den jüngsten Entwicklungen:
Nachdem HR aufdeckte, dass der falsche Tweet von einer UNO-Mitarbeiterin eingestellt wurde, verbreitete sich die Nachricht in die höchsten Ebenen der israelischen Regierung; das gipfelte in einer offiziellen Forderung von UNO-Botschafter Ron Prosor, die UNO müsse Badawi entlassen.
In einem scharf formulierten Brief stellte Prosor fest: „Frau Badawi befindet sich in kompletter Verletzung der Artikel 100 und 101 der UNO-Charta.“ Die Artikel beziehen sich auf die Prinzipien der von UNO-Mitarbeitern erwarteten Objektivität und Überparteilichkeit. Zu den Prinzipien gehört die Erklärung, dass Beschäftigte „sich jeglicher Handlungen enthalten, die ein schlechtes Licht auf ihre Position als internationale Beamte werfen könnte, die nur der Organisation gegenüber verantwortlich sind.“
In Antwort auf Prosors Brief schrieb die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos: „Es ist bedauerlich, dass ein Mitglied der OCHA-Belegschaft Informationen auf ihrem persönlichen Twitter-Profil einstellte, die sowohl falsch sind als auch Fragen reflektiert, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit stehen. Die in ihren Tweets zum Ausdruck gebrachten Ansichten spiegeln in keiner Wiese die Ansichten der OCHA wider, noch sind sie von der OCHA genehmigt.“
Diese Haltung wurde von OCHA-Sprecherin Amanda Pitt bestätigt, die gegenüber Fox News sagte, Badawi würde weiterhin bei der OCHA arbeiten, während die Organisation eine interne Untersuchung durchführt, um festzustellen, ob gehandelt werden muss.
Derweil kehrte Badawi zum ersten Mal seit sechs Tagen zu ihrer Twitterseite zurück, um eine „Korrektur“ ihres früheren Tweets einzustellen – aber keine Entschuldigung oder Reue für die Verbreitung von Lügen. Sie unterließ es ebenfalls zuzugeben, dass das Foto falsch war, das ein Mädchen zeigt, das bei einem Unfall verletzt wurde, nicht durch Israel.
Sowohl die UNO als auch Badawi legen Wert darauf, Badawis Arbeit als UNO-Beamtin und ihren persönlichen Twitter-Account zu trennen. Doch die Trennung ist unaufrichtig, da zu Badawis Arbeit gehört über mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in den Palästinensergebieten zu berichten.
Wie kann die UNO Berichten vertrauen, die von einer Person eingereicht werden, die über Twitter falsche Informationen verbreitet und erst sechs Tage später etwas unternommen hat, das zu korrigieren – lange nachdem der Schaden angerichtet wurde und erst nachdem Berichte über interne Untersuchungen ans Tageslicht kamen? Und wie kann die Öffentlichkeit Berichten vertrauen, die von einem Zweig der UNO veröffentlicht werden, die Personen beschäftigt, die sich als Verbreiter von Propaganda erwiesen haben?
Die UNO kann Badawi nicht vertrauen; und die Öffentlichkeit kann Berichten der OCHA nicht vertrauen, so lange Badawi dort beschäftigt bleibt. Deshalb hat die UNO keine Alternative zur sofortigen Entlassung Badawis.
Wir haben die Regeln eingehalten, indem wir Menschen auf die UNO-Kontaktseite verwiesen, aber wenn deren Seite nur drei Beschwerden pro Stunde gestattet, mussten wir ihre Aufmerksamkeit mit anderen Mitteln gewinnen.
Unterschreiben Sie unsere Petition, um die UNO wissen zu lassen, dass Sie es ablehnen, dass dieser Fall ohne Lösung bleibt. Die Nutzung von Twitter, um falsche und schädliche Bilder zu verbreiten, ist eine relativ neue Waffe in den Händen der Feinde Israels, aber sie ist nicht anders als der Gebrauch jedes anderen Mediums, das Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit benötigt. Die Verlässlichkeit der UNO ruht auf zügigem Handeln, damit eine Propagandistin aus ihren Reihen entfernt wird.
Korrektur: Ich tweetete ein Foto im Glauben, es sei von der letzten Runde der Gewalt & es stellte sich heraus, dass es von 2006 ist. Dies ist mein persönliches Konto.
Ich sehe nicht, was als Ausdruck von Bedauern oder Entschuldigung gewertet werden könnte.
Ich sehe nicht, dass Badawi irgendwie den Fehler als ihren übernimmt.
Was sehe ich?
Eine Frau, deren Job gefährdet ist und deren Name diskreditiert ist.
Eine Frau, die dachte, das würde einfach vorbei gehen, wenn sie sich bedeckt hält.
Eine Frau, die eine volle Woche lang wusste, dass sie falsch lag, aber zu stolz war das Richtige zu tun.
Zu wenig.
Und viel zu spät.
Wir hoffen, das wachsende Graswurzel-Momentum zwingt die UNO Rechenschaft für die Taten ihrer Angestellten zu übernehmen. Unterschreiben Sie HonestReportings Petition und schließen Sie sich Tausenden Menschen an, die die Entlassung Badawis fordern.
In einem Antwortbrief an Botschafter Prosor, der Fox News vorliegt, schrieb die stellvertretende UNO-Generalsekretärin Amos: „Es ist bedauerlich, dass ein Mitglied der OCHA-Belegschaft Informationen auf ihrem persönlichen Twitter-Profil einstellte, die sowohl falsch sind als auch Fragen reflektiert, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit stehen. Die in ihren Tweets zum Ausdruck gebrachten Ansichten spiegeln in keiner Weise die Ansichten der OCHA wider, noch sind sie von der OCHA genehmigt.“
Danach gefragt, was die UNO in der Sache zu unternehmen gedenkt, sagte OCHA-Sprecherin Amanda Pitt, Badawi bleibe voll beschäftigt, während eine „interne Untersuchung sich einen Überblick verschafft, ob gegen die Beschäftigte vorgegangen werden muss.“ …
Badawis Arbeit als OCHA-Stabmitarbeiterin gibt ihr die Mittel, über sensitive Orte im Zentrum des israelisch-palästinensischen Konflikts zu berichten. Am 19. März haben der OCHA-Koordinator für Menschlichkeit und der Leiter des Büros in Jerusalem die Gelegenheit sich mit Vertretern des Außenministeriums Israels zu treffen, um ihre Aktivitäten zu diskutieren.
Badawi gibt immer noch keinen Kommentar zu der Kontroverse ab, die von ausgelöst wurde, indem sie ein Jahre altes Foto tweetete, als sei es ein erst kürzlich aufgenommenes.
Wir hoffen, dass das wachsende Graswurzel-Moment die UNO dazu zwingt, für das Handeln ihrer Bediensteten Rechenschaft abzulegen. Unterschreiben Sie HonestReportings Petition und schließen Sie sich Tausenden Menschen an, die Badawis Entlassung fordern.
Wann ist Mord nicht Mord? Nach Angaben der BBC, wenn Juden oder Israelis die Opfer sind.
In einer Dokumentation über palästinensische Häftlinge, die im Zuge des Gilad Shalit-Deals freigelassen oder ins Exil geschickt wurden, gibt die BBC an:
In Israel, wo einige der Häftlinge als Massenmörder angesehen werden, waren die Freilassungen enorm umstritten.
Wenn Terroristen vorsätzlich unschuldige israelische Zivilisten umbringen, ist das Mord. Basta.
Was den befreiten Terroristen Ibrahim Shammasina angeht, der von der BBC porträtiert wurde, so verlangt seine Beteiligung an den Ermordungen der Teenager Ronen Karamani und Lior Tubul, dem Taxifahrer Rafi Doron und dem Soldaten Yehoshua Friedberg lediglich einen Satz im Bericht der BBC, in dem auch noch einer der Morde ausgelassen wird:
„Eine Minute Freiheit ist mehr wert als alle Besitztümer der Welt“, sagte Shammasina. „Das Gefängnis ist ein Grab – als ob man im Grab, aber noch am Leben wäre.“
Shammasina wurde wegen seiner Rolle bei der Ermordung dreier Israelis zu 23 Jahren Gefängnis sowie zu weiteren 20 Jahren wegen Planung einer Entführung verurteilt. Obwohl er fast die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbrachte, bedauert er sein Tun nicht.
„Wenn es eine Besatzung gibt, bist zu dazu gezwungen“, sagt er. „Es ist deine Pflicht, die Pflicht eines jeden Palästinensers, der Besatzung Widerstand zu leisten. Hätte ich nicht Widerstand geleistet, hätte ich einfach kapituliert.“
Was die BBC Ihnen nicht sagt
Da der Mord an zwei Teenagern bei der BBC nicht einmal mehr als eine Erwähnung nebenher verdient, hier da, was die Los Angeles Times zu einer terroristischen Gewalttat berichtete, die die Israelis damals im August 1990 schockierte:
… die Leichen zweier israelischer Jugendlicher, gefesselt, geprügelt und erstochen, wurden früher am Tag in einen Hohlweg nördlich von Jerusalem gefunden…
Die beiden Jugendlichen, Ronen Karamani (18) und Lior Tubul (17) wurden zuletzt am Samstagabend am Ende des jüdischen heiligen Tages gesehen, als Freunde sie an einer Hauptstraße absetzten, die von Jerusalem nach Norden führte…
Gegen 13.30 Uhr am Montag fanden Suchende die Leichen etwa 20 Meter von einander entfernt in einem Hohlweg neben der Straße. Eine wies etwa 50 Stichwunden auf, sagten Zeugen; der Schädel der anderen war mit Knüppeln zerschmettert worden.
„Die Art, wie sie gefesselt waren, wie auf sie eingestochen wurde, deutet definitiv auf einen politischen Mord hin“, wurde Turner zitiert. „Es gab keinen Grund anzunehmen, dass diese beiden normalen, guten Teenager aus einem kriminellen Grund heraus ermordet wurden.“
Nachdem sie Shammasinas Verbrechen bagatellisiert hat, gibt die BBC ihm reichlich Gelegenheit, sein Tun zu rechtfertigen, indem sie ihn als Opfer beschreibt. Die toten Israelis sind bloße Statistik, die Humanisierung eines Mörders aber erstreckt sich bis hin zu Shammasinas „gebrechlicher“ Mutter und seiner Familiensituation:
Aus einem der Schlafzimmer tritt Ibrahims gebrechliche, 85-jährige Mutter, Tamam, heraus. Während er im Gefängnis war, starben sowohl Ibrahims Bruder als auch sein Vater und seine Frau.
Angesichts von Shammasinas Mangel an Reue und der offenen Unterstützung des Mordes an Israelis durch seine Mutter ist dies sicher kein Exposé der verzerrten Werte der Terroristen. Stattdessen bietet die BBC weitere Rechtfertigung fuer fTerror, wenn sie Abdul Hakim Aziz Abd Hanaini interviewt, der wegen der Herstellung von Sprengsätzen für den Gebrauch von Terroristen 20 Jahre einsaß:
Abd Hanaini besteht drauf, dass gegen Israel zur Waffe zu greifen die einzige Option war, die er hatte.
„Damals, als wird der Besatzung mit Waffen Widerstand leisteten, waren wir junge, junge Männer“, sagt er. „Ich sah mit eigenen Augen, wie Kinder getötet wurden, Frauen getötet wurden und die Zerstörung unserer Olivenhaine, wie die Besatzung das Land verbrannte. Das ließ uns das Gefühl haben, dass wir unsere Familien, unsere Kinder, unsere Frauen verteidigen mussten.“
In einem Leitartikel hat die BBC erfolgreich Terroristen vermenschlicht, während sie Mord – angeblich das Ergebnis der „Besatzung“ – rechtfertigt. Würde die BBC verurteilte Mörder in den USA, dem Vereinigten Königreich oder sonst irgendwo humanisieren oder mit ihnen sympathisieren, geschweige denn ihnen eine Plattform geben? Natürlich nicht. Warum hält es die BBC dann für akzeptabel, an Mord beteiligte Palästinenser anders zu behandeln?
Wir würden gerne die Antwort der BBC auf diese Frage hören. Schicken Sie Ihre Beschwerden über die Beschwerdeseite der BBC – www.bbc.co.uk/complaints. Für detaillierte Anleitungen, wie Sie sich auf der Beschwerdeseite der BBC zurechtfinden, klicken Sie hier.
Der Christian Science Monitor griff den Aufruf des Jerusalemer Muftis zur Ermordung der Juden in der letzten Woche auf und untersuchte „religiösen Blödsinn“, der von Palästinensern und Juden geredet wird; das nennt er dann einen „Trend“, der „dabei ist Mainstream zu werden“.
Das Problem dabei: Es gibt keine Beweise, die darauf hindeuten, dass Hetze in den israelischen Mainstream eingezogen ist. Man weiß, dass die Theorie des Reporters Ben Lynfield sich auf dünnem Eis bewegt, wenn er als einziges Beispiel jüdischer Hetze eine Predigt von Rabbi Ovadia Yosef von vor über einem Jahr anführt.
Ansonsten fällt Lynfield darauf zurück, israelische „historische Motive“ (wie den Verweis des Premierministers auf Jakob und seine Söhne in einer Rede vor der UNO) mit „Tötet die Juden“-Kommentaren offzieller PA-Kleriker gleichzusetzen. DAS ist nichts Neues.
Die israelische Politik hat sich natürlich nach rechts verschoben. Doch was der aufgemotzte Spin des Monitor wirklich tut, ist, die palästinensische Hetze zu entschärfen. Schaut her, die Juden machen das auch.
Wenn das der Punkt ist, auf den Lynfield wirklich Wert legt, dann sollte er das offen sagen – in der Kommentarspalte.
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