Bindet die Presse der IDF die Hände?

HonestReporting Media BackSpin, 11. Dezember 2012

Die Times of Israel über ein im Internet veröffentlichtes Video, das zeigt, wie IDF-Soldaten im Westjordanland unter dem Hagel von palästinensischen Steinwürfen zum Rückzug gezwungen wurden:

Die Soldaten aus einer Pioniereinheit berichteten der Zeitung Maariw gegenüber, dass ihnen von den Vorgesetzten enge Grenzen gesetzt wurden, was zu dem konfusen Bemühen führt, die gewalttätige Menge zurückzudrängen., ohne weitere Gewalt zu provozieren. Der Film zeigte Soldaten, die zuerst gegen dutzende Palästinenser vorgingen, dann aber plötzlich unter einem Hagel von Steinbrocken umdrehten und die Flucht ergriffen. Drei Soldaten wurden verletzt, einem war die Hand gebrochen worden.

Die Soldaten nahmen an, dass die Anwesenheit einer großen Anzahl von Pressefotografen dort die Einsatzleiter dazu verleitet hat, die Aktion abzubrechen.

“Dort befinden sich immer viele Fotografen; dieses Mal sogar noch mehr, und augenscheinlich, um bestimmte Bilder zu verhindern, entschieden sie [Die Vorgesetzten (bd)]  sich dafür, uns der Gefahr auszusetzen”, äußerte sich ein Soldat über seine Kommandeure im Bericht Maariw.

Auch wenn Israel stolz darauf sein kann, dass die IDF nicht mit scharfer Munition und tödlicher Gewalt gegen palästinensische Demonstranten vorgeht, ist es doch beunruhigend zu wissen, dass israelische Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzen, weil die Anwesenheit der Presse vor Ort selbst auf den Einsatz von nicht-tödlichen Maßnahmen, um sich zu verteidigen und die Ordnung wieder herzustellen, Einfluss nimmt.

Und das ohne eine Bewertung darüber, wie viel Einfluss die Anwesenheit der Kameras bei der Aufhetzung der Palästinenser zum Steinewerfen hatte und zuerst die Soldaten anzugreifen.

Als er dieses Problem in einem aufschlussreichen Video ansprach, war Fotojournalist Ruben Salvadori sehr aufgebracht wegen des dynamischen Zusammenspiels zwischen Fotojournalisten und palästinensischen Steinewerfern vor Ort und gab HonestReporting ein Exklusivinterview bereits im Oktober 2011. Angesichts des jüngsten Vorfalls lohnt es sich, das Video noch einmal anzusehen.

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