Syrien und Israel: Für Robert Fisk macht das keinen Unterschied

HonestReporting Media BackSpin, 7. Februar 2012

In seinem jüngsten Kommentar im Independent ist Robert Fisk* ganz versessen darauf, dem Westen zu verklickern, dass nicht alle Revolutionen oder Volksaufstände im Nahen Osten vergleichbar seien:

Das alte Sprichwort muss immer und immer wieder aufgesagt werden: Ägypten war nicht Tunesien, Bahrain war nicht Ägypten, Jemen war nicht Bahrain, Libyen war nicht Jemen. Und Syrien ist definitiv nicht Libyen.

Aber wenn es um Israel geht, ist Fisk moralisch verblendet, was den Unterschied angeht zwischen dem brutalen Vorgehen von Nahost-Regimes wie Syrien auf der einen Seite, das seine eigenen Bürger mit Vorsatz umbringt und Israel andererseits, das alles unternimmt, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.

Es ist unschwer zu erkennen, wie sich das Gegenteil im Westen abspielt. Die Flut von schrecklichen Facebook-Bildern aus Homs und Stellungnahmen der “Syrischen Freiheitsarmee”, dazu die Verärgerung von Madame Clinton und das Erschrecken darüber, dass Russland sich angesichts des Leidens der Syrer so taub stelle – wie, wenn Amerika alles andere als taub wäre angesichts des Leidens der Palästinenser, von denen etwa 1.300 bei Israels Angriff auf Gaza getötet wurden – entbehrt jeglicher Realität vor Ort.

So weit hat sich mittlerweile selbst in den Medien die unmoralische Gleichwertigkeit zwischen syrischer Brutalität und israelischer Selbstverteidigung manifestiert. Dass Robert Fisk bei dieser Entwicklung mit einem Schrottkommentar an vorderster Stelle steht, überrascht nicht.

————–
*Anmerkung von [bd]:

Robert Fisk schreibt seit etlichen Jahren verzerrende Kommentare zu Nahost und Israel. Von ihm leitet sich auch das Verb „to fisk“ ab; also verzerren, falsch darstellen und antiisraelisch polemisieren.

Hier ein Link zu ihm auf Wikipedia, der allerdings sehr sorgfältig gelesen werden sollte, weil Wikipedia auch nicht frei ist von redaktionellen Unebenheiten.

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2 Kommentare - “Syrien und Israel: Für Robert Fisk macht das keinen Unterschied”

  1. Margot Says:

    Meinungen von Menschen, die wie Robert Fisk von sich behaupten, niemals zur Wahl gegangen zu sein (wie in Wikipedia zu lesen: „never voted“) sind mir äußerst suspekt. Solche Personen wollen sich nicht entscheiden, haben keinen Mut Positives und Negatives einer Partei abzuwägen und können sich hinterher immer herausreden: „Ich habe sie (die Partei, den Präsidenten o. ä.) schließlich nicht gewählt“. Aber wenn Herr Fisk eine politische These vertritt, sie auch noch veröffentlichen darf, kann man ihm diese Meinung als richtig und zu Ende gedacht abnehmen? Die Zeitung (hier “Intependend”) macht hier den Fehler, diese unausgegorene, einseitig gegen Israel gerichtete Meinung kommentarlos zu veröffentlichen. Herr Fisk verhält sich in seinem Artikel nämlich auch so, wie in seinem ganzen Leben bezüglich seines Nicht-Wählens: Er hatte keine Lust, sich über Israels Geschichte seit 1948 tiefere Gedanken zu machen bzw. sie nachzuvollziehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Schreibt man einen Artikel in einer Zeitung, die viele hundert Menschen lesen und sich danach eine Meinung bilden (oder sich bestätigen lassen), trägt man m. E. eine große Verantwortung. Genau so, wie wenn man zur Wahl geht und sich für mindestens vier Jahre entscheidet, wer das Land gut regieren soll. Eine solche Verantwortung auf sich zu nehmen ist Herrn Fisk fremd, so dass er wohl auch keine Skrupel hat, einfach mal über ein so schweres Vergehen Assads an seinem Volk gleich auf Israel zu verweisen und den Völkermord an unschuldigen Syrern mit toten Palästinensern als Folge mehrerer Angriffskriege auf Israel bzw. militärische Reaktionen Israels auf erfolgte Terroranschläge zu vergleichen. Vielleicht ist es aber auch seine volle Absicht, Israel extra zu diffamieren. Man sollte seine Kommentare nicht mehr drucken. Schon gar nicht in einer Zeitung, die sich als “independend”, also “unabhängig” bezeichnet.
    Margot


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