Ein Versuch in redaktioneller Transparenz

Pesach Benson, HonestReporting.com, 31. Januar 2012

Newsdesk Live, der neue Blog des Guardian, sieht danach aus, als er es wert, ein Auge drauf zu behalten – besonders an Tagen, wenn die Haut-auf-Israel-drauf-Berichterstattung des Blattes besonders zum Vorschein kommt.

Ich zolle der Zeitung Anerkennung dafür, dass sie Redaktionstransparenz ausprobiert. In diesem Blog erklären die Redakteure der Zeitung den Denkprozess in der Art, wie sie die großen Storys jeden Tages behandeln, und dieser wird im Lauf des Tages auf den neuesten Stand gebracht.

Statt bereits vorhandene Inhalte abzurunden (wie es die New York Times mit The Lede tut) oder ihre eigene Arbeit zu bejubeln (wie die Beeb in ihrem The Editors blog), hat der Guardian, vermute ich, mit dem Konzept Newsdesk Live etwas Neues vor.

Ich frage mich aber, ob die Redakteure es nicht bedauern werden, Leser zu bitten, Texte einzureichen. Das erscheint mir wie eine offene Einladung an alle, mit dem System herumzuspielen, um ihre Lieblingsprobleme zu reiten. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

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