Medien-Nebelwand fesselt der IDF die Hände

Pesach Benson, HonestReporting Media Backspin, 26. Januar 2012

Hier haben wir ein klassisches Beispiel dafür, wie Medienberichterstattung der IDF die Hände fesselt.

Die IDF diskutiert den Gebrauch von Phosphorgranaten bei zukünftigen Aktionen im Gazastreifen. Nach Angaben der Jerusalem Post konzentriert sich die Debatte auf negative PR, nicht operationelle Überlegungen.

Die Granaten – made in U.S.A. und von der NATO für Einsätze genehmigt – dürfen in besiedeltem Gebiet eingesetzt werden, um Ziele zu illuminieren oder zu markieren und um eine Nebelwand für die eigenen Truppen zu schaffen. Doch die Armee-Oberen machen sich nicht darum Sorgen.

Die JPost schreibt:

Bilder explodierender Granaten – die wie weißer Phosphor erscheinen – kamen während der Operation Gegossenes Blei in der Presse weit verbreitet vor und die IDF brauchte Tage, bevor sie bestätigte, dass sie im Gazastreifen Granaten einsetzte, die weißen Phosphor beinhalteten…

Die Nutzung der Granaten wird als entscheidend in der Unterstützung von Bodenoperationen in städtischem Gelände wie Gaza und dem Libanon angesehen, aber in der IDF gibt es eine fortgesetzte Diskussion darum, ob sie in einer zukünftigen Operation im Gazastreifen eingesetzt werden sollte, da sie in Israel möglicherweise Public Relations-Schäden verursachen könnte.

Anfang des Monats enthüllte die Jerusalem Post, dass der Generalstab der IDF das Kommando Süd angewiesen hatte, Vorbereitungen für eine groß angelegte Operation im Gazastreifen innerhalb der nächsten Monate zu treffen.

„Es steht außer Frage, dass die Nutzung der Granaten Israels Image unglaublichen Schaden zufügte, da eine Reihe von NGOs behaupteten ihr Gebrauch sei ein Kriegsverbrechen“, sagte diese Woche ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

Wollen wir die Luft etwas reinigen.

  1. Der Gebrauch von Phosphorgranaten innerhalb angemessener Vorgehensweisen ist legal.
  2. Die IDF schoss sich selbst ins Knie, wenn sie anfangs den Gebrauch von Phosphor abstritt, als die Times of London die Sache erstmals aufbrachte.
  3. Der Medien-Hype insistierte, dass Israel absichtlich Phosphorgranaten in großer Menge einsetzte, um Menschen zu schädigen und Gebäude zu zerstören.
  4. Die Armee maßregelte zwei höhere Offiziere, weil sie in einem Fall den Gebrauch der Granaten unangemessen befahlen.

Ich wünschte oft, dass die IDF der öffentlichen Meinung sensibler anginge. Dieser Fall gehört nicht dazu. Phosphorgranaten einzusetzen sollte eine rein operationelle Frage sein. Das System muss nur gestrafft werden, um den IDF-Repräsentanten zu erlauben, dass sie rasch und genau reagieren.

Die Palästinenser haben keine Hemmungen, weißen Phosphor in ihre Granaten zu füllen. Erst diesen Monat schlugen zwei Phosphorgranaten im westlichen Negev ein. Die Hamas schuf weder eine Nebelwand noch markierte sie ein Ziel.

Die Moral von der Geschicht‘: Die Meinungsmache-Spielchen der Medien können der IDF erfolgreich die Hände fesseln.

(Bild via YouTube/babySmokesTooMuch)

About these ads
Explore posts in the same categories: Die Welt und Nahost, Israel, Medienwelt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Schlagwörter: ,

You can comment below, or link to this permanent URL from your own site.

Ein Kommentar - “Medien-Nebelwand fesselt der IDF die Hände”

  1. Susya Bar Dror Sagt:

    Nebelgranaten und Phosphorbomben enthalten beide Phosphor, sind jedoch völlig unterschiedlich gebaut und zusammengesetzt. Die Nebelgranate ist KEINE Phosphorbombe oder Brandbombe, sie kann nur Nebel erzeugen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 323 Followern an

%d Bloggern gefällt das: