Politisierende Weihnachts-Miesmacher

HonestReporting Media BackSpin, 9. Dezember 2011

Die Palästinensische Autonomiebehörde wird Weihnachten nutzen, um ihre Forderung nach Eigenstaatlichkeit zu pushen. Geht man von diesem AP-Bericht aus, hat sie bereits die Rolle des politisierenden Weihnachten-Spielverderbers übernommen:

Als Teil der Kampagne bieten die Palästinenser auch organisierte vorweihnachtliche Pressefahrten an, um den Ausbau der Siedlungen um Bethlehem und die Zerreißung durch die israelische Sperranlage, die die Stadt auf drei Seiten umschließt, herauszustellen. Israel kündigte in den letzten Monaten Pläne zum Bau von weiteren tausenden Wohnungen für Juden in der Gegend um Bethlehem an bzw. erteilte deren Genehmigung, wie Siedlungs-Watchdogs sagen.

“Dieses Weihnachten wird die Möglichkeit bieten, die reale Bedrohung für die Stadt Bethlehem zu zeigen – die Siedlungsaktivitäten und die Mauer, die die Stadt von ihrem Zwilling Jerusalem trennt “, so Ziad Bandak, ein Berater Abbas’ für christliche Angelegenheiten….

Christen vor Ort erklären, dass sie kein Problem mit einer Politisierung der Festtage haben; und sie sagen, dass sich der Konflikt mit Israel auf das Leben jedes Einzelnen hier auswirke.

“Die Siedlungen und die Mauer haben Bethlehem in ein Gefängnis verwandelt”, sagte Suzan Atallah, eine 48-jährige Lehrerin und Mutter von vier Kindern….

Ihre Pressefahrten zu Siedlungen und Sicherheitsbarriere finden das ganze Jahr über statt – daran ist nichts Weihnachtliches. Bewohner vor Ort aufzutreiben, die Israel denunzieren, finden sich auch regelmäßig.

Ich bin sicher, dass die Bewohner schon genug zu erzählen haben über die Verfolgung der Christen durch die PA – Diebstahl von Land, Erpressung und Zwangsbekehrungen -, falls diese Pressefahrten wirklich ein vollständiges Bild davon liefern sollten, was wir wahrscheinlich in einem unabhängigen palästinensischen Staat sehen werden.


Und dann noch dieser Schnipsel:

Israel bezeichnet die Mauer als Schutz gegen Militante, die während der Jahre der Gewaltexzesse regelmäßig versuch hatten, nach Israel einzudringen und Hunderte bei Selbstmordattentaten und anderen Anschlägen töteten. Die Palästinenser verurteilen das als Landnahme, weil sie an vielen Stellen in die West Bank eindringt und somit die De-facto-Grenze nach vorne verschiebt.

Warum werden die Auswirkungen der Sicherheitsbarriere als faktisch berichtet, Israels Gründe für den Bau in erster Linie aber als Darstellung?

Formuliert wie von einem echten Agentenführer.

Dazu passend: Zwei Adventsgeschichten, auf die wir verzichten können

(Bild via Flickr/Tracy Hunter)

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