Türkische Luftschläge: Wo bleibt die Empörung?

HonestReporting Media BackSpin, 24. August 2011

Nahezu versteckt im Nachrichtenteil weniger Medien, darunter dem Independent, kann man diese Geschichte lesen:

Und nun stellen Sie sich vor, Israel hätte das Territorium eines souveränen Staates überflogen [wie in diesem Fall das des Irak (bd)] und dort 100 Menschen getötet, darunter etliche Zivilisten.

Groß aufmachende Titelseiten, Empörung allerseits, Forderung nach einer UN-Kommission á la Goldstone wären die Folge gewesen. Na, Sie wissen schon.

Aber dann wird Israel an anderen Standards gemessen als der Rest der Welt.

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2 Kommentare - “Türkische Luftschläge: Wo bleibt die Empörung?”

  1. karl Says:

    schalom ,die türkei verletzt schon seit langen jahren die Grenhoheit eines anderen Landes.Die fliegen nicht nur Bombenangriffe ,sie sind auch mit Truppen im Irak einmaschiert um die kurden zu
    töten.Auch der völkermord an den Armeniern
    wurde schweigend hingenommen.Die türkei
    ist ein rein isjamisches land und wird auch bei einem krieg gegen israel gegen
    israel kämpfen.Ich will mir garnicht vorstellen<<was die welt geschrien hätte
    wenn israel so was gemacht hätte.Was andere Länder machen<<ist Israel verboten.
    Ja,die bösen Israelis.Man zeige mir ein Land das so viel Geduld aufbringt wie
    Israel<<trotz ständiger terrorangriffe
    und Attentate der radikalen Hamas. udo


    • Lieber Karl,

      es freut mich, dass du mal wieder antwortest. Vor ein paar Tagen hatte ich mir (ganz ehrlich) schon gedacht: “Was ist los mit ihm”?

      Aber dann sah ich, dass du auf einem anderen Blog kommentiert hattest (War es bei “Himmel und Erde” von Rika?)

      Sei’s drum:

      Ich hoffe, dass es dir in jeder Beziehung gut geht (Heplev wünscht dir das natürlich auch, auch wenn ich nicht bei ihm nachgefragt hatte).

      Deine Einschätzung teile ich uneingeschränkt, auch wenn ich vermute, dass die Türkei aus rein geo- und handelspolitischen Interessen es sich [vorerst ] mit Israel nicht verderben will. Die Motivlage ist klar, und man spielt auf Zeit.

      Auf welcher Seite Erdogan und Gül stehen ist offensichtlich: langfristig streben sie eine (islamische) Vorherrschaft im Mittleren und Nahen Osten an – auf der Grundlage des Koran.

      Die andere – innerislamische Problematik: Die (sunnitische) Türkei schmiedet zwar fleißig Beziehungen zum (schiitischen) Iran, weiß aber gleichzeitig ganz genau, dass sie, im Verbund mit der (naiven[?] NATO) letztlich als Sieger aus der externen Auseinendersetzung des Westens inklusive Israel mit dem Iran hervorgehen kann, weil sie sich (vielleicht zum letzten Mal) dem Westen gegenüber loyal verhalten wird. Das wird wiederum zu Spannugen mit dem Mullah-Regime führen können….

      Aber prinzipiell: Vergessen wir nicht, dass die Türkei im letzten Irak-Krieg den USA die Nutzung ihres Luftwaffenstützpunktes bei Incirlik verweigert hatte. Warum wohl?

      Für mich war das ein Paradigmenwechsel in der türkischen Militärdoktrin.

      Beste Grüße
      Bernd


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