Widerlicher Leserbrief in der Daily Mail

HonestReporting Media BackSpin, 22. März 2011

Der folgende Brief erschien in der gedruckten Ausgabe der britischen Daily Mail (online nicht abrufbar):

Sagt die Wahrheit

Es scheint sicher zu sein, dass der Mord an einer kompletten jüdischen Siedlerfamilie, der in den Medien als Racheakt von Palästinensern dargestellt worden war, in Wirklichkeit das Werk eines verärgerten Arbeiters war, dessen Lohn nicht ausbezahlt worden war.

Da israelische Truppen alle thailändischen Arbeiter verhaftet haben, muss man vermuten, dass sie ohne Gesichtsverlust unmöglich sagen können, dass die Palästinenser zu Unrecht beschuldigt wurden. Ich gehe schwer davon aus, dass die Medienorganisationen, die so schnell bei der Hand waren, die Morde zu verwenden, um die Oberherrschaft Israels zu rechtfertigen, die Richtigstellung veröffentlichen und sich entschuldigen. Aber ich würde nicht darauf warten.

Derek F. Wharton, Wirral

Eigentlich sollte sich die Daily Mail allein schon dafür entschuldigen, dass sie die Veröffentlichung eines solchen Briefes an erster Stelle brachte. Die Quelle dieses Schreibens stammt aus einer verleumderischen Geschichte, die in der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an veröffentlicht worden war.

In Wirklichkeit gibt es in der Itamar-Siedlung keine ausländischen Arbeitskräfte, und das Haus der Familie Fogel war von jüdischen Arbeitern errichtet worden.

Wie schäbig, dass die Daily Mail solch’ ein Schreiben veröffentlichte, ohne sich die Mühe zu machen, die Vorwürfe abzuchecken. Es sieht ganz danach aus, dass alles irgendwie durchgeht, wenn es um “vertretbare” Kritik an Israel in der britischen Presse geht.

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2 Kommentare - “Widerlicher Leserbrief in der Daily Mail”

  1. karl Sagt:

    schalom was will man von antisemiten
    mehr verlangen?

  2. Paul Sagt:

    Einfach nur wiederlich, diese Art der “Kriegsführung”. Aber bei denen, die daran glauben wollen fällt sowas auf fruchtbaren Boden. Viel schlimmer: In einem Jahr wird irgend jemand diesen Brief zitieren und als erwiesene Tatsache für die verlogene Propaganda der Israelis ausweisen. Dann wird der Zitierer davon profitieren, dass sich nur noch sehr wenige, besonders in Deutschland, an dieses abscheuliche Verbrechen werden erinnern können.
    Die Gegenwart lehrt uns, dass Israel wohl militärisch überlegen ist, aber den Prpagandafeldzug verloren hat. Das Ergebnis ist das doch eher schlechte Image der Israelis in den Augen der Weltöffentlichkeit.
    Auch wenn es Israel zuwieder ist, es muss den Prpagandakrieg aktivieren. Die Proteste bei der UNO sind ein erster Anfang. Das muss dann aber auch durgezogen werden.
    Es ist ein verhängnisvoller Irrtum anzunehemn, dass die gute Sache für sich selber spricht. Die Erfahrung lehrt, dass sie es leider nicht tut.


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