Ägyptische Medien: Standartenträger antiisraelischer Empfindungen
HonestReporting Media Backspin, 12. Oktober 2009
Die ägyptische Journalistenvereinigung ermittelt formell gegen Hala Mustafa, eine Redakteurin von Al-Ahram, die sich vor ein paar Wochen mit dem israelischen Botschafter Shalom Cohen traf.
Heute führt AP, die die Hexenjagd als schwelende Gegenreaktion auf Israels Krieg im Gazastreifen und Faruk Hosnis vergebliche Bewerbung bei der UNESCO erklärt, einen Eiertanz um die Frage des Antisemitismus der ägyptischen Medien auf. Sie schreibt:
Die ägyptischen Medien agieren oft als Standartenträger antiisraelischer Stimmungen im Land…
Das ist Understatement. Mustafa bekommt von ihren Vorgesetzten bei Al-Ahram keine Rückendeckung. Die Vorstandsetage reagierte damit, dass sie gegen die Interaktionen mit Israel rigoros durchgreift:
Als Reaktion entschloss sich die Leitung von Al-Ahram dazu, nicht nur Mustafas Handeln zu untersuchen, sondern verkündete am Samstag, dass sie ihren Journalisten verbot, sich mit Israelis zu treffen und sie zu interviewen, dass sie an keinen Konferenzen teilnehmen, an denen Israelis beteiligt sind oder Recherchen in Zusammenarbeit mit israelischen Akademikern und Journalisten unternehmen dürfen. Der Vorstand sprach außerdem ein Blanko-Verbot dagegen aus, israelische Staatsbürger das Betriebsgelände von Al-Ahram betreten zu lassen.
Ach ja: Al-Ahram ist staatlich kontrolliert.
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15. Oktober 2009 um 0:15
Aber wir haben doch mit den Ägyptern einen Friedensvertrag!
/sarcasm