BBC pro-israelisch? Dass ich nicht lache!

Posted 5. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Araber, Die Welt und Nahost, Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 5. Juli 2009

HonestReporting-Chefedakteur Simon Plosker mit einem Gastbeitrag in der Jerusalem Post, in dem er die kürzlich vorgebrachte Behauptung aufdeckt, BBC und Al-Jazeera (!?) würden einseitig Partei für Israel ergreifen.

Plosker reagierte auf einen kürzlich erschienenen Kommentar von Sharif Nashashibi im Guardian. Nashashibi verfasste eine „Studie“ für das Londoner Arab Media Watch (pdf-Format), das von ihm geleitet wird.

Lesen Sie bitte die Langzeitstudien hier, hier und hier, die HonestReporting selbst zur BBC erstellt hat. Lesenswert auch Trevor Assersons detaillierte Untersuchungen zur Israel-Berichterstattung der BBC.

Sheridans Breitseite

Posted 2. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 2. Juli 2009

Der australische Kolumnist Greg Sheridan ärgert sich über das Schweigen der Linken zum iranischen Unterdrückerregime. Besonders diese Textauszüge haben mich umgehauen:

Warum halten Sie Ihre Klappe zum Iran, Louise Adler, wenn Sie gleichzeitig einen Heidenspaß daran haben, Israel ohne den geringsten Beweis Kriegsverbrechen anzuhängen? Hunderte unschuldiger Zivilisten im Iran aber lassen Sie kalt?

Was schwätzen Sie, Antony Loewenstein, wenn Sie dümmlich und schlampig Israel als Apartheidstaat abstempeln und wohlwollend in den offiziellen iranischen Medien zitiert werden, aber teilnahmslos bleiben auf Ihrem Blog angesichts des iranischen Unterdrückerstaates?

Was soll man zu Michael Leunig sagen, dem Karikaturisten bei The Age, der einmal einen Cartoon zeichnete, der moralisch so abstoßend, dumm und aggressiv ist, dass er freudig von einer iranischen Tageszeitung für einen antisemitisch motivierten Karikaturenwettbewerb angenommen wurde (die Karikatur wurde ohne Leunigs Wissen eingereicht, was aber die Sache nicht besser macht); warum ist er offensichtlich so gefühlskalt, dass er keine Zeichnung anfertigen kann, die Sympathie mit den jungen iranischen Demokraten bekundet?

Zum vollständigen Text [In Englisch] geht’s hier.

Press TV bald Off Air?

Posted 2. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Europ. Medien und Nahost, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 2. Juli 2009

Ofcom stellt Nachforschungen zum iranischen Propagandamedium an während BBC Newsnight hartnäckig weiterbohrt.

Mehr im neuen Kommuniqué von HonestReporting: Press TV: Take it Off Air?

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Konkurrierende Interpretationen zum Amnesty-Bericht

Posted 2. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 2. Juli 2009

Amnesty International veröffentlichte seinen Bericht zum Gazakrieg und ich kratze mich am Kopf ob der krassen Interpretationsabweichungen in der Berichterstattung. Die Irish Times schreibt zum Amnesty-Trip:

Die Organisation kontrastiert die israelische Haltung mit derjenigen der Hamas, die Gaza kontrolliert und Menschenrechtsorganisationen freien Zugang ermöglicht, um Nachforschungen zu israelischen und palästinensischen Missbräuchen durchzuführen.

Die Financial Times sieht’s aber anders:

Auch wenn die Hamas gesagt hat, dass sie die  Aktion unterstützen würde, hat die Tatsache, dass ihre Funktionäre den Ermittlern in Gaza nicht von der Seite wichen, Skepsis darüber ausgelöst, ob die Augenzeugen frei über die Aktionen der militanten Gruppe berichten konnten.

Sprechen Irish Times und FT über dasselbe Gaza? Ich kann nicht nachvollziehen, wie ein Journalist wie Jansen, der einigermaßen sachkundig ist was Gaza betrifft, so etwas schreiben und dabei ernst bleiben kann.

Die Untersuchungen von Amnesty und der UNO sind weitere Beispiele für Journalismus mit Druck auf die Tränendrüse.

UPDATE: Reflektieren die konkurrierenden Interpretationen eher die von Donatella Rovera (Amnesty) oder die der Mainstream-Medien? Dazu AP:

Sie sagte, dass die Ermittler in Gaza vollkommen unbehelligt operieren konnten, ohne Einmischung der Hamas-Sicherheitskräfte….

Die UNO untersucht das Verhalten beider Seiten im Konflikt. Richard Goldstone, den erfahrenen Beauftragten für die Untersuchung von Kriegsverbrechen, ließ die Hamas mit seinem Team nach Gaza einreisen, aber ihre Sicherheitskräfte waren häufig bei den Befragungen zugegen und erkundigten sich, ob die Augenzeugen über die Aktionen der Hamas offen sprachen.

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Medienschikane einmal anders

Posted 1. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh fragt sich, warum die Mainstream-Medien nicht daran interessiert sind, über Unterdrückung und Folter von Kollegen zu berichten, wenn die Täter Funktionäre der Palästinensischen Autonomiebehörde sind.

Im Juni wurde ein Team von Al-Jazeera, das über Tod eines Palästinensers berichten wollte, der augenscheinlich gefoltert worden war, an einem PA-Checkpoint aufgehalten, das Videoband wurde konfisziert und gelöscht. Toameh sagt, warum Sie davon keine Kenntnis erhielten:

Man kann sich gut vorstellen, wie die Reaktion der internationalen Medien ausgefallen wäre, wenn die TV-Crew von israelischen Sicherheitskräften festgehalten worden wäre. Antiisraelische Gruppen und Personen hätten den Vorfall als weiteren Beleg für die „brutalen Methoden der Besatzer“ gegen die Freiheit der Medien gewertet….

Doch ziehen es Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, die in Israel und in den PA-Gebieten arbeiten, entweder vor, die Geschichte zu ignorieren oder sie haben nie davon gehört, weil sie keinen antiisraelischen Bezug aufweist.

Man kann sich auch gut vorstellen, wie die Medien und Menschenrechtsorganisationen reagiert hätten, wenn ein Palästinenser in einem israelischen Gefängnis nach angeblicher Folter gestorben wäre.

Wenigstens verurteilten Reporter ohne Grenzen den Vorfall.

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“Israel so brutal wie der Iran”

Posted 1. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Israel, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Huffington Post setzt fälschlicherweise Israel mit Nedas Mördern gleich.

Lesen Sie dazu bitte das neue Kommuniqué von HonestReporting: “Israel as Brutal as Iran”

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Schlechte Nachrichten für Press TV

Posted 1. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Europ. Medien und Nahost, Nahost allgemein, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Die Times of London berichtet, dass Moderator Nick Ferrari seinen Job bei Press TV (Zum Vergrößern der Abbildung bitte draufklicken) gekündigt hat, um gegen die verfälschte Berichterstattung des im Iran ansässigen Senders über die Ausschreitungen nach der Wahl zu protestieren:

Ferrari, Gastgeber beim täglichen Frühstücksfernsehen von LBC, erklärte der Times gegenüber, dass die Berichterstattung von Press TV bis vor der Wahl „halbwegs fair“ gewesen sei, aber danach nicht mehr. „Ich gehe davon aus, dass ihnen gesagt worden ist, was sie zu tun haben, und ich kann das mit meiner Arbeit dort nicht vereinbaren“, so Ferrari.

Die Times berichtet auch, dass Ofcom Nachforschungen zu Press TV anstellt:

Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom geht einer Beschwerde nach, dass Press TV seine Sorgfalts- und Unabhängigkeitspflicht verletzt habe, und viele Iraner, die in Großbritannien leben, seien entsetzt darüber, dass der Sender ungehindert operieren kann.

Auch wenn Reporter ohne Grenzen den Iran als “weltgrößte Gefängnis für Journalisten“ bezeichnet, rechtfertigt sich Lauren Booth dafür, dass sie bei Press TV auf der Gehaltsliste steht:

Booth erklärte der Times gegenüber, dass ihr allwöchentlich ausgestrahltes Programm Remember the Children of Palestine „zu wichtig für mich war, um es nicht zu machen“.

George Galloway, Yvonne Ridley und Andrew Gilligan – auch sie bei Press TV beschäftigt – bestanden darauf, dass ihre Sendungen keinerlei Beeinflussung ausgesetzt seien. Klar, wenn man sowieso die Parteilinie nachplappert, ist das auch nicht mehr nötig.

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“Free Gaza” mit schlechtem Timing

Posted 1. Juli 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Die israelische Marine schleppte das Free Gaza-Schiff nach Ashdod ab, und die 21 Aktivisten, die in einen Schlagzeilenwettbewerb mit dem Iran und Michael Jackson treten wollten, werden ausgewiesen.

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Palästinensische Kids nutzen israelische Haftbedingungen aus

Posted 30. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 30. Juni 2009

Anmerkung für Tim McGirk und euch Redakteure von Time:

Die Times of London, Reuters und Globe & Mail haben bereits dokumentiert, dass viele palästinensische Jugendliche darauf aus sind, in einem israelischen Gefängnis zu landen und sie provozieren deshalb, eingesperrt zu werden. Israelische Gefängnisse sorgen dafür, dass die jugendlichen Palästinenser drei anständige Mahlzeiten pro Tag bekommen, eine Ausbildung und Anerkennung bei den anderen Jugendlichen.

Vieles von McGirks Berichterstattung basiert auf der NGO-Quelle Defence for Children International. Hier können Sie nachlesen, warum sie bei dieser NGO genau hinsehen sollten.

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Existenz und Existenzrecht

Posted 30. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Araber, Die Welt und Nahost, Islam+Islamisten, Israel, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 30. Juni 2009

Bis heute basieren Israels Verträge mit Ägypten und Jordanien und seine Friedensbemühungen unter der Oslo-Prämisse schlicht auf der Anerkennung von Israels Existenzrecht. Während all dieser Jahre der Verhandlungen setzten die Israelis voraus, dass das Selbstverständnis von Israel als anerkannten jüdischem Staat nicht zur Diskussion stand.

Doch der Zusammenbruch des Oslo-Prozesses offenbart die palästinensische Verweigerungshaltung, was die Anerkennung Israels als jüdischen Staat betrifft. So erklärte der ehemalige Generalkonsul  Alon Pinkas:

Die arabische Welt hat de facto Israels Existenz anerkannt, aber nicht seine Existenzberechtigung. Die Araber sehen Israel als strategisches Faktum, als Militärmacht, die zurzeit unbesiegbar ist. Israel ist diesem Paradigma zufolge keine dauerhafte Erscheinung im Nahen Osten.

Nach mehr oder weniger als 200 Jahren sind sie vertrieben. So lautet das arabische Argument.

Nun betont Netanyahu, der die Abkommen von Wye River und Hebron unterzeichnet hatte, ohne ein Übermaß an Dank zu erwarten, dass es Zeitverschwendung bedeutet, Friedensgespräche mit Leuten zu führen, die Israel nicht als jüdischen Staat anerkennen wollen.

Kürzlich sprach die Washington Post israelische Offizielle zu dieser neuen Forderung nicht nur mit dem Fokus auf die Frage des Warum an, sondern, und das ist noch wichtiger, wegen des Warum jetzt?

„Wenn man nicht anerkennt, dass das jüdische Volk existiert und die Juden aus diesem Land hervorgingen, dann werden wir nie ein Ende des Konflikts erleben“, sagte Michael B. Oren, Netanyahus zukünftiger Botschafter in Washington. “Während der Verhandlungen in Oslo dachte man: Wir brauchen keine Anerkennung. Wir sind stark. Wir sind die Sieger. Geben wir ihnen eine Chance. Geben wir ihnen eine Gelegenheit, sich an den Frieden zu gewöhnen. Das war ein Fehler….”

In den dazwischen liegenden Jahren kam bei den arabischen Israelis – etwa 20 Prozent der Bevölkerung – ihre nationale Identität immer stärker zur Geltung und sie drängten Israel, “ein Staat aller seiner Bürger” zu werden, so Jamal Zahalka, ein israelischer Abgeordneter. Die im Jahr 2000 ausgebrochene Intifada und die stetig wachsende Popularität der islamistischen Hamas, die Israels Vernichtung anstrebt, verstärkte wieder das Gespür dafür, dass eine diplomatische Übereinkunft Israels Sicherheit nicht gewährleistet, sagte Yoram Hazony, der an der Forschung für Netanyahus Buch A Place Among the Nations (1993) mitgewirkt hatte.

Und was bedeutet das?

• Die Juden haben ein legitimes nationales Streben nach Selbstbestimmung.

• Ein Staat, der nur aus der „Summe seiner Bürger“ besteht, hat keine Seele. Solch ein Gemeinwesen reflektiert nur die Eigenart der Menschen, die dort in dieser Zeit leben.

• Eine Zweistaatenlösung, die zusätzlich das Recht der Palästinenser auf Rückkehr einräumt, wird die Stabilität der israelischen Gesellschaft gefährden. Die Araber haben keine Erfolgsbilanz vorzuweisen, was erfolgreiche multiethnische Staaten betrifft. Die sozialen Spannungen, die von hasserfüllten inländischen und ausländischen Neinsagern geschürt werden, lassen den Bürgerkrieg im Libanon im Vergleich dazu wie einen Spaziergang im Park erscheinen.

• Niemand fordert, dass ein palästinensischer Staat „ein Staat seiner Bürger“ sei. Man kann sicher sein, dass ein Staat Palästina israelischen Bürgern weder Freiraum noch gleiche Rechte gewähren wird. Die arabischen Staaten, die 850.000 Juden vertrieben, haben kein Recht zu fordern, dass Israel lediglich ein Staat seiner Bürger ist.

• Sollte diese Anerkennung eine Vorbedingung für Gespräche sein oder ist es ein Thema, das im Verlauf von Friedensgesprächen ausgearbeitet werden kann? Die ist eine berechtigte Frage. (Die reflexartige palästinensische Reaktion auf Netanyahus Rede ermutigte mich nicht).

• Mangelt es an israelischem Konsens bezüglich der Fragestellung, was es bedeutet, ein jüdischer Staat zu sein? Ja. Aber das ist eine interne Angelegenheit, die innerhalb der israelischen Gesellschaft entschieden wird. Es ist nicht Sache von Außenstehenden, den Charakter einer anderen Nation zu definieren, ob wir jetzt über Israel, die Türkei, den Iran oder über irgendein anderes Land sprechen.

Pinkas soll das Schlusswort haben:

Also ist die arabische Anerkennung Israels als jüdischem Staat ein enormer pädagogischer Prozess, der eine Vorbedingung zum dauerhaften Frieden darstellt.

Wenn Israel in den Augen der Araber „als Staat der Juden“ wahrgenommen wird hat es ein Recht auf Existenz. Wenn es ein Existenzrecht hat (in der Tat eine dämliche Debatte: Welches „Existenzrecht“ haben Belgien oder Uruguay?) ist dauerhafte Koexistenz erreichbar.

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Irans Press TV zur Rettungsaktion für Neda Soltan

Posted 29. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Islam+Islamisten, Nahost allgemein, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 29. Juni 2009

Na, da sind wir aber froh, dass Press TV den Hype und die Fehlinformationen aus dem Weg geräumt hat, die um den Tod von Neda Soltan entstanden waren. Und so liest sich das beim staatlich kontrollierten Nachrichtensender:

Der Mann, der sie zum Krankenhaus fuhr, sagte in einem Interview, dass ihm ihr Tod „höchst merkwürdig“ vorkam und er erklärte, dass sich keine Sicherheitskräfte oder Basij in der Nähe aufgehalten hätten…..

Erstmals erregten die Umstände ihres Todes Misstrauen, nachdem sich herausstellte, dass sie durch eine kleinkalibrige Pistole getötet worden war – eine Waffe, die von iranischen Sicherheitskräften nicht benutzt wird.

Iranische Sicherheitskräfte haben die aus dem Ruder gelaufenen Berichte zurückgewiesen und versichert, dass sie während der spontanen Proteste nicht auf die Demonstranten geschossen hätten.

„Den Polizisten ist nicht erlaubt, Schusswaffen gegen Menschen einzusetzen“, so Teherans Polizeichef Azizallah Rajabzadeh am Tag nach Nedas Tod.

Wie lange wird es dauern, bis Press TV den „Beweis“ liefert, dass das Schusswaffenkaliber auf den Mossad, die CIA und Michael Jacksons Ärzte hinweist? CNN bezieht sich auf die so genannte Exklusivmeldung mit größter Vorsicht:

Press TV nannte nicht den Namen des Mannes, der Farsi sprach und in der Sendung englisch untertitelt wurde.

CNN weiß nichts über ihn und kann seinen Bericht nicht bestätigen.

Wie die NY Times passend unterstreicht, sind im Iran die Grenzen zwischen Journalismus und sozialen Medien fließend aufgrund des harten Vorgehens gegen die Medien und der computertechnisch versierten Regimegegner.

Aber wenn es noch irgendwelche Zweifel daran geben sollte, wo Press TV Sympathien genießt, dann sehen Sie sich dieses Video an, in dem George Galloway die Mullahs und deren „Demokratie“ mit Lob überhäuft.

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Hauptsache es fließt Blut: Die Ausnahme von der Regel

Posted 28. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Nahost allgemein, Sonstiges, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 28. Juni 2009

Michael Jacksons unerwarteter Tod bedeutet für die iranischen Mullahs sicher keine schlechte Nachricht.

Karikaturist Brian Gable von der Globe & Mail verweist auf eine unglückliche Ausnahme der Medien-Maxime Hauptsache es fließt Blut.

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Crossposted mit FreeIranNow!

Gilads trostloser Jahrestag

Posted 25. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 25. Juni 2009

Während Israel des dritten Jahrestages von Gilad Shalits Entführung gedenkt, stellt YNet News fest, dass eine von B’ Tselem geschaltete Anzeige, die die Freilassung des Reservisten fordert, in Gaza verboten worden ist:

Die Sprecherin der Gruppe sagte, dass die Anzeige am Donnerstag von der palästinensischen Zeitung Al-Quds, die in der West Bank zirkuliert, veröffentlicht wurde, aber die in Gaza aufgelegte Palestine es ablehnte, sie nachzudrucken….

“Sie (Die Verantwortlichen von Palestine) teilten uns keinen Grund für die Ablehnung mit, aber wir nehmen an, dass der Sachverhalt ziemlich kompliziert ist (im von der Hamas kontrollierten Gebiet). Die Presse in Gaza hat offensichtlich nicht so viele Freiheiten. Die Anzeige war in Al-Quds veröffentlicht worden und wir hoffen, dass die Bewohner von Gaza es auch lesen können.”

Unterdessen baut sich die Solidarität für Shalit auf Twitter auf. Wie Pesach Benson schon geschrieben hat ist #Gilad nun das Thema Nr. 8*, geht es nach der Webseite #Hashtags. Haben Sie Ihre Unterstützung schon bekundet?

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*kann sich natürlich noch ändern.

20 Jahre Fatah und Favre

Posted 25. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Nahost allgemein, Palästinenser

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HonestReporting Media BackSpin, 25. Juni 2009

Nun ist es offiziell:  Der auf den 4. August angesetzte Parteitag der Fatah in Bethlehem ist der erste in 20 Jahren.*

Das heißt, dass die Fatah-Leute das letzte Mal zu einem Parteitag zusammenkamen, als Brett Favre sich auf seine erstes Jahr am College vorbereitete, Gilad Shalit drei Jahre alt war und die Osloer Verhandlungen noch Jahre entfernt.

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*Dafür, dass sich die Fatah „Partei“ nennt ist das ein bisschen wenig, nicht wahr?

Leseempfehlungen, 24. Juni 2009

Posted 24. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Araber, Die Welt und Nahost, Islam+Islamisten, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 24. Juni 2009

Krise erschüttert Machtbalance in Nahost. Arabische Medien haben ein eigenes Interesse daran, den Protesten nicht zuviel Bedeutung beizumessen.

UPDATE: Lesen Sie auch diese schonungslose Einschätzung in The New Republic (via Jeffrey Levin).

Netanyahus Friedensbedingung. Guter Hintergrundbericht darüber, warum diese Bedingung 16 Jahre nach Oslo zur Sprache kommt….

Iranischer Internet-User bringt Obama aus der Fassung. Reporter stellt bei der Pressekonferenz unbequeme Frage im Namen eines Regimegegners. Das Weiße Haus zwitschert zwar auf Persisch….

Das David Rohde-Puzzle. Die NY Times zahlte nach Verhandlungen mit Terroristen etwa 1 Million Lösegeld. Dies könnte erklären, warum das Blatt noch immer nicht erschöpfend Auskunft über die Entführung seines Reporters geben will.

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Weltgrößtes Gefängnis

Posted 23. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, NGOs, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Reporter ohne Grenzen (via Harry’s Place) nennt Iran das „weltgrößte Gefängnis für Journalisten.”

Der Iran ist das gleiche Land, das Lauren Booth auf seiner Gehaltsliste hat, eine Journalistin, die weiterhin behauptet, dass Gaza das weltgrößte  Gefängnis sei. Zweifelhaften Ruhm erlangte Booth, als sie im letzten Jahr zum Gazastreifen segelte und in eitler Manier ihre Anschuldigungen zu beweisen versuchte. Dieser so genannte „Journalismus“ brachte ihr durch HonestReporting eine Auszeichnung als unehrlichste Reporterin 2008 ein.

Mir ist noch nicht aufgefallen, dass sie die Freiheitsbewegung im Iran anführt oder unterstützt.

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Neda und al-Dura: Vergleichbare Ikonen?

Posted 23. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Islam+Islamisten, Israel, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Neda Agha-Soltan, die 27-jährige Frau, die von den iranischen Sicherheitskräften erschossen wurde, ist zu einer mächtigen Ikone in der Demokratiebewegung geworden. Ihr Sterben wurde von Amateurvideos festgehalten, auf YouTube veröffentlicht und verursachte Empörung im Iran und weltweit.

Nun sehe ich, dass Neda mit einem anderen so genannten “Märtyrer” verglichen wird – Mohamed Al-Dura. Die Financial Times ganz unverblümt:

Das Video über einen palästinensischen Mann, der im Jahr 2000 neben seinem 12-jährigen Sohn Muhammad Jamal Al-Durrah, von israelische Streitkräften erschossen wird*, hat sich im Gedächtnis vieler Iraner eingegraben, da das Staatsfernsehen fortwährend die Bilder brachte, um die „Brutalität des zionistischen Regimes“ zu betonen.

Jetzt ist das islamische Regime selbst Gegenstand ähnlicher Beschuldigungen im eigenen Land und weltweit geworden, nachdem ein Video vom grausamen Sterben einer jungen Frau während der Niederschlagung des Oppositionsprotestes am Samstag im Internet verbreitet worden war.

Die Behauptung, dass die IDF Dura getötet hat, ist inzwischen widerlegt. Hier eine kleine Auswahl aufschlussreicher Enthüllungen zur Entwicklung:

• Die technischen Nachuntersuchungen eines Physikers und Ingenieurs warfen erste Fragen.auf.

• Die deutsche Dokumentation Three Bullets and a Dead Child kam zu dem Schluss, dass Dura nicht durch IDF-Feuer getötet worden sein konnte.

• James Fallows von The Atlantic kam zu dem Ergebnis, dass Israel nicht auf Dura geschossen haben kann.

Zwei unabhängige Journalisten, die eingeladen worden waren, das unveröffentlichte Video in seiner Gesamtlänge zu begutachten, kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass Dura nicht durch IDF-Feuer getötet worden war.

Das französische Berufungsgericht urteilte, dass Philippe Karsenty rechtmäßig handelte, als er das France 2-Video zu Dura eine Täuschung nannte, nachdem Charles Enderlin (France 2) Karsenty wegen Verleumdung verklagt hatte.

So lange nicht nachgewiesen werden kann, dass Neda von Demonstranten entweder zu Propagandazwecken getötet wurde oder ihr Tod vorgetäuscht wurde – kaum vorstellbar – sollte man sie nicht mit Al-Dura-Vergleichen in den Dreck ziehen.

Ein Vorschlag, um dem Ikonenvergleich ein Ende zu bereiten: Benennt die Mohammad Dura Street in Teheran auf Nedas Namen um.

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UPDATE: Nach Auskunft von Dr. Amy L. Beam ist das Foto der falschen Frau zum Symbol der Regimegegner geworden. Offenbar gibt es eine [weitere] Neda Soltan(i), die am Leben ist und sich nun in möglicherweise in Gefahr befindet.

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*Bei der Financial Times scheint man in Tiefschlag gefallen zu sein: Jetzt wurde schon der Vater erschossen.

Schweigen der Menschenrechtler zu Gilad Shalid “ist Faschismus”

Posted 23. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Must Read: Elena Bonner (sehen Sie hier nach, wenn Sie die ehemalige Regimekritikern der UDSSR nicht kennen) kritisiert ihre Menschenrechtskollegen scharf wegen deren Schweigen zu Korporal Gilad Shalit. Bonner schreibt in The New Republic:

Und eine andere Frage, die mir seit langer Zeit ein Dorn im Auge ist. Es ist die Frage an meine Menschenrechtskollegen. Warum berührt Sie das Schicksal des israelischen Soldaten Gilad Schalit nicht genauso wie das der Gefangenen in Guantanamo?

Sie setzten sich dafür ein und bekamen die Möglichkeit, dass das Internationale Rote Kreuz, Journalisten und Rechtsanwälte Guantanamo besuchen können. Sie kennen die Zustände im Gefängnis, den Tagesablauf der Gefangenen und was sie zu essen bekommen. Sie konnten mit Insassen sprechen, die gefoltert worden waren. Das Resultat Ihrer Bemühungen war ein Folterverbot und ein Gesetz, das die Schließung des Gefängnisses festgesetzt hat. Präsident Obama unterzeichnete es in seinen ersten Amtstagen. Und obwohl er, genau wie Präsident Bush vor ihm, nicht weiß, wie weiterhin mit den Guantanamo-Gefangenen zu verfahren ist, gibt es Hoffnung, dass die neue Administration eine Lösung finden wird.

Aber während der zwei Jahre, die Schalit von den Terroristen gefangen gehalten wurde, hat die weltweite Menschenrechtsgemeinschaft nichts zu seiner Freilassung unternommen.. Warum? Er ist ein verletzter Soldat und fällt vollständig unter den Schutz der Genfer Konvention. Die Konvention sagt eindeutig, dass Geiselnahme verboten ist, dass Repräsentanten des Roten Kreuzes Zutritt zu Kriegsgefangenen haben müssen, speziell zu verwundeten Soldaten; und in der Genfer Konvention steht noch einiges mehr Schalits Rechten. Die Tatsache, dass Repräsentanten des [Nahost-] Quartetts Verhandlungen mit Leuten führen, die Schalit an einem unbekannten Ort festhalten, zeigt eindeutig ihre Verachtung der Dokumente des Internationalen Rechts und ihren totalen rechtlichen Nihilismus. Sind Menschenrechtsaktivisten auch nicht mehr in der Lage, an grundlegende Dokumente Internationalen Rechts zu erinnern?

Und dennoch denke ich (und manche werden das naiv finden), dass der erste kleine, aber reale Schritt hin zu Frieden die Freilassung von Schalit sein muss. Freilassung – und nicht ein Austausch gegen 1.000 oder 1.500 Gefangenen, die in israelischen Gefängnissen sitzen und wegen realer Verbrechen Haftstrafen verbüßen.

Ausgehend von meiner Frage, warum Menschenrechtsaktivisten schweigen, kann ich keine andere Antwort finden als die, dass Schalit ein israelischer Soldat ist und Jude. Es handelt sich also wieder um bewussten oder unbewussten Antisemitismus. Und abermals – es ist Faschismus.

Die Israelis gedenken des dritten Jahrestages von Shalits Entführung. Beim Angriff auf Kerem Shalom waren auch Leutnant Hanan Barak und Unteroffizier Pavel Slotzker getötet worden.

Lesen Sie bitte Bonners vollständigen Kommentar (via Martin Peretz) [In Englisch].

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George Galloway gerügt

Posted 23. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Europa und Nahost, NGOs, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Ofcom, der Medien-Watchdog in Großbritannien, rügte George Galloway und seine Radiosendung wegen Ausstrahlungen während des Gaza-Krieges. Die BBC fasst zusammen:

Ofcom beurteilte die Sendung, die „die Grenze von einer legitimen zur provozierenden Debatte überschritten hatte“, als eine, die die Zuhörer zu Aktionen aufforderte.

Jedoch urteilte sie auch, dass die Sendung nicht gegen Regeln verstieß, wenn sie Ansichten der Gegenseite zu Wort kommen ließ.

Ofcom sagte, dass, obgleich Galloway nicht in jeder Hinsicht zu Hass oder Gewalt aufgestachelte hatte, er aber die Debatte in eine “aktive Kampagne zu einer prinzipiellen politischen Kontroverse“ umfunktionierte.

Times of London-Kolumnist Oliver Kamm teilt Ofcoms Einschätzung nicht, Galloway hätte sich bei der Präsentation der gegnerischen Standpunkte fair verhalten. Kamm schreibt:

Gut, ich war einer jener Gäste (in einem “hitzigen On-Air-Spektakel”, folgt man einer einwandfreien und geachteten Quelle) und ich bin nicht überzeugt, dass Ofcom Recht hat. Ich erkannte das erst nach unserer Diskussion, aber Galloway machte freizügig Gebrauch vom Regie-Button, um sicher zu stellen, dass meine Antworten auf seine Fragen nicht zum Zuge kamen. Er stellte eine Frage und blockte die Antwort buchstäblich zwei oder drei Sekunden später, bevor sie gesendet werden konnte.

Manche meiner Leser werden jetzt zweifellos denken, dass ich dankbar sein solle, in Galloways Show eingeladen zu werden und dass das Recht auf Sendegestaltung eher beim Gastgeber als beim Gast liegt. Dennoch hat der Sender selbst bestätigt, dass meine Beobachtung zutraf. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Talksport eine seriöse Politik der Zulassung unterschiedlicher Standpunkt verfolgt. Aber nach meiner Erfahrung geschieht das in Galloways Sendung nicht.

Übrigens sollte auch die iranische Öffentlichkeit Galloway kritisieren. Hier ein ausführliches Video zu Galloway widerlicher Schleimerei gegenüber den Mullahs auf Irans Press TV (Video via Rob Breakenridge).

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IndyMedia und der falsche Soldat

Posted 22. Juni 2009 by Bernd Dahlenburg
Categories: Die Welt und Nahost, Israel, NGOs, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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HonestReporting Media BackSpin, 22. Juni 2009

Israel stellt Nachforschungen zu IndyMedia Israel an, nachdem auf deren Webseite ein Foto eingestellt worden war mit der Behauptung, dass Bassem Abu Rahma ermordet worden sei. Das Foto war mit „Mörder“ untertitelt und der Aufforderung, den Soldaten zu identifizieren. Aber AFP berichtet, dass IndyMedia wohl den falschen Soldaten „geouted“ hat:

Doch die Strafverfolger machen geltend, dass der Soldat, von dem sie sagten, dass er leicht identifiziert werden könne, nichts mit dem Vorfall zu tun hat.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Shai Nitzan wies die Polizei an, nachzuforschen, ob IndyMedia Israel die Privatsphäre des Soldaten verletzt habe.

IndyMedia reagiert.

Abu Rahma starb im April, nachdem er während einem der wöchentlichen Zusammenstöße bei Bilin von einem Tränengasgeschoss in die Brust getroffen worden war.

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