Verfasst 23. August 2014 von Daniel
Kategorien: Europ. Medien und Nahost, Weltmedien und Nahost

Honest Reporting, 20. 8. 2014

Berichterstattung während Kriegszeiten ist vielleicht die grösste Herausforderung für die Medien. Doch der Konflikt zwischen Israel und Hamas hat, wieder einmal, die ernsthaften Einschränkungen des traditionellen Journalismus gezeigt.

Fünf Medienversagen stechen besonders hervor. Die grössten Bedrohungen für Genauigkeit und Verständnis stammen nicht aus individuellen vorurteilsbehafteten Artikeln, sondern von der Masse von Artikeln, die den
mangelhaften Standards des heutigen Journalismus entsprechen.

1. Opferzahlen als Moralbarometer

Benjamin Disraeli sagte, dass es drei Arten von Lügen gibt: Lügen, verdammte Lügen, und Statistik. Opferstatistiken, die in fast allen Berichten über den Gazakrieg in allen drei Formen geliefert worden. Die Zahlen waren unzuverlässig, der wahre Prozentsatz an Zivilisten ist unbekannt, und ihre Bedeutung ist unklar durch den Mangel an Kontext.

Reporter haben sich oft auf Zahlen verlassen, die sie vom Hamas-gesteuerten Gazanischen Gesundheitsministerium erhalten haben, obwohl die Hamas ein strategisches Interesse daran hat, die Zahlen aufzublasen.

Reuven Ehrlich vom Meir Amit Nachrichten und Informationszentrum hat zu The Media Line gesagt, dass seine Organisation 152 Namen überprüft hat, die sie vom “Gesundheitsministerium der Regierung von Gaza” bekommen haben:

Die Liste war hastig zusammengestellt und später wurden Änderungen angebracht. Es gab eine Anzahl falscher Namen auf der Liste; die Details der Toten waren unvollständig, was eine Identifikation zweifelhaft machte. Es gab Namen, die mehr als einmal vorhanden waren und manche hätten geradesogut von eigenem Feuer umgekommen sein können, nicht zwingend von der israelischen Armee. Die Liste unterschied nicht zwischen Zivilisten und Terrorkämpfern. Alle Toten wurden als “shahids” (Märtyrer) ausgewiesen.

Um die Zahlen interpretieren zu können haben Medienvertreter oft den Prozentsatz der als Zivilisten betrachteten Personen ausgewiesen. Die Zahl war oft bis zu 80% hoch, gemäss Medienberichten.

Aber wie die New York Times bemerkte, als sie sich die Zahlen genauer vornahme, war eine verdächtig hohe Zahl an Getöteten Männer im Alter von 20 bis 29, das primäre Alter der an den Kämpfen beteiligten Hamas-Terroristen.

“Gleichzeitig waren die Frauen und Kinder unter 15, diejenigen, die am wenigsten legitime Ziele sein konnten, die am meisten unterrepräsentierte Zahl, die zwar bis zu 71% der Gesamtbevölkerung ausmachten, aber nur 33% der bekannten Opfer,” sagte der Bericht.

Ein weiteres Element der Verzerrung war die Präsentation der palästinensichen Zahlen neben den israelischen Zahlen, die viel tiefer war, als ob es eine Beziehung gäbe zwischen den Zahlen, wie eine Rangliste bei einem Sportanlass.

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Diese Zahlen, aber, hatten einen moralischen Unterton. Sie implizierten, dass entweder Israel der Aggressor war, weil es so viel mehr Palästinenser tötete, oder dass die Bedrohung für Israel nicht so ernst war, da doch nur so wenige Israelis getötet wurden.

Doch das erzählt nicht die ganze Geschichte. Es zeigt nicht den Aufwand, den Israel geleistet hatte, um seine Zivilbevölkerung zu schützen, und es berücksichtigt nicht, auf welche Art und Weise die Hamas Zivilisten gefährdete, indem sie Wohnzohnen in Kampfzonen verwandelte.

Wie Bret Stephens im Wall Street Journal schrieb:

Der wahre Nutzen der Zählung der Toten ist, dass das den Reportern und Kommentatoren, die sie zitieren, die Chance gibt, implizite Schuld an Israel zu verteilen, während gleichzeitig Fragen ausgewichen werden kann bezüglich der letztlichen Verantwortung für das Töten. Als reine Zahlen präsentiert verdecken die Todeszahlen mehr als sie zeigen.

2. Das “Geschlagene Journalisten”-Syndrom

Aus Gaza zu berichten hat viele Reporter vor Herausforderungen gestellt, und nicht die geringste davon war der dauernde Druck der Hamas, sich an den palästinensischen Erzählstrang zu halten. Selbst Reporter, die nie direkt bedroht wurden, wussten, dass sie auf Territorium operierten, die keinen Schutz für freie Rede gewährte.

Und wenn ihr Leben davon abhing, in Zukunft aus Gaza berichten zu können, dann wussten sie, dass Fakten zu berichten, die die Hamas nicht optimal fand, eine Deportation bedeuten konnte oder zumindest dass sie auf einer schwarzen Liste landeten.

Die Situation war schlimm genug dass die Foreign Press Association (FPA) eine flammende Verdammung des Verhaltens der Hamas gegenüber Journalisten herausgab und eine Reihe von Beispielen zitierte, die während der Wochen der Kämpfe aufgetreten waren.

Selbst die Hamas gab zu, dass sie Reporter eingeschüchtert hat:

Manche Journalisten, die in den Gazastreifen einreisten, standen unter Observation. Selbst unter diesen schwierigen Umständen konnten wir sie erreichen und ihnen sagen, dass das, was sie taten, alles andere als professioneller Journalismus war und dass es unmoralisch sei.

Und trotzdem war überraschenderweise die Antwort von einigen der einflussreichsten Journalisten, die über Gaza berichteten, dass das ganze Problem übertrieben werde. Die Chefin des Jerusalemer Büros der New York Times, Jodi Rudoren, nannte das FPA-Statement in einem Tweet sogar “Unsinn”.

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Warum geht man so weit und spielt etwas herunter, das einen offensichtlichen Einfluss hat auf die Geschichten, die aus einem solchen Konflikt herausgetragen werden?

Vielleicht, wenn Reporter vollständig transparent gewesen wären bezüglich der Herausforderungen, denen sie gegenüberstanden, dann würde das auf die Tatsache hinweisen, dass sie überhaupt nicht aus Gaza hätten berichten sollen.

Wie der Journalist Michael Totten schrieb, im Anschluss der Publikation des Statements der FPA:

Der Gazakrieg war natürlich eine riesen Geschichte, und sie musste abgedeckt werden, aber man hätte darüber geradesogut von der israelischen Seite der Front aus berichten können. Beide Seiten der Geschichte abzudekcen ist natürlich vorzuziehen, wann immer möglich, aber eine ausgeglichene Berichterstattung parallel zu einer zensurierten Berichterstattung aus Gaza zu bringen ist eine Form von schlechter journalistischer Praxis. Hört damit auf.

3. Fehlende Information nicht zu erwähnen

Während viele Journalisten darauf bestanden, dass ihre Arbeit von der Hamas nicht behindert wurde, konnten sie trotzdem nicht glaubhaft erklären, warum es offensichtliche Lücken in ihrer Berichterstattung gab. Am prominentesten waren, beispielsweise, die fehlenden Bilder von Hamas-Kämpfern in Aktion.

Als das Thema von der New York Times aufgebracht wurde, war die Antwort noch
ärgerlicher als die Lücke – die Zeitung hatte schlicht keine Fotos, die sie publizieren könnte. Der Starfotograf der Zeitung, Tyler Hicks, ging noch weiter:

Wenn wir Zugang gehabt hätten zu ihnen [den Hamas Kämpfern], dann hätten wir sie auch fotografiert. Ich habe nie ein einziges Raketenabschussgerät gesehen, das Raketen nach Israel hätte abschiessen können. Es war, als ob sie nicht existieren würden.

Hicks erklärte, dass die Hamas-Kämpfer an den Rändern kämpften, und wenn sie in öffentliche Bereiche gelangten, dann wurden sie sofort das Ziel von israelischen Luftangriffen.

Gut, meinetwegen. Hamas-Kämpfer waren schwer zu finden. Aber es gab keinen Mangel an Fotos von Palästinensern, die auf israelische Luftangriffe reagierten oder die Beerdigungen beiwohnten. Vielleicht, wenn die Fotografen selber an die Ränder gegangen wären, dann hätten sie vielleicht etwas entdecken können.

Und vielleicht wurden jene, die es versuchten, von der Hamas gestoppt.

Doch die Medien behandelten das Thema genauso, wie Hicks es sagte – als ob Raketenwerfer und die Leute, die sie bedienten, nicht existieren würden. In einer Fotogalerie aus Gaza nach der anderen, gab es kaum eine Möglichkeit, zu erkennen, dass da zwei Seiten gegeneinander kämpften und nicht nur eine. Die Medienvertreter haben eine Verpflichtung, die Leser wissen zu lassen, was fehlt.

Und wenn sie es nicht mit Bildern belegen konnten, dann hätten sie mehr tun können, zu erklären, dass die Hamas routinemässig aus bevölkerten Zonen feuerte.

Natürlich, als die Kämpfe langsam erstarben, begannen Bilder und Videos von Raketenabschussstellen aufzutauchen, die Fragen aufwarfen, ob die Fotos wirklich unmöglich zu kriegen waren, oder ob Drohungen der Hamas für ihr Fehlen verantwortlich waren.

4. Überbetonung von scheusslichen Kriegsbildern

Während es kaum Bilder gab von Hamas-Kämpfern während der heftigsten Kämpfe in Gaza, gab es keinen Mangel an Bildern von Kindern oder Babies, die durch israelische Luftschläge verwundet worden waren.

Diese Bilder waren besonders vorherrschend in Grossbritannien und anderen europäischen Städten und halfen, die Strassen von Europa und darüberhinaus in Flammen zu setzen, wo antisemitische Wut sich zur Raserei steigerte.

Auch haben sie das Kampfgeschehen übel verfälscht, das im Gazastreifen stattfand. Zusammengenommen mit dem Fehlen von Fotos von Hamas-Kämpfern war die Botschaft klar: Israel ist ein Aggressor, der auf Kinder schiesst.

5. Versagen, die wahren Ziele der Hamas zu nennen

Während der ganzen Wochen der andauernden Kämpfe, und besonders während der Periode der Waffenstillstandsverhandlungen, behaupteten die Medien, dass die Hauptmotivation der Hamas sei, die Blockade um Gaza aufzuheben oder einen Hafen oder Flughafen zu öffnen.

Doch erklärt das wirklich, warum die Hamas die letzten paar Jahre damit verbracht hat, einen Komplex an Tunneln und Bunkern zu bauen, der unter den Grenzen hindurch bis weit nach Israel reichte?

Erklärt das, warum die Terrorgruppe sich dafür entschied, tausende, wenn nicht zehntausende Raketen, die in der Lage waren, das Herz von Israel zu erreichen, zu schmuggeln oder herzustellen? Oder warum sie weitermacht damit, sie auf israelische Zivilisten abzufeuern?

Sucht sie wirklich den Frieden mit Israel, oder eine Erleichterung der Sicherheitsmassnahmen von Israel, nur um das Los der Menschen in Gaza zu erleichtern?

Es wäre ehrlicher, herauszustreichen, dass die Hamas auf die Vernichtung Israels hinarbeitet. Sie hat sogar eine Charta, die das ganz klar sagt.

Wie S.E. Cupp in den New York Daily News schrieb:

Selten wird in einer Nachricht erwähnt, dass das primäre Ziel der Hamas, ihr Hauptziel, was sie wirklich will und wofür ihr militärischer Arm aufgebaut ist und worauf er hinarbeitet, ist die totale Zerstörung von Israel und die Vernichtung der Juden.

Das ist eine entscheidende Komponente, die regelmässig ausgelassen wird in den Nachrichten. Doch jede Geschichte, die das nicht erwähnt als eine der Hauptforderungen der Hamas, ist keine intellektuell ehrliche oder vollständige Geschichte.

Wenige in den Medien scheinen das zu begreifen, und die Wirkung dessen ist, eine hauchzarte und schemenhafte moralische Äquivalenz zwischen Israel und der Hamas zu schaffen, die es nicht wirklich gibt.

Zuzulassen, dass die Hamas ihre Charta behält, aber sie zu ignorieren und der Terrorgruppe zu erlauben, sich als moderate Kraft zu präsentieren, die das Beste für die Menschen von Gaza will, verzerrt die Realität.

Die Medien haben eine Verpflichtung, den Konflikt so darzustellen, wie er ist – die Aggression einer Terroristengruppe, die auf die Zerstörung von Israel hinarbeitet, und dem Bemühen des israelischen Staates, seine Bürger zu beschützen. Einen Kontext aufzubauen, der Israel und die Hamas auf dieselbe moralische Ebene setzt ist ein weiterer Fall von schlechter journalistischer Praxis.

Die Hamas gibt zu, dass sie ausländische Journalisten bedroht

Verfasst 22. August 2014 von heplev
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medienwelt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting, 17. August 2014 (übersetzt von Cora)

Wir haben es von der Vereinigung der Auslandsjournalisten ebenso gehört wie aus israelischen Medien, die mit ihren Journalisten gesprochen haben. Es wurde von Pal T. Jorgensen von Norwegens TV2 bestätigt. Und jetzt hat ein Hamas Sprecher in einem Interview am 14.08. in Libanons al-Mayadeen zugegeben, dass Journalisten in Gaza bedroht und jene, die Orte, von denen aus Raketen abgeschossen wurden, filmten oder fotografierten, ausgewiesen wurden.

Hier ist ein Video, veröffentlicht und übersetzt von MEMRI:

Einige Auszüge:

Interviewer: Wie haben Sie den Kontakt zu den ausländischen Journalisten aufrecht erhalten und wie übermittelten Sie ihnen Ihre Sicht der Dinge?

Al-Mudallal: Seit dem Beginn der Aggressionen gegen den Gaza-Streifen wurde an den Grenzübergängen der Ausnahmezustand ausgerufen, besonders am Übergang Beit Hanoun, auch als Erez-Übergang bekannt; den Journalisten wurde ohne große Bürokratie erlaubt, einzureisen. Sie mussten sich nur zu ihrer eigenen Sicherheit registrieren lassen.

Unser Problem war, (dass wir nicht wussten), wer in den Gaza-Streifen einreiste. Wer waren sie? Die meisten waren Freiberufler, andere kamen von Nachrichtenagenturen.

In diesem Krieg kamen weniger Journalisten in den Gaza-Streifen als während der letzten Runden, 2008 und 2012. Deshalb ähnelte die Berichterstattung durch die ausländischen Journalisten viel stärker der der israelischen Okkupanten (Israel). Zudem waren die Journalisten, die nach Gaza kamen, ganz auf Friedensvorstellungen und das israelische Narrativ fixiert.

Wenn sie also Interviews durchführten oder an Orte gingen, um von dort zu berichten, wollten sie vor allem Plätze filmen, von denen aus Raketen abgeschossen wurden. Weil sie mit den Besetzern kollaborierten.

Diese Journalisten wurden aus dem Gaza-Streifen ausgewiesen. Unser Sicherheitsdienst ging zu ihnen und hatte mit diesen Leuten ein Gespräch. Sie gaben ihnen etwas Zeit ihre Nachrichten zu ändern, auf die eine oder andere Weise.

Die israelischen Raketen unterscheiden nicht zwischen Kämpfern, Zivilisten oder Kindern.

Einige Journalisten, die in den Gaza-Streifen kamen, standen unter Sicherheitsüberwachung. Selbst unter schwierigsten Bedingungen schafften wir es, sie zu erreichen und ihnen zu erklären, dass das, was sie da machen, nichts mit professionellem Journalismus zu tun habe und unmoralisch sei.

Jonathan Tobin bemerkt dazu dies im Commentary Magazin:

Das Frustrierendste an der ganzen Sache war nicht nur, dass die Presse gezwungen wurde, nur einen Teil dessen zu berichten, was in Gaza geschehen ist. Es scheint, als würden die meisten glauben, an ihrer Berichterstattung sei nichts falsch. Tatsächlich schienen die meisten kein Gespräch mit einem Hamasverbrecher zu brauchen, um mit al-Mudallal übereinzustimmen, dass es für einen Journalisten in Gaza nur eine angemessene Tätigkeit gibt – so viele Fotos von verletzten palästinensischen Zivilisten zu machen wie möglich. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass diese durch die Terroristen in Gefahr gebracht wurden, die aus ihrer Mitte heraus schießen und Tunnel graben, vor allem in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und Moscheen.

Diese offensichtliche Einseitigkeit der Medien stört die Israelis nicht, sie haben es längst aufgegeben, eine faire Berichterstattung durch jene ausländischen Medien zu erwarten, die ja oft in Gegenden reisen, in denen tiefe Vorurteile gegenüber dem Zionismus vorherrschen und die entschlossen sind, nur Geschichten zu finden, die zu ihrem vorgefassten Urteil über die Palästinenser passen. Wir haben in den letzten Wochen viel davon gehört, wie Israel und seine Freunde die richtigen Schlüsse aus diesem Krieg gezogen haben, ebenso haben Experten immer wieder davor gewarnt, dass die Berichte über palästinensische Opfer, sie die öffentlichen Meinung kosten würden. Aber wir haben so gut wie keine Gewissensprüfung von Journalisten über die Krise ihres Berufes und die Fehler jener, die mitten aus Gaza berichteten, gehört.

Als Antwort auf Al Mudallas Enthüllungen stellte der CEO von HonestReporting, Joe Hyams fest:

Wenn die Journalisten unter Bedrohung aus Gaza berichten, haben sie die als Profis die Pflicht, das zu diesem Zeitpunkt deutlich zu machen. Dass sich so viele Journalisten hinter Anonymität verstecken, wenn es darum geht Wahrheiten aufzugedecken, zeigt, dass ihnen der Zugang nach Gaza wichtiger ist, als die Wahrheit.

Während die Hamas für ihren Umgang mit den ausländischen Medien verurteilt werden sollte, sind die Medien, die es dulden, indem sie Bilder von Raketenabschüssen aus zivilen Gegenden und von dort operierenden Hamasterroristen zurückhalten Komplizen bei der Dämonisierung Israels. Ihr Mangel an Professionalität und Transparenz zeigt, dass sich darin, dass die Hamas-Agenden fördern, indem sie einseitig nur Bilder von toten und verletzten Kindern zeigen, was Israel und den jüdischen Gemeinden der Welt unermesslichen Schaden zufügt.

Dafür sollten sie schamerfüllt die Köpfe senken!

Hat irgendjemand einen Terroristen gesehen?

Verfasst 17. August 2014 von heplev
Kategorien: Weltmedien und Nahost

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Yarden Frankl, HonestReporting, 7.8.2014 (übersetzt von Cora)

Letzte Woche fragten wir, warum die New York Times zwischen all ihren Bildern vom Gaza Konflikt kein einziges Bild von Hamas Terroristen zeigt. Die Fotos der NY Times erzählen nur einen Teil der Geschichte, sagten wir.

In der Art und Weise, wie der Gaza Konflikt in den Bildern der Mainstream-Medien dargestellt wird, fehlt etwas. Es gibt einen auffälligen Mangel an Fotos von Hamaskämpfern und jenen, die die Raketen abschießen.

Es gibt eine Menge Bilder von eingestürzten Gebäuden in Gaza, von Menschen, die vom Unglück des Krieges betroffen sind und auch Fotos und Videos von Geschossen, die vom Iron Dome auf die herankommenden Raketen der Hamas abgefeuert werden. Aber es gibt praktisch kein Bild von der Hamas als Auslöser.

Und da die Bilder der Medien jene ungeheure Macht haben, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, könnte das Fehlen von Aufnahmen, die die Hamas als aggressiv und gefährlich zeigen, große Wirkung darauf haben, wie viel Schuld die Menschen der Hamas geben.

Die Times antwortete, dass sie hunderte von Fotos, die ihre Fotografen gemacht hatten, gesichtet hätten und dabei nur zwei „aus der Ferne und von schlechter Qualität von der Hamas“ gefunden habe. Jetzt wissen wir, warum sie nicht so viele zur Auswahl hatten. Irgendwie konnten ihre Fotografen keinen Hamasterroristen zum fotografieren finden.

Aus einem Interview mit dem Fotografen Wissam Nassar:

F.: Haben Sie irgendwelche Hamaskämpfer oder andere Kämpfer gesehen oder fotografiert?

A.: Ich habe nur einmal Kämpfer gesehen und fotografiert und das war am ersten Tag der humanitären Pause, auf die sich beide Seiten geeinigt hatten, am 20 Juli. Ich hatte kein Problem damit, sie zu fotografieren. Seitdem habe ich keine anderen Kämpfer mehr gesehen.

Es ist ja nicht so, als hätte Nassar den Konflikt 24 Stunden am Tag beobachtet. Er erklärt:

„Meine Tage waren lang und angespannt. Ich war von meiner Familie getrennt, die ich, zu ihrer eigenen Sicherheit zwei Tage nachdem der Krieg begann, nach Ägypten geschickt hatte. Ich verbrachte die Nächte im Büro und die Tage auf der Straße, umgeben vom Krieg. Ich fotografierte Momente des Lebens und Momente des Todes, Menschen die versuchten zu überleben und Menschen in ihren letzten Todeszuckungen. Ich habe zerstörte Häuser fotografiert, Krankenhäuser, Beerdigungen, humanitäre Hilfe, leere Märkte und das tägliche Leben jener Menschen, die während der Pausen in ihre Häuser zurückkehrten.“

Sollen wir wirklich glauben, dass er während der „langen“ und „angespannten“ Tage nur ein einziges Mal ein Hamasmitglied gesehen hat?

Wie hat er es verpasst ein Foto einer einzigen der 3360 Raketen zu machen, die von Gaza aus abgeschossen wurden? Die Hamasterroristen benutzen überall im relativ kleinen Gaza-Streifen Mörser, Panzerfäuste und automatische Gewehre und er hat sie alle verpasst? Oder war er so davon besessen, Bilder von palästinensischen Opfern zu machen, dass er es schlicht vergessen hat, seinem Arbeitgeber auch Bilder von der anderen Seite des Konflikts zu liefern?

Er war auch nicht der einzige Fotograf, den die Times in Gaza hatte. Der Pulitzerpreisträger und bei der Times festangestellte Fotograf Tyler Hicks war ebenfalls dort. Auch er konnte keinen Terroristen oder Raketenabschuss finden.

Hätten wir Zugang zu ihnen gehabt, wir hätten sie fotografiert. Ich habe keine einzige Vorrichtung zum Abschuss von Raketen nach Israel gesehen. Es ist, als würden sie nicht existieren.

Manchmal glauben die Menschen man hätte zu allem Zugang, man könnte alles sehen. Doch die Kämpfer waren nahezu unsichtbar für uns.

Sollen wir wirklich glauben, dass, während die indischen, französischen und finnischen Medien uns mit Beweisen über die Hamas und ihren Raketenabschüssen aus zivilen Gebieten versorgen, die Fotografen der New York Times das irgendwie verpassten? (Siehe: Media Uncovers Launch Sites in Civilian Populated Areas.)

Die Times verteidigte sich zuerst damit, dass man Bilder von der Hamas gezeigt hätte, wenn ihre Fotografen welche eingereicht hätten. Jetzt wissen wir, warum sie das nicht taten. Bitte schreiben Sie an den verantwortlichen Redakteur der Times, in dem sie hier klicken, und fragen Sie, warum ihre Fotografen jene Bilder verpassten, die andere ausländischen Medien machen konnten.

Gaza: Was hätte das Pressekorps anders machen können?

Verfasst 16. August 2014 von heplev
Kategorien: Weltmedien und Nahost

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Pesach Benson, HonestReporting 6.8.2014 (übersetzt von Cora)

Es ist noch zu früh um zu sagen, ob die Operation „Protective Edge“ heruntergefahren wird oder nicht. Israel sagt, es habe alle ihnen bekannten Terrortunnel zerstört, doch die Möglichkeit weiterer Raketenangriffe hängt drohend über den Waffenstillstandsgesprächen in Kairo.

Nach einem Monat dieses Konflikts ist es aber fair zu fragen, was die Nachrichtendienste in Gaza hätten anders machen können.

Lee Habeeb von der National Review diskutierte auf CNN die mediale Erfassung des Gaza-Konflikts. In der Folge seiner eben erschienen Kolumne „Die Mitverschwörer der Hamas“ zeigt Habeeb mehrere wichtige Punkte auf, in denen die Presse Fehler begangen hat, indem es keine Hamaskämpfer gezeigt oder die Opferzahlen nicht angemessen erklärt hat.

Die Interviewerin Kate Bolduan gehört nicht den Mainstream Medien an, doch sie war vorab instruiert worden, die Arbeit von CNN zu verteidigen.

Auf die Frage, was die Reporter besser machen könnten, glaube ich, hätte Habeeb besser können.

Auch wenn sich die IDF seitdem aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen hat, ist das keine akademische Frage. Die Soldaten bleiben in großer Anzahl an der Grenze, bereit wieder einzumarschieren, wenn es notwendig sein sollte. Und sollte der Waffenstillstand doch für längere Zeit halten, werden die Journalisten einen mehr Zugang erhalten, um ein klareres Bild über die Opferzahlen zu bekommen.

Was denke ich also, hätten die Reporter besser machen können. Ich würde es in einem Wort aus 11 Buchstaben zusammenfassen:

TRANSPARENZ

Transparenz verlangt, dass die Reporter offen zu ihrem Publikum sind, was die Umstände angeht, unter denen sie arbeiten und die Methoden, die sie anwenden um ihre Informationen zu sammeln und auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Ich habe nicht viele Journalisten gesehen, die offen Dinge gesagt hätten, wie: „Die Hamas erlaubt Reportern nicht …“ oder „Einige Leute von der Hamas würden mich bedrohen, wenn …“

Ich habe keine Aussage gehört, wie: „Diese Opferzahlen basieren auf den Aussagen der Vertreter des Gesundheitsministeriums in Gaza, die von der Hamas eingestellt sind.“

Ich habe nicht einen Reporter gesehen, der darauf hingewiesen hätte, dass die Hamas keinen einzigen Namen ihrer gefallenen Kämpfer veröffentlicht hat, noch habe ich bei der Berichterstattung über die Beerdigungen in Gaza eine Bemerkung gehört, dass der Tote ein Kämpfer gewesen sein könnte. Gehen Journalisten nur auf die Beerdigungen von Kindern?

Ich habe keine qualifizierten Opferzahlen gesehen. Was ich gesehen habe, waren Zeilen, die feststellten, dass eine „Anzahl von X Palästinensern getötet worden sind“, gefolgt von der Stimme eines Reporters „der größte Teil davon waren Zivilisten“. Auf welcher Grundlage sind sich dessen so sicher?

Ich habe keinen Reporter gesehen, der zugibt, dass der einfache Palästinenser nicht unbedingt offen spricht. Das würde erklären, warum ich keine vertriebenen Gazaner gesehen habe, die zugaben, dass ihr Gebäude auf Grund des Terrorkommandos im Eingang, des Scharfschützennests im oberen Stock, der im Keller versteckten Raketen oder einfach wegen einer fehlgeleiteten palästinensischen Rakete in die Luft geflogen ist.

Und ich habe keinen Redakteur gesehen, der zugegeben hätte, er würde seinen palästinensischen freien Mitarbeitern – Autoren, Kameraleuten und Technikern – vertrauen, welche nicht frei sind die wirklich harten Fragen zu stellen. Für ausländische Korrespondenten wäre das Szenario des schlimmsten Falles – ungeachtet der Falls Alan Johnson und Paul Martin – aus dem Gaza-Streifen rauszufliegen. Aber wenn man ein palästinensischer Journalist ist, ist der schlimmste Fall, wenn ein Hamasstrolch mit Interesse daran an die Tür klopft, sich mit dir nicht sehr nett darüber zu unterhalten, was du berichtet hast.

Für Indiens NDTV besteht Transparenz darin, den Lesern zu berichten, dass der Reporter Sreeivasan Jain und seine Crew Gaza verlassen hatten, bevor sie ihr außergewöhnliches Video veröffentlichten, in dem Hamas-Gorillas eine Rakete direkt vor einem Hotel vorbereiteten, in dem viele Journalisten untergekommen waren.

„Dieser Bericht wurde auf NDTV gesendet und in ndtv.com veröffentlicht, nachdem unser Team den Gaza-Streifen verlassen hat. Die Hamas nahm jeden Bericht über Abschüsse von Raketen nicht sehr freundlich auf. Aber wenn wir über die verheerenden Konsequenzen der israelischen Offensive für die Zivilisten in Gaza berichten, ist es genauso wichtig, darüber zu berichten, wie die Hamas eben diese Zivilisten zusätzlich in Gefahr bringt, indem sie Raketen mitten aus dem Herzen der zivilen Zonen abschießt.

Ich schätze die Washington Post dafür, dass sie den Finger auf diesen Umstand gelegt hat. Anhand der Punkte, die von den Medien aufgebracht wurden, stellt der Reporter Paul Farhi fest:

  1. Menschenrechtsgruppen sagen, dass sie unter den schwierigen Umständen die Anzahl der Opfer in gutem Glauben auflisten.
  2. Israel hat keine eigene sichere Statistik
  3. An Ashraf Kidra, dem Gesundheitsminister von Gaza kommt niemand vorbei.
  4. Journalisten sind nicht in der Lage, einen unabhängigen Report über die Opfer zu erstellen.

Gestern – ich vermute, nachdem Farhis Artikel veröffentlicht wurde – gab die IDF bekannt, dass etwa 900 Terroristen getötet worden sind, seit die Operation „Fels in der Brandung“ vor einem Monat begann.

Ein weiteres Beispiel von Transparenz, auf das Habeeb oder Farhi nicht besonders hinwiesen, kam von einem anderen Reporter und wieder von der Washington Post. Sudarsan Raghavan ist im Gaza-Streifen und diese Nachricht lenkt die Aufmerksamkeit auf die sich wiederholenden Szenen von gestellten Fotografien, einem Beispiel von Fauxtografie.

Der Schauplatzwar zu ordentlich.

Ich war letzte Woche gerade bei den zertrümmerten Überresten einer großen Moschee im Zentrum von Gaza Stadt angekommen. Sie war durch einen israelischen Luftangriff pulverisiert worden. Da gab es überall Trümmer, Glas und Metall. Aber auf einem Flecken Erde vor dem Gebäude, für jeden sichtbar, lag ein kleiner staubiger Teppich.

Auf ihm war ein Haufen angebrannter und zerrissener Ausgaben des Korans, des heiligen Buchs des Islams. Das Symbol war offensichtlich, zu perfekt. Es war klar, dass sie jemand dort platziert hatte, um noch mehr Mitgefühl für die palästinensische Sache zu erregen. Ein Fernsehteam war an Ort und Stelle und filmte den Haufen. Auftrag erledigt.“

Farhis Kolumne nennt nicht alles, an das ich denke, aber es ist ein Anfang.

Wenn Reporter nicht transparent sind, lässt das Raum für Fragen offen und das ist auch vernünftig. Wenn es zu diesen Dingen plausible und vernünftige Antworten gibt, dann lasst sie uns hören.

Komplette Familie toter Palästinenser lebend gefunden

Verfasst 14. August 2014 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting, 14. August 2014

Der von Donald Macintyre geschriebene, fast 4000 Worte lange Bericht des New Statesman aus dem Gazastreifen illustriert die Unzuverlässigkeit der palästinensischen Opfermeldungen. Der Bericht enthält diesen Absatz:

Zumindest erlitt Yassir Arafat nicht das Schicksal eines anderen einzelnen Überlebenden, der ins al-Shifa-Krankenhaus gebracht wurde, des zehnjährigen Mohammed Badran. Er erblindete durch einen israelischen Luftangriff, aber im Krankenhaus schien er sich nicht bewusst zu sein, dass seine gesamte Familie getötet worden war, als ein Flugkörper hr Haus im Flüchtlingslager Nuseirat zerstörte. Die Natur seiner Verletzungen verstand er nicht und fragte wiederholt die Belegschaft: „Warum habt ihr das Licht ausgemacht?“

Allerdings befindet sich ganz am Ende von Macintyres Text ein Update, das uns sagt, dass Badrans „gesamte Familie“ in Wirklichkeit bei diesem Luftangriff nicht getötet wurde:

Update, 12. August: Es stellte sich heraus, dass Mohammed Badrans Familie bei dem Angriff auf sein Haus nicht, wie hier berichtet wurde, getötet worden war. In dem Durcheinander eines brechend vollen Shifa-Krankenhauses dachten die seine Verbrennungen behandelnden Ärzte, er habe seine Eltern und alle Geschwister verloren. In Wirklichkeit wurden zwar sieben der neun Kinder der Badrans bei dem Angriff verletzt, darunter auch ihre 17-jährige Tochter Eman, die jetzt mit schweren Beinwunden ebenfalls im Shifa liegt, aber Mohammeds Eltern Tagorid und Nidal Badran überlebten beide, um sich um ihn zu kümmern. Das heißt, bis Nidal (44, Polizist) bei einem weiteren Luftangriff getötet wurde, diesmal dem auf die Qassam-Moschee im Flüchtlingslager Nusseirat früh am Samstag, 9. August, als er sich zur Teilnahme an den Morgengebeten bereit machte. Am 12. August wurde mir gesagt, dass Mohammed zur Behandlung in ein spanisches Krankenhaus überwiesen wurde.

Kann man zwischen dem Nebel des Kriegs und der gezielten Verzerrung der Opferzahlen irgendeinem dieser Berichte über angebliche Tote angeblicher palästinensischer Zivilisten trauen?

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Oberst Richard Kemp: Israelischer Pilot hat Angriff in Gaza 17 Mal abgebrochen um Zivilisten zu schützen – Das jüdische Volk sollte stolz sein auf den Staat Israel (INTERVIEW)

Verfasst 13. August 2014 von Daniel
Kategorien: Antisemitismus, Israel, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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Deborah Danan, The Algemeiner vom 30. Juli 2014

Grade zurück von einer weiteren Reise nach Sderot und mit Diskussionen mit israelischen Soldaten in der Aufmarschzone in der Nähe von Gaza, ist Oberst (a.D.) Richard Kemp, der frühere Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan, mit The Algemeiner zu einem Interview zusammengesessen.

Deborah Danan: Was denken Sie warum die internationale Gemeinschaft derart lautstarken Widerstand gegen die Aktionen der IDF in Gaza ausdrückt?

Oberst Richard Kemp: Nun, der Startpunkt für so viele Weltmedien, Meinungsmacher, politische Führer, NGOs, Menschenrechtsgruppen, wird immer der sein, dass was immer Israel auch tut, es ist falsch. Es wird als der Unterdrücker der Palästinenser angesehen, illegaler Besetzer – sogar von Gaza trotz dem Rückzug vor 9 Jahren – und dann hast du von Anfang an einen Nachteil. Dann fügen wir die Tatsache hinzu, dass die israelischen Militäroperationen gegen die Hamas unvermeidbar zivile Opfer verursacht. Der Grund dafür ist, dass die Hamas sie als Schlüsselelement einsetzt – wahrscheinlich DAS Schlüsselelement ihrer Strategie – Menschliche Schutzschilde. Sie wollen Israel ködern und dazu zwingen, Zivilisten zu töten. Und deshalb sieht man Bilder toter Babies, toter Jungs am Strand, von Frauen, die um ihre Kinder schreien, und keine Realität kann diese Bilder überwinden. Es ist auf eine Weise verständlich, weil es herzzerreissend ist, ich habe aus erster Hand gesehen, was Schrapnell einem Baby antun kann, und es ist entsetzlich, und das Problem ist, dass es keine Referenz gibt, kein Verständnis für die Tatsache, dass der einzige Grund, weshalb diese Kinder getötet wurden, die Aggression der Hamas gegen Israel ist.

DD: Haben Sie irgendwelche Empfehlungen, was Israel tun könnte, um diese Sichtweise zu verändern?

RK: Israel tut sehr viel von dem, was es tun kann; offensichtlich benötigt es effiziente und gewiefte Medienkenner, um die Verzerrungen, die in den internationalen Medien so verbreitet sind, zu kontern. Aber natürlich ist Israel da ebenfalls im Hintertreffen, weil, während Israel vielleicht das Bedürfnis versteht, mit einer raschen Widerlegung oder einer Botschaft der Wahrheit über das, was tatsächlich im Konflikt passiert ist, muss es immer noch zutiefst wahrhaftig sein den Fakten gegenüber und kann sich keine Fehler und keine Übertreibung erlauben. Die Hamas auf der anderen Seite kann sagen was immer sie will, und keiner fordert sie heraus, oder wenn doch, dann spielt es keine Rolle für sie weil sie niemandem Rechenschaft schuldig sind.

Für mich liegt das wichtigste, was Israel tun kann, nicht bei den Massen, sondern bei den Entscheidungsträgern, bei den Führern dieser Welt; letztendlich ist es deren Einstellung und ihr Verständnis, das die Art formt, wie der Westen nach Israel blickt.

DD: Welche spezifischen Schritte unternehmen die USA und Grossbritannien, um zivile Opfer zu vermeiden?

RK: Sie haben restriktive Angriffsregeln in Konflikten, wo es ein erhebliches Risiko gibt, dass Zivilisten getötet werden könnten, beispielsweise in Irak, Afghanistan und Nordirland. Sie treiben einen grossen Aufwand, um das Minimum an Verlust von Menschenleben bei der zivilen Bevölkerung sicherzustellen, einschliesslich Überwachungen, um die An- oder Abwesenheit von Zivilisten sicherzustellen, angemessene Munition einzusetzen – beispielsweise keine massiven Bomben fallen zu lassen, wenn es ein Risiko gibt, nebenan Zivilisten zu töten, und manchmal entscheidet sich die Armee dafür, mit Bodentruppen einzugreifen, um den Kollateralschaden von Luftangriffen zu vermeiden. Oder zum Beispiel, wenn man ein Objekt aus allen Rohren schiessend angreifen möchte, aber man denkt, dass noch Zivilisten in der Nähe sind, dann schiesst man nicht bis man ganz genau weiss, dass man ein definitiv feindliches Ziel vor sich hat, was natürlich die eigenen Truppen in den Nachteil versetzt, aber es ist ein Risiko, das man eingeht, um Menschenleben zu schützen.

Vor drei Tagen habe ich mit einem israelischen Piloten geredet, der mir erzählt hat, dass er am selben Morgen ein feindliches Ziel insgesamt 17 Mal abgebrochen hat, weil Zivilisten in der Zielzone waren, und letztendlich hat er die ganze Operation abgebrochen. Ich fragte ihn, ob das nicht frustrierend gewesen sei? Sein Antwort war einfach nein. Und das ist, für mich, eines der besten Dinge an den IDF – dass das letzte, was sie tun wollen, ist, eine Bombe ins Ziel zu werfen und das dann auf ihrem Gewissen lasten zu haben für den Rest ihres Lebens. Und es war dasselbe mit Kindersoldaten. Ich sprach mit Soldaten, die in Gaza kämpften, und mehrere von ihnen sagten mir: ‘Wir kennen die Einsatzregeln, aber selbst ohne sie ist es immer in unserem Hinterkopf, dass wir keine Zivilisten töten können.’ Sehen Sie, für sie hat das nichts mit Befehlen zu tun, es ist einfach immer da im Vordergrund. Wer reden über [Reservisten, die] einfache Künstler, Metallarbeiter, Musiker, sie sind keine Killer. Sie haben absolut kein Bedürfnis danach, Zivilisten zu töten. In der Tat, in Sachen verletzte Zivilisten ist die Einstellung der IDF-Soldaten das genaue Gegenteil des Images, mit denen sie vor der Welt porträtiert werden.

DD: Erzählen Sie uns mehr über das Verhältnis von Zivilen zu Kämpfern in Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg.

RK: Seit dem 2. WK war der Durchschnitt 3 zivile Tote für jeden getöteten Kämpfer. In manchen Konflikten war die Zahl höher, 4 oder 5 tote Zivilisten für jeden Kämpfer. Bei der Operation ‘gegossenes Blei’ und ‘Säule der Verteidigung’ war es 1-zu-1 — und diese Zahl wurde auch von den Palästinensern bestätigt. Natürlich kann ich das Verhältnis dieser Operation nicht sagen, weil sie noch nicht zuende ist. Was aber entmutigend ist, ist die Bereitschaft der Medien, ganz einfach die Anzahl getöteter Zivilisten in Gaza zu berichten, sowie die Anzahl getöteter Kinder – Zahlen die nur von palästinensischen medizinischen Autoritäten stammen, die von der Hamas kontrolliert werden. Ich weiss nicht, ob sie stimmen oder nicht, aber man muss Annahmen machen, in Anbetracht der in der Vergangenheit nachgewiesenen Fälschungen von Opferzahlen. Es ist aber sehr gut möglich, dass wir am Ende dieses Konfliktes ein Verhältnis sehen, das höher ist als 1-zu-1, und wenn dies der Fall ist, dann dürfte das auf zwei Gründe zurückzuführen sein: Der eine ist dass die Hamas aus ‘Säule der Verteidigung’ und ‘gegossenes Blei’ gelernt hat, ihre Kämpfer und Waffen besser vor israelischen Luftangriffen zu schützen, einschliesslich in Untergrund-Tunnels, und zum Zweiten wissen sie von ‘Säule der Verteidigung’, wie viel Zugkraft man kriegt, wenn man Zivilisten tötet — und natürlich wollen sie daraus profit schlagen.

DD: Nach Ihrer Schätzung, wie viel Schaden hat die Hamas verursacht durch Raketen, die zu kurz flogen und innerhalb der Grenzen von Gaza niedergegangen sind?

RK: Das weiss ich nicht — ich könnte auf keinen Fall schätzen, wie hoch das insgesamt läuft. Jedoch offensichtlich haben wir grade erst gesehen, dass eine Hamas-Rakete auf dem Al Shifa Spital und dem Al Shati Flüchtlingslager gelandet ist. Es gibt keinen Zweifel dass ihre zu kurz gelandete Munition ernsthafte zivile Schäden anrichtet.

DD: Welches ist die britische Einstellung zum Krieg in Gaza, und denken Sie, dass sich diese in den letzten paar Operationen verändert hat?

RK: I denke, dass die Menschen in Grossbritannien schwer beeinflusst wurden von den Fotos von toten Kindern, von Hamas-Propaganda, die, natürlich, gefälschte Fotos von toten Kindern beinhaltet — einschliesslich Fotos von toten israelischen Kindern, die als tote palästinensische Kinder dargestellt werden. Die Familie Fogel wurde als palästinensische Familie dargestellt. Um Ihnen die Dummheit der Leute, die sowas tun, zu zeigen: Auf dem Bild kann man sogar eine Menorah sehen. Diese Art Zeugs beeinflusst die britischen Menschen, plus die schrillen Stimmen vieler aus der muslimischen Bevölkerung in England, die aufgebracht sind über die Anzahl ihrer getöteten Brüder in Gaza — die aber anscheinend keinerlei Empörung zeigen gegenüber den 190’000 in Syrien getöteten. Keine Proteste, keine Empörung dort, nichts. Die Einstellung der britischen Öffentlichkeit insgesamt ist negativ. Jedoch war die Einstellung des Premierministers [David Cameron] viel unterstützender, als wir in den anderen beiden Gaza-Konflikten gesehen haben. Trotzdem denke ich, dass die britische Enthaltung bei der Abstimmung über die Resolution der UNHRC mit der Verurteilung Israels und einer Untersuchung von Kriegsverbrechen ein Akt moralischer Feigheit Grossbritanniens ist, und einer, der die ansonsten starke Unterstützung von Israel durch die Regierung unterminiert hat. Wenn politische Führer Israel sagen, es müsse mehr Anstrengungen unternehmen, um zivile Opfer zu vermeiden — und damit insinuieren, dass Israel nicht genug tut und irgendwie glücklich ist damit, zivile Opfer zu verursachen — diese Art Botschaft ermutigt die Hamas, mit ihrer Strategie der menschlichen Schutzschilde weiterzufahren und ausserdem ermutigt sie weitere Extremistengruppen rund um die Welt, es ihnen mit derselben Strategie gleichzutun. Und das führt zum Tod von unschuldigen Menschen. Ban Ki Moon ist dessen schuldig, David Cameron ist dessen schuldig, Barack Obama ist dessen schuldig.

DD: Wie hat die britische Armee in Afghanistan von der Expertise der israelischen Armee profitiert?

RK: Es gibt viele Elemente, die die Briten von der israelischen Armee übernommen haben. Eines davon sind Methoden, zivile Opfer zu reduzieren, die wir in Afghanistan gesehen haben, wo Briten die Taktik übernommen haben, Flugblätter über Zielen abzuwerfen mit potentiellen Zivilisten in Reichweite. Britische Soldatenleben wurden auch dadurch gerettet, dass israelische Schlachtfeld-Medizintechnik zum Einsatz kam, und ebenfalls durch israelische Anti-Bomben-Technologie, das heisst, technologische Ausrüstung, die improvisierte Sprengfallen wie Strassenrandbomben stoppt oder entdeckt. Britische Soldatenleben wurden und werden in Afghanistan durch diese Technologie gerettet. Darüber hinaus ist die Kooperation zwischen britischen und israelischen Nachrichtenoperationen sehr hoch und das hat nicht nur das Leben von Soldaten sondern auch von britischen Zivilpersonen gerettet. Nebenbei unterstützen britische Soldaten und Ex-Soldaten Israel und die IDF sehr stark weil, im Gegensatz zu vielen Zivilpersonen verstehen sie die Bedrohung, der Israel gegenübersteht und die Taktiken, die von der Hamas eingesetzt werden, weil dieselben Taktiken auch von den Taliban benutzt werden und, als Reaktion darauf müssen britische Soldaten die Taktiken der IDF benutzen, um sie zu bekämpfen.

DD: Haben Sie zum Schluss eine Botschaft an das jüdische Volk?

RK: Ich würde sagen, das jüdische Volk sollte sehr stolz sein auf den Staat Israel,d sie sollten ihr bestes Versuchen, die schreckliche Anti-Israel-Propaganda zu ignorieren, die es nur darauf angelegt hat, der Verschwörung zur Vernichtung des Staates Israel beizutragen. Ich selber bin persönlich empört über die schockierende antisemitische Gewalt und Verbalattacken, die durch diesen Konflikt gegen Juden ausgelöst worden sind, speziell in Paris und Deutschland, aber auch in Grossbritannien und anderen Ländern — es absolut niederträchtig und sollte von den Autoritäten auf das Energischste bekämpft werden.

Israel ist das einzige Land in der westlichen Welt heute, das für seine Moral und für seine Werte aufsteht gegen den Ansturm des internationalen Jihad.

Hiroshima, Dresden und … Gaza Stadt?????

Verfasst 10. August 2014 von spotplenni
Kategorien: Europ. Medien und Nahost, Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Yarden Frankl, HonestReporting, 10. August 2014

Wir haben einige übertriebene Berichterstattung zum Konflikt im Gazastreifen gesehen. Wir haben ungenaue und einseitige Berichterstattung erlebt, während Israel versucht sich vor einem fortgesetzten Ansturm aus Raketenfeuer und versuchten terroristischem Eindringen zu verteidigen.

Wenn es aber eine Auszeichnung für Übertreibung und ekelhafte Ungenauigkeit gäbe, würde meine Stimme an Herrn Sam Kiley gehen, den außenpolitischen Redakteur von SkyNews. In The Battle to Win the War and Keep the Peace (Die Schlacht um den Gewinn des Kriegs und den Erhalt des Friedens) schreibt er:

Die Bombardierung Dresdens mit Feuersturm und die Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki zielten auf Frauen und Kinder, die Unschuldigen, ihre Häuser, Parks und Haustiere – gewollt.

Die Alliierten wollten den Willen der Achsenmächte vollkommen brechen.

Und genau diese Absicht haben die Israelis im Gazastreifen.

Moment mal. Verglich er gerade die Angriffe auf Gaza mit den auf Japan abgeworfenen Atombomben und dem Feuersturm-Bombardement von Dresden?

Das ist nicht The Onion, das ist SkyNews. Es stammt vom Redakteur für Außenpolitik.

Er macht sich über die vielen Waffenruhen lustig, ohne zu erwähnen, dass es jedes einzelne Mal die Hamas gewesen ist, die sie beendete. Er verhöhnt die Angabe der IDF die „moralischste Armee der Welt“ zu sein.

Aber nichts ist so empörend, wie der Vergleich zu Dresden, Hiroshima und Nagasaki, wo Hunderttausende getötet wurden. Der Artikel wird sogar von Bildern der zerstörten Städte begleitet.

Doch trotz der schieren Idiotie eines solchen Vergleichs gibt es Leute, die mehr als bereit sind die obszönsten Geschichten zu glauben, wenn es um Israel geht. In der Sektion „Comment is Free“ des Guardian beschreibt Eylon Aslan-Levy, Vorsitzender des britischen National Council of the Unions of Jewish Students, den Einfluss, den solche Vergleiche haben:

Israels Beteuerungen, dass es mehr als jede andere Armee tut, um zivile Opfer zu vermeiden, einfach ausgelacht werden. Israel wird als unrettbar böse dargestellt; seine Freunde – Mittäter beim Verbrechen. Ich kann schon nicht mehr zählen, wie oft mir erzählt wurde, wenn ich Zionist bin – was nicht mehr bedeutet, als dass ich glaube, dass Israel das Recht hat zu existieren – dann heißt das, ich müsse die Ermordung von Kindern unterstützen.

Sky News schreibt Folgendes auf Kiley Profilseite:

Er (Kiley) hat umfangreiche Kontakte innerhalb der Geheimdienste und liefert die Art Eilmeldungen, auf denen Sky News seinen Ruf aufgebaut hat. Sam hat eine der bedeutendsten Nachrichten-Zusammenfassungen des anstehenden Jahrzehnts.

Das ist keine Frage möglicher Einseitigkeit. Das ist eine Frage widerlicher Ungenauigkeit und Verleumdung. Bitte schreiben Sie an Sky News und fordern Sie sofortige eine Rücknahme und Entschuldigung für diese perverse Absurdität. Und sagen Sie ihnen, dass sie sich einen Bärendienst erweisen, wenn sie prahlen Sky News habe sich mit der Art Berichterstattung „einen Namen gemacht“, die Hiroshima, Dresen und … und Gaza Stadt vergleicht.


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